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Wie schaffst du es, wieder die Kraft auf die Straße zu bringen?
Was ist JETZT der größte Hebel?
Allerdings kommst du auch nur auf die Lösungen, die du selbst kennst. All die Lösungen, die du nicht kennst, auf die kommst du nicht.
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Die Macht der Gedanken: Reich denken, wie es Napoleon Hill beschreibt, oder die Kraft der Gedanken durch Affirmation aktivieren - funktioniert das? Ich gehe auf die wissenschaftlichen Aspekte ein und auf die Dinge, die du beachten musst.
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Wie erhöhst du deine Reichweite und Sichtbarkeit auf Instagram und TikTok, um damit mehr Geld zu verdienen? Darüber spreche ich mit Florian Heyer von https://socialclust.de, der nicht nur seinen eigenen Instagram-Kanal @mr.rhetorik groß gemacht hat.
Mehr zu Florian Heyer https://socialclust.de
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Deutschland will effizienter werden und dazu seine Bürokratie abbauen. Allerdings ist das laut dem parkinsonschen Gesetz eine Illusion. Das betrifft dich auch als Firmeninhaber, wenn du Mitarbeiter hast. Deswegen solltest du diese Beobachtung des britischen Historikers Parkinson kennen.
Videoempfehlung: unser Gehirn haushaltet falsch [Parkinson-Gesetz]
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Ist private Krankenversicherung (PKV) wirklich unsolidarisch?
Servus vom Serve. Herzlich willkommen. In der heutigen Folge geht es um die Frage, ob die Private Krankenversicherung sozial ungerecht ist. Mit dieser Aussage werde ich gelegentlich konfrontiert. Ich selbst bin Privatpatient, meine Tochter und mein Sohn ebenfalls. Auch mit meiner Tochter habe ich schon über dieses Thema diskutiert. Sie fragte sich, ob die Mitglieder der Gesetzlichen Krankenversicherung schlechter gestellt seien als sie selbst. Es gefällt mir, dass sie über den Tellerrand hinausschaut und darüber nachdenkt.
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Auch in den Medien hört man immer wieder die Klage, dass es in Deutschland eine Zwei-Klassen-Gesellschaft gäbe, was die Krankenversorgung betrifft. Die Gesetzlich Krankenversicherten sagen, dass die Privat Versicherten eine bessere Behandlung bekämen und bevorzugt würden. Das stimmt in der Tat, denn wenn du als Privatpatient in einer Praxis anrufst, dann kommst du in der Regel schneller dran. Aber warum ist das trotzdem gerecht? Der gesetzlich versicherte Patient erhält die moderneren Behandlungsmethoden meist nur, weil es die Privat Versicherten gibt, die die Arbeit der Ärzte quer finanzieren.
Ich möchte euch von einem Beispiel erzählen. Einer meiner Freunde, ein Augenarzt, investierte 120.000,- Euro in ein neues medizinisches Gerät. Das ist ein hoher Geldbetrag, der sich amortisieren muss. Die Gesetzlichen Krankenversicherungen, ich kürze sie im Folgenden mit GKV ab, bezahlen ihren Mitgliedern die Nutzung dieses Gerätes nicht. Es sind die Privatpatienten, die diese Behandlung in Anspruch nehmen, denn die Privaten Krankenversicherungen (PKV) bezahlen die Behandlungen mit diesem neuen Gerät. Deswegen lohnte es sich für den Arzt, das Gerät anzuschaffen. Er ist jedoch nicht verpflichtet, diese Leistung auch den Versicherten der GKV Leistung anzubieten.
Beim Privatpatienten ist diese Zusatzleistung ein automatischer Durchläufer. Er oder sie erhält die Behandlung, und wenn sie medizinisch notwendig ist, wird sie von der Krankenkasse bezahlt. Dieser Automatismus ermöglicht dem Arzt, moderne Geräte anzuschaffen, weil er weiß, dass die Privatpatienten die Nutzung bezahlen. Langfristig gesehen kann er aus diesem Grund das Gerät auch den GKV-Versicherten zur Verfügung zu stellen. Das heißt, dass viele Behandlungen für den Gesetzlich Versicherten erst dadurch möglich werden, dass die Privat Versicherten der Garant dafür sind, dass sich die Investition in ein neues Gerät lohnt. Privatpatienten werden auch deshalb besser behandelt, weil die Rechnung für den Arzt nur aufgeht, wenn er eine ausreichende Menge an Privatpatienten behandelt, die ihm diese Investition finanzieren.
Ein weiteres Beispiel für diese Argumentation ist das Fliegen. Nehmen wir ein großes Flugzeug, einen Airbus A 340. Auf der Strecke von Frankfurt nach Los Angeles verbraucht der Flieger durchschnittlich 7.700 Liter Sprit pro Stunde. Der Verbrauch hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel, ob Steilflüge notwendig sind, die viel Treibstoff verbrauchen. Bei einer Kurzstrecke, beispielsweise von Frankfurt nach München, verbraucht das Flugzeug im Durchschnitt mehr Kerosin als bei einem Langstreckenflug, weil der Steilflug mehr Treibstoff benötigt als der anschließende horizontale Flug, der bei einer Strecke nach München nur kurz ist.
https://de.wikipedia.org/wiki/AirbusA340#/media/Datei:AirbusA340-300AirbusIndustries(AIB)'Housecolors'F-WWAI-MSN001crop.jpg
Bleiben wir bei dem Beispiel Frankfurt - Los Angeles, bei dem 7.700 Liter pro Stunde verbraucht werden. Bei einem Preis von 2,50 Euro pro Liter bist du bei ungefähr 20.000,- Euro pro Stunde. Das entspricht einem Kleinwagen. Hinzu kommen die Kosten für die Crew, also den Kapitän, den Co-Piloten und die Flugbegleiter. Darüber hinaus kostet auch das ganze Drumherum, die Menschen, die auf dem Flughafen arbeiten. Sie betanken den Airbus oder reparieren ihn. Auch die Lande- und Stellgebühren auf dem Flugplatz kosten Geld.
Vergleichen wir die Ticketpreise für diese Strecke. Was bezahlst du für ein First Class Ticket nach Los Angeles? Rund 14.000,- Euro. Die First Class nimmt in etwa acht normale Plätze ein. Die Business Class kostet circa 6.000,- Euro auf der Strecke von Frankfurt nach Los Angeles und nimmt zwei Plätze ein. Das Top-Angebot, die First Class, kostet 14.000,- Euro, die Business Class 6.000,- Euro, und jetzt kommt die Economy, die oft abwertend als "Holzklasse" bezeichnet wird. Hier kommt es auf das Angebot an. Preiswerte Tickets gibt es bereits ab 444,- Euro. 444,- für ein Economy Ticket, 6.000,- Euro für die Business Class, die zwei Plätze einnimmt, aber mehr als das Doppelte kostet. Oder die First Class mit dem Achtfachen an Raum für einen Preis von 14.000,- Euro. Das bessere Essen und der Champagner rechtfertigen die Preisunterschiede nicht, sondern es ist der zusätzliche Raum, den der Passagier einnimmt und nicht an andere verkauft werden kann.
Das ist für mich eine Metapher, die klar macht, dass diejenigen, die sehr viel für ein Ticket zahlen, die anderen mitfinanzieren. Dieser Vergleich lässt sich auf die Unterschiede zwischen Gesetzlicher und Privater Versicherung anwenden. In Deutschland sind die Beamten in der PKV, und auch Selbständige oder gutverdienende Angestellte können Mitglied werden. Wem dies noch nicht reicht, für den gibt es die Möglichkeit, über Zusatzversicherungen die gleichen Leistungen zu erhalten. Natürlich kann sich das nicht jeder leisten, aber manche setzen leider falsche Prioritäten. Sie sparen an der eigenen Krankenversicherung, aber beim Auto sind sie bereit, eine hohe Versicherungssumme zu zahlen. Das Auto ist oft besser versichert als die eigene Gesundheit.
Mein Fazit: Ich finde die Private Krankenversicherung nicht sozial ungerecht. Angenommen, es würde irgendwann eine einheitliche Bürgerversicherung geben, dann gäbe es immer noch Menschen, die sich trotzdem private Zusatzversicherungen kaufen würden. Natürlich gibt es Unterschiede in den Klassen, dessen bin ich mir bewusst, aber der Hauptgrund ist nicht die PKV, sondern die Politik, die unser wundervolles Gesundheitssystem über Jahre hinweg kaputt gemacht hat.
Herzlichen Dank fürs Rein- und Hinhören. Ab hier liegts an dir. Bis zur nächsten Folge, dein Michael Serve. Schau auch gerne auf meiner Seite michael-serve.de vorbei. Ich freue mich auf deinen Besuch.
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Servus vom Serve. Herzlich willkommen. **Dein Steuerberater übermittelt dir Zahlen, aber du verstehst nur Bahnhof? **Kommt dir diese Situation bekannt vor? Sie ist sehr gefährlich! Um dein Unternehmen erfolgreich zu steuern, musst du in der Lage sein, die Zahlen zu verstehen. Was du nicht kontrollieren kannst, das kannst du auch nicht optimieren, und du wirst dich nicht verbessern. Nur wenn du deine Zahlen im Griff behältst, kannst du dein Unternehmen skalieren. Finanzcontrolling bedeutet, dass du alle Daten kennst, verstehst und Schlussfolgerungen daraus ziehen kannst. Das ist die Basis für ein gesundes Wachstum, denn ein unkontrolliertes Wachstum ist schlimmer als gar kein Wachstum.
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Die Zahlen, die du von deinem Steuerberater bekommst, sind deine Betriebswirtschaftliche Auswertung, kurz BWA. Sie ist besonders für kleine und mittlere Unternehmen das Berichtswesen, das die Ertragslage eines Unternehmens und seine betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zum Inhalt hat. Es geht unter Anderem um monatliche Ausgaben, zum Beispiel im Vergleich zum Vormonat oder kumuliert für das bisher aufgelaufene Jahr. Teilweise werden sie in Prozentzahlen ausgedrückt. Von den Betriebseinnahmen werden die Ausgaben abgezogen, zum Beispiel der Materialaufwand und die Personalkosten. Es verbleibt der Rohertrag. Am Ende der Aufstellung findest du dein vorläufiges Ergebnis. Viele schauen kurz drüber und denken sich, "das passt schon". Sie vergleichen vielleicht den vergangenen Monat mit dem Vorjahresmonat, um anschließend die Übersicht in der Ablage verschwinden zu lassen.
Was sagen die Zahlen der BWA aus? Die meisten, die ich nach ihrer BWA frage, sagen mir, dass sie sie nicht verstehen. Die Zahl, die ganz unten steht, kommt nicht auf ihrem Konto an. Sie können mit den Daten nicht planen. Das ist genau das Problem, denn sie wenig aussagekräftig. Du kannst zwar das Verhältnis zwischen Personalkosten oder Materialkosten und Umsatz beziehungsweise Rohertrag herstellen und diesen Wert mit dem Durchschnitt deiner Branche vergleichen, aber was bringt das? Die Wenigsten wollten durchschnittlich sein, zumal der Durchschnitt meist gar nicht genug verdient. Du kannst in der BWA viele wichtige Werte nicht ablesen, weil sie nicht berücksichtigt sind. Du kannst zum Beispiel keine Vorhersage ableiten, weil die BWA immer nur den aktuellen Status quo wiedergibt. Fallen jedoch alle vier Jahre turnusmäßige Wartungskosten an, dann sind diese logischerweise in den Aufstellungen der anderen drei Jahre nicht eingepreist. Sie kommen aber wieder, so sicher wie das Amen in der Kirche. Diese Ausgaben müssen in den Budgets berücksichtigt werden. Wenn du das nicht machst, dann läufst du Gefahr, heute mehr auszugeben, als du darfst. Und irgendwann holen dich die Rechnungen ein und reißen ein Loch in deine Haushaltskasse. Fehler Nummer 1 lautet deshalb, beachte, dass die zukünftig anfallenden Kosten in der BWA nicht aufgeführt sind. Das ist gefährlich, denn darfst nicht nur den Moment betrachten, sondern musst rational in die Zukunft schauen.
Der zweite Fehler passiert, wenn man die laufenden Steuern nicht einplant. Der aufgeführte Gewinn ist zumindest teilweise noch zu versteuern. Das bedeutet, dass man den wahren Erlös nicht im Blick haben kann. Eine Nachforderung des Finanzamts kann schnell zu einer bösen Überraschung werden. Wenn du heute deine Steuer für beispielsweise das vorvergangene Jahr einreichst, dann führt eine Nachforderung dazu, dass du dreimal deine Steuerlast bezahlen musst. Und das ist vielen nicht bewusst. Stell dir vor, wir sind aktuell im Jahr 2022, und du musst für das Jahr 2020 50.000,- Euro nachzahlen. Diesen Wert legt das Finanzamt für die kommenden Jahre zugrunde, was dazu führen kann, dass du auch für 2021 50.000,- Euro zahlen musst. Das heißt, dass du für die beiden vergangen Jahre 100.000,- Euro nachzahlen musst. Dazu kommt eventuell eine Vorauszahlung für das laufende Jahr in gleicher Höhe. Das würde bedeuten, dass du dem Finanzamt einen Betrag von 150.000,- Euro überweisen müsstest.
Steuerforderungen bringen so manchen Unternehmer zur Verzweiflung, und zwar nicht nur finanziell, sondern auch mental. Sie sind frustriert, weil sie gefühlt nur noch für das Finanzamt arbeiten und nicht für sich selbst. Der Grund liegt aber darin, dass die Planung nicht richtig gelaufen ist, weil einigen Unternehmern das kaufmännische Handwerkszeug fehlt. Deswegen spreche ich dieses Thema an, denn es ist wichtig.
Fehler Nummer 3: Die Betriebswirtschaftliche Auswertung ist oft durch Abschreibungen verwässert. Abschreibungen sind steuerliche Vorteile, die durch Käufe entstehen. Du kaufst einen Firmenwagen im Wert von 50.000,- Euro. Angenommen, du schreibst dieses Auto über fünf Jahre ab. Das bedeutet, dass du 10.000,- Euro als Betriebsausgaben steuerlich gelten machen kannst, und das vermindert deine Steuerlast. Hast du das Auto bar bezahlt, dann verlassen 50.000,- Euro in dem Moment deine Kasse, in dem du das Auto kaufst. In der Betriebswirtschaftlichen Auswertung werden jedoch nur 10.000,- Euro gegengerechnet, weil sie über die Steuer abgeschrieben werden. Das heißt, dass du im laufenden Jahr eine Differenz von 40.000,- Euro hast. Dieses Jahr 40.000,- Euro Nachteil, im nächsten Jahr 10.000,- Euro Vorteil. Und diese Rechnungen betreffen nicht nur den Kauf eines Autos, sondern alles, was du über einen längeren Zeitraum hinweg abschreiben kannst. Das summiert sich und kann zu Fehlerquoten führen, weil die Summe durch die Abschreibungen steuerlich verwässert wird.
Die nächste Schwierigkeit, die auf uns wartet, ist die Tatsache, dass die Betriebswirtschaftliche Auswertung verzögert kommt, bei manchen sogar bis zu einem halben Jahr. Manche erhalten die Aufstellung monatlich, aber das ist eher selten. Das bedeutet, dass die echten Zahlen ein halbes Jahr alt sind. Wie willst du vernünftig planen, wenn du keine aktuellen Zahlen hast? Es ist sehr gefährlich, mit Zahlen zu arbeiten, die in der Vergangenheit liegen.
Fehler Nummer fünf sind falsche Informationen in der Aufstellung. Beispiel: Du transferierst 50.000,- Euro in die Firma, um davon ein Auto zu kaufen. Dieser Betrag wird als Betriebseinnahme verbucht, und du musst ihn womöglich versteuern. Außerdem kann es sein, dass du dich irgendwann in der Zukunft darüber wunderst, wie diese 50.000,- Euro in den Betrieb gekommen sind, denn tatsächlich stehen ihnen keine realen Einnahmen gegenüber. Du kannst nicht mehr nachvollziehen, woher das Geld kam. Das heißt, dass du irgendwann darauf kommst, nur zweimal so viel machen zu müssen wie bisher, um deinen Umsatz zu steigern, denn dann hast du theoretisch deinen Umsatz verdoppelt. Du musst nur wissen, was du mal zwei nehmen musst, dann ist es einfach.
Das waren fünf Punkte als Beispiel für dafür, was alles schieflaufen kann. Viele Unternehmer sind unsicher und können nicht nachvollziehen, ob sie überhaupt profitabel arbeiten. Die Zahlen sehen so lange gut aus, bis es zu einer bösen Überraschung kommt, zum Beispiel bei einer Betriebsprüfung. Du kannst alle möglichen Steuertipps anwenden, aber die funktionieren nur so lange, bis eine Betriebsprüfung ansteht und der Prüfer eine andere Meinung hat. Viele Unternehmer fällen Entscheidungen aus dem Bauch heraus anstatt die Fakten zu prüfen. Das führt zu Fehlentscheidungen, und irgendwann wundert man sich, warum man ständig auf der Stelle tritt. Wie schade. Das ist unprofessionell und müsste nicht sein. Es ist eines guten Unternehmers nicht würdig, eben weil es einfache Lösungen gibt. Um die Betriebswirtschaftliche Auswertung zu verstehen, ist es am besten, du erstellst sie selbst.
Ich verstehe diese Probleme sehr gut, denn wir Unternehmer wollen unser Handwerk ausüben und für unsere Kunden da sein anstatt im Hinterzimmer Zahlen zu wälzen. Die Übersicht über Ausgaben und Einnahmen geht oft im Alltag unter, und abends, wenn man erschöpft nach Hause kommt, fehlt die Energie, um sich mit der lästigen Verwaltung auseinanderzusetzen. Das verstehe ich voll und ganz, und deswegen habe ich mich darauf spezialisiert, einfache Lösungen für diese Probleme zu entwickeln. Schließlich soll sich deine Arbeit lohnen. Ohne dich gäbe es all das nicht, was du erschaffen hast. Wir sind die Macher, wir sind der Motor, der Deutschland am Laufen hält.
Ich möchte noch einige weitere mögliche Fehler erwähnen. Wenn Unternehmer ihre Aufstellung selbst machen, dann kommt es vor, dass einerseits Lücken entstehen und andererseits wichtige Transaktionen nicht aufgelistet sind. Ich habe inzwischen 27 Jahre Erfahrung mit dem Lesen von BWAs, und deswegen fallen mir Lücken eher auf als einem Laien, der blinde Flecken nicht erkennt. Aber auch ich überprüfe nicht jeden kleinen Posten meiner Kreditkartenaufstellung, denn das macht es nur noch komplizierter. "In der Einfachheit liegt die höchste Vollendung", sagte Leonardo da Vinci.
Der zweite Fehler ist die fehlende Aktualität. Es bringt nichts, die Einnahmen und Ausgaben nur alle paar Monate zu prüfen. Manche Leute haben gute Apps für die eigene Finanzverwaltung. Aber die sind meist nicht umfassend genug. Entweder sind sie nur für den Privatbereich gedacht, oder man kann keine richtigen Budgets damit verplanen. Budgets sind Zahlungsverpflichtungen, die auf dich zukommen aufgrund von Entscheidungen, die in der Vergangenheit gefällt wurden. Irgendwann werden diese Zahlungen fällig, und zwar in Form von Zeit und Geld. Wenn du Kinder in die Welt setzt, dann weißt du, dass irgendwann Kosten auf dich zukommen, zum Beispiel für die täglichen Windeln oder später für das Studium. Genauso ist es mit der Zeit, die du aufwendest, wenn du deine Kinder zur Schule oder zum Sport bringst. Jede Entscheidung, die du fällst, zieht dir irgendwann Zeit und Geld aus der Tasche. Mit einem rationalen Blick in die Zukunft lässt sich alles planen. Die Apps sind deshalb so ungenau, weil sie meist keine psychologische Hürde haben und nur automatisiert arbeiten. Mein Motto lautet: Mit zehn Minuten, nicht mit null Minuten monatlich behält man seine geschäftlichen und privaten Finanzen im Griff. Das bedeutet, Zeit nötig ist, um sich gut kümmern zu können. Das ist gut so, denn die Überwindung, sich mit den Zahlen auseinanderzusetzen, führt zu einer besseren Reflexion. Denselben Effekt erlebst du, wenn du beim Einkauf bar bezahlst. Der Griff ins Portemonnaie führt dazu, dass du kontrollierter mit deinem Geld umgehst, als wenn du die EC Karte zückst.
Der nächste Fehler ist, die speziellen unternehmerischen Bedürfnisse nicht zu berücksichtigen. Es wird ein beliebiger Plan genommen, der jedoch zu unspezifisch ist. Ein Beamter beispielsweise hat andere Bedarfe als ein Unternehmer. Wir als Unternehmer haben sowohl andere Schwierigkeiten als auch andere Möglichkeiten, und die müssen bei der Anwendung eines Plans berücksichtigt werden.
Der letzte und wichtigste Punkt lautet: Wir machen es uns oft zu kompliziert. Wir bekommen an die Hand, was alles gemacht werden könnte, aber die meisten Unternehmer und Selbständigen haben weder Zeit noch Nerven, stundenlang Excel Tabellen zu pflegen und die Zahlen detailliert zu kennen. Wir Unternehmer haben genug Baustellen, um die wir uns kümmern müssen. Wir kümmern uns um Kunden und um Mitarbeiter, machen Akquise und bearbeiten Reklamationen. Wir sind ausgelastet, und deswegen muss das System, das uns bei der Verwaltung hilft, alltagstauglich sein. Das Controlling muss absolut einfach und übersichtlich sein, damit es sich gut in den Alltag integrieren lässt.
Wenn du sagst, du weißt nicht, wie du ein solches System findest, dann kannst du dich gerne an mich wenden. Gemeinsam prüfen wir deine Zahlen und die Betriebswirtschaftliche Auswertung. Ich kann dir zeigen, wie du zu einer Methode kommst, die sich einfach in deinen Alltag integrieren lässt und Spaß macht. Melde dich gerne bei mir. Eine entsprechende Info zur Vereinbarung eines Termins findest du auf meiner Webseite. Dieses Gespräch ist selbstverständlich kostenlos für dich.
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Deine Prägung zu Geld entscheidet über deinen Wohlstand
Servus vom Serve. Herzlich willkommen. In dieser Podcastfolge möchte ich dir ein Beispiel mitgeben, das sehr deutlich zeigt, wie unsere Denkweisen geprägt werden, manchmal zum Guten, manchmal zum Schlechten. In einem Urlaub erlebte ich die folgende Situation. Meine Frau, mein Hund und ich waren an einem Badesee in Italien. Dort erschien ein Mann mit einer Pitbullterrierhündin, die nicht angeleint war. Der Mann nahm ein Stöckchen, warf es in den See, und der Pitbullterrier sprang ins Wasser, spielte mit dem Stock und brachte ihn seinem Herrchen zurück. So ging das eine ganze Weile hin und her.
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Schauen wir uns verschiedene Betrachtungsweisen dieser Situation an. Punkt 1: meine Betrachtung. Ich saß wenige Meter entfernt und habe das Szenario etwas argwöhnisch betrachtet. Der Grund war natürlich, dass mir Bilder von Pitbulls durch den Kopf gingen, die ich in der Presse gesehen hatte. Pitbulls griffen Menschen an und bissen Kinder. Natürlich haben mich diese Bilder beeinflusst, die Situation in einer gewissen Art und Weise zu betrachten, und deshalb war ich ein wenig misstrauisch. Ich weiß, dass diese Hunderasse eine Veranlagung zum Kämpfen hat. Pitbulls sind darauf trainiert, Stiere oder Rinder in die Beine zu beißen, um sie am Weglaufen zu hindern. Sie haben eine enorme Beißkraft, und ein Biss dieser Tiere ist fatal. Verantwortlich ist jedoch der Mensch. Nachbarn von mir haben ebenfalls einen Pitbullterrier, aber der ist absolut kinderlieb. Natürlich darf man nie unterschätzen, dass in jedem Tier ein wildes Wesen steckt, aber das möchte ich heute nicht thematisieren.
Punkt 2, die Sicht von älteren Menschen, die relativ empört auf diese Situation reagiert haben. Sie haben den Besitzer der Hündin nicht angesprochen, aber ich konnte erkennen, dass sie alles andere als erfreut über diese Situation waren, und sie haben einen großen Bogen um den Hund gemacht. Die dritte Situation betraf eine Familie mit zwei Mädchen. Eines dieser Mädchen sah den Hund, lief zu ihm hin und rief, "ach, wie süß" Weder von dem Kind, noch von deren Eltern kam irgendeine negative oder ängstliche Reaktion auf den Hund. Alle waren absolut unvoreingenommen. Ich kann mir vorstellen, dass die Familie bisher nie schlechte Erfahrungen mit einem Pitbull gemacht hatten, weder persönlich noch aufgrund der Medien. Scheinbar verknüpften sie diese Situation nicht mit einem beißenden Kampfhund. Dieselbe Situation, aber eine andere Reaktion.
Als Letztes noch der Vollständigkeit halber die Reaktion meines Hundes. Er hat einfach nur einen anderen Hund gesehen, freute sich über einen Spielkameraden und ging schwanzwedelnd auf das Tier zu. Eine Situation, vier unterschiedliche Betrachtungsweisen. Das zeigt, dass wir geprägt sind. Und lass dir eines gesagt sein: Wir sind immer und in jeder Situation geprägt. Deswegen ist es wichtig, deine Gedanken zu hinterfragen. Wenn Gefühle in dir aufsteigen, wenn du beginnst, eine Situation zu bewerten, dann halte inne und frage dich, was dahintersteckt. Natürlich sind unsere Prägungen wichtig, denn sie helfen dem Gehirn, Gefahrensituationen zu erkennen. Aber als intelligente Neuzeitmenschen dürfen wir hinterfragen, ob unsere Reaktion angemessen ist. Wir sind keine Neandertaler, die lediglich nach dem Prinzip "Freund-Feind, wegrennen-oder-draufhauen" handeln. Wir können uns erlauben, nachzudenken, ob unser Verhalten angemessen ist.
Verschiedene Verhaltensweisen können wir auch im Umgang mit Geld erkennen. Auch in diesem Bereich sind wir geprägt worden, durch unser Umfeld, durch die Eltern, die Medien, durch Werbung und natürlich durch unsere persönlichen Erlebnisse. Alles, was bis heute passiert ist, all das, was wir selbst erlebt haben, das alles hat unser heutiges Bild von Geld und von Investitionen geformt. Aber es ist immer nur ein individuelles Bild. Wenn wir uns darüber klar werden, dann können wir akzeptieren, dass es auch andere Erfahrungen und Meinungen gibt. Auch im Umgang mit Geld ist es wichtig zu hinterfragen, ob unsere Entscheidungen richtig und faktisch sind. Wenn man in der Lage wäre, eine Meta-Ebene einzunehmen, also von oben drauf zu schauen und die unterschiedlichen Menschen mit ihren verschiedenen Herangehensweisen und Ergebnissen zu erkennen, dann wäre das von großem Vorteil.
Bei vielen Entscheidungen lassen wir uns von unseren Gefühlen leiten und schalten den Verstand aus. Deshalb ist es wichtig, sich mit anderen Leuten zu unterhalten, und zwar vorzugsweise mit Leuten, die anders denken als wir selbst. Aus unserer eigenen Sicht meinen wir, recht zu haben. Deine Meinung spiegelt deine Erfahrung wider, und die Meinung des anderen spiegelt seine Erfahrung wider, und damit hat er oder sie genauso recht wie man selbst. Wenn du dich mit Menschen unterhältst, die eine andere Meinung haben, dann erweiterst du deinen Horizont und verhinderst, immer wieder ins selbe Horn zu blasen. Wir neigen zur so genannten kognitiven Konsistenz. Das heißt, dass wir wollen, dass alles in Einklang ist, und unbewusst suchen wir nach Menschen, die ähnlich denken wie wir selbst. Der Kabarettist Markus Barwasser alias Erwin Pelzig hat dazu gesagt, "wenn der Zweifel in uns tobt, dann suchen wir nen Dödel, der uns lobt". Aber das bringt uns nichts, weil es Stillstand bedeutet. Nur wenn wir unsere eigenen Meinungen hinterfragen, dann kann uns das helfen, unsere Einstellung zu ändern.
Deshalb mein Tipp, such dir Menschen, die eine andere Meinung haben, damit du andere Ansätze kennenlernst. Das hilft dir, zu wachsen und aus der Falle der persönlichen Prägung herauszukommen. Wenn du das nicht machst, passieren dir Fehler, die richtig viel Geld und Lebensqualität kosten können.
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Russland hat bisher seine militärischen Ziele in der Ukraine nicht erreicht. Das hat viele Gründe, wie Strategie, Logistik (Nachschub), Spionage und Motivation der Truppe. Ich gehe auf zwei andere Gründe ein und finde Parallelen, warum auch Firmen scheitern und massiv Geld verlieren.
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Wie mit ungewisser Zukunft umgehen?
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Servus vom Serve. Herzlich willkommen. Denkst du auch darüber nach, wie du dich am besten auf eine ungewisse Zukunft vorbereiten kannst? Was derzeit auf uns zukommt, scheint in irgendeiner Weise ungewisser als früher zu sein. Bis jetzt schien alles planbar, und plötzlich gerät die Welt aus den Fugen. Wir erleben Konflikte mit Russland, mögliche Probleme in Taiwan, eine Energiekrise und vielleicht innerpolitische Risiken. Irgendwie prasselt alles auf uns ein, und es scheint nach Corona alles immer schlimmer zu werden. Unsicherheit ist Gift für eine Volkswirtschaft, denn Investoren und produzierende Unternehmen benötigen ein stabiles Umfeld, um wirtschaften zu können. Wenn man richtig viel Geld in die Hand nimmt, um eine 10-Jahres-Agenda aufzustellen, dann muss man sich auf die Planung verlassen können. Aber wie geht man mit einer unsicheren Zukunft um?
Wenn wir es genau betrachten, dann war die Zukunft schon immer ungewiss. Nehmen wir als Beispiel Russland. Es könnte immer noch schlimmer kommen. Eine Achse zwischen Russland, Indien und China könnte entstehen mit der Bestrebung, den Petrodollar abzuschaffen und den US-Dollar zu schwächen. Damit könnte der Westen an Relevanz verlieren, weil Russland, Indien und China eine Kooperation auf die Beine stellen, die ihnen Vorteile gegenüber anderen Ländern verschafft. Diese Länder sind jedoch keine gefestigten Demokratien, und deshalb könnte es aber auch sein, dass sich die Situation verbessert, wenn irgendwann einmal ein Nachfolger Putins an die Macht kommt. Dann wäre es theoretisch möglich, dass Deutschland, Russland und die USA zusammenwachsen, weil die Russen die Schnauze voll haben und sich der Demokratie öffnen. Könnte theoretisch sein. Aber es kann natürlich auch alles noch viel schlimmer kommen.
In meinem Buch "Von der Wildsau zum Sparschwein" habe ich beschrieben, dass wir denken, dass wir in unserer großen Industrienation sicher wären. Aber ich habe das Gefühl, dass es jetzt schlimmer wird. Wenn man als Unternehmer genau hinschaut, dann erkennt man, dass Sicherheit immer trügerisch ist und dass man sich auf nichts verlassen kann. Die Demokratie ist ein Garant für Stabilität, zumindest in der Binnenwirtschaft, auch wenn sie natürlich immer noch verbesserungswürdig ist. Deswegen wird beispielsweise allgemein wenig in instabile afrikanische Länder investiert, weil man heute nicht weiß, wie morgen die dortigen politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten sein werden. Wenn bei uns nach einer Wahl die Partei an der Macht wechselt, ist trotzdem nicht das Grundgesetz gefährdet. Das muss man sehen. Es ist wichtig, dass Europa weiter zusammenwächst, um einen Gegenpol an Stabilität bieten zu können.
Dass sich die Welt verändert, ist nichts Neues. Dass sie sich im Moment besonders stark verändert, scheint mir eher ein Gefühl zu sein, weil wir durch die Informationsvielfalt der Medien überflutet werden. Früher gab es noch kein WhatsApp, das mit einem ständig wechselnden Status darüber informiert, was gerade passiert. Es gab auch keine Podcasts, zumindest nicht in der heutigen Downloadgeschwindigkeit. Es gibt acht Millionen Google-Suchanfragen täglich. Vor zehn Jahren war es nur ein Bruchteil davon. Das Internet ist unsere Informationsquelle geworden, und vieles wird dort aufgebauscht und dramatisiert, denn mit der Angst lässt sich gutes Geld verdienen.
Die beliebtesten Berufe des Jahres 2010, die gab es im Jahr 2004 noch gar nicht. Und das sind lediglich sechs Jahre Unterschied. Das bedeutet auch, wer heute ein Studium aufnimmt, der kann sich nicht sicher sein, ob seine Kenntnisse auf dem Arbeitsmarkt zu dem Zeitpunkt, wenn er das Studium beendet, überhaupt noch gefragt sind. In den Fünfzigerjahren bis hin in die Neunzigerjahre mag das noch der Fall gewesen sein, aber damit ist es seit der digitalen Revolution vorbei. Viele Berufe sind von der Digitalisierung eingeholt worden.
Ein anderes Beispiel ist die Halbwertszeit von Ingenieurswissen. Die liegt heute nur noch bei vier Jahren. Nach vier Jahren ist das Wissen veraltet, und der Ingenieur ist raus aus dem Geschäft, wenn er sich nicht ständig weitergebildet hat. Das bedeutet auch, dass unser Wissen spätestens nach einem halben Jahr nicht mehr aktuell ist, beziehungsweise, dass es sich halbiert. Wenn ein Ingenieur vier Jahre studiert, dann ist ein Teil seines Wissens bereits zum Ende des Studiums veraltet. Das ist verrückt. Eine weitere Kennzahl: 17 Prozent aller Frauen waren einmal im Leben ungewollt schwanger. Das ist auch nicht planbar. Ein militanter Linksradikaler aus den Siebzigerjahren wurde im Jahr 1998 Außenminister. Ich spreche von Joschka Fischer. Das alles kannst du bei dir selbst reflektieren. Denk darüber nach, was in deinem Leben alles so gekommen ist, wie du es dir als Teenager ausgemalt hast. Was ist aus den Bildern über deine berufliche Laufbahn geworden, die du damals hattest? Es ist sicher ganz anders gekommen. Psychologen nennen das "die Illusion vom Ende der Geschichte". Die Welt ändert sich, und auch wir selbst verändern uns. Manche Ereignisse sind absehbar, siehe Überfall Russlands der Ukraine, aber wir haben nicht hingeschaut und wollten es nicht wahrhaben. Wir haben uns in einer trügerischen Sicherheit gewähnt. Dass wir selbst uns ändern, lässt sich gut am genannten Beispiel Joschka Fischers aufzeigen, der sich sehr verändert hat.
Deswegen möchte ich an ein wichtiges Statement erinnern: Cash is King, und Cash wird immer wichtiger. Genauso wichtig wie Bargeld ist es, zu investieren, um sich aus der Abhängigkeit zu lösen, beispielsweise von seinem Unternehmen. Das bedeutet, dass man nicht nur in das eigene Unternehmen, sondern auch in den Kapitalmarkt investieren sollte. So sichert man sich ein zweites Standbein. Cash ist King, weil die Liquidität das Überleben sichert. Sie sorgt dafür, dass ich unsichere Zeiten überbrücken kann. Sie macht es mir außerdem möglich, dass ich in schlechten Zeiten gute Investitionsmöglichkeiten nutzen und meine Mitbewerber verdrängen kann. Liquide Geldmittel werden zu einer Kriegskasse, die mir hilft, auf Einkaufstour zu gehen, wenn andere das Handtuch schmeißen. Deshalb ist es so wichtig, die Finanzen im Griff zu haben. Wie willst du planen, wie willst du dein Unternehmen steuern, wenn du keine Kontrolle über dein Geld hast? Wenn du nicht weißt, wann du Personal entlassen musst? Wie viel Geld musst du mindestens verdienen, um dein Unternehmen am Laufen zu halten?
Das sind die Überlegungen, die ich anstelle, wenn es zu einer Krise kommt. Zu Beginn der Coronakrise habe meinen Vermögensliquiditätsplan genommen und die Parameter an den Stellen geändert, wo ich Risiken erkannt habe. Das schafft man mit wenigen Klicks, wenn die Zahlen aktuell sind. Ich errechnete meine Mindestfallhöhe und erkannte, wie lange meine Cashreserven reichen und ab wann ich wieder aktiv werden muss. Innerhalb weniger Minuten hatte ich Gewissheit über meine finanzielle Situation und fühlte mich sicher. Kenne deine Zahlen, dann kannst du planen, steuern und skalieren.
Die nächste Empfehlung ist, mit Sicherheitspuffern zu arbeiten. Mein Vermögensliquiditätsplan arbeitet mit solchen Reserven, die mir als Inflationsaufschlag dienen. Ich reize meine Finanzen nicht zu 100 Prozent aus, sondern höchstens zu 80 Prozent. Außerdem ist wichtig, nicht alles auf eine Karte zu setzen. Wenn die Zukunft ungewiss ist, muss man verschiedene Standbeine haben, aber ohne sich zu verzetteln. Viele suchen nach etwas Besonderem, um sich zusätzlich abzusichern. Aber das ist nicht nötig. Versuche, aus deinen vorhandenen Ressourcen heraus ein zweites Standbein aufzubauen. Auch Amazon bedient sich dieser Strategie, indem es eine IT- und Server-Infrastruktur für den Onlineshop aufgestellt hat, die es nutzt, um den Kunden ein Prime Angebot mit Filmdownloads anzubieten. Diese Services liegen gar nicht weit auseinander, weil die Infrastruktur die Basis für beide Produkte ist. Wenn du sowieso Software programmieren lässt und Server nutzt, dann kannst du sie auch dafür verwenden, um weitere Service anzubieten. Dadurch bist du breiter gestreut und damit auf der sicheren Seite.
Ich empfehle dir, eine Liste mit den Situationen aufzustellen, die dir gefährlich werden könnten. Gibt es Kunden, die alle in einer einzigen Branche sind, die eventuell wegbrechen könnte? Bist du von Lieferanten abhängig? Bring etwas Paranoia aufs Papier und finde heraus, was riskant für dich und dein Unternehmen werden kann. Dann kannst du versuchen, eine Redundanz anzustreben. Bei meinem Hobby als Pilot sind Redundanzen extrem wichtig. Das bedeutet, dass man mehrere Systeme gleichzeitig laufen hat, um für den Krisenfall gewappnet zu sein. Fällt ein System aus, geht das andere an. Für ein Unternehmen gilt die Empfehlung, sich nicht von bestimmten Mitarbeitern abhängig zu machen. Und wenn ein Kunde ausfällt? Nicht schlimm, denn ich habe noch viele weitere Kunden. Dieses Backup solltest du in allen Bereichen anstreben. Gerade als Pilot bin ich über eine Redundanz sehr dankbar, denn wenn ein Tank ausfällt, steht mir ein zweiter zur Verfügung. Das Gleiche gilt für die Zündkreisläufe und für die Batterien, damit die Elektronik funktioniert und so weiter. Diese Absicherung ist beim Fliegen überlebenswichtig.
Der Nachteil ist, dass man Geld dafür aufwenden muss, denn Redundanz kostet. Zwei Backup-Batterien kosten mehr als eine. Für mich gilt die Devise, lieber haben und nicht brauchen als brauchen und nicht haben. Ich bin zwar ein optimistischer Mensch, aber in gewisser Weise bin ich ein bisschen paranoid. Mein Motto lautet, hope for the Best, plan for the Worst, hoffe auf das Beste, aber sei für das Schlimmste gewappnet. Methode Hosenträger-und-Gürtel. Auch beim Fliegen gelte ich als ein sehr zuverlässiger Pilot, der sich ultra gut vorbereitet. Ich will immer sichergehen, dass die Maschine zu 100 Prozent intakt ist, bevor ich abhebe, denn wenn ich erst einmal oben bin, kann ich nichts mehr ändern. Genau diese Einstellung empfehle ich dir für dein Unternehmen. Überlege dir, welche Faktoren dein Geschäft gefährden könnten und dann nimm Geld in die Hand und handle entsprechend.
Als vorletzten Punkt möchte ich dir folgendes mitgeben. Wenn du schon sparen musst, um dich besser vorzubereiten, dann setz bitte nicht nur an deinem Unternehmen an, sondern auch im privaten Bereich. Ich kenne jemanden, der hat in seiner Krise Mitarbeiter entlassen, aber die Putzkraft in seinem Privathaushalt, die hat er weiterbeschäftigt. Das ist in meinen Augen ein Unding. Was sichert mein Geschäft ab? Bestimmt nicht die private Haushaltshilfe, denn die empfinde ich als Luxus an. Spare nicht an der falschen Stelle. Schränke dich privat ein bisschen ein, und du wirst sehen, dass genau das sich motiviert. Aus einer Fastenzeit kann viel Kraft erwachsen. Wenn einem etwas fehlt, dann unternimmt man um so mehr Anstrengungen, um es wiederzuerlangen. Ich gebe Gas, um mich zu motivieren. Von anderen abhängig zu sein, bedeutet, dass andere über meine Lage entscheiden können. Und das mag ich überhaupt nicht. Ich mag es nicht, zu müssen, ich mag es lieber, zu wollen.
Das Ganze hat aber vielleicht auch etwas Gutes. Um es dir leichter zu machen, mit solchen Situationen umzugehen, möchte ich dir eine kurze Geschichte aus meinem Buch "Von der Wildsau zum Sparschwein" vorlesen. Das Buch gibt es übrigens als Audio-Version auf Spotify. Die Geschichte geht folgendermaßen:
In einem Dorf lebte ein alter, armer Bauer mit seinem Sohn. Eines Tages ging der Sohn in den Wald. Als er zurückkehrte, brachte er ein prächtiges Wildpferd mit, das er eingefangen hatte. „Oh, welch ein Glück!”, riefen die Dorfbewohner, „nun kannst du das Pferd vor den Pflug spannen und Getreide anbauen.“
Kurz darauf wollte der Sohn eines der Wildpferde einreiten. Er stieg auf das Pferd, das ihn sogleich abwarf. Dadurch brach er sich ein Bein.
Ab hier liegts an dir. Bis zur nächsten Folge, Dein Michael Serve.
Homepage https://michael-serve.de/
in 8 Jahren finanziell unabhängig - so gehts
Servus vom Serve. Herzlich willkommen. Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einer netten Dame. Sie ist selbständig und äußerte den Wunsch, in acht Jahren finanziell frei sein zu wollen. Aus dieser Unterhaltung möchte ich gerne einige Erkenntnisse mit dir teilen und auf zwei Fehler aufmerksam machen, die dir auf deinem Weg zur finanziellen Freiheit unterlaufen können.
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Der erste Fehler dieser Dame war der Gedanke, "wenn es andere schaffen, dann schaffe ich es auch". Da muss ich widersprechen, denn die Wahrheit ist, dass es die meisten Menschen nicht geschafft haben. Sie sind nicht finanziell unabhängig. Natürlich gibt es eine Menge reicher Leute, aber viele von ihnen besitzen ihr Geld nicht wirklich. Sie schieben es nur von A nach B, weil sie finanzielle Verpflichtungen haben. Eigentlich haben sie lediglich ihr hölzernes Hamsterrad gegen ein goldenes ausgetauscht. Finanziell frei ist, wer viel Geld bei bei gleichzeitig wenigen Verpflichtungen hat.
Nehmen wir als Beispiel einen Millionär, was nicht heißt, dass jeder eine Millionen sein Eigentum nennen muss, um finanziell frei zu sein. Es gibt aktuell 1,63 Millionen Millionäre in Deutschland (Quelle: Studie der Beratungsgesellschaft Capgemini 2021). Das sind 2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass jeder Zehnte finanziell frei sein müsste, und das halte ich für ein Gerücht. Leider habe ich keine verlässlichen Zahlen gefunden, aber man sagt, dass 3 Prozent der Menschen finanziell frei und 97 Prozent abhängig sind.
Der zweite Fehler ist, sich an den Strohhalm "Geldanlage" zu klammern. Bei besagter Damen ist der Fall, dass sie sich Geldanlagen sucht, weil sie nicht genug sparen kann. Interessanterweise suchen die meisten Menschen nach Geldanlagen, die einen hohen Ertrag versprechen. Aber Achtung, denn meist sind diese Anlagen ein Versprechen, das nicht erfüllt wird. Im Gegenteil, denn je mehr Ertrag eine Geldanlage verspricht, desto höher ist das Risiko. Wenn man sich an diese Hoffnung klammert, dann zäumt man das Pferd von hinten auf. Der richtige Weg wäre, ein System zu erschaffen. Du brauchst zunächst ein funktionierendes System, das dich in die Lage versetzt, genug Geld beiseite zu legen. Und dieses Geld muss investiert werden. Es darf nicht wieder in den Haushalt zurückfließen, um irgendwelche Löcher zu stopfen. Das System kommt vor den Geldanlagen.
Wenn du eine funktionierende Methode gefunden hast, dann ist es im nächsten Schritt sinnvoll, gute Geldanlagen zu suchen, um den Prozess der Geldvermehrung zu beschleunigen. Es ist ein Unterschied, ob du monatlich 500,- Euro weglegst oder 2.000,- Euro, denn je höher die Sparsumme, desto schneller erreichst du dein Ziel.
Wichtig ist außerdem, dass du de gewünschte finanzielle Freiheit in Zahlen ausdrücken kannst. Definiere, was du unter deiner finanziellen Freiheit verstehst und welchen Geldbetrag du benötigst, damit du weißt, wann genau du finanziell frei bist. In einer Studie habe ich gelesen, dass 55 Prozent der Befragten finanzielle Freiheit als "Unabhängigkeit in allen Lebenslagen" bezeichnen. 12 Prozent sagten, dass sie finanziell frei sein würden, wenn sie sich ihre Träume erfüllen könnten. Weitere 11,4 Prozent gaben an, sie würden sich unabhängig fühlen, wenn sie nicht mehr auf ihr monatliches Einkommen angewiesen seien. Und 6,9 Prozent sagten, sie seien finanziell unabhängig, wenn sie nicht mehr arbeiten müssten. Wann bist du finanziell unabhängig? Es ist wichtig, sich eine Antwort auf diese Frage zu überlegen.
Daraus lässt sich ein konkreter Geldbetrag ableiten. Hinzu rechnet man die zu erwartende Inflationsrate und bricht den Betrag anschließend auf die notwendigen Aktivitäten herunter. So findest du heraus, welche Schritte du gehen musst, um dein Ziel zu erreichen. Ich empfehle dir, bei der Festlegung des Geldbetrags einen Puffer einzubauen, falls mal etwas schiefgehen sollte. Dadurch verhinderst du, dass dich das System aus der Bahn wirft.
Als weiteren Tipp möchte ich dir mitgeben, dass die finanzielle Freiheit nicht nur aus einem Geldbetrag besteht, sondern dass sie eine Geisteshaltung ist. Wenn deine Mentalität nicht mitgeht, dann kannst du so viel Geld haben, wie du willst, du wirst niemals finanziell frei sein. Du wirst Angst haben, dein Geld wieder zu dein Geld wieder zu verlieren.
Ich möchte dich noch auf einen anderen wichtigen Punkt hinweisen. Wenn man sich die Statistiken anschaut, dann sieht man, dass 74,3 Prozent der Millionäre unternehmerisch tätig sind. Sie sind entweder selbständig, leiten ein Unternehmen oder halten eine Beteiligung an einem Unternehmen. Wenn ich zu Geld kommen will, tue ich mich leichter, wenn ich ein Unternehmen gründe oder selbständig tätig werde. Das setzt voraus, dass ich der Typ dazu bin und das ich ein passendes System erschaffen kann. Es gibt leider viele Beispiele von Menschen, die daran gescheitert sind. Unternehmertum ist kein Garant für Erfolg, aber es ist richtungsweisend, um schneller ans Ziel zu kommen.
Eine gute Geschäftsführung ist ein starker Hebel. Wenn dein Unternehmen wächst, und wenn du gut mit Geld umgehen kannst, dann wirst du Jahr für Jahr mehr investieren können. Und wenn du jedes Jahr eine höhere Summe einnimmst und davon prozentual mehr sparst, dann geht dein Plan durch die Decke. Viele überschätzen, was sie in einem Jahr schaffen können, aber sie unterschätzen, was sie in zehn Jahren schaffen können. Der Grund ist, dass die Sparquote über einen längeren Zeitraum hinweg eine exponentielle Funktion entwickelt, genau wie eine Kurve, die immer stärker ansteigt. Ein gutes Geschäftsmodell kann sich auf diese Art nach oben katapultieren.
Zurück zu der Dame, mit der ich das Gespräch geführt habe. Sie will innerhalb von acht Jahren frei werden. **Wenn sie es richtig macht, dann sind acht Jahre eine gute Zeitspanne, um ihren Traum zu verwirklichen. Die Erfahrung meiner Kunden hat gezeigt, dass es sogar viel schneller möglich ist. **
Herzlichen Dank fürs Rein- und Hinhören. Ab hier liegts an dir. Bis zur nächsten Folge, dein Michael Serve. Schau auch gerne auf meiner Seite michael-serve.de vorbei. Ich freue mich auf deinen Besuch.
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