Der oekom podcast - Die guten Seiten der Zukunft

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Der oekom podcast - Die guten Seiten der Zukunft episodes

  • "Die Kunst des Friedens" (Hans-Peter Dürr Spezial I/II) [Essay von Hans-Peter Dürr]
    Essay von Hans-Peter Dürr

    Nach der »Kunst des Friedens« sehnt sich wohl jeder und jede von uns angesichts der nicht enden wollenden Eskalation kriegerischer Gewalt und Auseinandersetzungen – nicht nur im Nahen Osten oder der Ukraine. Wie kann Frieden entstehen und woran können wir uns orientieren, um Frieden zu stiften; Frieden unter den Menschen, aber auch Frieden mit der Natur? Diese Fragen beschäftigten zeitlebens den Physiker Hans-Peter Dürr, der vor 10 Jahren verstorben ist. Der Schüler und Nachfolger des Physik-Nobelpreisträgers Werner Heisenberg war ein vielbeachteter Vordenker und Wegbereiter der weltweiten Ökologie- und Friedensbewegung. Für ihn war gerade die Beschäftigung mit der Quantenphysik eine nie versiegende Inspirationsquelle für die Lösung gesellschaftlicher Probleme – auch bei der Frage von Krieg und Frieden.

    Ein Transkript dieses Podcasts finden Sie unter diesem Link

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    Prof. Dr. Hans-Peter Dürr, geboren am 7.Oktober 1929 in Stuttgart, galt als einer der bedeutendsten Denker unserer Zeit und Impulsgeber der internationalen Umwelt- und Friedensbewegung. Nach dem Studium der Physik in Stuttgart wurde er 1956 an der University of California in Berkeley bei Edward Teller promoviert. Nach seiner Rückkehr aus den USA folgte 1962 die Habilitation an der Universität München. Von 1958 bis 1976 war Hans-Peter Dürr wissenschaftlicher Mitarbeiter von Werner Heisenberg, dem Mitbegründer der Quantenmechanik und Nobelpreisträger für Physik. Danach leitete er in der Nachfolge Heisenbergs fast zwanzig Jahre lang bis zu seiner Emeritierung 1997 das Max-Planck-Institut für Physik in München sowie das Werner-Heisenberg-Institut. Gastprofessuren führten ihn unter anderem nach Berkeley (Kalifornien), Madras (Indien) und Nagoya (Japan).

    Seit den 1980er-Jahren engagierte sich Hans-Peter Dürr in der Umwelt- und Friedensbewegung. Er gründete 1987 das Global Challenges Network (GCN). Im gleichen Jahr wurde er »in Anerkennung seiner fundierten Kritik der Strategischen Verteidigungsinitiative (SDI) und seiner Arbeit, hochentwickelte Technologien für friedliche Zwecke nutzbar zu machen«, mit dem Alternativen Nobelpreis der Right-Livelihood-Foundation ausgezeichnet. Außerdem erhielt die wissenschafts- und forschungskritische internationale Gruppe Pugwash, der Hans-Peter Dürr angehörte, im Jahr 1995 den Friedensnobelpreis. Dürr war Mitglied des Club of Rome und trat 2007 als Ratsmitglied dem World Future Council bei. Hans-Peter Dürr starb am 18. Mai 2014 in München.

    **Bücher von Hans-Peter Dürr im oekom verlag: **

    • Hans-Peter Dürr: Das Lebende lebendiger werden lassen. Wie uns neues Denken aus der Krise führt. Herausgegeben von Manuel Schneider.

    oekom verlag, München 2011

    • Hans-Peter Dürr: Warum es ums Ganze geht. Neues Denken für eine Welt im Umbruch. Herausgegeben von Dietlind Klemm und Frauke Liesenborghs.

    oekom verlag, München 2009 u.ö.

    • Daniel Dahm, Hans-Peter Dürr, Rudolf zur Lippe: Potsdam Denkschrift.

    Potsdam Manifesto 2005: »We have to learn to think in a new way«.
    oekom verlag, München 2005, 2. Auflage 2021

    24 min
  • Kapitalismus am Limit. Die Grenzen imperialer Lebensweisen und solidarische Perspektiven [Gespräch mit Ulrich Brand]

    Der Kapitalismus und die mit ihm eng verbundene, ausbeuterische „imperiale Lebensweise“ des globalen Nordens geraten an ihre Grenzen. Die ökologischen Krisen sowie die gesellschaftlichen und ökonomischen Spannungen nehmen weltweit zu; eine tiefgreifende sozialökologische Transformation rückt unter dem Eindruck von Kriegen und rechtspopulistischen Tendenzen immer mehr aus dem Blickfeld der Politik. Warum wird der fossile Kapitalismus weiter verteidigt und warum gewinnen rechte autoritäre Politiken an Attraktivität in der Bevölkerung? Wird sich in Europa ein »grüner Kapitalismus« entwickeln, und welche Folgen hätte dieser für den Rest der Welt? Oder finden wir in eine gerechtere und solidarischere Art des Wirtschaftens und Lebens? – Ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Ulrich Brand über sein neues – zusammen mit Markus Wissen verfasstes – zeitdiagnostisches Buch „Kapitalismus am Limit“.

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    Ulrich Brand ist Professor für Internationale Politik an der Universität Wien. Er arbeitet zu Fragen der kapitalistischen Globalisierung, ihrer Kritik und Möglichkeiten politischer Steuerung, zu internationaler Ressourcen- und Umweltpolitik sowie zu Lateinamerika. Der Politikwissenschaftler ist seit 2011 Mitherausgeber der politisch-wissenschaftlichen Monatszeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik.

    **Ulrich Brand im oekom verlag **

    • (mit Markus Wissen): Kapitalismus am Limit. Öko-imperiale Spannungen, umkämpfte Krisenpolitik und solidarische Perspektiven. München 2024

    • (mit Alberto Acosta): Radikale Alternativen. Wier man den Kapitalismus nur mit vereinten Kräften überwinden kann. München 2018

    • (mit Markus Wissen): Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus. München 2017.

    Youtube

    Vortrag von Ulrich Brand im Rahmen des Münchner Forum Nachhaltigkeit am 7. Juni 2024 im münchner zukunftssalon.

    51 min
  • Tax the Rich. Warum die Superreichen für die Rettung des Planeten zahlen müssen [Gespräch mit Till Kellerhoff]

    Während die Klimakrise eskaliert, wachsen bei den reichsten Menschen der Welt zwei Dinge stetig an: ihr Reichtum und die Menge an CO2-Emissionen, die sie verursachen. Gleichzeitig wird die Last für den Rest der Bevölkerung immer schwerer zu tragen. Doch es gibt eine Maßnahme, die beide Krisen gleichzeitig angeht: die Besteuerung extremen Reichtums. So jedenfalls lautet die These eines aktuellen Debattenbeitrags aus dem Umfeld des Club of Rome (Tax the Rich). Eine solche Besteuerung der Superreichen würde nicht nur der enormen sozio-ökonomischen Ungleichheit weltweit entgegenwirken, sondern uns auch ermöglichen, das wichtigste Projekt dieses Zeitalters zu finanzieren: die Rettung unserer Lebensgrundlagen.

    ++++++++++

    Till Kellerhoff studierte Staatswissenschaften und Internationale Beziehungen in Erfurt, Mexiko und London. Seit 2017 arbeitet er beim Club of Rome, zurzeit als Programmdirektor und Leiter des „Reclaiming Economics Impact Hub“. Till Kellerhoff war u.a. Mitautor des letzten Club of Rome-Berichts Earth for All (2022) sowie zusammen mit Jørgen Randers von: Tax the Rich. Warum die Reichen zahlen müssen, wenn wir die Welt retten wollen (2024)

    **Till Kellerhoff im oekom verlag **

    • Mit Jørgen Randers: Tax the Rich. Warum die Reichen zahlen müssen, wenn wir die Welt retten wollen. oekom verlag, München 2024.

    • Club of Rome (Hrsg.): Earth for All. Ein Survivalguide für unseren Planeten. oekom verlag, München 2022.

    Youtube

    Vortrag von Till Kellerhoff im Rahmen des Münchner Forum Nachhaltigkeit am 22. April 2024 im münchner zukunftssalon

    52 min
  • Warum die Natur Rechte haben sollte [Gespräch mit Riccarda Flemmer & Matthias Kramm]
    Gespräch mit Riccarda Flemmer & Matthias Kramm

    Immer öfter werden der Natur bzw. einzelnen Ökosystemen eigene Rechte zugesprochen. Auf diese Weise sollen gefährdete Wälder, Flüsse oder Seen besser gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch Menschen geschützt werden. Der Vorschlag stammt bereits aus den frühen 1970er-Jahren, wurde aber erst 2008 umgesetzt, als in Ecuador im Rahmen einer Verfassungsänderung der Mutter Natur („Pacha Mama“) eigene Rechte zuerkannt wurden. Erste Naturzerstörungen konnte auf diese Weise bereits verhindert werden. Andere Länder sind diesem Beispiel gefolgt. Auch in Deutschland gibt es erste Initiativen, die Natur ins Recht zu setzen.

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    Dr. Riccarda Flemmer ist Juniorprofessorin an der Universität Tübingen und beschäftigt sich als Politikwissenschaftlerin mit politischen Bewegungen zu Rechten der Natur im globalen Süden und Norden.

    Dr. Matthias Kramm ist politischer Philosoph und erforscht die Rechte der Natur in Mexiko an der Universidad Nacional Autónoma de México und an der Universität Wageningen in den Niederlanden.

    **Matthias Kramm & Riccarda Flemmer im oekom verlag **

    • Matthias Kramm (Hrsg.): Rechte für Flüsse, Berge und Wälder. Eine neue Perspektive für den Naturschutz? oekom verlag München 2023.

    Youtube

    Vortrag von Riccarda Flemmer & Matthias Kramm im Rahmen des Münchner Forum Nachhaltigkeit am 25. März 2024 im münchner zukunftssalon

    48 min
  • Ökonomie der Großzügigkeit: Zwischen Verzicht und Verschwendung [Gespräch mit Fred Luks]
    Gespräch mit Fred Luks

    Ohne deutliche Reduktion des Umweltverbrauchs wird es keine nachhaltige Entwicklung geben. Doch wie soll das geschehen? Allein durch technische Innovationen und die Steigerung von Produktivität und Effizienz? In dem Gespräch kritisiert Fred Luks die überzogene Orientierung an diesen rein ökonomischen Leitbildern. Er wendet sich aber auch gegen den Moralismus platter Konsumkritik, die nur auf Verzicht setzt und nicht sehen will, dass zu einem guten Leben auch Überschreitung, Fülle und Verschwendung gehören.

    Dr. Fred Luks hat in Hamburg und Honolulu Volkswirtschaftslehre studiert. Er beschäftigt sich seit langem in Forschung, Lehre und Management mit Zukunftsthemen. Luks war Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ), Nachhaltigkeitsmanager eines großen Unternehmens der Finanzbranche und Leiter des Kompetenzzentrums für Nachhaltigkeit an der Wirtschaftsuniversität Wien. Zurzeit lebt und arbeitet er in der Nähe von Wien freiberuflich als Forscher, Publizist, Moderator und Redner.

    Zum Thema des Podcasts erschien jüngst sein Buch:

    Ökonomie der Großzügigkeit. Wie Gesellschaften zukunftsfähig werden.

    Transcript verlag, Bielefeld 2023.
    https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-7028-8/oekonomie-der-grosszuegigkeit/?number=978-3-8394-7028-2

    Website von Fred Luks:

    https://www.fredluks.com

    Buch und Zeitschriftenbeiträge von Fred Luks im oekom verlag:

    https://www.oekom.de/person/fred-luks-379

    40 min
  • Gift und Wahrheit – Der Südtiroler Pestizidprozess und weitere Einschüchterungsklagen [Gespräch mit Alexander Schiebel]
    Ein Gespräch mit Alexander Schiebel

    Fast 1.400 Obstbauern, zwei Obstkonzerne, der Bauernbund und die Landesregierung in Südtirol erstatteten Strafanzeige gegen den Autor und Filmemacher Alexander Schiebel. Der Grund: Er hatte es gewagt, in einem Buch den hohen Pestizideinsatz in der Region zu kritisieren. Der ungleiche Kampf, der als »Südtiroler Pestizidprozess« durch die Medien ging, endete mit einem Freispruch auf ganzer Linie. Doch europa- und weltweit nimmt die Zahl dieser Einschüchterungsklagen (sog. SLAPP-Klagen) gegen Journalist:innen, Menschenrechts- und Umweltaktivist:innen dramatisch zu.

    In dem Gespräch berichtet Alexander Schiebel über die Versuche in Südtirol, die Kritiker:innen mundtot zu machen, aber auch über die seelischen wie finanziellen Belastungen, die mit diesem Kampf „David gegen Goliath“ verbunden sind. Ein Gespräch über die Kraft der Solidarität, das Mut macht, im Kampf für eine bessere Welt nicht klein beizugeben.

    Alexander Schiebel ist ein österreichischer Autor, Filmemacher und Umweltaktivist. Für sein Buch und Film „Das Wunder von Mals“ über ein kleines Dorf im Vinschgau, das Pestizide auf seinem Gemeindegebiet verbieten wollte, wurde er mit dem SALUS-Medienpreis ausgezeichnet. In seinem jüngsten Buch „Gift und Wahrheit“ berichtet er von dem Südtiroler Pestizidprozess gegen ihn, Karl Bär und das Umweltinstitut München sowie Jacob Radloff, Verleger des oekom verlags, in dem seine beiden Bücher erschienen sind.

    Alexander Schiebel im oekom verlag

    • Gift und Wahrheit. Wie Konzerne und Politik ihre Macht missbrauchen, um Umweltaktivist:innen mundtot zu machen. oekom verlag München 2023.

    https://www.oekom.de/buch/gift-und-wahrheit-9783962382865

    • Das Wunder von Mals. Wie ein Dorf der Agrarindustrie die Stirn bietet. Eine Anleitung zum Widerstand. Oekom verlag, München 2017

    https://www.oekom.de/buch/das-wunder-von-mals-9783960060147

    Weiterführende Links

    Weitere Informationen zum SüdtirolerPestizidprozess

    https://www.oekom.de/themen/pestizidfreie-gemeinde-das-wunder-von-mals/c-340

    Pestizide im Vinschgauer Apfelanbau (Auswertung der Spritzbücher)

    https://umweltinstitut.org/landwirtschaft/projekt-spritzdaten-aus-dem-vinschgauer-apfelanbau/

    Aktuelle Studie (Januar 2024) der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau (RPTU) und der Universität für Bodenkultur in Wien (BOKU) zur Pestizidausbreitung im Vinschau

    https://rptu.de/newsroom/detail/news/studie-zeigt-pestizid-ausbreitung-im-vinschgau-vom-tal-bis-in-die-gipfelregion

    Aktuelle Hintergrundinformationen zu SLAPP-Klagen

    [https://umweltinstitut.org/welt-und-handel/meldungen/eu-richtlinie-gegen-einschuechterungsklagen-kommt/]
    (https://umweltinstitut.org/welt-und-handel/meldungen/eu-richtlinie-gegen-einschuechterungsklagen-kommt/)
    https://umweltinstitut.org/welt-und-handel/slapps-einschuechterungsklagen/

    50 min
  • Grüner Kolonialismus - „Klimaneutralität“ und ihre Auswirkungen auf den globalen Süden [Vortrag von Kathrin Hartmann]
    Ein Vortrag von Kathrin Hartmann

    E-Autos und grüner Wasserstoff sollen Wachstum schaffen und das Klima retten. Doch der Abbau sog. Transformationsrohstoffe wie etwa Lithium, Kupfer, Kobalt und Seltene Erden geht mit denselben ökologischen und sozialen Verheerungen einher, wie sie dem fossilen Kapitalismus eingeschrieben sind: mit Zerstörung von Natur, mit Gewalt und Ausbeutung. Vor allem im Globalen Süden, wo die Menschen am wenigsten zur Klimakrise beigetragen haben, aber am meisten unter ihr leiden. Sie sollen nun Land und Rohstoffe opfern, damit der Globale Norden „klimaneutral“ werden kann – zumindest auf dem Papier. Im Vortrag geht es um technologische Scheinlösungen und ihre realen Auswirkungen auf Mensch und Natur.

    Ein Transkript der Anmoderation dieses Podcasts finden Sie hier.

    Kathrin Hartmann ist Journalistin und Autorin in München. In ihren Büchern Ende der Märchenstunde (2009), Aus kontrolliertem Raubbau (2015) oder Grüner wird’s nicht (2020) beschäftigt sie sich kritisch mit Greenwashing, Grünem Wachstum und anderen Fehlentwicklungen auf dem Weg in eine postfossile und sozial gerechte Gesellschaft. Sie schreibt regelmäßig u.a. für den „Freitag“ und die „Frankfurter Rundschau“.

    42 min
  • Finance for Future - Nachhaltige Finanzwirtschaft zwischen Wunsch und Wirklichkeit [Vortrag von Gerhard Schick]
    Vortrag von Gerhard Schick

    Als 2008 die Finanzkrise um den Globus schwappte, gelobten Finanzmarktakteure und Gesetzgeber wortreich Besserung. Wirklich geändert hat sich seitdem wenig, denn die Finanzlobby wehrt sich nach Kräften. Greenwashing bei Finanzprodukten ist an der Tagesordnung und die Maxime des schnellen Gewinns regiert weiter – egal welche ökologischen und sozialen Kosten dadurch für die Allgemeinheit entstehen. Ein neuer Anlauf zur Regulierung der Finanzmärkte ist dringend nötig. Die dafür nötigen Ideen und Konzepte gibt es bereits und werden in dem Vortrag erläutert. Was bislang fehlt, ist der politische Wille, sie umzusetzen. Umso wichtiger die Rolle der Zivilgesellschaft, Politik und Finanzwirtschaft stärker in die Verantwortung zu nehmen, ihren Teil für die sozial-ökologische Transformation unserer Gesellschaft beizutragen.

    Ein Transkript dieses Podcasts finden Sie hier.

    Dr. Gerhard Schick ist promovierter Volkswirt und war von 2005 bis 2018 für das Bündnis 90/Die Grünen Mitglied des Deutschen Bundestags. Er war von 2007 bis 2017 finanzpolitischer Sprecher seiner Fraktion, seit 2011 Mitglied im Finanzmarkt-gremium und von 2013 an stellvertretender Vorsitzender des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags. Gerhard Schick hat maßgeblich die parlamentarische Aufklärung des Cum-Ex-Finanzskandals mit auf den Weg gebracht. 2018 hat sich Gerhard Schick aus der Politik verabschiedet und wurde Mitgründer und Vorstand des Vereins Bürgerbewegung Finanzwende, der sich für eine nachhaltige Finanzwirtschaft einsetzt.

    Gerhard Schick und die Bürgerbewegung Finanzwende im oekom verlag

    • Nachhaltige Finanzwirtschaft. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit. politische ökologie Heft 2. München2023.

    www.oekom.de/ausgabe/nachhaltige-finanzwirtschaft-80945

    43 min
  • Stadtnatur - Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen [Essay von Josef H. Reichholf]
    Essay von Josef H. Reichholf

    Ob Wildschweine in Berlin, Wanderfalken in Köln, seltene Schmetterlinge in München – viele Wildtiere haben den urbanen Lebensraum längst für sich entdeckt. Während die Städter raus in die »Natur« fahren, flieht die Natur in die Stadt. In einem Umland der Monotonie, geschaffen durch die moderne Land- und Forstwirtschaft, sind Städte zu Inseln der biologischen Vielfalt geworden. Ihre Natur ist inzwischen bunter und vor allem weniger bedroht als auf dem Land. In Streifzügen durch unsere nächste Umgebung erschließt der bekannte Biologe ein bislang unbekanntes Terrain: die »Stadtnatur«. Und erzählt verblüffende Geschichten über unsere pflanzlichen und tierischen Nachbarn und Mitbewohner.

    Ein Transkript dieses Podcasts finden Sie hier.

    Prof. Dr. Josef H. Reichholf ist Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe, der einem breiten Publikum als Verfasser zahlreicher Sachbücher bekannt ist. 2005 wurde er mit der Treviranus-Medaille des Verbands deutscher Biologen ausgezeichnet, 2007 erhielt er für seine allgemeinverständlichen Beiträge zur Ökologie den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1974 bis 2010 war er Sektionsleiter Ornithologie der Zoologischen Staatssammlung München. Reichholf war umfangreich im nationalen und internationalen Naturschutz tätig und führte langjährige Forschungen an Inn und Isar durch. An der Technische Universität München lehrte er 30 Jahre lang Gewässerökologie und Naturschutz. Zentrale Ergebnisse dieser langjährigen Beschäftigung mit dem Thema hat er in seiner Trilogie über »Flussnatur« (2021), »Waldnatur« (2022) sowie in dem diesem Essay zugrundeliegenden Buch »Stadtnatur« zusammengefasst.

    Josef H. Reichholf im oekom verlag

    • Josef H. Reichholf: Stadtnatur – Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen. oekom verlag, München 2023

    www.oekom.de/buch/stadtnatur-9783987260353
    • Josef H. Reichholf: Waldnatur – Ein bedrohter Lebensraum für Tiere und Pflanzen. oekom verlag, München 2022
    www.oekom.de/buch/waldnatur-9783962383497.
    • Josef H. Reichholf: Flussnatur – Ein faszinierender Lebensraum im Wandel. oekom verlag, München 2021
    www.oekom.de/buch/flussnatur-9783962382858.
    • Josef H. Reichholf: Das Rätsel der grünen Rose … und andere Überraschungen aus dem Leben von Pflanzen und Tieren. oekom verlag, München 2011
    www.oekom.de/buch/das-raetsel-der-gruenen-rose-9783865811943.
    • Josef H. Reichholf: Stadtnatur – Eine neue Heimat für Tiere und Pflanzen.
    oekom verlag, München 2007
    www.oekom.de/buch/stadtnatur-9783865810427

    28 min
  • Die Versprechen der Neuen Gentechnik – und was von ihnen zu halten ist [Gespräch mit Martha Mertens]
    Gespräch mit Martha Mertens

    Noch sind die Äcker der EU weitgehend frei von gentechnisch veränderten Pflanzen – sehr zum Ärger der weltweit agierenden Gentech-Konzerne. Dies soll sich in Zukunft ändern. Vor allem für Produkte der sog. „Neuen Gentechnik“ soll das bestehende Gentechnikrecht außer Kraft gesetzt werden. Was aber ist von den Versprechungen der Industrie zu halten, die neuen Gentech-Pflanzen seien gesundheitlich unbedenklich, würden auch unter Bedingungen des Klimawandels hohe Erträge bringen und dabei den Einsatz von Herbiziden und Insektiziden reduzieren? Und wie steht es um die Wahlfreiheit? Wird es auch in Zukunft noch Lebensmittel ohne den Einsatz von Gentechnik geben? – Eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Vorschlag der EU-Kommission, der Neuen Gentechnik den Weg auf die Äcker Europas zu ebnen.

    Dr. Martha Mertens ist Biologin und langjährige Sprecherin des Arbeitskreises „Bio- und Gentechnik“ des BUND und des BUND Naturschutz Bayern sowie stellvertretende Vorsitzende des wissenschaftlichen Beirats des BUND. Für ihre Verdienste erhielt die freiberuflich und ehrenamtlich tätige Wissenschaftlerin 2014 die „Bayerische Staatsmedaille für besondere Verdienste um die Umwelt“ und jüngst für ihr „herausragendes Engagement“ den Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter Lammsbräu.

    Ein Video des Vortrags von Martha Mertens zum Thema des Podcasts, gehalten am 17. Juli 2023 im münchner zukunftssalon, findet sich auf Youtube: https://www.youtube.com/watch?v=aY08HlHJjXg. („Das Ende der gentechnikfreien Landwirtschaft? Kritische Bewertung de von der EU geplanten Deregulierung der Neuen Gentechnik“)

    Eine gute Zusammenfassung der EU-Kommissionsvorschläge zur Deregulierung der Gentechnik findet sich zum Nachlesen beim Infodienst Gentechnik: https://www.keine-gentechnik.de/nachricht/34788?cHash=7710eb6740b74b530a58891098ab753b

    56 min

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Wie können wir mit neuem Denken und beherztem Tun die Krisen unserer Zeit bewältigen?

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