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Wenn wir die Krisen unserer Zeit überleben wollen, müssen wir uns vom Kapitalismus befreien. Davon ist der bekannte britische Wirtschaftsanthropologe Jason Hickel überzeugt. Denn statt Wohlstand für alle hat unsere Art zu wirtschaften ein Leben voll künstlicher Verknappung, sozialer Ungerechtigkeit und massiver Umweltzerstörung hervorgebracht. Die Alternativen liegen dabei weder im Kommunismus noch im radikalen Verzicht. Ziel ist eine Wirtschaft, die zum Wohle aller agiert und unsere Lebensgrundlagen bewahrt. Hickels neustes Buch, das diesem Podcast zugrunde liegt, wurde von der Financial Times zum Buch des Jahres gewählt.
Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2022/07/oekom-podcast_34-Hickel.pdf
Shownotes
Jason Hickel ist Anthropologe und lehrt an der London School of Economics. Geboren in Eswatini (ehem. Swasiland) verbrachte er einige Jahre in Südafrika, um die sozialen Folgen der Apartheid zu erforschen. Hickel schreibt regelmäßig für Zeitungen wie den Guardian über Themen wie globale Ungerechtigkeit, Postwachstum und ökologisches Wirtschaften. Sein Buch »Weniger ist mehr« (engl. Orig. »Less is more«), dem der vorliegende Essay entnommen wurde, ist von der Financial Times und dem New Scientist als eines der besten Sachbücher des Jahres 2020 ausgezeichnet worden.
Hickel im oekom verlag
• Jason Hickel: Weniger ist mehr. Warum der Kapitalismus den Planeten zerstört und wir ohne Wachstum glücklicher sind. oekom verlag: München 2022.
Hans Carl von Carlowitz (1645-1714) gilt als Schöpfer des Begriffes Nachhaltigkeit. Mit seinem Hauptwerk, der Sylvicultura oeconomica (1713, neu erschienen 2022), legte der Universalgelehrte das erste geschlossene Werk über die Forstwirtschaft vor. Er kritisierte damals den Raubbau an der Ressource Holz und formulierte den Grundsatz, dass immer nur soviel Holz entnommen werden darf, wie natürlicherweise nachwächst. Die Regenerationsfähigkeit der Natur nicht überzustrapazieren ist seitdem ein Grundsatz aller Nachhaltigkeit. Sein Buch gilt zurecht als „Gebursturkunde der Nachhaltigkeit“ (Ulrich Grober). In einem fiktiven Gespräch mit dem sächsischen Forstdirektor (Sprecher: Markus Bölling) werden die zentralen Aussagen seines Buches, aber auch die biographischen Hintergründe dieses Jahrhundertwerks herausgearbeitet.
Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2022/06/oekom-podcast_33-Carlowitz.pdf
Hans Carl von Carlowitz (1645-1714) ist als Schöpfer des Begriffes Nachhaltigkeit bekannt. Mit seinem Hauptwerk, der Sylvicultura oeconomica (1713), legte der Universalgelehrte das erste geschlossene Werk über die Forstwirtschaft vor. Als Leiter des Oberbergamtes Freiberg kritisierte er den Raubbau an der Ressource Holz und formulierte den Grundsatz, dass immer nur soviel Holz entnommen werden darf, wie natürlicherweise nachwächst.
Dr. Joachim Hamberger studierte Forstwissenschaften an der LMU München-Weihenstephan, seine Interresensschwerpunkte liegen im Bereich Forst- und Umweltgeschichte. Im Rahmen von Lehraufträgen unterrichtet er an mehreren Hochschulen Nachhaltigkeitsthemen und ist u.a. Vorsitzender des Vereins für Nachhaltigkeit e.V. Bis 2022 leitet er hauptberuflich das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Abensberg, ehe er die Leitung des Amts für Waldgenetik in Teisendorf übernehmen wird.
Markus Bölling ist Schauspieler für Theater und Film, führt Regie und arbeitet als Theaterpädagoge. https://www.markus-boelling.de
Hans Carl von Carlowitz im oekom verlag
• Hans Carl von Carlowitz, Joachim Hamberger (Hrsg.): Sylvicultura oeconomica oder Haußwirthliche Nachricht und Naturmäßige Anweisung zur Wilden Baum-Zucht [Erstausgabe: 1713]. oekom verlag: München 2022
Frust statt Freude am Lernen. Schule braucht dringend ein Update. Wie wäre es mit einem freien Tag pro Woche für alle Kinder und Jugendlichen unseres Landes? Ein Tag, der für Zukunft-Lernen reserviert ist. Allzu utopisch? 80 Schulen haben einen solchen FREI DAY bereits eingeführt – und es werden täglich mehr. „Schule im Aufbruch“ lautet das Motto der Initiative. Die Zeit sei reif für einen echten Paradigmenwechsel in unserem Bildungssystem, meint die langjährige Schulleiterin Margret Rasfeld. In ihrem Essay schildert sie, wie Kinder und Jugendliche in der Schule lernen können, die Welt zu verändern.
Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2022/05/oekom-podcast_32-Rasfeld.pdf
Margret Rasfeld weiß, was es heißt, Lehrerin zu sein, und wie man Kinder begeistert: Sie blickt auf fast 40 Jahre Berufserfahrung zurück, darunter 25 Jahre als Schulleiterin. Bekannt geworden ist sie als scharfe Kritikerin des aktuellen Bildungssystems. Um Schulen bei der dringend nötigen Transformation zu unterstützen, hat Rasfeld die Initiative Schule im Aufbruch mitgegründet. Sie ist Autorin von »EduAction« (2012) und »Schulen im Aufbruch« (2014). Für ihre inspirierenden Ideen und motivierenden Projekte wurde sie 2020 von der Süddeutschen Zeitung und Google mit dem Aufbruch Award ausgezeichnet.
Weitere Informationen und Hilfestellungen zur Einführung von FREI DAYS in Schulen finden sich im Netz unter: www.frei-day.org.
Margret Rasfeld im oekom verlag
• Margret Rasfeld: FREI DAY. Die Welt verändern lernen! Für eine Schule im Aufbruch. oekom verlag: München 2021.
Zeit ist das große Rätsel des Universums. Die besten unter den Physikern haben sich ihre Hirne zermartert, was es wohl mit der Zeit auf sich habe. Lange Zeit schien die Welt eine Uhr zu sein, in der alle Zahnräder perfekt ineinander greifen. Die Sicherheit dieses deterministisch-mechanistischen Weltbildes ist jedoch seit Einstein und dem Wissen über die kaum übersehbaren Wechselwirkungen natürlicher Prozesse (Stichwort: Klimawandel) abhanden gekommen. Die Physik liefert immer nur eine sehr beschränkte Vorstellung von Zeit, die mehr Maschinen als Lebewesen entspricht. Was aber wäre ein Verständnis der Zeit, das sich gewissermaßen „auf der Höhe der Zeit“ befindet?
Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2022/04/oekom-podcast_31-Lesch-Physik_Zeit.pdf
Prof. Dr. Harald Lesch ist Physiker, Naturphilosoph, Bestsellerautor und Fernsehmoderator. Er lehrt als Professor für Theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und als Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule München.
Harald Lesch im oekom verlag
• Harald Lesch, Karlheinz A. Geißler und Jonas Geißler: Alles eine Frage der Zeit. Warum die „Zeit ist Geld“-Logik Mensch und Natur teuer zu stehen kommt. oekom verlag, München 2021
• Hörbuch-Fassung, gelesen und kommentiert von Harald Lesch
Überschwemmungen und Flutkatastrophen wie im Ahrtal sind nicht allein Folgen des Klimawandels. Weil über Jahrzehnte Auwälder gerodet, Feuchtgebiete trockengelegt, Zuflüsse begradigt und Flächen versiegelt wurden, wird die Wasserführung der Flüsse immer extremer – und mit ihr die Schadensgefahr. Die gute Nachricht: Wenn wir unsere Flüsse wieder frei(er) fließen lassen, werden sie wahre Naturwunder. Wir können ihnen Trink- und Brauchwasser entnehmen. Und in üppiger Fülle entwickelt sich neues Leben. „Flüssen wieder mehr Raum geben, lautet daher das Gebot der Stunde.“ (Josef H. Reichholf).
Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2022/03/oekom-podcast_30-Reichholf.pdf
Prof. Dr. Josef H. Reichholf ist Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe, der einem breiten Publikum als Verfasser zahlreicher Sachbücher bekannt ist. 2005 wurde er mit der Treviranus-Medaille des Verbands deutscher Biologen ausgezeichnet, 2007 erhielt er für seine allgemeinverständlichen Beiträge zur Ökologie den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Von 1974 bis 2010 war er Sektionsleiter Ornithologie der Zoologischen Staatssammlung München. Reichholf war umfangreich im nationalen und internationalen Naturschutz tätig und führte langjährige Forschungen an Inn und Isar durch. An der Technische Universität München lehrte er 30 Jahre lang Gewässerökologie und Naturschutz. Zentrale Ergebnisse dieser langjährigen Beschäftigung mit dem Thema sind in sein 2021 erschienenen Buch „Flussnatur“ eingegangen.
Josef H. Reichholf im oekom verlag
• Josef H. Reichholf: Waldnatur – Ein bedrohter Lebensraum für Tiere und Pflanzen. oekom verlag, München 2022
Kann es wirtschaftliches Wachstum auch ohne Zerstörung geben? Kann die wirtschaftliche Expansion dauerhaft von der materiellen „entkoppelt“ werden? „Grünes Wachstum“ soll genau dies leisten: dank effizienterer Technologien mehr Output bei geringerem Materialdurchsatz – und das alles zum ökologischen Nulltarif. Ohne Schäden an Mensch und Natur. Kann das gut gehen? Der britische Nachhaltigkeitswissenschaftler Tim Jackson setzt sich in seinem Essay kritisch mit diesem Heilsversprechen auseinander – und versucht zugleich die Angst zu nehmen, dass das Ende des Wachstums das Ende gesellschaftlichen Fortschritts sei. Verzicht auf Wachstum muss nicht Verzicht auf Wohlstand bedeuten.
Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2022/02/oekom-podcast_29-Jackson_II.pdf
Tim Jackson, als Direktor des Centre for the Understanding of Sustainable Prosperity und Professor für nachhaltige Entwicklung an der University of Surrey (UK) erforscht er seit über drei Jahrzehnten die moralischen, wirtschaftlichen und sozialen Dimensionen von Wohlstand auf einem endlichen Planeten. sein Buch »Wohlstand ohne Wachstum« (oekom, 2011) war Buch des Jahres der Financial Times und Buch des Jahrzehnts bei UnHerd. Zudem ist Jackson preisgekrönter Dramatiker mit zahlreichen Radiobeiträgen für die BBC.
Tim Jackson im oekom verlag
• Tim Jackson: Wie wollen wir leben? Wege aus dem Wachstumswahn. Hrsg. von der Heinrich-Böll-Stiftung. oekom verlag, München 2021.
Seit Jahrzehnten richten wir unser Leben an der Überzeugung aus, dass Fortschritt nur als Wachstum denkbar ist, dass „besser“ immer auch „mehr" heißen muss. Doch das Streben nach ständigem Wachstum hat zu ökologischer Zerstörung, sozialer Instabilität und einer globalen Gesundheitskrise geführt. Tim Jackson stellt dem Mythos Wachstum seine Vision einer Gesellschaft gegenüber, die uns ohne Wachstum reicher macht, statt ärmer: ein Manifest für ein anderes Wirtschaftssystem und zugleich eine Einladung, in Zeiten einer nicht enden wollenden Pandemie darüber nachzudenken, was das Lebens lebenswert macht.
Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2022/01/oekom-podcast_28-Jackson.pdf
Tim Jackson erforscht als Direktor des Centre for the Understanding of Sustainable Prosperity und Professor für nachhaltige Entwicklung an der University of Surrey (UK) seit über drei Jahrzehnten die moralischen, wirtschaftlichen und sozialen Dimensionen von Wohlstand auf einem endlichen Planeten. Sein Buch »Wohlstand ohne Wachstum« (oekom, 2011) war Buch des Jahres der Financial Times und Buch des Jahrzehnts bei UnHerd. Zudem ist Jackson preisgekrönter Dramatiker mit zahlreichen Radiobeiträgen für die BBC.
Tim Jackson im oekom verlag
• Tim Jackson: Wie wollen wir leben? Wege aus dem Wachstumswahn. Hrsg. von der Heinrich-Böll-Stiftung. oekom verlag, München 2021.
»Small is beautiful« – so lautet ein mittlerweile geflügeltes Wort, das smarte Bescheidenheit ausdrücken soll. Seine Herkunft ist den wenigsten bekannt. Denn »Small is beautiful« ist der geniale Titel eines Buches Ernst Friedrich Schumachers, eines britischen Ökonomen deutscher Herkunft, erschienen 1973. Damals ein Weltbestseller, in 22 Sprachen übersetzt mit einer Auflage von über vier Millionen Exemplaren. Heute zwar wieder aufgelegt, aber kaum noch gelesen, obwohl es auch bald 50 Jahre nach seinem Erscheinen an Aktualität wenig eingebüßt hat. Ein hellsichtiges Buch, das die Frage nach dem rechten Maß in Wirtschaft und Technologie stellt – und klug und weitsichtig beantwortet. Der Essay von Lex Janssen zeichnet die entscheidenden Wendepunkte im Leben und Werk Ernst Friedrich Schumachers nach und erklärt, warum Schumacher zurecht als „Papst der alternativen Ökonomie“ und Pionier der Nachhaltigkeit gilt.
Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2021/11/oekom-podcast_27-Schumacher_Janssen.pdf
Lex Janssen, Politologe, befasst sich schon seit 40 Jahren mit den Fragen einer ökologisch
Ernst Friedrich Schumacher im oekom verlag
• Ernst Friedrich Schumacher: Small is beautiful. Die Rückkehr zum menschlichen Maß (Bibliothek der Nachhaltigkeit). oekom verlag,
Der globale Wandel des Klimas und der Verlust der biologischen Vielfalt … Was als vielgestaltige Naturkrise daherkommt ist in Wirklichkeit eine Menschheitskrise – im doppelten Sinne: Sie betrifft uns und wir sind ihre Verursacher. Harald Lesch entwirft in seinem Essay ein „Panoptikum der menschlichen Gedankenlosigkeit“. In der abschließenden Folge des zweiteiligen Podcasts über die „Krisen der Gegenwart“ erklärt der bekannte Physiker und Fernsehmoderator auf ebenso anschauliche wie eindrückliche Weise die Klima- und Biodiversitätskrise und macht deutlich, was getan werden müsste, um zu verhindern, dass aus diesen Krisen Katastrophen werden.
Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2021/10/oekom-podcast_26-Lesch-Krise_II.pdf
Prof. Dr. Harald Lesch ist Physiker, Naturphilosoph, Bestsellerautor und Fernsehmoderator. Er lehrt als Professor für Theoretische Astrophysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und als Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule München.
Harald Lesch im oekom verlag
• Harald Lesch, Karlheinz A. Geißler und Jonas Geißler: Alles eine Frage der Zeit. Warum die „Zeit ist Geld“-Logik Mensch und Natur teuer zu stehen kommt. oekom verlag, München 2021
• Hörbuch-Fassung, gelesen und kommentiert von Harald Lesch
Zeitnot und Hektik prägen unsere Gesellschaft. Gemäß dem Motto „Zeit ist Geld“ kämpfen wir gegen alles Langsame, Bedächtige oder Pausierende, oft bis zur Erschöpfung. Für all die Beschleunigung und Pausenlosigkeit in unserem Leben und Wirtschaften zahlt die Natur eine hohen Preis: Unsere Nonstopgesellschaft mit ihrer Gleichsetzung von Zeit mit Geld forciert die ökologische Krise. Was die Natur in Jahrmillionen erzeugt hat, wird in kürzester Zeit „verwertet“, ja regelrecht verbrannt. In der ersten Folge dieses zweiteiligen Podcasts behandelt der bekannte Physiker und Fernsehmoderator („Terra X“) Harald Lesch die globale Energie- und Ressourcenkrise, die zunehmend die Grenzen von Beschleunigung und Wachstum aufzeigt.
Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2021/09/oekom-podcast_25-Lesch-Krise_I.pdf
Prof. Dr. Harald Lesch ist Physiker, Naturphilosoph, Bestsellerautor und Fernsehmoderator. Er lehrt als Professor für Theoretische Astrophysik an der Ludwig Maximilians Universität München und als Lehrbeauftragter für Naturphilosophie an der Hochschule München.
Harald Lesch im oekom verlag
• Harald Lesch, Karlheinz A. Geißler und Jonas Geißler: Alles eine Frage der Zeit. Warum die „Zeit ist Geld“-Logik Mensch und Natur teuer zu stehen kommt. oekom verlag, München 2021
• Hörbuch-Fassung, gelesen und kommentiert von Harald Lesch
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