Der oekom podcast - Die guten Seiten der Zukunft

Der oekom podcast - Die guten Seiten der Zukunft

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Der oekom podcast - Die guten Seiten der Zukunft episodes

  • "Den Engeln gleich: Anmerkungen zur Metaphysik der Medien" [Essay von Manuel Schneider]
    [Essay von Manuel Schneider]

    Corona ohne Internet – nicht vorstellbar, der Bildschirm ist fast das einzig noch verbliebene Fenster zur Welt. Dabei befällt uns eine gewisse Schwerelosigkeit. Wie von Geisterhand und quasi körperlos überwinden wird mit ein paar Mausklicks die Barrieren von Raum, Zeit und Materie. In der vormodernen Zeit haben die Menschen derlei Reisen nur ganz bestimmten Wesen zugetraut: den Engeln. Die neue Folge des oekom podcasts verfolgt diese historischen Spur und kommt zu überraschenden Parallelen zwischen der modernen Mediengesellschaft und den Vorstellungen des Mittelalters. Stehen sich Technologie und Theologie näher als gemeinhin vermutet? Und ist unsere ganze mediale „Engelhaftigkeit“ für den Natur- und Umweltschutz eher zu- oder abträglich?

    Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/12/oekom-podcast_14-Schneider.pdf

    Dr. Manuel Schneider

    Studium der Philosophie, Mittlere und Neuer Geschichte sowie Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an den Universitäten Köln und München. Arbeitet seit Ende der 1980er-Jahre an Umweltthemen und Fragen nachhaltiger Entwicklung, u.a. als langjähriger wiss. Geschäftsführer der Münchner Schweisfurth-Stiftung sowie als Autor und Herausgeber zu ökologischen und umweltethischen Themen, darunter (zusammen mit Karlheinz A. Geißler): Flimmernde Zeiten. Vom Tempo der Medien. Hirzel Verlag: Stuttgart 1999. Zurzeit Geschäftsführer des oekom e.V. mit seinem münchner zukunftssalon und der Selbach-Umwelt-Stiftung sowie freiberuflicher Stiftungsberater und Projektentwickler mit seinem Projektbüro !make sense!.

    42 min
  • "Die Kunst der Reparatur" [Essay von Wolfgang Schmidbauer]
    Ein Essay von Wolfgang Schmidbauer

    Schnelles Wegwerfen hat Konjunktur – mit fatalen Folgen. Unser Konsummodell setzt nicht nur der Umwelt zu, sondern auch uns selbst. Wir verlieren zunehmend die Fähigkeit, stabile Bindungen aufzubauen – zu den Dingen, mit denen wir uns umgeben, ebenso wie zu den Menschen, mit denen wir leben. Für den Psychologen und Bestsellerautor Wolfgang Schmidbauer ist klar: Wir müssen das Erhalten und Reparieren (wieder) erlernen und wertschätzen. Sie ersparen uns nicht nur sinnlose Neukäufe, sondern strahlen zugleich positiv in unsere emotionalen Beziehungen aus – zu den Dingen, aber auch zu anderen und uns selbst. Diesen Zusammenhängen ist er in seinem neusten Buch über Die Kunst der Reparatur nachgegangen.

    Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/11/oekom-podcast_13-Schmidbauer.pdf

    Dr. Wolfgang Schmidbauer ist Schriftsteller, Autor zahlreicher Sach- und Fachbücher, und einer der bekanntesten deutschen Psychoanalytiker und Paartherapeuten. Bereits in den 1970er-Jahren kritisierte er mit seinem Buch homo consumens als einer der Ersten die Konsumgesellschaft aus ökologisch-psychologischer Sicht. Mit seinem aktuellen Plädoyer für das Reparieren knüpft er an diese Arbeit an.

    Wolfgang Schmidbauer im oekom verlag:

    • Wolfgang Schmidbauer: Enzyklopädie der Dummen Dinge.

    • oekom Verlag, München 2015
      https://www.oekom.de/buch/enzyklopaedie-der-dummen-dinge-9783865817327

    • Wolfgang Schmidbauer: Raubbau an der Seele. Psychogramm einer überforderten Gesellschaft.

    • oekom verlag, München 2019
      https://www.oekom.de/buch/raubbau-an-der-seele-9783962381905

    • Wolfgang Schmidbauer: Die Kunst der Reparatur. Ein Essay.

    • oekom verlag, München 2020
      https://www.oekom.de/buch/die-kunst-der-reparatur-9783962381837

      23 min
    • "Schöpfung ohne Krone. Warum wir uns zurückziehen müssen, um die Artenvielfalt zu bewahren“ [Essay von Eileen Crist]
      Ein Essay von Eileen Crist

      Der Erde stehen harte Zeiten bevor. Durch Eingriffe des Menschen in die Natur sind rund eine Million Arten vom Aussterben bedroht – von den zahllosen Pflanzen und Tieren, die von diesem Planeten bereits verschwunden sind, ganz zu schweigen. Die amerikanische Soziologin Eileen Crist analysiert in ihrem Buch »Schöpfung ohne Krone«, wie es so weit kommen konnte, und folgert: Um die ökologischen Krisen zu lösen, hilft nur der Rückzug der Spezies Mensch: »Nicht die Natur gehört ins Reservat, sondern der Mensch. Er muss realisieren, dass er nur ein Teil einer erhaltenswerten Fülle von Lebensformen ist«. Wie sähe eine neue Zivilisation aus, die ihrer natürlichen Mitwelt wieder den nötigen Platz einräumt, damit sie sich weiter entfalten kann?

      Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/10/oekom-podcast_12-Crist.pdf

      Eileen Crist ist Soziologin und als Professorin an der Virginia Tech tätig. In ihren Publikationen beschäftigt sie sich mit dem Konzept der Wildnis, den Wurzeln der ökologischen Krise und Aspekten einer neuen, ökologischen Gesellschaft.

      Eileen Crist im oekom verlag:

      • Eileen Crist: Schöpfung ohne Krone. Warum wir uns zurückziehen müssen, um die Artenvielfalt zu bewahren

      oekom Verlag, München 2020
      https://www.oekom.de/buch/schoepfung-ohne-krone-9783962381783

      17 min
    • „Ist Nachhaltigkeit utopisch? Der neue Bericht an den Club of Rome“ [Vortrag von Christian Berg]
      [Vortrag von Christian Berg]

      Energiewende, Elektroautos, CO2-Steuer – seit Jahren entwickeln Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft immer neue Maßnahmen, um die sozial-ökologischen Krisen einzudämmen. Und doch ist keine Besserung in Sicht – im Gegenteil: In vielen Bereichen verschlimmert sich die Lage sogar noch. Warum bekommen wir die Wende nicht hin? In dem jüngsten Bericht an den Club of Rome zeigt der Physiker und Philosoph Prof. Dr. Christian Berg auf, wie wir die vielfältigen Barrieren auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit überwinden und zukunftsfähig handeln können.

      Transkript der Anmoderation finden sie hier: https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/09/oekom-podcast_11-Berg.pdf

      Prof. Dr. Dr. Christian Berg hat Physik und Philosophie studiert, außerdem Theologie. Über eine Dissertation zum Verhältnis von Theologie und Naturwissenschaft kam er zu den Fragen, die seine Arbeiten seither begleiten: Wie wir verantwortungsvoll mit der Schöpfung umgehen und Technik entsprechend einsetzen. Er beschäftigt sich seit fast 20 Jahren in verschiedenen Rollen mit dem Thema Nachhaltigkeit – in Wirtschaft und Wissenschaft, Politikberatung und Zivilgesellschaft, etwa als Mitglied des deutschen Präsidiums des Club of Rome oder als Professor für Nachhaltigkeit an der TU Clausthal. Immer wieder hat er erlebt, wie großartige Ideen nicht umgesetzt wurden. Er wollte wissen, warum das so ist – und was wir tun können, um dies zu ändern.

      Christian Berg im oekom verlag:

      • Christian Berg: Ist Nachhaltigkeit utopisch? Wie wir Barrieren überwinden und zukunftsfähig handeln. Der neue Bericht an den Club of Rome

      oekom Verlag, München 2020
      https://www.oekom.de/buch/ist-nachhaltigkeit-utopisch-9783962381851

      … und auf YouTube:

      • Eine Videoversion des Vortrags vom 16. Juni 2020 inkl. der anschließenden Diskussion findet sich auf dem YouTube-Kanal des Münchner Forum Nachhaltigkeit unter:

      https://www.youtube.com/watch?v=4z0IatHMq0U

      43 min
    • Time is honey (Folge 2/4): Muße, Müßiggang und Nichtstun [Essay von Karlheinz A. Geißler]
      Ein Essay von Karlheinz A. Geißler

      »Bin im Stress«, »Hab keine Zeit« – diese Klagen und Lamentieren schallt einem überall als Echo kollektiver Überlastung entgegen. Die Mehrheit in unserer Gesellschaft leidet unter dem bedrängenden Gefühl, all den Dingen, die es zu erledigen gilt, ständig hinterherzuhecheln. Und dennoch: Zeitnot ist in unserer Gesellschaft auch zu einem Statussymbol geworden. Für Erfolgreiche und die, die es werden wollen. Ich hetze, also bin ich – und zwar nützlich, lautet unsere Form der Selbstvergewisserung. Verlorengegangen sind dabei unsere Fähigkeiten zu Muße, Müßiggang und Erfahrungen des Glücks beim Nichtstun. Der Essay über die Muße als „Kulturtechnik“ mit langer Tradition stammt von dem bekannten Zeitforscher Prof. Dr. Karlheinz A. Geißler. Sprecher ist Werner Härtl.

      Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter folgendem Link:

      https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/09/oekom-podcast_10-Geissler-time_is_honey-2.pdf

      Prof. Dr. Karlheinz A. Geißler ist einer der bekanntesten Zeitforscher der Gegenwart. Er studierte Philosophie, Ökonomie und Pädagogik und war von 1975 bis 2006 Professor für Wirtschafts- und Sozialpädagogik an der Universität der Bundeswehr in München. Er war u.a. Mitinitiator und Teammitglied im Tutzinger Projekt »Ökologie der Zeit«. Mit seinem Sohn Jonas Geißler hat er das Institut für Zeitberatung timesandmore aufgebaut (mehr auf www.timesandmore.com). Karlheinz Geißler hat zahlreiche Bücher zum Thema Zeit veröffentlicht, darunter drei im oekom verlag.

      Bücher von Karlheinz A. Geißler im oekom verlag:

      • Karlheinz A. Geißler & Jonas Geißler: Time is honey: Vom klugen Umgang mit der Zeit

      oekom Verlag, München 2015 u.ö.
      (https://www.oekom.de/buch/time-is-honey-9783960060222)

      • Karlheinz A. Geißler: Alles hat seine Zeit nur ich hab keine. Wege in eine neue Zeitkultur.

      oekom verlag, München 2014
      (https://www.oekom.de/buch/alles-hat-seine-zeit-nur-ich-hab-keine-9783865814654)

      • Karlheinz A. Geißler: Lob der Pause. Von der Vielfalt der Zeiten und der Poesie des Augenblicks

      oekom Verlag, München 2014
      (https://www.oekom.de/buch/lob-der-pause-9783865813206)

      23 min
    • „Plastian, der kleine Fisch“ [Kinder Spezial Folge II]
      Eine Kindergeschichte von Nicole Intemann

      Lillian und Moritz auf eine abenteuerliche Reise an einen geheimnisvollen Ort, von dem ihnen ihre Uroma erzählt hat. Sie bauen sich ein Boot und machen sich auf den Weg über das Meer. Doch ihr selbstgebauter Motor spuckt viele Plastikfuzerln aus. Plastian, der kleine Fisch, entdeckt die bunte Plastikspur und schluckt eine ganze Menge von diesen Stückchen. Es dauert nicht sehr lange, da bekommt der kleine Fisch starkes Bauchweh. Da haben Lilian und Moritz einen rettenden Einfall …

      Eine Geschichte von Nicole Intemann über die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastik – und was man dagegen tun könnte.

      Für Kinder ab 5 Jahren. Gelesen von Isa Schurian-Radloff.

      Das PDF zu dieser Episode finden Sie unter folgendem Link: https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/08/oekom-podcast_9-Plastian.pdf

      Nicole Intemann ist Volksschullehrerin in Dornbirn/Österreich, diplomierte Trainerin für Legasthenie und Dyskalkuie sowie Autorin von Kinderbüchern.

      Nicole Intemann im oekom verlag

      Plastian, der kleine Fisch … und wie er mit seinen Freunden auf einer abenteuerlichen Reise die Welt ein bisschen besser macht
      Illustriert von Julia Patschorke.
      oekom verlag: München 2015
      https://www.oekom.de/buch/plastian-der-kleine-fisch-9783865817563

      Weitere Bücher zum Thema Plastik im oekom verlag

      Anneliese Bunk, Nadine Schubert:
      Besser leben ohne Plastik.
      oekom verlag: München 2016
      https://www.oekom.de/buch/besser-leben-ohne-plastik-9783865817846

      politische ökologie Band 161:

      Plastikpoker: Spielregeln für die Entplastifizierung der Welt.
      oekom verlag: München 2020
      https://www.oekom.de/ausgabe/plastikpoker-80767

      16 min
    • "All you need is less (Folge 2/2): Eine Kultur des Genug aus buddhistischer Sicht" [Essay von Manfred Folkers]
      Ein Essay von Manfred Folkers

      Wer kennt das nicht? Eine Überzahl von Dingen verstopft den Alltag, zerstreut die Aufmerksamkeit, schwächt die Kraft, in der eigenen Lebensführung eine klare Linie zu finden. „Weniger ist mehr“ lautet die Losung eines aufgeklärten Konsumismus – „Weniger ist schwer“ lautet meist das ernüchternde Echo im Alltag. Denn das Karussell der Wünsche und Verheißungen dreht sich unablässig weiter. In einer auf Wachstum programmierten und der Steigerungslogik des „Immer mehr!“ verfallenen Gesellschaft bedeutet Stillstand eher Tod als Befreiung. Wäre die Corona-Zeit nicht eine gute Gelegenheit, über den Ausstieg aus dem Hamsterrad des „Immer-schneller-und-immer-Mehr“ nachzudenken? Anregungen und Ermutigungen dazu finden sich in der buddhistischen Tradition, wie Manfred Folkers, selber praktizierender Buddhist und Dharma-Lehrer in der Tradition Thich Nhat Hanh, in seinem Essay aufzeigt.

      Das PDF zu dieser Episode finden Sie hier.

      Manfred Folkers unterrichtet selber Taijiquan und Qigong. Er ist Buchautor und seit 2009 Mitglied des Rates der Deutschen Buddhistischen Union. 2004 wurde er von Thich Nhat Hanh, einem der führenden Vertreter des „engagierten Buddhismus“, zum Dharma-Lehrer ernannt. „All you need is less“ – so lautet der Titel des nun folgenden Essays von und mit Manfred Folkers über eine Kultur des Genug aus buddhistischer Sicht.

      Buchhinweis:

      • Manfred Folkers & Niko Paech: All you need is less. Eine Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht.

      oekom Verlag, München 2020
      (https://www.oekom.de/buch/all-you-need-is-less-9783962380588)

      24 min
    • "Überall ist Garten: Zufluchtsort zwischen Lebenskunst und Überleben" [Essay von Eva Rosenkranz]
      Ein Essay von Eva Rosenkranz

      Gärtnern ist in – sei es aus Lust am eigenen Tun, sei es als kleine Flucht aus einer Welt voller Zeitnot und Lärm. In ihrem Buch Überall ist Garten führt die Literaturwissenschaftlerin und passionierte Gärtnerin Eva Rosenkranz durch das Gartenjahr. Und stellt dabei immer wieder Tugenden und Haltungen in den Mittelpunkt, die im Garten ihren Nährboden finden – von Gelassenheit und Empathie bis zu Widerstandskraft und beherztem Tun. Ein leidenschaftliches und feinsinnig geschriebenes Plädoyer für das Gärtnern: als Schule des Lebens und Schule fürs Leben.

      Ein Transskript dieses podcasts finden Sie unter folgendem Link: https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/07/oekom-podcast_7-Rosenkranz.pdf

      Eva Rosenkranz ist Literaturwissenschaftlerin (MA), selbständige Lektorin und Autorin. Sie veröffentlichte unter anderem Rosenzauber – die Rose in Malerei und Poesie, gemeinsam mit dem Biologen Andreas Seegerer Das große Insektensterben und jüngst das Buch Überall ist Garten. Neben dem Gärtnern engagiert sie sich für Artenschutz und den Erhalt der Biodiversität.

      Bücher von Eva Rosenkranz im oekom verlag

      • Eva Rosenkranz: Über all ist Garten. Zufluchtsort zwischen Lebenskunst und Überleben. oekom verlag: München 2019

      (https://www.oekom.de/buch/ueberall-ist-garten-9783962381073)

      • (mit Andreas H. Segerer): Das große Insektensterben. Was es bedeutet und was wir jetzt tun müssen. oekom verlag. München 2018.

      https://www.oekom.de/buch/das-grosse-insektensterben-9783962380496

      Podcast

      Die BIO-Gartenkolumne mit Eva Rosenkranz (Podcast zu den jeweiligen Monaten des Gartenjahrs): https://www.biomagazin.de/gartenkolumne/c-288

      17 min
    • "Time is honey (Folge 1/4): Langeweile" [Essay von Karlheinz A. Geißler]
      Ein Essay von Karlheinz A. Geißler

      Bereits lange vor dem Corona-Virus hat ein anderen Virus unsere Gesellschaft befallen: der Virus der Beschleunigung. Auch er macht uns krank – zeitkrank: nervös, genervt, zappelig. Alles, was dauert, dauert uns grundsätzlich zu lang. Die Dinge können nicht schnell genug sein. Zeit ist in unserer Gesellschaft zu einem Synonym für Knappheit geworden und wird entsprechend bewirtschaftet. Denn Zeit ist Geld, time is money – was sonst!? Doch pausenlose Beschleunigung ist nicht alles. Wir kennen auch andere Formen, Zeit zu erleben: die Langsamkeit, das Warten und Pausieren, den Stillstand, die Muße, die Wiederholung – und besonders aktuell in den stillgestellten Zeiten von Corona: die Langeweile. Mit einer eigenen Themenfolge innerhalb des oekom podcasts wollen wir diesen „diskriminierten“ und kaum wertgeschätzten Zeitformen unsere Aufmerksamkeit schenken. Ihnen gemeinsam ist: sie entziehen sich einer wirtschaftlichen Verwertung. Zeit wird nicht in Geld übersetzt (und umgekehrt). Hier gilt: „Time is honey“.

      Der Essay über die „Langeweile“ stammt von dem bekannten Zeitforscher Prof. Dr. Karlheinz A. Geißler. Sprecher ist Werner Härtl.

      Ein Transkript dieses podcasts finden Sie unter folgendem Link: https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/06/oekom-podcast_6-Geissler-time_is_honey-1.pdf

      Prof. Dr. Karlheinz A. Geißler ist einer der bekanntesten Zeitforscher der Gegenwart. Er studierte Philosophie, Ökonomie und Pädagogik und war von 1975 bis 2006 Professor für Wirtschafts- und Sozialpädagogik an der Universität der Bundeswehr in München. Er war u.a. Mitinitiator und Teammitglied im Tutzinger Projekt „Ökologie der Zeit“. Mit seinem Sohn Jonas Geißler hat er das Institut für Zeitberatung timesandmore aufgebaut (mehr auf www.timesandmore.com). Karlheinz Geißler hat zahlreiche Bücher zum Thema Zeit veröffentlicht, darunter drei im Münchner oekom verlag.

      Bücher, die darauf warten, gelesen zu werden:

      • Karlheinz A. Geißler & Jonas Geißler: Time is honey: Vom klugen Umgang mit der Zeit

      oekom Verlag, München 2017
      (https://www.oekom.de/buch/time-is-honey-9783960060222)

      • Karlheinz A. Geißler: Alles hat seine Zeit nur ich hab keine. Wege in eine neue Zeitkultur.

      oekom verlag, München2014
      (https://www.oekom.de/buch/alles-hat-seine-zeit-nur-ich-hab-keine-9783865814654)

      • Karlheinz A. Geißler: Lob der Pause. Von der Vielfalt der Zeiten und der Poesie des Augenblicks

      14 min
    • "Vom kleinen Eisbären, dem es zu warm geworden ist" [Kinder Spezial Folge I]
      Eine Kindergeschichte von Christina Hagn

      Sehnsüchtig wartet der kleine Eisbär auf den Winter. Denn erst, wenn das Meer richtig zugefroren ist, kann er mit seiner Mama auf Robbenjagd gehen - und endlich wieder mit seinen Freunden Schneefußball spielen. Doch der Winter will einfach nicht kommen. Es ist viel zu warm. Als Mama Eisbär ihm erklärt, dass es immer später kalt wird, weil die Lebewesen auf der ganzen Welt zu viel warme Luft machen, beschließt der kleine Eisbär, den anderen Tieren Briefe zu schreiben. Vielleicht wissen sie ja gar nichts davon? Und so bekommen sie alle Post vom Nordpol: der Elefant in Afrika , die Truthahnfamilie in Nordamerika, der Feldhase bei uns und viele mehr. Schnell werden die Tiere aktiv und finden zahlreiche gute Ideen, wie sie warme Luft einsparen können.

      Eine Geschichte über den Klimawandel und wie wir alle helfen können, weniger warme Luft zu machen.

      Für Kinder ab 5 Jahren. Gelesen von Isa Schurian-Radloff.

      Hinweis an die Erwachsenen: Da die Geschichte für Kinder geschrieben wurde, sind Fachbegriffe wie „Klimaerwärmung“, „CO2“ oder „Energieverbrauch“ durchgängig durch den Begriff „warme Luft“ ersetzt worden.

      Eine PDF mit dem Transskript der Anmoderation und weiteren Infos zu diesem Podcast findet sich zum Nachlesen unter folgendem Link:

      https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/05/oekom-podcast_5-Eisbär.pdf

      Christina Hagn befasst sich seit ihrem Geographiestudium mit Nachhaltigkeit. Sie hat bei Projekten zu energieeffizientem Wohnen, sanftem Tourismus und nachhaltiger Mobilität mitgewirkt bzw. sie geleitet und arbeitet heute für ein Unternehmernetzwerk.

      Christina Hagn im oekom verlag:

      Vom kleinen Eisbären, dem es zu warm geworden ist.

      Illustriert von Julia Patschorke.
      oekom verlag: München 2020
      https://www.oekom.de/buch/vom-kleinen-eisbaeren-dem-es-zu-warm-geworden-ist-9783962381745

      Klimawandel – leicht verständlich – im oekom verlag

      Esther Gonstalla:
      Das Klimabuch. Alles, was man wissen muss, in 50 Grafiken.
      oekom verlag: München 2019.
      https://www.oekom.de/buch/das-klimabuch-9783962381240

      25 min

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