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„Wir alle haben es in der Hand, den Lauf der Welt zu ändern.“ So lautet die Aufforderung der weltweit bekannten Umwelt- und Sozialaktivistin Vandana Shiva an die Zivilgesellschaft, um der fortlaufenden Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen Einhalt zu gebieten. Denn sie ist überzeugt: „Eine andere Welt ist möglich!“ Eine Welt, in der es gerecht(er) zugeht und in der unser Leben und Wirtschaften wieder in besserem Einklang mit der Natur steht. In einem Interview erläutert die Trägerin des „Alternativen Nobelpreises“, welche Bedeutung dabei der Erhalt der biologischen Vielfalt nicht nur für die Ernährung der Weltbevölkerung, sondern auch für Demokratie und Frieden hat. Vandana Shiva sieht sich in der Tradition Mahathma Gandhis und ruft zu zivilem Ungehorsam und gewaltfreien Widerstand auf: gegen die fortlaufende Zerstörung der Natur und für den Erhalt einer bäuerlich-ökologischen Agrarkultur. – Das Interview wurde auf Englisch geführt; eine deutsche Übersetzung (PDF) findet sich unter: https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/05/oekom-podcast_4-Shiva.pdf
Eine PDF mit dem Transskript zu diesem Podcast (inkl. der deutschen Übersetzung von Vandana Shiva) findet sich zum Nachlesen unter folgendem Link:
https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/05/oekom-podcast_4-Shiva.pdf
Die indische Physikerin und Aktivistin Dr. Vandana Shiva gilt als eine der führenden Globalisierungskritikerinnen und ist weltweit bekannt für ihre scharfen Auseinandersetzungen mit der Agrarindustrie. Mit ihren Reden und zahllosen Auftritten in der Öffentlichkeit, ihren Büchern und konkreten Projekten vor Ort inspiriert sie Menschen auf der ganzen Welt. Für ihr Engagement in den Bereichen Natur- und Umweltschutz, biologische Vielfalt, Frauenrechte und nachhaltige Entwicklung wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 1993 erhielt sie den Right Livelihood Award („Alternativer Nobelpreis“) verliehen, weil sie – so die damalige Begründung der Jury – die Themen Frauen und Ökologie in den Mittelpunkt des Diskurses um moderne Entwicklungspolitik gestellt hat („for placing women and ecology at the heart of modern development discourse“). Sie ist unter anderem Mitglied des Club of Rome sowie des World Future Council.
Das Interview führte die Online-Redakteurin des oekom verlags Sonja Boneß am 21. Januar 2020 im münchner zukunftssalon des oekom vereins anlässlich der Präsentation des neuen Buches von Vandana Shiva.
Vandana Shiva im oekom verlag:
• Vandana Shiva & Lionel Astruc: Eine andere Welt ist möglich. Aufforderung zum zivilen Ungehorsam. oekom verlag: München 2019
Grenzen – seit Menschengedenken arbeiten wir uns an ihnen ab: Kinder loten ihre Grenzen aus, Ländergrenzen werden umkämpft und vor „Eindringlingen“ geschützt, und die Medizin zögert die letzte aller Grenzen, den Tod, immer weiter hinaus. Die Corona-Krise ist eine Grenzerfahrung der besonderen Art: Der Virus kennt keine Grenzen – und verlangt von uns gerade deshalb überall Grenzziehungen. Der Vortrag der bekannten Kulturwissenschaftlerin Marianne Gronemeyer stammt noch aus der „Vor-Corona-Zeit“ – und ist aktueller denn je. Grenzenloses Wachstum, Globalisierung und die Grenzen der Natur: Ein kleines Virus stellt in Frage, was bereits zuvor brüchig war und keine Zukunft hatte.
Eine PDF mit dem Transskript der Einführung von Manuel Schneider zu diesem Podcast findet sich zum Nachlesen unter folgendem Link:
https://oekom-verein.de/wp-content/uploads/2020/05/oekom-podcast_3-Gronemeyer.pdf
Marianne Gronemeyer war lange Zeit Professorin für Erziehungs- und Sozialwissenschaften an der Fachhochschule Wiesbaden. Sie gilt mit ihren Arbeiten als eine der Vordenkerinnen des wachstumskritischen Diskurses und steht in der Denktradition des Kulturphilosophen Ivan Illich. In ihren Schriften beschäftigt sie sich u.a. mit dem Geschwindigkeitsrausch unserer Gesellschaft und der Versäumnisangst des modernen Menschen. Ein fast schon Klassiker ist ihr Buch „Das Leben als letzte Gelegenheit“, in dem Marianne Gronemeyer sich mit der, wie sie schreibt, „Monokultur der Beschleunigung“ und den Ursachen für die chronische Zeitknappheit von uns allen beschäftigt hat. Marianne Gronemeyer hat auch über die „Macht der Bedürfnisse“ gearbeitet (so ein weiterer Buchtitel) sowie unter der Losung „Genug ist Genug“ über die Kunst des Aufhörens. Ihre jüngste Buchveröffentlichung ist dem Thema „Grenze“ gewidmet (siehe unten).
Der Podcast basiert auf einem Vortrag, den Marianne Gronemeyer am 11. März 2019 im münchner zukunftssalon im Rahmen des Münchner Forum Nachhaltigkeit (https://oekom-verein.de/forum-nachhaltigkeit/) gehalten hat. Eine Video-Aufzeichnung des Vortrags findet sich auf Youtube unter: https://www.youtube.com/watch?v=eU6SY9UU_Sc&t=1023s
Marianne Gronemeyer im oekom verlag:
• Marianne Gronemeyer: Die Grenze. Was uns verbindet, indem es trennt – Nachdenken über ein Paradox der Moderne.
Alles steht still, nichts geht mehr. Globale Lieferketten brechen zusammen. Die Wirtschaft wurde ins künstliche Koma versetzt. Eine weltweite Rezession von ungeahntem Ausmaß zeichnet sich ab. Und das alles nur wegen eines Virus’. Ist die Zeit der Wachstumskritik jetzt vorbei? Brauchen wir jetzt nicht mehr von allem, statt weniger? Warum sind unsere reichen Wirtschaftsysteme so fragil und verletzlich? Und welche Rolle spielen in Zukunft nachhaltige, genügsame Lebensstile? Der bekannte Wachstumskritiker Prof. Dr. Niko Paech sieht in der Corona-Krise eine Chance – für ein Experimentieren und Umdenken in Richtung Nachhaltigkeit. Für ihn bleibt es dabei: „All you need is less“ …
Das PDF zu dieser Episode finden Sie hier.
Apl. Prof. Dr. Niko Paech ist einer der profiliertesten Wachstumskritiker Europas und wurde mit seinem Buch „Befreiung vom Überfluss“ zum führenden Vordenker der Postwachstumsökonomie im deutschsprachigen Raum (mehr auf www.postwachstumsoekonomie.de). Für seine Habilitationsschrift zum Thema „Nachhaltiges Wirtschaften jenseits von Innovationsorientierung und Wachstum – Eine unternehmensbezogene Transformationstheorie“ erhielt er 2006 den Kapp-Forschungspreis für Ökologische Ökonomie. Von 2008 bis 2016 vertrat Paech den Lehrstuhl für Produktion und Umwelt an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Seit 2016 lehrt er im Rahmen des neuen Masterstudiengangs Plurale Ökonomie an der Universität Siegen.
Bücher von Niko Paech im oekom verlag:
• Niko Paech: Befreiung vom Überfluss. Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie.
• Erhard Eppler & Niko Paech: Was Sie da vorhaben, wäre ja eine Revolution … Ein Streitgespräch über Wachstum, Politik und eine Ethik des Genug.
• Manfred Folkers & Niko Paech: All you need is less. Eine Kultur des Genug aus ökonomischer und buddhistischer Sicht.
Vor kurzem war die Welt noch in Ordnung. Wirklich? Stöhnten wir nicht alle unter Zeitstress und Hektik und sehnten uns nach mehr „Zeitwohlstand“? Jetzt, nach der coronabedingten Vollbremsung, gibt es Zeit auf einmal genug – doch Muße will sich nicht richtig einstellen. Was tun, wenn das Hamsterrad mal stillsteht? Der bekannte Zeitforscher Prof. Dr. Karlheinz A. Geißler hätte da ein paar Vorschläge … Hören Sie die erste Folge des neuen oekom podcasts über „Die guten Seiten der Zukunft“, ein Gemeinschaftsprojekt von oekom verein [https://www.oekom-verein.de/] und oekom verlag [https://www.oekom.de/].
Das PDF dieser Episode finden Sie hier.
Prof. Dr. Karlheinz A. Geißler ist einer der bekanntesten Zeitforscher der Gegenwart. Er studierte Philosophie, Ökonomie und Pädagogik und war von 1975 bis 2006 Professor für Wirtschafts- und Sozialpädagogik an der Universität der Bundeswehr in München. Er war u.a. Mitinitiator und Teammitglied im Tutzinger Projekt „Ökologie der Zeit“. Mit seinem Sohn Jonas Geißler hat er das Institut für Zeitberatung timesandmore aufgebaut (mehr auf www.timesandmore.com). Karlheinz Geißler hat zahlreiche Bücher zum Thema Zeit veröffentlicht, darunter drei im Münchner oekom verlag.
Bücher, die darauf warten, gelesen zu werden:
• Karlheinz A. Geißler & Jonas Geißler: Time is honey: Vom klugen Umgang mit der Zeit
• Karlheinz A. Geißler: Alles hat seine Zeit nur ich hab keine. Wege in eine neue Zeitkultur.
• Karlheinz A. Geißler: Lob der Pause. Von der Vielfalt der Zeiten und der Poesie des Augenblicks
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