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„The Housemaid“ von Paul Feig fügt sich nahtlos in eine auffällige Strömung der aktuellen Kulturindustrie ein, bei der wir fragen können: Erleben wir gerade eine neue feministische Welle oder eher einen Backlash im weiblichen Gewand? Auffällig ist jedenfalls, wie viele zeitgenössische Geschichten von attraktiven Männern erzählen, die sich zugleich extrem toxisch verhalten und von Frauen, die irgendwann Widerstand leisten. Diese männlichen Figuren sind begehrenswert und gefährlich zugleich, Objekte der Begierde wie der Angst, und sie dominieren narrative Räume, die vor allem von einem weiblichen Publikum konsumiert werden. Spätestens seit „Fifty Shades of Grey“ und befeuert durch BookTok verkaufen sich Stoffe über freiwillige wie auch erzwungene weibliche Unterwerfung ausgesprochen gut. Auch Freida McFaddens Bestseller „The Housemaid“ folgt diesem Muster. Der Film, mit Amanda Seyfried, Brendan Sklenar und Sydney Sweeney ist durchaus raffiniert, vor allem aber ist er Ausdruck der Geschlechterpolarisierung.
Literatur:
Jessica Benjamin: Die Fesseln der Liebe. Psychoanalyse, Feminismus und das Problem der Macht. Klostermann/Nexus.
Werbung:
HBO Max ist ab sofort verfügbar –Jetzt losstreamen auf hbomax.com
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Dieses Jahr war schwierig, nicht zuletzt auch für das Kino. Es gab 2020 einfach zu wenige Filme zu sehen, auch die Streaming-Plattformen haben zwar für ein paar Hypes gesorgt, doch wirkliche Glanzlichter waren rar gesät. Gewiss, Filme wie „Tenet“ und „1917“ werden bleiben – und Werke wie die #Disney-Realverfilmung von „Mulan“ oder die misslungene Satire „Jojo Rabbit“ sind hoffentlich sehr bald vergessen. Doch lassen wir das Klagen, begreifen wir die Zeit ohne Kinos und ohne aktuelle Filme eher als Chance, um sich mit dem Wahren, Schönen und Guten der #Filmgeschichte zu befassen. In diesem Video soll es um zehn Meisterwerke gehen, die uns zeigen, was filmisch alles möglich ist, wie berührend, körperlich und augenöffnend Filme sein können. Von Dsiga Wertow bis Howard Hawks, von Jean-Luc #Godard bis Tom Ford und Sofia Coppola – all diese großen Filmemacher eint, dass sie uns neu über den Film nachdenken lassen, dass sie neue Wege beschritten haben und zeitlose Werke schufen, die die Qualität vieler aktueller Werke relativieren. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!
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Vince Gilligan, der Showrunner von „Breaking Bad“, präsentiert auf AppleTV seine neue, aufsehenerregende Serie: „Pluribus – Glück ist ansteckend“ unternimmt den kühnen Versuch, ein völlig neues Szenario zu entwerfen: Wie könnten alle Menschen glücklich sein? Indem sie ihre Individualität gänzlich aufgeben und nur noch im Kollektiv existieren, könnten sie ewiges Glück erlangen und zugleich umweltschonend leben. Sie tun dies allerdings nicht freiwillig. Durch ein Virus verbreitet sich die Glückskollektivierung, aber 13 Personen weltweit bleiben immun. Im Mittelpunkt der Serie steht die Fantasy-Bestseller-Autorin Carol (Rhea Seehorn), die sich dem Kollektiv nicht unterwerfen will, wenngleich sie durchaus die Annehmlichkeiten, die ein widerspruchsloser Rundum-Service bietet, für sich zu nutzen weiß. „Pluribus“ ist eine hochinteressante Serie über KI, über Kommunikation und eine Zeit, in der die liberale Demokratie unhaltbar erscheint. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
Literatur:
Elena Esposito: Kommunikation mit unverständlichen Maschinen. Residenz.
Ingolfur Blühdorn: Unhaltbarkeit. Auf dem Weg in eine andere Moderne. Suhrkamp.
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George A. Romero hat mit seinen Zombie-Filmen das Horrorgenre revolutioniert. Es begann mit dem Schwarz/Weiß-Film „Die Nacht der lebenden Toten“ („Night of the Living Dead“) im Jahr 1968, darauf folgte zehn Jahre später „Zombie – Dawn of the Dead“ (oder auch: „Zombies im Kaufhaus“), der jedoch rasch indiziert wurde. Verschiedene Fassungen kursierten, unter anderem eine 139-minütige, die als Director’s Cut bezeichnet wird und sich für die ostentative Zurschaustellung der Konsumhölle mehr Zeit lässt. Nun ist der Klassiker endlich vom Index verschwunden und die Dario-Argento-Fassung, circa 118 Minuten lang, auch in Deutschland erhältlich. Was aber macht diesen #Romero-Film so bedeutsam? „Dawn of the Dead“ spielt vorwiegend in einem Einkaufzentrum: Eine Frau und drei Männer haben sich dort verschanzt, um vor der Zombie-Apokalypse sicher zu sein. Vorräte und sonstige Waren sind ausreichend vorhanden, jedoch trotten durch die Shopping-Mall zahlreiche Zombies, die sich gar nicht so sehr von üblichen Konsumenten zu unterscheiden sind. Gewiss, Romero liefert hier einen zynischen Kommentar zur #Konsumindustrie und ihre durch Werbung und andere Formen der Ideologie fremdgesteuerten Akteure, doch darüber hinaus konfrontiert der Film uns auch mit einer grundsätzlicheren Krise des #Kapitalismus. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!Literatur:Karl Marx: Das Kapital, Bd. 2, MEW Bd. 24.Émile Zola: Das Paradies der Damen. Dtv.
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Schlechte Filme gab es auch im Jahr 2025 nicht wenig. Deutsche Regisseure quälten das Publikum ebenso wie seelenlose Blockbuster, die vor allem ein Lizenzgeschäft verfolgen. Noch immer beherrscht der Glanz vergangener Filme gegenwärtige Produktionen. Blicken wir auf ein Jahr des Abklatsch- und des Mehltau-Kinos zurück. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse!
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Alfred Hitchcocks „Psycho“ ist Psychothriller, Horrorfilm, Familiendrama und Roadmovie, vor allem aber, darauf legte der Master of Suspence wert, ist es ein Film für Filmemacher. Tatsächlich lehrt uns Hitchcock das Fürchten und zeigt, was geschieht, wenn die Hauptfigur nach der Hälfte des Films abhandenkommt. Wenn wir die Struktur dieses Meisterwerks analysieren, erkennen wir, warum das so gut funktioniert. Es liegt nahe, bei diesem Plot ganz auf eine psychoanalytische Deutung zu setzen, jedoch übersehen wir dann, dass ja der Polizeipsychologe selbst diese Deutung am Ende des Films schon umfassend darlegt. Hitchcock kommt also dieser Interpretation zuvor. Viel spannender wird es jedoch, wenn wir uns bei der Analyse auf das Verhältnis von Bewegung und Stillstand konzentrieren. So erkennen wir nicht nur das Wesen dieses Films, sondern können ein Wesensmerkmal des Kinos selbst herausarbeiten. Form und Inhalt verschränkt Hitchcock auf bis heute faszinierende und gespenstische Weise. Im neuen DeepDive analysiere ich zwei Stunden lang dieses besondere Werk der Filmgeschichte, das uns schließlich zu der berühmten „Halloween“-Reihe von John Carpenter führt bzw. fährt.
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Das Kino bleibt der wichtigste Ort für relevante Filme – trotz der starken Streaming-Konkurrenz. Auch wenn noch immer Remakes und Sequels sowie behäbige Blockbuster die Filmbranche dominieren und damit das Neue verhindern oder verdrängen, und auch wenn so manch etablierte Regisseure in diesem Jahr eher enttäuschten, gibt es sie nach wie vor: herausragende, wichtige, schöne Filme.
Ich bedanke mich ganz herzlich für die Treue und die Unterstützung. Glücklich macht mich besonders, dass bereits so viele sich für ein Abo der „Filmanalyse plus“ entschieden haben. Es ist eine Freude, sich intensiv mit Publikumsfragen zu beschäftigen und jeden Monat für den DeepDive tief in ein Thema einzutauchen. Ich wünsche allen einen guten Rutsch und ein schönes Filmjahr 2026! Die Flop 10 erscheint Anfang des neuen Jahres.
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James Cameron hat sich leider in die blaue Pandora-Welt verliebt und verbringt jetzt sein Leben nur noch damit, die Geschichte der Na’vi weiter zu erzählen. 197 Minuten braucht er dafür in „Avatar – Fire and Ash“: In Geduld muss man sich üben, um diese hochtrabend daherkommende, im Grunde aber simple Geschichte zu verstehen. Es geht allein darum, eine Generalmobilmachung zu erwirken und zu rechtfertigen. Das gute, moralisch integre Volk der Na’vi wird von den bösen Himmelsmenschen und vom bösen Asche-Volk angegriffen, weshalb es sich zu verteidigen gilt. Dafür aber muss man einige Widerstände überwinden: Vor allem drei Formen des Pazifismus müssen überwältigt werden, damit am Ende auch Kinder mit Gewehr bei Fuß stehen. Es ist ein Film, der perfekt in eine Zeit passt, in der gerade alle sich einen anti-imperialistischen Anstrich geben, um gerechte Kriege für die gute Sache kämpfen zu können. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse!
Literatur:
Die „Friedensdenkschrift“ der EKD:
https://www.ekd.de/friedensdenkschrift-2025-91393.htm
Im Salon der NEUEN ZWANZIGER stelle ich die evangelische Pickelhaubentheologie ausführlich vor:
https://steady.page/de/neuezwanziger/posts/ba30bea6-947f-477b-acc8-84b26f8e3f20
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In der zweiten „Q&A“-Folge beantworte ich rund 100 Minuten lang kluge Fragen aus dem Publikum: Zunächst geht es anhand von vier Fragen um jene Filmkritik, die mit Sternchen oder Rankings arbeitet sowie um die Frage nach der Subjektivität meiner Top- und Flop-Listen. Anschließend wird nach der Bedeutung von Drehbüchern für einen Film gefragt und weshalb so selten Komödien in der Filmanalyse besprochen werden. Ausführlich spreche ich über ein Meisterwerk des iranischen Regisseurs Jafar Panahi und über den Horrorfilm „Die Körperfresser kommen“ von 1978. Und wie ist es eigentlich, wenn ich allein oder zu zweit ins Kino gehe? Welche Horrorfilme sollte man gesehen haben? Diese und weitere Fragen gibt es im neuen Q&A!
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2. DIE FILMANALYSE Q&A: Ich beantworte in den monatlichen Podcast-Folgen Fragen aus dem Publikum. Alle, die den Paywall-Inhalt abonniert haben, erhalten dafür eine spezielle E-Mail-Adresse und können Fragen stellen. Darüber hinaus möchte ich darin die Gelegenheit nutzen, Filme zu empfehlen.
Darüber hinaus gibt es im Abo alle neuen, auch frei verfügbaren Filmanalysen ohne Werbeunterbrechung hören.
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Für viele Menschen gilt: Nur mit „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ von Václav Vorlíček ist wirklich #Weihnachten. Dabei handelt es sich bei der Märchenadaption von 1973, produziert von der DDR und der Tschechoslowakei, gar nicht um einen Weihnachtsfilm – lediglich spielen viele Szenen in einer romantischen Schneelandschaft. Sonst wird das berühmte Märchen – in der Version von Božena Němcová – erzählt, das jedoch bei genauem Hinsehen auch die Weihnachtsbotschaft enthält. Und mehr noch: Das Märchen vom #Aschenputtel und der bösen Stiefmutter, die nicht alle Untergebenen schikaniert, ist auch ein glänzendes Beispiel für einen positiven Populismus. Gern wird darauf hingewiesen, dass sowohl die Politik als auch die Wirtschaft viel zu komplex seien, um mit einfachen Lösungen zu kommen. Wer von Umverteilung spricht, der handelt sich gerade vom linksliberalen und konservativen Establishment den Vorwurf ein, er sei populistisch. Doch stimmt das wirklich? Was, wenn die Welt – gerade während dieser Krise zeigt sich dies – doch gar nicht so komplex ist, sondern der Kampf der Reichen gegen die Armen so simpel wie in diesem #Märchenfilm ist? Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Video!
Literatur:Chantal Mouffe: Für einen linken Populismus. Suhrkamp.
Zusätzlich gibt es jetzt zwei neue Formate: DeepDive & ein monatliches Q&A. Die Filmanalyse +ABO gibt es bei Steady als Monats- und vergünstigtes Jahresabo. Der RSS-Feed ist automatisch mit Spotify verknüpft, kann aber auch in alle Podcatcher eingefügt werden:
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