
Sign up to save your podcasts
Or


Der Sommer 2026 war geprägt von mehreren Hitzewellen und Trockenperioden, die Menschen und Umwelt vor neue Herausforderungen gestellt haben. Diese Symptome der Klimaerwärmung werden in den nächsten Jahren nicht verschwinden, sondern tendenziell noch ausgeprägter auftreten. Mehr denn je gilt es also, die prekären Verhältnisse zu entschärfen.
Gerade städtische Gebiete heizen sich durch dichte Bebauung und versiegelte Flächen zusätzlich auf, während grosse Niederschlagsmengen kaum aufgenommen werden können. Christine Bräm, Direktorin von Grün Stadt Zürich, sieht deshalb noch viel Aufholbedarf bei der Gestaltung von öffentlichem, aber auch privatem Grund. Im Gespräch mit Peter Richner erläutert sie, welche Massnahmen im Zentrum stehen, wo bereits erfolgreiche Projekte umgesetzt wurden und, inwiefern Zürich als Vorzeigebeispiel für andere Städte dienen kann.
Welchen Einfluss haben Ressourcen-Engpässe im Bereich fossiler Energieträger auf den Ausbau erneuerbarer Energien und umgekehrt? Inwiefern unterscheidet sich die Situation im Jahr 2026 vom Winter 2022 und wie lässt sich der Fortschritt im Energiesektor auf den Bausektor übertragen?
Norbert Rücker, Leiter Economics & Next Generation Research bei der Bank Julius Bär, ordnet aktuelle globale Entwicklungen ein und zeigt auf, in welchen Bereichen sich die Schweiz von anderen Märkten unterscheidet. Im Gespräch mit Peter Richner erzählt er ausserdem, welchen Einfluss der Aktienmarkt auf die Verbreitung nachhaltiger Technologien hat und, weshalb dieser Mechanismus im Bausektor weniger stark greift als im Energiemarkt.
Neu ist das Thema des️ kreislaufgerechten Bauens nicht – bereits vor 8 Jahren hat die NEST-Unit UMAR aufgezeigt, wie ein konkretes Projekt praktisch umsetzbar ist. Dennoch fassen kreislauffähige Konzepte nur langsam Fuss in der Bauwirtschaft. Woran liegt das?
In der aktuellen Folge schildert Martin Pauli, Global Circular Economy Services Leader beim Beratungsunternehmen Arup, seine Sicht auf Herausforderungen, Chancen und Realitäten der Kreislaufwirtschaft im Bausektor. Sowohl in den Regulatorien als auch in gängigen Geschäftsmodellen sieht er wesentliche Gründe, weshalb sich langfristige Investitionen in kreislauffähige Konzepte bisher noch nicht durchgesetzt haben.
Im Gespräch mit Peter Richner gibt er gleichzeitig zu bedenken: «Es handelt sich hier um ein etabliertes Gesamtsystem, das verschiedene Wirtschaftszweige, Investoren und Gesetzgeber beinhaltet. Dies alles umzustellen funktioniert nicht von heute auf morgen. Es braucht etwas Zeit und die Einsicht, dass auch schon partielle Massnahmen wertvoll sind und nicht immer alles zu 100 Prozent kreislaufgerecht umgesetzt sein muss.»
Noch immer stecken wir mittendrin im Umbau unseres Energiesystems – weg von fossilen Brennstoffen, hin zu erneuerbaren Energiequellen. Dass diese Transformation Zeit in Anspruch nimmt, ist verständlich: Es gilt neue Produktionsanlagen zu bauen, vorhandene Speichermedien zu vergrössern, Verteilnetze zu installieren und gleichzeitig zu jedem Zeitpunkt die Versorgungssicherheit zu garantieren. Eine sehr komplexe Aufgabe, bei der es viele verschiedene Perspektiven zu berücksichtigen gilt.
In der aktuellen Folge des NEST-Podcast spricht Peter Richner mit Cornelia Mellenberger, CEO Energie Wasser Bern, über den schwierigen Balance-Akt sowohl Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, wie auch der Umwelt gerecht zu werden, die Herausforderungen beim Ausbau erneuerbarer Energiequellen, flexible Strompreise und die Selbstverständlichkeit der Wasserversorgung.
Das Empa-Projekt Mining the Atmosphere will CO₂ aus der Luft holen, chemisch umwandeln und beispielsweise als festen Kohlenstoff in Baumaterial integrieren. Eine Vision, die Generationen fordert – und vielleicht unsere Zukunft sichert.
Doch warum treibt man ein Projekt voran, dessen Wirkung man selbst nie erlebt? Welche Hürden müssen überwunden werden? Energiebedarf, Logistik, internationale Zusammenarbeit – alles Teil einer gigantischen Herausforderung. Die Antworten gibt die 50. Jubiläumsfolge des NEST-Podcasts: Peter Richner spricht mit Christian Bach und Pietro Lura über Skepsis, Motivation und den langen Weg von der Idee zur Initiative.
Der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum führt vielerorts zu einer intensiveren, standardisierten und kostengünstigen Bebauung. Trotz technischer Fortschritte im Bauingenieurwesen bleibt die Herausforderung bestehen, ökologisch verträgliche Lösungen zu finden, die sowohl den sozialen als auch den ökonomischen Anforderungen gerecht werden. So bleibt nachhaltiges Bauen vielerorts hinter wirtschaftlichen Interessen zurück, mit langfristigen Folgen für Umwelt und Lebensqualität.
Christine Lemaitre, Geschäftsführerin der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB), fordert deshalb ein grundlegendes Umdenken in der Baupraxis. Ihrer Ansicht nach soll die Serialisierung nicht der Ausgangspunkt sein, sondern die logische Konsequenz einer ganzheitlichen, kontextbezogenen Planung.
Im Gespräch mit Peter Richner plädiert sie für eine Abkehr von Standardlösungen «von der Stange» und stattdessen für eine Rückbesinnung auf einen durchdachten Planungsprozess, der sich an den Menschen und den Orten orientiert, für die gebaut wird.
Laut Zahlen des Bundes werden wir in der Schweiz über die nächsten 20 Jahre zusätzlichen Wohnraum für rund eine Million Menschen benötigen. Um dies unter effizientem Ressourceneinsatz zu bewerkstelligen, wird schon seit einiger Zeit zunehmend verdichtet gebaut – nicht nur in urbanen Zentren, sondern immer häufiger auch in der ländlichen Agglomeration. Gerade in ländlichen Regionen geraten dadurch sogenannte Biodiversitätsflächen, welche die Artenvielfalt schützen und fördern, immer stärker unter Druck.
Doch was kann man dagegen tun? Johanna Lorch, Architekturstudentin an der ETH, hat in ihrer Masterarbeit ein spannendes Konzept entwickelt, das gleichzeitig mehr Wohnraum in ländlichen Siedlungsgebieten schafft und dazu beiträgt, dass biodiverse Lebensräume erhalten bleiben. Ihre Vision der «Soiled Houses» setzt dabei beim Einfamilienhausbestand an: Durch gezielte Ertüchtigung von Fassade und Innenraum sollen diese nicht nur mehr Menschen Wohnraum bieten, sondern gleichzeitig auch «Nährboden» für lokale Flora und Fauna sein.
Im Gespräch mit Peter Richner erläutert sie, was hinter dieser Idee steckt und weshalb ein Umdenken im Siedlungsbau wohl unumgänglich ist.
From the publisher's feed

96 Listeners

17 Listeners

19 Listeners

20 Listeners

57 Listeners

17 Listeners

34 Listeners

3 Listeners

34 Listeners

4 Listeners

25 Listeners

325 Listeners

6 Listeners