Dreierbob

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Dreierbob episodes

  • Das fordern die Bobsportler jetzt nach den Stürzen in Altenberg

    Die vergangenen Tage in Altenberg werden den Bobsport verändern. Und das ist jetzt keine zu dick aufgetragene Floskel. Denn nach den schweren Unfällen beim Training im Eiskanal und dem anschließenden Weltcup am Wochenende ist eine Sicherheitsdebatte ins Rollen gekommen. Erste konkrete Ideen, wie Sportlerinnen und Sportler künftig bei Stürzen besser geschützt werden sollen, gibt es bereits. Welche, darum geht es unter anderem in der neuen Folge des Wintersportpodcasts "Dreierbob" bei Sächsische.de.


    Zu hören ist Thorsten Margis, Anschieber aus dem Team des Pirnaer Piloten Francesco Friedrich. Margis berichtet von einem Athletentreffen, das er mit organisiert hatte. Das Treffen fand am Freitag statt und ist eine Reaktion von Sportlerinnen und Sportlern auf den folgenschweren Sturz des Schweizer Viererbobs von Michael Vogt vergangene Woche Dienstag. Bei dem Unfall hatte sich Vogts Anschieber Sandro Michel schwer verletzt, schwebte kurzzeitig in Lebensgefahr und liegt seither in einem Dresdner Krankenhaus.


    "Wir wissen alle, dass Stürze zu unserem Sport dazu gehören", sagt Margis. Das sei auch allen der rund 170 Beteiligten bei dem Treffen klar gewesen. Es sei nicht darum gegangen, einen Schuldigen für den Unfall zu suchen, sondern Lösungen zu erarbeiten. So sei die Forderung nach einem "Safety Commissioner" entstanden, der bei allen Rennen fester Ansprechpartner für Sicherheitsfragen werden soll. "Und wir denken über eine Pflicht zum Tragen von Teflonwesten nach", erzählt Margis. Denn: Auch wenn Bobbahnen vereist sind, so sind häufig schwere Verbrennungen eine Folge von Stürzen.


    Neben diesem ernsten Thema hat der "Dreierbob" aber auch den bevorstehenden sportlichen Höhepunkt der Saison im Blick: die WM in Winterberg. Wenn man so will, ist das eine Heim-WM im doppelten Sinne für Pilotin Laura Nolte. Sie kommt aus Winterberg und hat mit zwei Siegen, einem Bahnrekord und einer großen Überraschung beim Weltcup in Altenberg reichlich Selbstvertrauen getankt. Wobei streng genommen nicht Nolte für die Überraschung sorgte, sondern ihre Anschieberin Deborah Levi.


    Wieso, das erzählen die beiden Frauen ausführlich im "Dreierbob". Außerdem zu hören sind Francesco Friedrich und dessen Anschieber Candy Bauer, der in Altenberg sein letztes Rennen vor heimischer Kulisse fuhr und emotional Abschied feierte ...

    31 min
  • Das Sturzdrama in Altenberg und die Folgen
    Die Pressekonferenz vor dem Bob-Weltcup in Altenberg am Donnerstag sollte sich eigentlich mit sportlichen Dingen befassen und Vorfreude wecken auf die WM-Generalprobe im anspruchsvollen wie beliebten Eiskanal im Osterzgebirge. Doch seit den zwei schweren Stürzen am Dienstag sind die Themen andere – verbunden mit der einen großen Frage: Wie konnte das passieren?
    Der Wintersportpodcast "Dreierbob" von Sächsische.de ist bei dem Vor-Ort-Termin dabei und liefert nun erste Antworten darauf, warum es zu den Stürzen der Top-Piloten Johannes Lochner aus Berchtesgaden und dem Schweizer Michael Vogt kam.
    Vor allem aber befasst sich der "Dreierbob" mit den Folgen und den deren Ursachen. Warum also rutschte der in Kurve 13/14 umgekippte Schweizer Bob zunächst den steil aufsteigenden Zielhang hinauf, dann wieder unkontrolliert herunter – und kollidierte dabei mit dem beim Sturz aus dem Schlitten geschleuderten und benommen in der Bahn liegenden Anschieber Sandro Michel. Der 27-Jährige musste daraufhin per Hubschrauber ins Uniklinikum Dresden gebracht und dort notoperiert werden.
    Ungeachtet dessen ist in Altenberg eine Sicherheitsdebatte entbrannt. "Wir haben keine Fehler gemacht", betont Altenbergs Bahnchef Jens Morgenstern auf der Pressekonferenz und im Podcast. Er verweist auf eingehaltene Regularien und Bestimmungen. Der Unfall hätte verhindert werden können, halten indes einige Athleten entgegen.
    Der Weltverband IBSF wiederum erklärt sein Bedauern, hält allerdings nichts davon, dass Trainings und Weltcup ausfallen sollten. Der sportliche Wettbewerb geht wie geplant weiter. Wie, das Jos Mattli, der als Koordinator für Weltcups und Weltmeisterschaften bei der IBSF fungiert, im Podcast. Der Schweizer ist seit rund 40 Jahren im Geschäft und spricht auch über mögliche Folgen für Sicherheitskonzepte bei Bobrennen. "Wir sind für alle Vorschläge offen", sagt er. Allerdings, das betont Mattli auch, sei Bobsport ein Rennsport, bei dem man nie alle Risiken ausschließen könne.
    So gesehen gibt es aktuell drei Lager, die eines verbindet: Das Ansinnen, hochklassigen Sport zu bieten mit größtmöglicher Sicherheit. Wie das klappen soll, das ist die große Frage für die Zukunft. Der "Dreierbob" liefert schon einige Antworten.
    Und um den Sport geht es in dieser Folge auch. Gerd Leopold, stellvertretender Bob-Bundestrainer, spricht über die Verletzungen von Johannes Lochner und dessen Anschieber Erec Bruckert und wie das deutsche Team insgesamt mit den folgenschweren Stürzen umgeht.
    31 min
  • Justus Strelow und der lange Weg nach oben
    Nach der einen WM ist vor der nächsten, im Winter geht es Schlag auf Schlag. Gerade haben die Rodler ihren Saisonhöhepunkt in Altenberg absolviert, warten nun die Biathleten auf den Startschuss zu ihren Weltmeisterschaftsrennen im tschechischen Nove Mesto. Grund genug, den "Dreierbob" ausnahmsweise mal neben Loipe und Schießstand zu parken - für ein exklusives Interview mit Justus Strelow im Wintersportpodcast von Sächsische.de.
    Sachsens bester Biathlet hat mittlerweile nicht nur einen festen Platz im deutschen Weltcup-Team, Strelow ist drauf und dran, den Abstand zur Weltspitze immer weiter zu verkleinern. Ein Beweis dafür ist Platz zwölf im Gesamtweltcup - und auch der Weltcup-Sieg kürzlich in der Single-Mixed-Staffel mit Vanessa Voigt im italienischen Antholz.
    Es war Strelows erster Triumph überhaupt auf der ganz großen Biathlon-Bühne - der plötzlich ganz neue Herausforderungen mit sich brachte, nämlich den Zieleinlauf mit der deutschen Fahne in der Hand. Wieso das für ihn zur Kopfsache auf der letzten Runde wurde, erklärt er im Gespräch - und sagt: "Natürlich war das ein ganz toller Moment, den man in der Karriere nicht allzu oft erlebt."
    Generell gilt festzuhalten: Die deutschen Biathleten sind mit unerwartet guten Ergebnissen in die Saison gestartet. Und die größte von vielen Überraschungen ist vermutlich Strelow. Im Podcast erzählt er, wie er sich seinen Leistungssprung erarbeitet hat. Für ihn kommt der nämlich gar nicht so überraschend.
    Zu den weltweit besten Athleten am Schießstand zählt er mit Trefferquoten von 95 (liegend) und 93 Prozent (stehend) sowieso schon seit einiger Zeit, nun kommt die Verbesserung in der Loipe dazu. "Ich bin noch nicht ganz an der Weltspitze angekommen. Aber ich habe es geschafft, einen Schritt in die richtige Richtung zu gehen." Wenn neben dem Schießen die Form in der Loipe passt, hat er, das sagt er selbst, inzwischen tatsächlich "das Zeug, aufs Podium und vielleicht sogar ganz nach vorne zu laufen". Am besten bei der am kommenden Mittwoch beginnenden WM.
    Kampfansagen lässt sich der 27-Jährige indes nicht entlocken, dafür ist er nicht der Typ, das entspricht nicht seinem öffentlich eher zurückhaltenden Naturell. Und ein Stück weit, das wird im Podcast-Interview auch deutlich, traut er dem bislang so guten wie überzeugenden Saisonverlauf noch nicht. So lang und zu hart ist Strelows Weg bis zur Stammkraft im Weltcup gewesen, als dass er das jetzt leichtfertig gefährden will.
    Außerdem erzählt Strelow, wie für ihn im Alter von sechs Jahren im ostsächsischen Schmiedeberg alles angefangen. Und es kommen so manche Details zu Tage, wie sich die deutsche Biathlon-Mannschaft vor großen Wettkämpfen in Stimmung bringt. Nur so viel sei schon verraten: Es hat mit Kaffee und Kuchen zu tun. Aber hören Sie selbst ...
    43 min
  • Titel, Tränen und eine Nachricht, die einfach so rausrutschte
    Die Bilanz der Rodel-WM fällt ganz unterschiedlich aus, je nach dem, wen und wie man danach fragt. Sportlich konnte die deutsche Mannschaft mit dreimal Gold und je zweimal Silber und Bronze nicht an die großen Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. Stark ist das Ergebnis trotzdem, und sowieso sorgen diesmal andere Dinge dafür, dass diese Weltmeisterschaft in Erinnerung bleiben wird. Welche das sind, darum geht es in der WM-Ausgabe des Wintersportpodcasts "Dreierbob" bei Sächsische.de.
    In der Folge, die direkt am Eiskanal aufgenommen wurde, berichtet die sächsische Rodlerin Julia Taubitz, wie sie ihre Heim-WM erlebt hat. Die Spitzenathletin aus Annaberg-Buchholz war das Gesicht der WM, seit Monaten zierte ihr Konterfei Werbeplakate überall in Sachsen und darüber hinaus. "Jetzt fällt schon auch Druck ab", gibt sie zu. Dass sie am Ende mit zwei Goldmedaillen und einmal Silber dasteht, fühle sich gut an.
    Außerdem im Podcast: Der Thüringer Max Langenhan, der seinen ersten Weltmeistertitel im Einzel feierte und Rodel-Routinier Felix Loch, der sich über Bronze freute und nebenbei noch für die wohl größte Schlagzeile der WM sorgte. Im Gespräch mit dem "Dreierbob" und anderen Journalisten im Zielbereich fiel dieser Satz: "Wie ihr sicher wisst, tritt mein Dad am Ende dieser Saison zurück." Sein Vater Norbert Loch, seit 2008 Bundestrainer, macht Schluss.
    Noch lange nicht Schluss macht die Dresdnerin Jessica Degenhardt. Die 21-Jährige macht allerdings ganz sicher einen großen Haken an die WM. Zweimal patzte sie zusammen mit ihrer Doppelpartnerin Cheyenne Rosenthal. Statt der erhofften Medaille blieb den beiden nur das Sammeln wichtiger Erfahrungen. Über die Gründe ihres Scheiterns und was das mit der verflixten Kurve neun zu tun hatte, sprach sie kurz nach dem Rennen.
    29 min
  • Altenberg, die WM und der Gold-Plan von Jessica Degenhardt
    Sie ist gerade einmal 21 Jahre alt. Doch wenn man ihr zuhört, bekommt man das Gefühl, da redet jemand mit der Erfahrung einer ganzen Karriere. Auch ihre bisher schon eingefahrenen drei Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften bestätigen den Eindruck. Was macht die Dresdnerin Jessica Degenhardt also so gut, in dem was sie tut? Kurz vor der WM in Altenberg erzählt es die Rennrodlerin im Wintersportpodcast "Dreierbob" bei Sächsische.de.
    Degenhardt hat bereits im Alter von sieben Jahren mit dem Rodeln angefangen. Sie wollte das Gleiche machen wie ihr großer Bruder. "Eigentlich wollte ich noch eher loslegen, aber meine Mama hat gesagt, wir warten bis zur zweiten Klasse", erzählt sie.
    Sie erinnere sich auch noch an ihre erste Fahrt, die in Altenberg am Übergang zwischen Kurve 14 und 15 startete. "Da fährst du dann zwar nur drei Kurven", doch das Erlebnis und der Sport hätten sie und ihre Familie dann nicht mehr losgelassen. Der Vater hilft als Bahnsprecher aus und hat einen Job in Altenberg angenommen, der kleine Bruder rodelt auch - und der große Bruder, dem sie einst nacheifern wollte, feuert alle an. "Wir sind inzwischen eine richtige Rodelfamilie geworden", erzählt Degenhardt.
    Stück für Stück, so erzählt sie, habe sie sich in die Weltspitze gearbeitet - und stand dann vor einer richtungsweisenden Entscheidung: Fährt sie Einzel oder fährt sie im Doppel? Beides zu machen, würde zwar gehen, meint sie, sei aber eigentlich kaum zu stemmen. Im Juniorenbereich hat sie es noch so gemacht - und hat 2020 bei den Olympischen Jugendspielen im Einzel Silber gewonnen sowie Gold im Doppel. Die Entscheidung fiel schließlich aufs Doppel. "Auch weil nun klar ist, dass diese Disziplin bei den Olympischen Spielen 2026 erstmals bei den Frauen im Programm steht", betont Degenhardt.
    Am kommenden Wochenende geht Degenhardt mit ihrer Doppelpartnerin Cheyenne Rosenthal auf der Heimbahn in Altenberg auf Medaillenjagd. Zusammen mit der Winterbergerin Rosenthal hat die Sächsin sowohl bei der WM 2022 in Winterberg als auch bei der WM 2023 in Oberhof Gold gewonnen, in Oberhof zudem auch Gold im Doppel-Sprint. Degenhardt sagt zwar, sie wäre zufrieden mit der WM, "wenn schönes Wetter ist, alle gute Laune haben und alle zufrieden nach Hause fahren können." Doch dass sie und Rosenthal als eine der großen Favoriten an den Start gehen, daran bestehen kaum Zweifel.
    Außerdem Thema in dieser Podcast-Folge: Ein Empfang am Dienstag in Schellerhau, zu dem anlässlich der Rodel-WM Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer geladen hatte. Während dieser Veranstaltung hatte eine Podiumsdiskussion stattgefunden, auf der Kretschmer auch zu möglichen deutschen Olympia-Plänen befragt wurde. Dabei fiel unter anderem dieser Satz: "Wir stehen bereit." Aber hören Sie selbst ...
    34 min
  • Der WM-Countdown in Altenberg läuft
    Der Countdown zum Höhepunkt der Saison läuft. Das gilt gleichermaßen für die weltbesten Rodlerinnen und Rodler sowie für alle, die am Eiskanal in Altenberg noch in den letzten Vorbereitungen für die kommende Woche stattfindende Weltmeisterschaft stecken. "Die letzten Pinselstriche werden gerade gemacht", erzählt Bahnchef Jens Morgenstern im "Dreierbob" bei Sächsische.de.
    In der neuen Folge des Wintersportpodcasts, der ersten des Jahres 2024, wird auf das Event vorausgeblickt. Über 160 Athleten aus 22 Nationen reisen an, am 25. Januar ist Eröffnungsfeier. "Danach folgen drei Tage volles Programm", sagt der Bahnchef, der nun nur noch hofft, dass möglichst viele Zuschauer kommen. Tickets seien über die offizielle WM-Website zu haben.
    Sportlich im Fokus, darauf legt der Podcast natürlich besonderes Augenmerk, sind die sächsische Weltklasse-Rodlerin Julia Taubitz aus Annaberg-Buchholz, die aus Dresden kommende Jessica Degenhardt, die zusammen mit Doppel-Partnerin Cheyenne Rosenthal auf Medaillenjagd geht, sowie der Thüringer Max Langenhahn.
    Letzterer geht bei den Männern als Favorit auf Gold an den Start. Die ganze Saison über hat er jedes Rennen gewonnen, bis auf das beim Weltcup vergangene Woche in Innsbruck, wo zugleich eine EM-Wertung vorgenommen wurde. "Ich bin super unzufrieden mit dem Rennen gewesen" sagt er nach Platz drei. Die Frage ist: Inwiefern beeinflusst dieser Dämpfer seine Vorbereitung auf die WM?
    Und selbstverständlich wird im "Dreierbob" auch der Jahresauftakt bei den Bobfahrern genau unter die Lupe genommen. Denn eins ist dort klar: Das neue Jahr hat nicht nur angefangen, wie das vergangene endete, sondern hat auch ein Novum parat: Johannes Lochner gewinnt nicht mehr nur im Zweier.
    Wie vergangene Woche in St. Moritz zu sehen, hat der Pilot vom Königsee nun auch im Vierer die Nase vor dem Pirnaer Francesco Friedrich. Das Duell dieses Winters spitzt sich also weiter zu. "Das kann gern so weitergehen", findet zumindest Lochner. Oder wird der Dominator der vergangenen Jahre, also Friedrich, schon bald den Spieß wieder umdrehen?
    16 min
  • Geheimsache Sportgeräte - Besuch beim FES
    Gäste in dieser Folge

    Michael Nitsch ist seit 2019 Direktor des Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten. Bereits seit 1992 ist Nitsch, der an der TU Dresden Maschinenbau studiert hat, beim FES tätig. Er hat unter anderem das Rennrad mit konstruiert, auf dem Jan Ullrich 1997 die Tour de France fuhr. Von 2000 bis zu seiner Übernahme des Postens als Direktor war er schließlich Projektleiter für den Bobsport. 


    Enrico Zinn arbeitet seit 2008 beim FES. Angefangen als Entwicklungsingenieur ist er inzwischen der leitende Entwickler der Bobsparte. Diesen Posten hat er 2019 vom jetzigen Direktor Michael Nitsch übernommen. Zinn hat an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin Maschinenbau studiert.  

    48 min
  • Die Rodel-Nummer eins und eine Olympia-Überraschung

    Für den deutschen Bob- und Schlittenverband BSD und damit auch seine Athletinnen und Athleten beginnt eine in vielerlei Hinsicht spezielle Saison. Zwei Heim-Weltmeisterschaften in einem Winter gibt es tatsächlich nicht so oft: erst die der Rodler Ende Januar in Altenberg und drei Wochen später Bobfahrer und Skeletonis in Winterberg. 


    Für die Weltklasse-Rodlerin Julia Taubitz aus Annaberg-Buchholz sind die Titelrennen in Altenberg aber noch eine Schippe mehr besonders. "Altenberg ist wie mein Wohnzimmer", sagt sie im Wintersportpodcast "Dreierbob" bei Sächsische.de über die Heim-WM in ihrer Heimat.


    Taubitz blickt im Podcast-Interview zurück auf ihren Karriere-Beginn als "nervige kleine Schwester", die ihrem Bruder überall hin folgte - und wie in Oberwiesenthal alles begann. Die 27-Jährige erzählt von Rückschlägen wie dem Sturz bei Olympia 2022, und sie verrät, wie sie dem Druck als neue Nummer eins im deutschen Team begegnet. "Wir sind ein sehr gutes Damenteam, da kann auch jeder mal an die Spitze reinfahren. Deswegen finde ich das immer ein bisschen blöd, dann zu sagen, das ist die Nummer eins in Deutschland. Wir haben mehrere Nummer eins", meint Taubitz und betont: "Ich bin einfach immer noch die Julia, die super gerne rodelt."


    Die WM in Altenberg ist natürlich ihr großes Ziel, und ihren Sieg im Gesamtweltcup aus der Vorsaison will Taubitz ebenfalls verteidigen. Beides sei im Moment aber noch weit weg und Olympia 2026 noch viel mehr. Sie denke in diesen Tagen vor allem an den Saisonstart im Dezember im US-amerikanischen Lake Placid. "Ich gucke wirklich von Woche zu Woche, von Station zu Station."


    Auf eine ganz neue Situation muss sich der BSD einstellen. Die jetzt startende Saison wird die letzte sein mit dem Logistikunternehmen DHL als Großsponsor des Verbandes. Damit wird die Zeit mit gelben Bobs und deutschen Athletinnen und Athleten in gelben Jacken auf dem Siegerpodest enden. Welche Konsequenzen das hat - neben rein optischen bei Siegerehrungen - und wie der BSD die daraus resultierende fast siebenstellige Finanzlücke schließen will, erklärt Verbandsvorstand Alexander Resch.


    Neben dem eher unangenehmen Sponsoren-Thema äußert sich Resch aber auch zur laufenden Diskussion um einen Ersatzaustragungsort für die Eiskanalsportarten bei Olympia 2026. "Im tiefsten Inneren wäre es natürlich schon ein Traum, wenn wir das bei uns in Deutschland haben könnten. Aktuell ist es so, dass wir drei Bahnen ins Rennen schicken: Altenberg, Winterberg und den Königssee", sagt Resch exklusiv im „Dreierbob“.

    29 min
  • Lochner gegen Friedrich: Ist das die Wachablösung?

    Das erste Weltcup-Wochenende der Saison liegt hinter den Bobfahrern. Es ist ein außergewöhnliches gewesen, das wird allein schon mit Blick auf die Ergebnislisten deutlich. Denn ganz oben steht bei allen drei Rennen, die im chinesischen Yanqing ausgetragen wurden, der Name Johannes Lochner. Dagegen muss sich Francesco Friedrich, der große Dominator der vergangenen Jahre, mit einem zweiten Platz im Zweier sowie Platz und drei in den beiden Viererrennen zufrieden geben.


    Die Bobwelt blickt mit einer Mischung aus Neugier und Verwunderung auf diese Resultate. Deutet sich hier etwa eine Wachablösung an? Um diese Frage geht es in der neuen Folge "Dreierbob", dem Wintersportpodcast von Sächsische.de.


    Zu hören sind beide Weltklasse-Piloten. Während für Lochner klar ist, dass es "genau so weitergehen kann", hat Friedrich hörbar daran zu knabbern, was sich im Olympia-Eiskanal von 2022 abgespielt hat. Dort, wo er vor rund anderthalb Jahren zu zwei olympischen Goldmedaillen gefahren ist, sagt er nun: "Wir werden das genau analysieren." Und der Pirnaer hat auch schon einen Verdacht, woran es gelegen haben könnte: "Eine Sitzposition war nicht optimal." Das sei schlecht für die Aerodynamik gewesen, so Friedrichs erste Einschätzung.


    Zugleich steht die Frage, ob das Auftakt-Wochenende genügt, um tatsächlich Rückschlüsse für die gesamte Saison zu ziehen. "Nein", findet der Vize-Bundestrainer und Friedrich-Heimtrainer Gerd Leopold. Der Auftakt in China sei für Friedrich nicht zum optimalen Zeitpunkt gewesen. "Er braucht immer etwas mehr Vorlauf", sagt er im Podcast. Diesen Vorlauf, also möglichst viele Trainingsfahrten, hatten die deutschen Bobpiloten diesmal nicht, weil es aufgrund der späten Vereisung der Bobbahnen in Deutschland kaum Trainingsmöglichkeiten gab.


    Taugen die Ergebnisse also, um von einer Wachablösung zu sprechen? Hören Sie selbst ...

    20 min
  • Kaltstart im Eiskanal für die Umwelt
    Gäste in dieser Folge

    Francesco Friedrich ist der große Dominator im Bobsport der vergangenen Jahre. Der viermalige Olympiasieger spricht im Podcast über die in diesem Jahr veränderten Rahmenbedingungen zum Saisonauftakt und welche großen Ziele er bis zu den nächsten Olympischen Spielen 2026 hat.


    René Spies hat 2016 den Job des Bob-Bundestrainers übernommen. Bis 2007 war der Winterberger selbst aktiver Bobpilot. Im Podcast blickt Spies auf die Saison voraus, die mit der WM in Winterberg insbesondere für ihn persönlich ihren Höhepunkt findet. 

    32 min

About Dreierbob

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Der "Dreierbob" ist der Wintersport-Podcast von Sächische.de und RedaktionsNetzwerk Deutschland, moderiert von Tino Meyer und Fabian Deicke. Die beiden Reporter laden Akteure unterschiedlichster Disziplinen zu Gesprächen ein. Es geht um Perspektiven, Einblicke und Meinungen zu aktuellen Entwicklungen und Ergebnissen. Neben sportlichem Wettkampf steht vor allem der Sport und sein gesellschaftlicher Stellenwert im Vordergrund.

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