Der Sudan steht trotz der andauernden humanitären Krise wenig im Fokus. Nun ist ein Roman erschienen, der all die schweren politischen Themen greifbar macht und dabei mit solch überbordender Erzähllust gefüllt ist, dass er beinahe platzt wie eine reife Frucht: Die Rede ist von „Eddos goldenes Lächeln“ von Stella Gaitano. Es ist ihr Debütroman, den sie 2018 im arabischen Original veröffentlichte. Die deutsche Übersetzung ist jetzt erschienen und landete prompt auf der Shortlist des Internationalen Literaturpreises.
Stella Gaitano zeichnet in „Edos goldenes Lächeln“ ein eindrückliches Bild zweier Frauen zwischen Kriegen und Frieden, zwischen Stadt und Land, Mutterschaft und Tod. Die eine ist Eddo, die in ihrem Leben viel zu oft gegen den Tod ankämpft, denn zehn ihrer Kinder sterben auf unerklärliche Weise - noch bevor sie das erste Lebensjahr erreichen. Irinu, auch Lucy genannt, ist ihre einzige überlebende Tochter und mit außergewöhnlicher Fruchtbarkeit gesegnet…
Andrea Geißler spricht in der Sendung mit Autorin Stella Gaitano und Übersetzerin Larissa Bender. Eine Chronologie der Ereignisse im Sudan liefert ARD-Korrespondentin Anna Osius.