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Im Innovationspark Hamburg Bergedorf soll das klimaneutrale Energiesystem mit industrieller Wertschöpfung verknüpft werden. Dafür tun sich Stadt, Forschung und Wirtschaft zusammen.
Am Schleusengraben in Hamburg Bergedorf entsteht derzeit ein Standort, der Forschung, Energie, industrielle Anwendung und Produktion miteinander verbinden soll. Rund um den Energie-Campus der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg) ist über Jahre bereits ein Forschungsökosystem gewachsen, berichtet Professor Hans Schäfers. Er leitet deren Competence Center for Energy Transition (CC4E). Mit dem Innovationspark Bergedorf kommt jetzt die nächste Entwicklungsstufe hinzu: Auf insgesamt 29 Hektar entstehen neue Unternehmensflächen und Infrastruktur.
Laut Hamburg-Invest Geschäftsführer Rolf Strittmatter sind knapp 500 Millionen Euro an öffentlichen und privaten Investitionen bereits auf den Weg gebracht. Dazu gehören neben dem CC4E die Erweiterung des Fraunhofer-Instituts für Additive Produktionstechnologien (IAPT) und das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme (IWES). Sie unterstützen die Industrie bei der Dekarbonisierung, begünstigen weitere Investitionen und schaffen Arbeitsplätze.
Zu den industriellen Partnern gehören unter anderem das Unternehmen Körber Technologies und der schwedische Batteriebetreiber Flower. Parallel dazu sichern städtische Investitionen in Höhe von rund 95 Millionen Euro durch Hamburg Invest und REGE Hamburg Projekt-Realisierungsgesellschaft die strategische Flächen- und Infrastrukturentwicklung des Parks. Aus der Nähe von Forschung, Infrastruktur und industriellen Partnern entsteht neue Wertschöpfung. Die zweite Bürgermeisterin der Hansestadt Katharina Fegebank (Grüne) unterstreicht im E&M Energiefunk zudem die Entschlossenheit, Wasserstoffwirtschaft zu etablieren.
Gesprächspartner
Katharina Fegebank (Bd. 90/Grüne), Zweite Bürgermeisterin Hamburgs und Präses der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Prof. Dr. Hans Schäfers, Leiter des Competence Center for Energy Transition (CC4E) der HAW Hamburg
Dr. Rolf Strittmatter, Geschäftsführer Hamburg Invest
Alle zwei Wochen mittwochs liefert der Energiefunk Fakten, Meinungen und Kurioses aus der Energiewelt – direkt und persönlich. Im Fokus stehen Stimmen von Energieakteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, ergänzt durch Trends, Entwicklungen und digitale News.
Kurzinterviews, Unternehmensporträts und pointierte Kommentare beleuchten aktuelle Themen. Ob Erfolg oder Rückschlag – hier kommen die Macher selbst zu Wort.
Warum zuhören? Weil Hören oft unmittelbarer ist als Lesen – unterwegs, im Auto oder im Dunkeln. Ohne Filter, direkt im Originalton: Der Energiefunk macht Sie zum Ohrenzeugen. Also: Reinhören und mitreden!
Neben Sabotageschutz für Energieanlagen muss die wirtschaftliche Resilienz gegen Energiepreisschocks und geopolitische Abhängigkeiten in den Fokus, fordert Lars Schellhas van Kisfeld.
Der Hamburger Berater für die energieintensive Industrie erläutert im Energiefunk, mit welchen Maßnahmen sich Unternehmen selbst wappnen können. Seit den coronabedingt gestörten globalen Lieferketten und der Energiepreiskrise seit 2022, müssen viele energieintensive Unternehmen umsteuern. Lars Schellhas van Kisfeld hält es für falsch, auf Unterstützung vom Staat zu warten.
Stattdessen sollten Unternehmen selbst entscheiden und sich mit der Ablösung von fossilen Energieträgern, eigener Erzeugung und Verträgen, die Preisschwankungen abfedern wappnen, rät er. Auf diesem Wege sei Klimaschutz mit Wirtschaftlichkeit zu verbinden. Energiekosten sind für die energieintensive Industrie seit 2022 einer der größten Wettbewerbsnachteile gegenüber den USA oder Teilen Asiens.
Darum müssten sich Unternehmen umstellen, um sich vor dem Verlust des eigenen Geschäftsmodells durch neue Produkte und Wettbewerber zu schützen. „Wirtschaftliche Resilienz ist eine ebenso dringende Aufgabe wie Wehrhaftigkeit“, so der Berater Schellhas von Kisfeld.
Gesprächspartner - Lars Schellhas van Kisfeld, Gründer und Geschäftsführer von Schellhas Consulting
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In einem Exklusiv-Interview beschreibt Dr. Robert Denda, CEO und CTO der Westenergie, wie Netzausbau und -betrieb von Digitalisierung profitieren und neue Rechenzentren möglich machen.
Die Westenergie ist einer der größten Energiedienstleister und Infrastrukturanbieter für Strom, Gas und Telekommunikation in Deutschland. Ihr CEO Robert Denda beschreibt im Energiefunk, welche Herausforderungen aber auch Chancen derzeit im Stromverteilnetz bestehen. Intelligente Netze können effizienter betrieben werden und mehr Strom zwischen Verbrauchern und Erzeugern transportieren. Ohne diese sichere Energieversorgung sind beispielsweise Rechenzentren nicht zu betreiben. Diese wiederum können mit ihrer Abwärme zum Klimaschutz im Heizungssektor beitragen.
Damit diese Win-Win-Chancen genutzt werden können, muss zunächst das Netz ertüchtigt werden. So geht in den nächsten Jahren im Netzgebiet der Westenergie-Gruppe alle fünf Minuten eine neue PV-Anlage in Betrieb. Dafür benötigt das Unternehmen von Politik und Regulierung günstige Finanzierungsbedingungen, so Denda. Außerdem wünscht er sich eine Priorisierung, wer zuerst ans Netz soll, damit sich die Anträge nicht weiter nach dem Windhundprinzip des ersten Antragstellers stapeln. Stattdessen sollten die reifsten Projekte bevorzugt werden.
Gesprächspartner:
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Der Energiemarkt hat sich grundlegend verändert: Preisschwankungen sind heute kein Ausnahmefall mehr, sondern systembedingt. Phasen mit negativen Strompreisen stehen extremen Preisspitzen gegenüber – getrieben durch den wachsenden Anteil erneuerbarer Energien und gleichzeitig begrenzten Netzkapazitäten.
Für Unternehmen bedeutet das ein deutlich höheres Maß an Unsicherheit und ein steigendes Risikoprofil.
Damit verliere das frühere „Entweder-Oder“ zwischen Marktbezug und Eigenversorgung zunehmend an Bedeutung. Stattdessen setzen sich hybride Modelle durch, die unterschiedliche Elemente kombinieren: lokale Erzeugung, Speicherlösungen und eine flexible Beschaffungsstrategie. Entscheidend ist dabei nicht die einzelne Technologie, sondern ihr Zusammenspiel, das Wattstor als Dienstleister und Versorger anbietet. Erst die Integration der Komponenten schaffe laut Schneider ein Energiesystem, das sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch langfristig resilient gegenüber Marktveränderungen ist.
Gesprächspartner:
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Wie Energieverbrauch, Kosten und CO2 Emissionen gleichzeitig zu senken sind, behandelt die neue Podcast Folge. Eine große Rolle spielt der Faktor Mensch dafür, so das BFE-Institut.
BFE berät Industrieunternehmen, Krankenhäuser, Hotels und Kommunen dabei, ihre Energieversorgung effizienter, nachhaltiger und zukunftsfähiger zu gestalten. Das Ergebnis: geringere Kosten, mehr Unabhängigkeit von fossilen Energien und ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz.
Gerade in Zeiten hoher Energiepreise wächst der Wunsch nach intelligenten Lösungen für Strom- und Wärmenutzung sowie nach einem stärkeren Einsatz erneuerbarer Energien. Das interdisziplinäre Expertenteam der BFE entwickelt passgenaue Konzepte, die sowohl wirtschaftlich als auch ökologisch überzeugen.
BFE ist eine Tochtergesellschaft der MVV und seit 1979 am Markt. In dieser Zeit hat das Beratungsinstitut zahlreiche Unternehmen dabei unterstützt, ihre Energieeffizienz deutlich zu steigern und ihren CO2 Fußabdruck zu reduzieren. Im Podcast berichtet Berliner Standortleiter und Prokurist Holk Schubert, worauf es dabei wirklich ankommt und warum der Faktor Mensch eine zentrale Rolle für das Gelingen der Energiewende spielt.
Eine spannende Folge für alle, die wissen wollen, wie Energiewende in der Praxis funktioniert.
Gesprächspartner:
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Der Softwareanbieter Fabasoft Approve stellt sein KI-gestütztes Dokumenten- und Qualitätsmanagement vor, das Unternehmen bei der Digitalisierung unterstützt.
Die Fabasoft-Gruppe mit Hauptsitz in Linz, Oberösterreich, entwickelt Solutions für digitales Dokumenten-, Akten- und Prozessmanagement. Mit der sogenannten Fabasphere bündelt das Unternehmen Cloud-Infrastruktur, Künstliche Intelligenz und branchenspezifische Anwendungen in einem digitalen Ökosystem. Ziel ist es, Geschäftsprozesse effizienter zu gestalten und Informationsflüsse über Abteilungs- und Organisationsgrenzen hinweg zu strukturieren, erläutert Andreas Dangl, Geschäftsführer von Fabasoft Approve, im Unternehmenspodcast.
Die **technologische Basis der Fabasphere bildet der Fabasphere AI Cor**e, bestehend aus Fabasoft Cloud und Mindbreeze AI. Die Anwendungen nutzen unter anderem große Sprachmodelle und Retrieval Augmented Generation (RAG), um Antworten auf Basis unternehmensinterner Daten zu erzeugen. Laut Fabasoft verbleiben die Informationen dabei vollständig beim Kunden und werden nicht für externe Trainingszwecke verwendet.
Das KI-gestützte DMS/QMS Fabasoft Approve setzt insbesondere dort an, wo große Dokumentenmengen entstehen und komplexe Freigabeprozesse erforderlich sind. Dazu zählen etwa Energie- und Industrieunternehmen mit umfangreichen Projekt- und Anlagendokumentationen. KI-Funktionen analysieren Inhalte, stellen diese kontextbezogen bereit und reduzieren manuelle Prüfschritte. Low-Code/No-Code-Funktionen ermöglichen es Anwendern, Workflows ohne tiefgehende Programmierkenntnisse anzupassen.
Ein Beispiel für den Einsatz von Fabasoft Approve ist die Zusammenarbeit mit Siemens Energy. Das Unternehmen nutzt das cloudbasierte Produkt, um technische Projektdokumentationen mit Lieferanten und Kunden zu teilen und Freigaben digital abzuwickeln. Zuvor erfolgte der Austausch über Download-Server und E-Mail, Rückmeldungen mussten manuell in das Dokumentenmanagementsystem übertragen werden. Laut Siemens Energy ließ sich der administrative Aufwand durch die Integration der Software in bestehende Systeme reduzieren und Abstimmungsprozesse beschleunigen.
Fabasoft Approve betreibt zertifizierte Rechenzentren in Europa und setzt auf eine Cloud-Architektur mit Fokus auf Datenschutz und Informationssicherheit. Die Fabasoft-Gruppe ist an mehreren Standorten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA vertreten und richtet seine Solutions sowohl an private Unternehmen als auch an öffentliche Institutionen.
Gesprächspartner:
- Andreas Dangl, Geschäftsführer der Fabasoft Approve GmbH
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Gesprächspartner:
Claus Hartmann, Professor für nachhaltige Energiesysteme an der Hochschule Flensburg
Regelmäßig bringt eine neue Folge des „Energiefunks“ Fakten, Meinungen und Skurriles aus der Energiewelt. Neben dem Bericht steht die persönliche Meinung, der Aufruf, Ausbruch oder die plötzliche Einsicht der Energieakteure im Mittelpunkt.
Dazu gehören Kurzinterviews aus Politik, Verbänden, Unternehmen oder Wissenschaft,
Wir nehmen die Macher der Energiewelt beim Wort. Ganz gleich ob Erfolgsmeldung oder Rückzugsgefecht, bei uns stehen Politiker, Unternehmer oder Forscher Rede und Antwort.
Warum E&M Energiefunk?
Der Podcast ist hier zu finden:
Der E&M Energiefunk kann bei iTunes, über Spotify, auf SoundCloud sowie bei DEEZER und Google Play Music und Amazon Alexa oder per RSS-Feed abonniert und angehört werden. Bei Google Play gibt es ihn auch als App.
Das Buch „Energized Transformation“ untersucht die Rolle von Führungskräften in der Energiewende. E&M Chefredakteur Stefan Sagmeister beschreibt, wie Energieunternehmen sich wandeln.
Oft heißt es: Energieversorger seien zu langsam, zu behäbig, zu konservativ. Diesem Klischee widerspricht E&M Chefredakteur Stefan Sagmeister in seinem Beitrag zum Buch „Energized Transformation – Führen im disruptiven Wandel“. Darin und in begleitenden Podcast-Folgen der „Transformation Leaders“ wird untersucht, wie Führungskräfte den Wandel vorantreiben.
Stefan Sagmeister zeigt klar: Von dynamischen Tarifen über Predictive Analytics bis hin zu digitalen Zwillingen entwickelt die Branche mutig neue Modelle. Transformation heißt heute nicht nur Versorgungssicherheit, sondern ein radikales Umdenken im Zusammenspiel von Technologie, Kooperation und Digitalisierung. Dabei entscheiden Führungskräfte auch in kleineren Versorgern darüber, ob sie diesen Weg schaffen oder von der Transformation überrollt werden.
Diese Sonderfolge der Podcast-Reihe „Transformation Leaders“ entstand mit Badenova-Vorstand Hans-Martin Hellebrand und Unternehmensberater René Esteban, Gründer und Geschäftsführer von FocusFirst. Sie begleitet das Erscheinen des Buchs „Energized Transformation – Führen im disruptiven Wandel“, erschienen im Campus Verlag.
Gesprächspartner:
In einem Exklusiv-Interview erläutert die neu gewählte BEE-Präsidentin ihre Sicht auf die Energiewende. Ursula Heinen-Esser ist die erste CDU-Frau in diesem Amt.
Eine erfolgreiche Energiewende benötigt mehr erneuerbare Erzeugung aber auch eine flexible Energienutzung, sagt die neue Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energie, kurz BEE. Ursula Heinen-Esser gab dem Energiefunk ein Exklusiv-Interview, einen Monat nach Amtsantritt. Zuvor war sie in verschiedenen Ministerien auch schon mit dem Thema Energie beschäftigt, so mit Biomasse, dem Ausstieg aus der Kernenergie oder Windkraft in Nordrhein-Westfalen.
Im Gespräch mit Georg Eble bewertet sie Leistungen von Robert Habeck als Bundeswirtschaftsminister und die Expertise seiner Nachfolgerin Katherina Reiche. Die CDU-Frau bringe Erfahrung aus Politik und Wirtschaft in ihr Amt ein, lobt Heinen-Esser. Wie es für die Branche der erneuerbaren Energien weitergeht, hänge auch vom Rahmen der EU ab.
Gesprächspartner:
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Zwei Großwärmepumpen von Everllence im dänischen Esbjerg helfen seit einem Jahr, ein Kohleheizkraftwerk zu ersetzen. Bald leisten auch Anlagen in Köln einen Beitrag zum Fernwärmenetz.
Eine erfolgreiche Energiewende muss vor allem für Wärme ohne Treibhausgase sorgen. Weltweit werden heute noch 40 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen durch Heizen und Kühlen verursacht. Und auch der deutsche Wärmemarkt ist ein schlafender Riese. Während etliche Hausbesitzer schon mit einer Wärmepumpe heizen und bei erneuerbarem Strom klimaneutral sind, laufen Fernwärmenetze noch oft mit Kohle- oder Gasverbrennung.
Großwärmepumpen haben das Potenzial, industrielle Prozesse oder ganze Städte über Fernwärmenetze zu dekarbonisieren. Dies beweist Everllence seit einem Jahr im dänischen Esbjerg. Im Energiefunk erläutert Tobias Hirsch, Senior Sales Manager bei Everllence die Details: Zwei Großwärmepumpen mit einem thermischen Output von 70 MW versorgen im Verbund mit anderen Quellen 25.000 Haushalte mit klimaneutraler Wärme aus dem Wattenmeer.
Dafür ging das Kohlekraftwerk in den Ruhestand, was jährlich 120.000 Tonnen CO2 einspart. In Deutschland plant Everllence gemeinsam mit Rheinenergie eine der größten Flusswasserwärmepumpen Europas mit 150 MW Leistung in Köln und visiert andere Standorte an.
Gesprächspartner:
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Kurzinterviews, Unternehmensporträts und pointierte Kommentare beleuchten aktuelle Themen. Ob Erfolg oder Rückschlag – hier kommen die Macher selbst zu Wort.
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