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Lesung und Gespräch. Der Herzensbrecher-Klassiker um Cathy und Heathcliff im Gespräch mit der preisgekrönten niederländischen Autorin Anjet Daanje. "Sturmhöhe" inspiriert sie seit ihrer Kindheit: "SO WEIRD!"
„Ich würde auch gern mal ein Buch schreiben, das so sehr merkwürdig ist, dass die Leute noch 200 Jahre später darüber reden!“, sagt Anjet Daanje. Für sie ist Emily Brontës Roman „Sturmhöhe“/„Wuthering Heights“ bis heute ein Faszinosum: nach der Hälfte stirbt die Hauptfigur, alle Charaktere sind eher unangenehm und man weiß nie, was eigentlich stimmt. Verfilmt wird meistens nur der halbe Roman – aber geht da nicht Wesentliches verloren? Entschieden ja, meint die niederländische Schriftstellerin Daanje im Literaturpodcast Buchgefühl. Sicher sei Brontë auch die zweite Hälfte sehr wichtig gewesen - zu beschreiben, wie die Nachfahren weiter- und überleben, nachdem in der Eltern-Generation alle Sicherungen durchgebrannt sind. Denn am Ende hat das Drama keinen Bestand, „… irgendwann ist es dann wieder okay.“ Mit Judith Heitkamp spricht Daanje über das so oft (halb) verfilmte Kultbuch, die rätselhafte Autorin, („Eigentlich erfährt man durch die Biographien mehr über die Biographen als über Emily Brontë“) und über ihren eigenen Roman „Das Lied von Storch und Dromedar“. Darin geht es um das Leben nach dem Tod der Emily Brontë – durch Literatur nämlich.
Gast: Anjet Daanje, für ihren Brontë-Roman „Das Lied von Storch und Dromedar“ mit mehreren holländischen Literaturpreisen ausgezeichnet, Faible für Schauriges und Unerklärliches, gerade auf die Longlist des International Booker Prize genommen.
Klassikerin: Emily Brontë, Pfarrerstochter mit ebenfalls schriftstellerisch begabten Schwestern, 1818 bis 1848. Ihre einziger Roman „Sturmhöhe“ wurde zuerst verrissen und gilt heute als Meisterwerk der englischsprachigen Literatur.
Host: Judith Heitkamp, mochte die neueste Wuthering-Heights-Verfilmung von Emerald Fenell nicht. Aber um die geht’s in dieser Episode auch nicht.
Sprecherin: Irina Wanka, deutsche Stimme von Sophie Marceau, liest gerne für Buchgefühl und nimmt immer intensiv Anteil an den Geschicken der Figuren. Wie, sieht man hier: www.3sat.de/film/kinokino/kinokino-vom-16-juni-2026-100.html
Bücher: Emily Brontë, Sturmhöhe, übersetzt von Michaela Meßmer, dtv
Anjet Daanje, Das Lied von Storch und Dromedar, übersetzt von Ulrich Faure, Friedenauer Presse
Hörtipp: Ein ganz anderer Klassiker, weniger Gefühle, mehr Politik, hochaktuell: Lion Feuchtwangers Roman „Erfolg“, gelesen von Percy Adlon. Wie im München der 20er Jahre die Nationalsozialisten Zulauf gewinnen. Und was das mit Kunst und mit Mauschelei zu tun hat.
https://1.ard.de/feuchtwanger-erfolg?cp=buchgefühl
By Bayerischer Rundfunk4.5
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Lesung und Gespräch. Der Herzensbrecher-Klassiker um Cathy und Heathcliff im Gespräch mit der preisgekrönten niederländischen Autorin Anjet Daanje. "Sturmhöhe" inspiriert sie seit ihrer Kindheit: "SO WEIRD!"
„Ich würde auch gern mal ein Buch schreiben, das so sehr merkwürdig ist, dass die Leute noch 200 Jahre später darüber reden!“, sagt Anjet Daanje. Für sie ist Emily Brontës Roman „Sturmhöhe“/„Wuthering Heights“ bis heute ein Faszinosum: nach der Hälfte stirbt die Hauptfigur, alle Charaktere sind eher unangenehm und man weiß nie, was eigentlich stimmt. Verfilmt wird meistens nur der halbe Roman – aber geht da nicht Wesentliches verloren? Entschieden ja, meint die niederländische Schriftstellerin Daanje im Literaturpodcast Buchgefühl. Sicher sei Brontë auch die zweite Hälfte sehr wichtig gewesen - zu beschreiben, wie die Nachfahren weiter- und überleben, nachdem in der Eltern-Generation alle Sicherungen durchgebrannt sind. Denn am Ende hat das Drama keinen Bestand, „… irgendwann ist es dann wieder okay.“ Mit Judith Heitkamp spricht Daanje über das so oft (halb) verfilmte Kultbuch, die rätselhafte Autorin, („Eigentlich erfährt man durch die Biographien mehr über die Biographen als über Emily Brontë“) und über ihren eigenen Roman „Das Lied von Storch und Dromedar“. Darin geht es um das Leben nach dem Tod der Emily Brontë – durch Literatur nämlich.
Gast: Anjet Daanje, für ihren Brontë-Roman „Das Lied von Storch und Dromedar“ mit mehreren holländischen Literaturpreisen ausgezeichnet, Faible für Schauriges und Unerklärliches, gerade auf die Longlist des International Booker Prize genommen.
Klassikerin: Emily Brontë, Pfarrerstochter mit ebenfalls schriftstellerisch begabten Schwestern, 1818 bis 1848. Ihre einziger Roman „Sturmhöhe“ wurde zuerst verrissen und gilt heute als Meisterwerk der englischsprachigen Literatur.
Host: Judith Heitkamp, mochte die neueste Wuthering-Heights-Verfilmung von Emerald Fenell nicht. Aber um die geht’s in dieser Episode auch nicht.
Sprecherin: Irina Wanka, deutsche Stimme von Sophie Marceau, liest gerne für Buchgefühl und nimmt immer intensiv Anteil an den Geschicken der Figuren. Wie, sieht man hier: www.3sat.de/film/kinokino/kinokino-vom-16-juni-2026-100.html
Bücher: Emily Brontë, Sturmhöhe, übersetzt von Michaela Meßmer, dtv
Anjet Daanje, Das Lied von Storch und Dromedar, übersetzt von Ulrich Faure, Friedenauer Presse
Hörtipp: Ein ganz anderer Klassiker, weniger Gefühle, mehr Politik, hochaktuell: Lion Feuchtwangers Roman „Erfolg“, gelesen von Percy Adlon. Wie im München der 20er Jahre die Nationalsozialisten Zulauf gewinnen. Und was das mit Kunst und mit Mauschelei zu tun hat.
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