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2.800 Jahre ist es her, da hat sich jemand im vorderen Orient buchstäblich verrannt. Elia heißt der Mann; üblicherweise fristet er sein Dasein als Prophet des Gottes Israels in Tischbet im Ostjordanland. Aber inzwischen hat sich Elia im Auftrag und Namen Gottes mit dem Herrscherpaar des Nordreiches Israel angelegt. Mit König Ahab und mit dessen Frau und Throngefährtin Isebel. Und mit den Propheten des syrischen Fruchtbarkeits- und Wettergottes Baal, dem die Königin anhängt.
Elia hat die Propheten des Baal als Scharlatane entlarvt und den Gott, dem sie dienen, als machtlos. Königin Isebel ist darüber not amused. Da bekommt Elia Angst vor der eigenen Courage. Und flieht. Südwärts. Erst einmal im Laufschritt 180 km bis nach Be’ersheva am Rand der Wüste Negev. Danach noch einmal gut 400 km bis zum Berg Sinai ziemlich im Süden der gleichnamigen Halbinsel. Das alles zu Fuß. Nur, damit ihn Gott dort am Ziel seiner Reise, mit der Frage konfrontiert: Was hast du hier verloren, Elia? Was machst du hier?
Am Ende bekommt Elia von Gott eine Briefmarke auf den Rücken geklebt und wird zurückgeschickt in den Norden Israels und noch ein ganzes Stück weiter. Kann man so nachlesen im 1. Buch der Könige Israels Kapitel 19.
Wenigstens ein Gutes hatte der weite Umweg: Gott konnte die schiefe Optik seines Propheten korrigieren. Hat ihn von seinem Selbstmitleid geheilt. Hat Elias Vorstellung vom Wesen Gottes positiv enttäuscht. Und hat ihn seines Auftrags vergewissert. Diese Art von Lektionen erteilt Gott gern - auch heute noch.
Autor: Markus Baum
Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Und würden uns sehr freuen, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden
By ERF - Der Sinnsender5
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2.800 Jahre ist es her, da hat sich jemand im vorderen Orient buchstäblich verrannt. Elia heißt der Mann; üblicherweise fristet er sein Dasein als Prophet des Gottes Israels in Tischbet im Ostjordanland. Aber inzwischen hat sich Elia im Auftrag und Namen Gottes mit dem Herrscherpaar des Nordreiches Israel angelegt. Mit König Ahab und mit dessen Frau und Throngefährtin Isebel. Und mit den Propheten des syrischen Fruchtbarkeits- und Wettergottes Baal, dem die Königin anhängt.
Elia hat die Propheten des Baal als Scharlatane entlarvt und den Gott, dem sie dienen, als machtlos. Königin Isebel ist darüber not amused. Da bekommt Elia Angst vor der eigenen Courage. Und flieht. Südwärts. Erst einmal im Laufschritt 180 km bis nach Be’ersheva am Rand der Wüste Negev. Danach noch einmal gut 400 km bis zum Berg Sinai ziemlich im Süden der gleichnamigen Halbinsel. Das alles zu Fuß. Nur, damit ihn Gott dort am Ziel seiner Reise, mit der Frage konfrontiert: Was hast du hier verloren, Elia? Was machst du hier?
Am Ende bekommt Elia von Gott eine Briefmarke auf den Rücken geklebt und wird zurückgeschickt in den Norden Israels und noch ein ganzes Stück weiter. Kann man so nachlesen im 1. Buch der Könige Israels Kapitel 19.
Wenigstens ein Gutes hatte der weite Umweg: Gott konnte die schiefe Optik seines Propheten korrigieren. Hat ihn von seinem Selbstmitleid geheilt. Hat Elias Vorstellung vom Wesen Gottes positiv enttäuscht. Und hat ihn seines Auftrags vergewissert. Diese Art von Lektionen erteilt Gott gern - auch heute noch.
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