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Die Geschichten hinter unseren Geschichten
Die Ausgabe der Redundanzen
So unterschiedlich Funktion, Konzept und Ansatz unserer Testmuster auf den ersten Blick scheinen mögen: Manchmal sind die Denkansätze hinter den Produkten doch überraschend ähnlich. In Ausgabe 87 kommt es zu gleich mehreren solcher Überschneidungen. Moderator Frank Lechtenberg und Chefredakteur Carsten Barnbeck wir das interessanterweise erst während der Aufnahme des neuen FIDELITY Podcasts klar. So ein Gespräch ist immer auch Rückblick, Reflexion und Meditation über unser wundervolles Magazin …
Kroma, Harzsch und Harbeth
Die erste Überschneidung finden wir bereits beim Anblick unseres Titelfotos. FIDELITY 87 ziert ein Bild der wunderschönen Kompaktbox „Mimi“ von Kroma Atelier. Der spanische Hersteller legt Wert auf ein ansprechendes Design, schwört klanglich aber vor allem auf Musikalität. Die Schönheit setzt daher auf ein pflegeleichtes Zweiwege-Konzept. Das erleichtert die Integration der Treiber und sorgt für ein exzellentes Timing. Auf der anderen Seite müssen die Entwickler jede ihrer Zutaten in die Waagschale legen und genau hinhören, ob sie sich optimal ins Konzept einfügen.
Auf die Ohren
Einen deutlich stärkeren Kontrast bieten die beiden Kopfhörer, deren Test Sie in FIDELITY 87 finden. Loewe folgt mit dem Leo dem Konzept der „eierlegenden Wollmilchsau“. Der wundervoll gestaltete Aktivhörer bietet Bluetooth, leistungsfähige Akkus, Geräuschunterdrückung, verschiedene Klangkorrekturen und schafft es, mit keinem seiner Features zu nerven. Bei so einer Funktionsfülle ist das gar nicht so einfach.
Muskelspielchen
Wattzahlen sind wie die Tachoscheiben in PKWs: Sie sagen nicht wirklich etwas über die Qualität und das Können eines Verstärkers, es fühlt sich aber einfach gut an, wenn sie möglichst groß ausfallen. Dan D’Agostino ist ein Meister dieser Disziplin. Seine großen Endstufen liegen tiefenentspannt in der Kilowatt-Klasse. Für den neuen Pendulum Integrated mussten die Amerikaner einen Gang runterschalten. Für einen „echten D’Agostino“ ist der Integrierte erstaunlich bezahlbar. Und seine Leistung liegt mit „irgendwas zwischen 200 und 400 Watt“ immer noch im grünen Bereich.
Der Trend zum Eigen-DAC
Lumin erfüllte sich mit dem neuen Netzwerkspieler X2 einen lang gehegten Traum und entwickelte einen eigenen D/A-Wandler. Ein großer Wurf, wie wir im Hörraum feststellen durften. Der neue DAC ist perfekt auf die Bedürfnisse der symmetrischen Ausgangsstufen abgestimmt und hebt das Konzept des Streaming-Primus auf ein völlig neues Niveau.
Auf den Plattenteller
Zum Schluss ist wie gewohnt die Musik an der Reihe. Frank Lechtenberg verweist auf die neuen Alben von Death Cab For Cutie (I Built A Tower) und Girls In Hawaii (Eldorado) sowie auf The New World von Sheerwater, die sich durchgehend durch ihre soliden Produktionen empfehlen. Man sollte diesen Scheiben unbedingt eine Chance geben …
Die ganze Welt von FIDELITY gibt es unter: https://www.fidelity-online.de/
Die Geschichten hinter unseren Geschichten
The Pleasure of HIGH END
2026 beschert der Branche eine Zeitenwende: Erstmals gastierte die weltgrößte HiFi-Messe in Wien – und wurde von allen Seiten mit Begeisterung aufgenommen. Moderator Frank Lechtenberg und Chefredakteur Carsten Barnbeck sprechen mit Studiogast Dirk Räke von Transrotor über ihre Eindrücke von der neuen/alten Show.
Sicher ist Ihnen aufgefallen, dass es diesmal keinen Live-Podcast direkt aus den Messehallen der HIGH END gab. Die neue Messelocation in Wien verlangte uns ein gehobenes Maß an Planung, Orientierung und Konzentration ab. Anders gesprochen: Es hat sich einfach nicht ergeben, was hoffentlich ein Einzelfall bleibt. Aber keine Sorge, unsere hochkompetenten Eindrücke von der HIGH END 2026 finden Sie auf FIDELITY online.
Dirk Räke von Transrotor zu Gast im FIDELITY-Podcast
Weil wir gemütliche Zeitgenossen sind, überließen wir das Sprechen diesmal einem Gast, der uns vom heimischen Laptop aus Rede und Antwort stand: Transrotor-Geschäftsführer Dirk Räke nahm sich die Zeit, seine Sicht auf Eigenheiten des Veranstaltungszentrums, die Logistik, die Anreise nach Wien und viele weitere Aspekte der Show zu schildern. Neben seinem positiven Feedback zur ersten Wiener HIGH END berichtete er vom erstaunlich regen Messebetrieb und von vielen guten Gesprächen, die er mit Verbrauchern und Fachbesuchern führen konnte.
Natürlich drehte sich das Gespräch auch um den neuen Plattenspieler von Transrotor. „Skala“ heißt das gute Stück und ist von Haus aus für den Betrieb mit zwei Tonarmen unterschiedlicher Länge vorbereitet. Damit einhergehend interessierte uns, wo das Unternehmen auch nach 50 Jahren noch Ideen hernimmt, seine Plattenspieler immer weiter zu verbessern oder gar völlig neue Modelle aus der Taufe zu heben. Außerdem philosophierten wir über die sinnliche Notwendigkeit einer Plattenwäsche und über eine Pflegemaßnahme, die Sie ihren Tonabnehmern besser nicht zumuten sollten.
Ein Kessel Buntes in FIDELITY 86
Im Anschluss an unsere locker-informative Gesprächsrunde kommen wir zur aktuellen FIDELITY-Ausgabe Nr. 86, die seit einigen Tagen in sommerlichem Grün/Orange im Handel ist. Den Anfang macht das auffällige „Titelobjekt“ von Alders & Lange (A&L). Der auch als Vorstufe einsetzbare Kopfhörerverstärker HEADMAN ist geradezu meisterhaft auf seine Aufgabe vorbereitet und setzt auf feinste Zutaten. In seiner eigentlichen Profession ist der in Nordrhein-Westfalen ansässige Hersteller Lieferant hochkarätiger Elektronikbauteile. Und so wissen die Herrschaften, wie wichtig die sogfältige Selektion und Abstimmung der Einzelteile ist.
Eine HiFi-Schmiede, die es in Hinsicht auf Erfahrung und Know-how locker mit A&L aufnehmen kann, ist Canor. Die slowakischen Ingenieure begeisterten uns mit ihrem Virtus A3. Der Vollverstärker bietet alle zeitgemäßen Zutaten samt D/A-Wandler sowie ein grafisch gestütztes Menü mit zahllosen Abstimmungsmöglichkeiten. Als Kontrast besitzt der kraftvolle Class-A/B-Bolide eine röhrengestützte Vorstufe, die für Charme und Charakter sorgt. Verpackt ist der A3 in ein geradezu traumhaft zurückhaltendes Gehäuse.
Augenschmeichler und pralles Magazin
Ein faszinierendes Design besitzt auch die Vorstufe 903 von Harmony Design. Ähnlich wie Canors Virtus stehen der puristische Aufbau und die eingängige Bedienung im Kontrast zu den vielen Anschlussmöglichkeiten. Ein Wandler ist von Haus aus an Bord, Phono (MM/MC) kann jederzeit nachgerüstet werden. Das Beste daran: Für eine Vorstufe ihrer (Klang-)Güte bleibt die 903 auch preislich im Rahmen.
Natürlich thematisieren wir noch viele andere Artikel und Produktvorstellungen unserer mit 228 (!) Seiten extraprallen FIDELITY 86. Zu denen gehört neben TIDAL Audios formidablem Aktivlautsprecher AP1 etwa die neue Elektronik-Serie von PS Audio, die unter dem Namen des Firmengründers Paul McGowan (PMG) läuft. Oder die herausragend gestalteten und verarbeiteten Peacock-Kopfhörer von Sendy Audio. Oder die herrlich bezahlbaren und beinah gespenstisch breitbandigen Magnetostaten MG-0.7 von Magnepan.
Skurrile Vorgänge in der Welt der Musik
Abschließend sind wie gewohnt unsere Musikempfehlungen an der Reihe. Frank Lechtenberg hat dafür Northcotes neues Album To Cherish sowie Romanticize The Dive von Metric aus der Plattenkiste geholt. Bei Carsten Barnbeck läuft derweil Inferno, die erste Veröffentlichung von Boards of Canada seit 13 Jahren, in Heavy Rotation. Über einen Nebensatz zum bald erscheinenden Tonträger von Johny Marr, dem stilprägenden Gitarristen von The Smiths, kommen wir dann auf ein Off-Topic-Thema, dass aktuell die Musikwelt beschäftigt: Basierend auf einer gewonnenen Urheberrechtsklage mahnt der amerikanische Gitarrenhersteller Fender momentan vor allem Boutique- und Kleinsthersteller ab, die die Form der berühmten Stratocaster (und anderer Modelle) nachahmen. Man darf gespannt sein, welche Auswirkungen dieser Vorgang mit sich bringt.
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Die Geschichten hinter unseren Geschichten
Hach, der Frühling – die Vögel zwitschern, Knospen blühen und Häslein hoppeln. FIDELITY begrüßt die sonnige Seite von 2026 mit einer erstaunlich analogen Ausgabe.
Das beste Mittel gegen Stau
Wie uns immer wieder zugetragen wird, lauschen viele unserer Zuhörer dem FIDELITY-Podcast besonders gern auf langen Autofahrten. Das mag daran liegen, dass wir regelmäßig (auch diesmal) die angepeilten 60 Minuten reißen – für eine Mittagspause sind wir damit etwas zu lang. Den thematischen Auftakt macht ein erschwinglicher Kopfhörer mit außergewöhnlichem Konzept: Grell bringt mit dem AOE2 eine Neuauflage seines ohrumschließenden Zweiweg-Konzepts, dass ein lautsprecherartiges „der Sound kommt von Vorn“ ermöglicht. Etwas Zeit muss man diesem hervorragend verarbeiteten Ohrwärmer schon geben, da das Erlebnis sich merklich von dem unterscheidet, was wir von Kopfhörern gewohnt sind.
„Optisch sehr schick ist eine Super-Überleitung“
In der aktuellen Ausgabe von FIDELITY stellen wir den neuen (und wirklich bildschönen) Streaming-Receiver „Symphonia“ von T+A vor, der die Redaktion in Begleitung der passenden Talis R 330 Kompaktlautsprecher erreichte. Sicher handelt es sich nicht um den günstigsten Vertreter seiner Zunft, doch wird das Schmuckkästchen Maschine von A bis Z in Herford gefertigt. Zudem sind die meisten Zutaten (Verstärker, DAC, Streamer und Phono-Pre) ohne größere Kompromisse von seinen herausragenden Geschwistern der R-Familie abgeleitet. Und wer die kennt, weiß, wir sprechen hier über HiFi fürs Leben – und alles in einem Gehäuse, was man sich heute wünschen kann.
Zwei Monos in einem Gehäuse
Im Vergleich zum Symphonia ist der Valvet i4 ein ausgewachsener Purist. Der handliche Vollverstärker bietet vier Eingänge, Quellenwahl und einen (übrigens exzellenten) Pegelsteller – das war’s. Dass er trotzdem – oder gerade deshalb – nicht von schlechten Eltern ist, verdankt er seinem reduzierten, bis auf die letzte Komponente handverlesenen Innereien. Prinzipiell schnürte der Hersteller zwei seien prämierten 4.5-Monos in ein gemeinsames Gehäuse, garnierte das Ganze mit einem nicht zu kompromissbehafteten Netzteil und einer passenden Leichtgewicht-Vorstufe. Fertig ist eine Rezeptur, die trotz überschaubarer Class-A-Leistung von 40/70 Watt jeden Lautsprecher in unserem Hörraum zum Strahlen brachte.
Wie ist die Quellenlage?
Clearaudio stellte mit dem Compass jüngst ein verführerisches Komplettpaket der ambitionierten Einsteigerklasse vor. Für knapp 1300 Euro erhält man einen ausgewogenen „Brett-Dreher“ mit eigens entwickeltem Tonarm und einem umwerfenden MM-Abtaster, der für sich gesehen keine 100 Euro kostet. Kurz gesagt, ein rundum gelungenes Paket, das die Bezeichnung „No-Brainer“ wirklich verdient.
Spurfehlwinkel haben keine Chance
Wenn Sie auf der Suche nach analogen Außergewöhnlichkeiten sind, werden Sie den Namen Thales kennen. Mit dem Simplicity II haben wir den „vereinfachten“ Ableger der ersten komplexen Tonarme der Schweizer im Test. Wie gewohnt sorgen zwei Tonarmrohre und eine zentrale Tragplatte dafür, dass Spurfehlwinkel gar nicht erst entstehen. Simple Geometrie, könnte man meinen, doch der Teufel steckt im Detail bzw. in der Konstruktion. Mit der Präzision eines Uhrenbauers fertigen die Schweizer ihren Tonarm so filigran und zugleich robust, dass geringe Masse und Haltbarkeit eine tragfähige Balance erreichen – nicht umsonst ins das Konzept auch nach mehr als zwei Jahrzehnten noch einzigartig.
Zubehör mit Sinn und Klang
Interessanterweise flattert uns aktuell viel Zubehör ins Haus. Stromtank etwa sendete uns seinen „panzerschrankig“ verarbeiteten Luxus-Netzverteiler SEQ-5, von lehmannaudio erhielten wir das kontaktlose Plattenauflagegewicht Floatweight und von bFly Audio durften wir die Gerätefüße Talis Elite ausprobieren. Außerdem beehrte uns WBT mit einem Satz seiner revolutionären 0120-Cu Cinch-Stecker. Ein besonderes Highlight war der Besuch von Will Tremblett, der uns verriet, dass seine Firma Zavfino sich in erster Linie mit Kabeln beschäftigt. Eigens dafür schaffte der Kanadier sich wahre Ungetüme von Wickelmaschinen an, mit denen er die außergewöhnlich detailreichen Strippen der Silver Dart fertigt.
Wir packen rein, was geht!
Unsere Reportagereisen führten uns diesmal zu drei Konzepten der Extreme. Während Marten und Børresen uns Lautsprecher der absoluten Superlative vorstellten, ging es beim deutschen Hersteller definiteAudio uns seiner „The Final“-Anlage eher darum, mit DSP-Technologie das absolute Maximum aus einem zugespitzten Breitbandlautsprecher herauszukitzeln.
Bye Bye Spotify? – Wenn KI Bands erfindet und wir es nicht merken
Eine Dokumentation von ARTE Tracks, die Sie auf Youtube finden können:
Und der „KI verstehen“-Podcast des Deutschlandfunks mit der Folge
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Die Geschichten hinter unseren Geschichten
In der 25. Ausgabe unseres FIDELITY-Podcasts führen Moderator Frank Lechtenberg und Chefredakteur Carsten Barnbeck durch eine vielseitige Mischung aus Hardware-Tests, Messeimpressionen und Musikbesprechungen.
Den Einstieg bildet die Pylon Audio Jade 30, ein Lautsprecher im markanten Retro-Stil. Trotz ihres klassischen „Ich bin einfach eine Box“-Designs überzeugt sie durch einen 15-Zoll-Tieftöner und ein Hochtonhorn, was ihr eine souveräne und unangestrengte Wiedergabe verleiht, die besonders bei Jazz-Aufnahmen durch eine natürliche „Holzigkeit“ besticht.
Helmholtz gegen Mittensorgen
Ein besonderes Highlight im erschwinglicheren Segment ist die Sonoro Orchestra-Shaped Signature. Der bis ins kleinste Detail überarbeitete Lautsprecher nutzt einen Helmholtz-Resonator, um Gehäuseresonanzen im Mittel/Hochton zu eliminieren, was zu einem besonders homogenen Klangbild führt. Technisch innovativ zeigt sich AP Elektroakustik mit einem teilaktiven Konzept: Ein passives Topteil wird mit einem aktiven 500-Watt-Subwoofer kombiniert, was maximale Flexibilität bei der Verstärkerwahl im Mittel-Hochton-Bereich ermöglicht.
Das Who is Who der HiFi-Branche
Im Bereich der Verstärker diskutieren Frank Lechtenberg und Carsten Barmbeck ein lupenreines „Who is Who“ der HiFi-Branche: Der Burmester 232 wird als lang erwartete „eierlegende Wollmilchsau“ mit integriertem Streaming und DAC vorgestellt. Accuphase schickt mit dem E-3000 ein neues „Einstiegsmodell“ ins Rennen, das durch Understatement in den Leistungsangaben und eine exzellente Ausstattung – wie eine nützliche Monoschaltung (unter anderem) für die Lautsprecheraufstellung – überzeugt.
Mehr drin, als man fassen kann
Als digitale Quelle sticht der Eversolo T8 hervor. Die Streaming-Bridge glänzt durch ein lineares Netzteil, eine intuitive Bedienung und eine effektive, App-basierte Raumkorrektur, die Phasenfehler korrigieren kann. Passend dazu wird die Grand Finale 50 Serie von HMS vorgestellt. Unter neuer Leitung wurden die Kabel durch Technologien von Siltech und Crystal Cable verfeinert, wobei sie ihren transparenten Charakter beibehalten.
Hamburg, Musik und eine klare Absage …
Abgerundet wird die Folge durch einen Reisebericht aus Schottland, wo Frank Lechtenberg Graeme Dolier und dessen Laden „Highland HiFi“ in Inverness besuchte – das nördlichste HiFi-Geschäft Großbritanniens. Nach einem Rückblick auf die Norddeutschen HiFi-Tage (NDHT 2026) folgen Musiktipps von Amanda Bergman, Lucy Kitchen und der Prog-Band Big Big Train.
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Die Geschichten hinter unseren Geschichten
Es ist an der Zeit, sich von 2025 zu verabschieden. Rechtzeitig zu Weihnachten steht FIDELITY Nummer 83 in den Regalen des gut sortierten Zeitschriftenhandels und dürfte Ihnen helfen, durch den dunkelsten Teil des herannahenden Winters zu kommen.
Moderator Frank Lechtenberg und Chefredakteur Carsten Barnbeck sprechen wie gewohnt über die Themen der aktuellen Ausgabe und wagen ausnahmsweise ein „von hinten nach vorn“: Den Anfang macht mit Stromtanks S 4000 ein Produkt der Kategorie „Zubehör“. Wobei sich die wuchtige Akku-Bank selbst eher als reinrassige Komponenten klassifizieren würde. Der 4000er treibt das Konzept des Berliner Herstellers auf die Spitze und wirft eine Ladekapazität in den Ring, die auch Leistungshungrige Geräte wie Endstufen stundenlang mit ultrasauberem Netzsinus anschieben kann.
Das goldene Horn
Den Titel der aktuellen Ausgabe ziert Avantgarde Acoustics Duo GT, die wir in ihrer vollaktiven Ausführung testen durften. Beinahe könnte man sagen, dass der Lautsprecher lediglich Zaungast war, da es uns in erster Linie um die neuen Stromverstärker der Odenwälder ging. Allerdings gehen die mit einer grundlegenden Neukonstruktion der zweitgrößten Avantgarde einher, weshalb es auch viel zum Lautsprecher selbst zu erzählen gibt. Dessen Bassbereich lässt sich übrigens nuanciert auf den Raum abschmecken.
Kii Audio als Randerscheinung
Etwas eigener ist das Thema Kii Audio. Die kompakte Seven sollte es eigentlich gar nicht mehr in die Ausgabe schaffen, begeisterte uns aber derart, dass wir sie trotzdem erwähnen mussten. Im Rahmen der Open Days besuchten wir den Hersteller Anfang November und konnten uns überzeugen, dass die vielseitige Box auch 360-Grad-Sound beherrscht. Und zwar teuflisch gut! Den vollständigen Test finden Sie noch vor Weihnachten auf der FIDELITY-Homepage.
Primus inter Pares
Hand aufs Herz: Ist Ihnen nicht auch schon aufgefallen, dass die „echten“ HiFi-Kopfhörer sich äußerlich immer ähnlicher werden? Klare Formen, Holz, Polster und etwas Leder – dieser Rezeptur folgt auch Palmas neuer DHS-1. Das allerdings nicht ohne eine eigene Note: Der Kopfhörer lässt sich über einen einfachen Mechanismus zwischen offener und geschlossener Gehäuseform umstellen. Und ob Sie es glauben oder nicht, in beiden Konzepten weiß der superb verarbeitete Ohrwärmer zu überzeugen,
Der etwas andere Verstärker
Ein überschaubares Konzept verfolgen auch die M-3- und M-3x-Monos von Soulnote: Je ein Ein- und Ausgang sowie ein Netzschalter – mehr hat die leistungsfähige Endstufe nicht zu bieten. Entwickler Hideki Kato konzentriert sein Hirnschmalz lieber auf die Konstruktion und die technische Finesse seiner Schaltung. Und hier sind die beiden Monos alles andere als Stangenware. Zwei ineinander verschachtelte Gehäuse trennen Netzteil und Verstärker voneinander, während die Schaltungen so ausgelegt wurden, dass sich Resonanzen und Schwingungen ungehemmt totlaufen können. Warum die Endstufe in zwei Versionen erhältlich ist? Das erfahren Sie im Podcast – und natürlich in der aktuellen Ausgabe.
Übernimmt die K.I.?
Nach den gewohnten Musikempfehlungen dreht sich der Podcast um das neue Papier von FIDELITY und eine damit verbundene Verzögerung, die sich aber zum Glück in Wohlgefallen aufgelöst hat. Schließlich spricht Frank Lechtenberg über eine wissenschaftliche Arbeit, die er gemeinsam mit Dr. Marina Böddeker von der Universität Bielefeld publiziert hat: Im Rahmen einer Studie lauschte eine repräsentative Hörerschaft einem KI-generierten Folk-Song und sollte anschließend ihre Eindrücke teilen. Das verblüffende Ergebnis: Viele der Probanten bemerkten nicht einmal, dass es sich um einen computergenerierten Titel handelte. Was das für die Zukunft der Musikindustrie bedeuten könnte? Da gehen die Meinungen weit auseinander …
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FIDELITY – Der HiFi-Podcast, Folge 23
Der Sommer hat sich verabschiedet, Laub weht über Straßen, Wege und Felder und die Autoren von FIDELITY schleichen mit voller Aufmerksamkeit in ihre Hörräume, um neue Lautsprecher, Verstärker und Quellen auszuprobieren … darunter finden sich in Ausgabe 82 einige ganz besondere Schmankerl.
Los geht’s mit etwas ganz und gar einzigartigem
Unser erstes Thema ist zugleich das außergewöhnlichste der laufenden Ausgabe: Wir waren zu Gast bei Symann Soundoards, um uns die faszinierenden Flachmembranen des Herstellers anzuhören. Herr Symann entpuppte sich als eingefleischter Handwerker, der Prozesse gern von A bis Z denkt. Vom Zuschnitt angelieferter Baumstämme über Verleimung und Veredelung der Hölzer bis hin zum Konzept seiner „Soundbords“ stammt alles aus einer Hand. Die eigentliche Besonderheit der wohlklingenden Ambience-Lautsprecher liegt in der Profession ihres Schöpfers: Als gelernter Klavierbaumeiste ist Herr Symann kundig in Instrumentenhölzern und Klangausbreitung. Wo vergleichbare Konzepte auf Unterstützung durch DSPs und kräftige Endstufen setzen, kommt die DBS-170 rein analog und völlig puristisch daher.
Wir sehen Rot
Auf dem Titel der Aktuellen Ausgabe sehen Sie Acapellas Lacampanella. Man könnte diesen eingefleischten Hornlautsprecher als Hybriden oder gar als Kompromiss betrachten. Das Horn umsorgt Mitten und Höhen, im Bass kommen vier klassische, wenngleich erstaunlich große Membranen zum Einsatz – die sind erforderlich, um mit dem beachtlichen Schalldruck des Horns mitzuhalten. Das Ergebnis ist eine spielfreudige „gehörnte“, die aber (ohne Basshorn) in normalen Wohnumgebungen funktioniert – und trotzdem zum Lauterdrehen auffordert.
Mehr Boxen
Weitere Highlights steuerten Hersteller wie Auer Acoustics und Nubert bei, die mit ihren Neuheiten Versura v4 und nuVero nova 9 vertreten sind. Beide Lautsprecher konnten wir direkt in der Redaktion testen und waren überrascht von ihrer Spielfreude. Während die Auer das durch außerordentlichen Materialeinsatz und ein geschlossenes Gehäuse erreicht, sind es bei der Nubert vor allem viele kleine Detailverbesserungen sowie die als „Ultra Directivity“ umschriebene Abstimmung, die ein hohes Maß an Abstimmbarkeit beisteuert.
Schwelgen in Schönheit
Wir könnten uns vorstellen, dass sich die Verstärker von Devialet vor allem ihrer Optik halber verkaufen. Selten hatten wir einen Vollverstärker vor uns der derart konsequent alle Blicke auf sich gezogen hat. Dabei steckt der Astra auch technisch voller Überraschungen. Der kräftige Class-D-Endverstärker wird von einer hochintegrierten Analogschaltung zum Glänzen gebracht, währen D/A-Wandler und DSP eine faszinierende Einheit bilden. Der Verstärker lässt sich an seine Umgebung anpassen und entzerrt die angeschlossenen Lautsprecher.
Röhre bevorzugt?
Merklich analoger sind die Konzepte von Phasemations 300B-Vollverstärker SA-1500 und Mavis‘ M90-Stereo-Amp. Während ersterer sich mit minimaler Leistung an Klangschwelger richtet, ist der M90 mit seinem Doppelantrieb (Röhrenvor- und Transistorendstufe) als kraftvoller Allrounder ausgelegt, der trotzdem Tube-Rolling und Klangtuning ermöglicht.
Quelle oder Verstärker?
Quellseitig ist vor allem Eversolos Play in der CD-Edition erwähnenswert. Wobei: Eigentlich handelt es sich bei dem Gerät um einen kompakten Zweikanal-Verstärker, der ab so viel kann, dass wir praktisch nur über seine Streaming, Bluetooth, DAC und CD-Fähigkeiten sprechen. Für Analogliebhaber hätten wir derweil Silvercores Wahnfried im Gepäck, der mit seinen drei MC- und einem MM-Eingang die reinste Phono-Workstation ist. Die Kunst liegt hier im Weglassen. Der Hersteller legte seinen Step-Up-Transformer äußerst puristisch aus und prüfte jedes verbaute Element auf klangliche Harmonie und Notwendigkeit. Heraus kam ein faszinierender passiver Phono-Pre für alle, die mehr Tonarme als Lautsprecher besitzen.
Hörenswert
Natürlich hat Moderator Frank Lechtenberg wieder ein paar Musikempfehlungen parat. Diesmal dreht sich unser Software-Teil um den neuen Tonträger SunYears von Peter Morén sowie um das atmosphärische Ex Voto/The Silent Love aus der Feder von Christian Kjellvander. Außerdem befasst sich FIDELITY in einem Feature mit einer Kooperation namens Bioscope. Hinter der verstecken sich Steve Rothery von Marillion sowie Thorsten Quaeschning von Tangerine Dream und die Früchte ihrer Arbeit sind nun unter dem Namen Gento im Handel erhältlich.
Eine Branche im Wandel
Und schließlich gibt es wieder Raum für einige Off-Topic-Themen wie die steigende Relevanz von Mono – und glauben Sie uns, das meinen wir völlig anders, als sie vermutlich denken. Mit immer größerer Selbstverständlichkeit wird Musik einkanalig produziert und konsumiert, weil Wiedergabemedien wie Bluetooth-Lautsprecher oder Smartphones gar nichts anderes können. Außerdem sprechen wir über den Strukturwandel im Handel. Die kleinen bis mittleren HiFi-Shops in den Innerstädten schließend zunehmend ihrer Pforten und machen damit Platz für neue Konzepte, in denen luxuriöse Highend-Anlagen im passenden Ambiente präsentiert werden.
Den Abschluss bildet ein kurzer Exkurs zu einer Pressemeldung der letzten Wochen (die auch im Browser der aktuellen Ausgabe auftaucht): Nach jahrelangen Gerüchten kehrt tatsächlich die Kassette zurück.
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FIDELITY – Der HiFi-Podcast, Folge 22
Falls Sie sich über die mathematische Anspielung zu Beginn der neuen Podcast-Ausgabe wundern: Im Vorgespräch rätselten wir über die „22“. Unsere FIDELITY-Gesprächsrunde wird mit dieser Ausgabe exakt drei Jahre alt – im zweimonatlichen Intervall ergibt das 18 Episoden. Hinzu kommen drei „Specials“ zur Highend. Das Mysterium um die fehlende Episode löst sich, wenn man bedenkt, dass 10 Ein-Meter-Abschnitte Lattenzaun 11 Pfosten benötigen – macht in unsrem Fall 22. Und damit zur Sache …
Rec … Rekord
Das Drei-Jahres-Jubiläum ist dann auch gleich eine Rekordrunde: Noch nie haben wir so lange über die Themen einer einzigen Ausgabe gesprochen (ca 1:22h) – und das wohlgemerkt ohne Interviewpartner. Das liegt allerdings nicht an unserer Plauderlaune, sondern daran, dass FIDELITY Nr. 81 das reinste Füllhorn spannender Themen ist.
Zuerst boxen wir
Dann suchen wir Verstärkung
Passend zu den Lautsprecher-Schwergewichten konnten wir den Nu-Vista 800.2 von Musical Fidelity begrüßen. Der wattstrotzende Bolide bekommt mit seinen 450 Watt selbst kniffligste Lasten in den Griff, spielt zugleich aber musikalisch leicht und erstaunlich agil – keine Selbstverständlichkeit in dieser (Kraft)Klasse.
Lasst die Quellen strömen
Auf der Wiedergabeseite bietet die aktuelle Ausgabe einen Querschnitt durch die heilige Dreifaltigkeit: pur analog mit Blue Amps Phonoentzerrer Fugetta, ganz klassish mit Audio Notes CD-Spieler CD 2.1x/II und smart-digital mit Ferrums Wandla nebst Booster-Netzteil Hypsos.
Reports und Reportagen
Natürlich war das FIDELITY-team auch für diese Ausgabe wieder reichlich unterwegs. In Bonn zum Beispiel, wo „Deutschlands dienstältester“ HiFi-Händler Linzbach sein 75. Jubiläum beging. Oder in Berlin, wo Kollege Roland Schmenner mit OYE Records eine der angesagtesten Adressen für Gebrauchtvinyl am Prenzlauer Berg besuchte.
Lust auf neue Musik?
Am Ende empfiehlt Frank Lechtenberg wie gewohnt zwei Musikalische Neuentdeckungen: As I Watch My Life Online von der amerikanische Rock-Combo Late Night Drive Home befasst sich mit Themen rund um das Internet und begleitenden Phänomenen wie Social Media. Außerdem ist mit Kari Bremnes‘ Ennu Her ein neues Werk der stets audiophilen Meisterin erhältlich. Das wird sicher keinen Innovations-Award einheimsen, bringt die „bewährte Kost“ (was nicht negativ gemeint ist) jedoch unglaublich klang- und stimmungsvoll zu Gehör.
FIDELITY Magazin. Präsentiert vom Fidelity Magazin! www.fidelity-online.de.
FIDELITY – Der HiFi-Podcast, Folge 21
Die Messenachlese nach der Messenachlese: In der 21. Ausgabe unseres HiFi-Podcasts sprechen Frank Lechtenberg und Carsten Barnbeck über ihre (definitiv endgültigen) Resümees zur HIGHEND 2025 und gleichen ihre Eindrücke mit dem Podcast vom ersten Messeabend ab. Außerdem sprechen wir mit Jens Ragenow vom Pannes-Vertrieb darüber, warum die Neuheiten von Monitor Audio und Roksan abseits der Show präsentiert wurden. So ganz nebenbei dreht sich dann auch noch das eine oder andere um unsere wundervolle FIDELITY-Ausgabe 80 …
Der erste Eindruck siegt
Tatsächlich können wir zu unseren Aussagen vom Messe-Podcast (Nr. 20) stehen: Die unverkennbaren Trends widmen sich a) dem weiten Feld der Wohnraumintegration. Sei es nun die Verkleinerung von HiFi, das zusammenschnüren möglichst vieler Funktionen oder die Aufhübschung unseres Hobbies. Daneben konnte man erkennen, dass sich b) die Preisschere immer weiter öffnet. Während verschiedene Aussteller Besucher mit Ketten der Superlative lockten, wurden erstaunlich viele bezahlbare Alleskönner sowie überraschend günstige Komponenten vorgestellt. Und drittens haben wir bemerkt, dass c) der Mobiltrend einfach nicht abreißen will. Auch dieses Jahr haben Kopfhörer und Portables derart frohlockt, dass ein Teil unsere Autoren noch auf der Messe zugriff.
Die Show neben der Show
Passend zum Messe-Nachgriff haben wir Jens Ragenow vom Pannes-Vertrieb zum Interview gebeten. Monitor Audio präsentierte eine Lautsprecher-Familie und zwei Einzelmodelle abseits der Messe. Da die Neuheiten noch einer Sperrfrist unterliegen, lassen wir ihn sagen, was zu diesem Zeitpunkt gesagt werden darf. Darüber hinaus sprechen wir von der Motivation, hervorragende Produkte wie die von Monitor Audio überhaupt durch Nachfolger zu ersetzen. Und darüber, warum der Fachhandel trotz des massiven Schwunds an Laufkundschaft auch weiterhin seine Berechtigung hat.*
Jetzt aber: FIDELITY No°80
Ein echtes Herzblut-Thema ist in der aktuellen Ausgabe der Test von AdiraVox‘ wundervoller AV170. Wir entdeckten die Lautsprecher-Wuchtbrumme auf der Finest Audio Show in Wien und kamen schnell mit dem ungarischen Hersteller ins Gespräch. Schon Anfang des Jahres durften wir die schwergewichtigen Boutique-Statements dann in unserem Hörraum begrüßen. Um es in kürze zu sagen: Die AV170 spielt ganzheitlich, umwerfend autoritär und lässt sich in praktisch jedem Detail an die (optischen) Wünsche ihres Eigentümers anpassen.
Einpunktquelle mit Extras
Und mit diesen „Extras“ ist ein zusätzlicher Basstreiber gemeint. Fyne Audios 501 setzt in dieser Ausgabe gewissermaßen den Kontrapunkt zur mächtigen AdmiraVox: schlank und tragbar, aber mit der Technik ihrer großen Geschwister ausgestattet ist die kleine Standbox der AV170 in kleinen Räumen vermutlich sogar überlegen. Ihr Koax-Treiber sorgt für eine unglaublich scharfe Abbildung und der zusätzliche Bass erweitert die Bandbreite. Die Verarbeitung ist pragmatisch, dafür geht die Box aber für erschwingliche 1200 Euro über den Tresen.
Eine Epos für die Mitte
Mit der Epos ES28N haben wir eine kernige Alternative zur schlankeren Kompakten ES14N im Test. Die spritzige Kompakte erhielt hier und dort den Ruf, etwas zu schlang zu spielen, was jedoch aus einem Missverständnis resultiert: Auch, wenn Sie auf ihren maßgeschneiderten Ständern eine stattliche Figur macht, ist und bleibt sie eben eine kleine Box. Die 28er erweitert die Bandbreite mit zwei Bässen und eignet sich für größere Räume. Der Charakter der 14 blieb unverkennbar erhalten – und das ist auch gut so!
Atemberaubend flach und aktiv
Eine Lautsprecher-Erfahrung der Extraklasse hatten wir in Salzwedel. Dort sitzt der Fonica-Vertrieb, bei dem wir das aktive Top-Modell Fonica La Grande hören durften. Die dreiteilige magnetostatische Flachmembran pustet mit ihren mehreren Quadratmetern Membranfläche eine Wucht und Transparenz in den Raum, dass man unweigerlich nach unterstützenden Subwoofern suchen möchte. Die gibt es aber nicht. Die Italiener fertigten mit ihrer „Großen“ ein konstruktives Manifest über das Machbare in Sachen Timing und Abbildungstreue.
Ein Holz wie Granit – aber mit warmem Klang
Ein weiterer Ausflug führte uns nach Nürnberg, wo im HiFi Studio Nürnberg zwei identische ausgestattete LINN LP-12 auf uns warteten. Der einzige Unterschied: Eins der beiden Muster war mit der neuen Bedrok-Zarge ausgestattet, die uns im ausgedehnten A/B-Vergleich die Muskeln zeigte. Zahllose Holzschichten, zum massiven Block verleimt, anschließend unter hohem Druck verdichtet und zur Zarge gefräst vollendet das „Performance Upgrade“ einen Pfad, den die Schotten schon länger beschreiten: Sie geben ihrem einstmals federleichten Subchassis-König immer mehr Masse und nehmen ihm damit die allerletzte Nervosität.
Thematische Vielfalt (und Musik)
Weiter geht es mit Abhandlungen und erzählenswerten Details um Sonoros Plattenspieler Platinum EAS, Fezz Audios Entzerrer Gratia Evo Prestige mk2, Luxmans Phono-Pre E-07, Thivan Labs zweiteiligem Vorverstärker TCP-5 sowie weiteren Themen. Um nicht nur von Technik zu sprechen, stellt Frank Lechtenberg wie gewohnt drei Tonträger vor. Diesmal hat er Van Morrisons Remembering Now, Luke Lalondes Beauty’s Pride und den neuen Tonträger von Sarah McLachlan Better Broken herausgesucht.
*Das Gespräch wurde vor dem Podcast aufgezeichnet und leicht gekürzt eingebettet.
Frank Lechtenberg, Roland Schmenner und Carsten Barnbeck sprechen direkt auf der High End München über aktuelle Trends der Audio Industrie und selbstverständlich auch über die Musik auf der Messe. Des weiteren haben wir ein Interview mit Jonathan Monks, dem Sohn von Keith Monks, dem Urvater der Plattenwaschmaschinen.
Die ganze Welt von FIDELITY gibt es unter: https://www.fidelity-online.de/
FIDELITY – Der HiFi-Podcast, Folge 19
Der 19. FIDELITY-Podcast steht ganz im Zeichen der herannahenden (letzten) HIGH END in München. Bevor wir dazu kommen, müssen wir jedoch ein wenig über Ausgabe 79 unseres unvergleichlichen Magazins reden …
Von R wie Riviera bis T wie Tesselate
Direkt von den Norddeutschen HiFi-Tagen kamen unsere Riviera-Testmuster, genauer die Vor-/Endstufen-Kombination aus den Komponenten APL-1 und AFS-32. Nach einer ersten Irritation (die Geräte benötigen eine Weile, um warmzulaufen) präsentierte sich die Kette als reinrassiges Suchtmittel, das es einfach unmöglich macht, eine Schallplatte nach dem ersten Track zu beenden. Wir mussten die Gerätschaften nach einigen Wochen sprichwörtlich mit dem Schneidbrenner aus den Händen unseres Autors lösen …
Zwei Klassen, ein Gedanke: Reduktion
Man könnte kaum von unterschiedlicheren Komponenten sprechen: Ausführlich befassten wir uns in einem Test mit Dr. Feickert Analogues neuem Tonarm DFA Straight-10, der – zumindest nach highendigen Maßstäben – zum Taschengeldkurs den Eigentümer wechselt. In einem völlig anderen Test geht es um Gryphons herausragende wie kostspielige Vorstufe Commander, die mit einem externen Bombast-Netzteil ausgestattet ist. Und doch dreht es sich in beiden Fällen um einen ähnlichen Gedanken: Die Reduktion der Konstruktion – einmal, um den Preis im Zaum zu halten, bei den Dänen hingegen, um das absolute Maximum an Klang aus der Vorstufe zu zaubern.
Alles in der Ledertasche
Mit Reduktion und Konzentration kann der noch recht unbekannte Hersteller Lotoo nicht gerade angeben: Uns fällt es im Gespräch merklich schwer, dem Alleskönner Mjölnir überhaupt eine Produktkategorie aufzustempeln. Das akkubetriebene Mobilmaschinchen ist (Kopfhörer-)Vorstufe, D/A-Wandler, Medienspieler und Streamer in einem – faktisch eine komplette Anlage, sofern Aktivboxen oder ein Endverstärker zur Verfügung stehen. Und dank schmuckem Tragetäschchen ist der Alleskönner sogar für den Urlaub und das Strandbad geeignet.
ChordiMichiCaspian
Um ganz klassische HiFi-Komponenten dreht es sich dann wieder beim Chord Electronics Ultima Integrated Vollverstärker, Rotels CD-Player Michi Q5 und dem überraschend vielseitigen Streamingverstärker Caspian 4G von Roksan. Letzterer versteht sich als echter Lückenschließer, ist er doch mit einem HDMI-Anschluss ausgestattet. Der Verstärker spielt also nicht nur im Hörraum unerhört dynamisch, sondern kann auch den Klang des Großbildfernsehers in Szene setzen – und lässt sich über die TV-Fernbedienung steuern.
Standortsuche mit Peak
Sollte Sie die TV-Integration verstören, haben wir ein versöhnliches Angebot: Die Sinfonia von Peak Consult ist ein Lautsprecher im klassischsten aller Sinne. Es macht geradezu aberwitzigen Spaß, die vorzüglich verarbeiteten Objekte hin und her zu rücken und den jeweiligen Klangveränderungen zu folgen. Anders als die meisten heutigen Boxenkonzepte benötigt sie viel Sorgfalt und ein gewisses Sachverständnis bei Aufstellung und Einwinkelung. Hat man ein perfektes Setup gefunden, ist sie dafür absolut kompromissbefreit. Ein Arbeitslautsprecher, der die Mühe belohnt und offen ist für immer neue Optimierungen.
Zu Gast bei den Zweigleichen
Chefredakteur Carsten Barnbeck besuchte im Verlauf der Produktion die heiligen Hallen von Canor und Lyric-Audio. Obwohl die Unternehmen völlig unterschiedliche Segmente bedienen – Canor als Massenhersteller mit großem OEM-Anteil und Lyric als klassische Manufaktur – ticken die Uhren in beiden Unternehmen doch in erstaunlich ähnlichem Takt. Beide haben einen hohen „Das machen wir lieber selbst“-Anteil und sind auf der Suche nach ständigen Optimierungen, um Qualität und Preise ihrer Preziosen konstant und attraktiv zu halten.
Wilson, Akpro und Krauss
Danach ist Frank Lechtenberg mit seinen musikalischen Entdeckungen des Frühjahres 2025 an der Reihe. Besonders blieben bei ihm die neue LP The Overview von Steve Wilson und Evenfall von Sam Akpro im Ohr hängen. Auch das Album Arcadia der High-End-Ikone Alison Krauss findet seine Würdigung.
Bye-bye, München!
Und damit kommen wir in einem seltsamen Bogen von der HIGH END in München zu den aktuell immer weiter kletternden Schallplattenpreisen, die sich jedoch – man muss es leider zugeben – durch ihre aufwendige Produktion rechtfertigen. Wir sehen uns in Wien …
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