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Wie selbständig sind die großen KI-Sprachmodelle? Geraten sie gerade außer Kontrolle? Können Maschinen denken, wie Menschen denken können? Die zahlreichen Vorfälle, in denen KI-Systeme eine Internetplattform gehackt oder Inhalte auf Webseiten hochgeladen haben, ohne dass ihre Entwickler das wollten, haben eine neue Debatte über die Risiken dieser Schlüsseltechnologie ausgelöst. Es geht um die Fähigkeiten der KI-Systeme. Und um die Verantwortung der Hersteller und wichtigsten Anbieter.
Katharina Zweig ist Deutschlands wohl bekannteste KI-Forscherin. Sie hat mit populären Büchern wie "Weiß die KI, dass sie nichts weiß" und zahlreichen Vorträgen das KI-Thema für ein breites Publikum vermittelt. Zweig hat Bioinformatik und Biochemie studiert und ist gegenwärtig Professorin an der RPTU Kaiserslautern.
Im Podcast spricht sie darüber, was KI-Systeme können, wieso wir nicht von "der" KI sprechen sollten, wie die großen amerikanischen Hersteller versuchen, sich teilweise aus der Verantwortung zu stehlen. Und was jedes Unternehmen tun sollte, um KI-Systeme klug einzusetzen und richtig auszuwählen.
Volker Gruhn ist Professor für Software-Engineering an der Universität Duisburg-Essen. Und er ist Mitgründer und Aufsichtsratschef von Adesso, des größten deutschen IT-Dienstleisters. Adesso beschäftigt inzwischen ungefähr 12.000 Angestellte und hat den Geschäftsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Wie wenige andere hat Gruhn Einsichten in die theoretische Entwicklung von Computerprogramm das, was praktisch funktioniert und angenommen wird. Und dies auch im Hinblick auf den Einsatz der Künstlichen Intelligenz.
Wie weit ist diese Technologie? Welche Sorgen bereiten ihm die KI-Angriffe der jüngeren Vergangenheit, also jene Vorfälle, in denen KI-Systeme Dinge unternommen haben, die sie nicht tun sollten – inklusive eines Angriffs beispielsweise auf die Internetplattform Hugging Face.
Über all das und mehr sprechen wir in dieser Episode. Eines schonmal vorab: Gruhn hält für absolut unverantwortlich, wenn KI-Unternehmen Systeme entwickeln und veröffentlichen, die nicht sicher sind. Sie sollten dafür haften, sagt er.
Der UN-Sicherheitsrat hat sich in dieser Woche mit den Sicherheitsrisiken fortgeschrittener Systeme Künstlicher Intelligenz (KI) befasst. Führende Vertreter der Branche warnten vor den Folgen immer leistungsfähigerer Modelle. UN-Generalsekretär António Guterres mahnte, Menschen dürften Entscheidungsgewalt nicht schrittweise Maschinen überlassen. Kurz danach traf der amerikanische Präsident Donald Trump in Washington den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping. Neben Handel, Zöllen, Taiwan und seltenen Erden stand dabei auch die KI-Konkurrenz und der Entwicklungsfortschritt auf der Tagesordnung. Greifbare Ergebnisse waren danach nicht zu hören.
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Eine Suchmaschine ist für die allermeisten Menschen das Tor zum Internet. Sie vertrauen ihr besonders stark – es ist etwas ganz anderes als eine herkömmliche App. Suchmaschinen-Anbieter wie Google statten ihr Angebot nun schon seit einiger Zeit mit immer mehr KI aus; inzwischen können Nutzerinnen und Nutzer dort auch einfach direkt eine KI fragen und auf weiterführende Links häufig verzichten. Zugleich ist die Diskussion neu aufgeflammt, wie gefährlich die Künstliche Intelligenz ist, welche Risiken drohen, wenn die Modelle noch mehr können.
Philipp Justus ist seit 13 Jahren der Chef von Google in Deutschland und Zentraleuropa. Er spricht im Podcast über alle genannte Fragen. Und er diskutiert auch, wie es Google als Unternehmen geht, ob der Konzern hierzulande weiter einstellt, welche Rechenzentren er betreibt. Und nicht zuletzt, wie gefährdet echter Journalismus ist durch eine KI-basierte Suchmaschine wie Google.
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Wer an Unternehmen der Chip- und Automatisierungsindustrie denkt, kommt nicht unmittelbar auf Okriftel. Der Hattersheimer Stadtteil im Main-Taunus-Kreis ist ein eher ruhiger Ort am Main, kein Hightech-Hotspot. Mit einer Ausnahme: Hinter Supermärkten, beinahe versteckt, steht ein weißes Gebäude mit rot gerahmten Fenstern. Darin arbeiten Softwareentwickler, Hardwareingenieure und Mitarbeiter einer eigenen Fertigung an einer Technologie, ohne die viele moderne Fabriken nicht funktionieren würden.
Das Unternehmen heißt Hilscher Gesellschaft für Systemautomation und ist einer der deutschen Hidden Champions, von denen immer wieder die Rede ist, ein mittelgroßer Anbieter in Familienhand. Hilscher entwickelt und produziert Komponenten für die industrielle Kommunikation – also für den Datenaustausch zwischen Maschinen, Antrieben, Steuerungen und Sensoren. Die Produkte sorgen dafür, dass die Geräte in einer Fabrik nicht nur Strom bekommen, sondern auch verstehen, was die jeweils anderen von ihnen wollen. Die Kunden sitzen rund um den Globus, die Fertigung ist in internationale Lieferketten integriert, die bis nach Taiwan und Japan reichen.
Gegründet wurde das Unternehmen Hilscher im Jahr 1986 von Hans-Jürgen Hilscher. Die ersten Arbeitsplätze lagen nicht in einem Gewerbegebiet, sondern im Familienhaus, nur wenige Straßen vom heutigen Stammsitz entfernt. Der ursprüngliche Plan des Gründers war ein eigenes Ingenieurbüro mit zehn bis 15 Mitarbeitern. Inzwischen hat das Unternehmen mehr als 400 Mitarbeiter, macht Software und Hardware und steht auf mehreren Beinen. Längst hat sein Sohn Sebastian Hilscher die Geschäftsführung übernommen. Mit ihm haben wir gesprochen in Okriftel – über das Unternehmen, den Weltmarkt für Spezialhardware, KI und die Weitergabe einer Firma von einer Generation an die nächste.
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Erst der Milliarden-Vergleich zwischen dem Internetkonzern Meta und zahlreichen amerikanischen Bundesstaaten, dann die überwältigenden Geschäftszahlen des KI-Unternehmens Nvidia, und schließlich ein Aufsatz des Microsoft-Mitgründers Bill Gates über Künstliche Intelligenz: Wie in einem Brennglas hat diese Woche gezeigt, in welchem Spannungsfeld sich die Digitalisierung gegenwärtig befindet.
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Dass Künstliche Intelligenz die Schlüsseltechnologie ist, die über Erfolg und Misserfolg der allermeisten Unternehmen entscheiden wird, ist längst bekannt. Große und kleine Firmen adressieren das Thema inzwischen allerorten, gründen KI-Teams oder ganze KI-Abteilungen, starten Pilotprojekte oder sind schon viel weiter. Doch wovon hängt eigentlich ab, ob das klappt? Und scheitert?
Nico Reichen ist Partner der Unternehmensberatung PWC in Deutschland und berät genau in diesen Fragen. KI ist eine Führungsaufgabe für alle und kein Nischenthema der IT-Abteilung, sagt er. Und macht auch deutlich, wo der Nachholbedarf am größten ist: Den normalen Angestellten gibt er im Schnitt die Note 3 in der KI, den KI-Anbietern hierzulande die Note 2 – den Führungskräften die Note 4. Denn die müss(t)en den richtigen Umgang erstens persönlich vorleben. Und zweitens eine überzeugende Strategie anbieten.
Für Reichen ist wichtig: Es geht nicht so sehr um eine KI-Strategie für ein Unternehmen, zunehmend macht KI wesentlich die gesamte Geschäftsstrategie aus. Er spricht über seine Erfahrung im Alltag der Kunden. Und verrät auch, wo KI in PWC drinsteckt inzwischen.
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Wenn wir an Streiks und Gewerkschaften in der Metall- und Elektroindustrie denken, haben wir oft ein klassisches Bild vor Augen: das Fließband, die Werkshalle, den traditionellen Autobauer. Doch die Arbeitswelt wandelt sich – und mit ihr auch der Arbeitskampf.
Zu sehen war das unlängst im beschaulichen Roßdorf südlich von Darmstadt. Dort standen Menschen mit IG-Metall-Fahnen und roten Westen auf der Straße, die beispielsweise promovierte Chemiker sind, die Software entwickeln und Hochtechnologie-Lösungen für die globale Halbleiterindustrie entwickeln. Sie arbeiten für Zeiss SMT, eine Sparte des Optik-Konzerns, die vom gegenwärtigen KI-Boom profitiert.
Und trotzdem – oder gerade deshalb? – knirscht es dort gewaltig. Die Belegschaft fordert einen Tarifvertrag und die 35-Stunden-Woche. Wir erzählen, was dahintersteckt. Was passiert, wenn Start-up-Kultur auf Konzernstrukturen trifft und warum dieser lokale Konflikt symptomatisch für die aktuelle Debatte um Arbeitszeiten in Deutschland ist.
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Wie schlagen sich Kryptoanlagen wie der Bitcoin gerade? Und gibt es europäische Unternehmen, die in diesem Geschäft aktiv sind? Bitpanda ist eine digitale Investmentplattform mit Sitz in Wien, gegründet im Jahr 2014. Nutzer können dort – abhängig von ihrem Wohnsitz und dem jeweiligen Produkt – verschiedene Anlageklassen handeln. Dazu zählen Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum, aber auch Aktien und ETF.
Lukas Enzersdorfer-Konrad ist der gegenwärtige Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, das in den vergangenen Jahren deutlich größer geworden ist. Er spricht über die Entwicklung der Plattform, wer dort handelt (nicht nur Jüngere!) und wie seiner Ansicht nach Kryptoanlagen in ein normales Porfolio gehören.
Natürlich sagt er auch, wie es um einen möglichen Börsengang steht, wo er KI einsetzt. Und schließlich, welches Geschäft Bitpanda als technologischer Infrastrukturanbieter mit Finanzinstituten macht.
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