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Der hinter Facebook, Instagram und Whatsapp stehende Konzern Meta will die Nutzungsbedingungen ändern für kommerzielle Konten. Mit gravierenden Folgen: Meta möchte auf Inhalte zugreifen, die sich hinter dort geposteten Links befinden – und dies formal erlaubt bekommen. Erst begründete Meta dies damit, mit diesen Inhalten seine Künstliche Intelligenz trainieren zu wollen. Qualitativ hochwertige journalistische Erzeugnisse sind für alle KI-Unternehmen wertvoll, weil sie aktuelle Inhalte darstellen und außerdem nach journalistischen Kriterien recherchiert und geprüft sind; für viele andere Inhalte im Internet gilt das nicht.
Nach unmittelbar erfolgter Kritik der Medienbranche zog Meta dieses Ansinnen zurück und will die Inhalte nun "nur" noch auswerten können, um Werbung noch gezielter und effektiver ausspielen zu können. Und eben nicht mehr für das Training der KI-Modelle. Doch die Medien wehren sich weiterhin gegen diesen angestrebten Zugriff, der den bisherigen "Deal" zwischen der Internet-Plattform und ihnen verschöbe – zugunsten von Meta. Bislang nutzen sie Metas Apps, um ihre Angebote zu verbreiten und die Apps werden dadurch attraktiver, weil diese Inhalte dort eben zu finden sind.
Die Medienverbände nicht nur in Deutschland gehen gegen die neuen AGB-Ideen aus Kalifornien vor. Wie reagiert die Politik? Worum geht es über diesen Fall hinaus? Und wie nutzt eigentlich die F.A.Z. die Plattform? Über all das sprechen wir in dieser Episode.
Der amerikanische Technologie-Unternehmer Elon Musk hat vor, das Weltraumunternehmen Space X und den Elektroautohersteller Tesla in einem Konzern zu vereinen. Wahrscheinlich ist, dass es so kommt. Wahrscheinlich wird Tesla innerhalb von Space X aufgehen. Doch ergibt das betriebswirtschaftlich und strategisch Sinn? Und was folgt daraus?
Space X ist gegenwärtig das an der Börse wertvollere Unternehmen. Sein wichtigstes Angebot ist das Satelliten- Netzwerk Starlink, das schnelles Internet rund um die Welt bereitstellt und beispielsweise von immer mehr Fluggesellschaften nachgefragt wird. Der militärische Teil Starshield steht gegenwärtig im Fokus, weil seine Leistungsfähigkeit für das ukrainische Militär gedrosselt wurde – und sowohl Elon Musk als auch Donald Trump sagen, sie seien dafür jeweils nicht verantwortlich gewesen. Daneben verdient Space X auch immer mehr Geld mit KI-Angeboten. Der spektakuläre Kern des Konzerns bleibt aber das Raumfahrtgeschäft, in dem es auch darum geht, irgendwann einmal eine bemannte Mission zum Mars zu schicken.
Tesla wiederum hat auf dem Automarkt zunehmen Konkurrenz bekommen in der jüngeren Vergangenheit. Die etablierten Autokonzerne haben aufgeholt und teils überholt. Musk versucht denn auch, Tesla nicht mehr als Autofabrikanten darzustellen, sondern verspricht einen voll funktionalen humanoiden Roboter und autonome Fahrangebote.
Und was ist mit Mark Zuckerberg? Dessen Konzern Meta wurde in dieser Woche zu einer Strafe in Höhe von 25 Milliarden Dollar verurteilt. Außerdem drohte Zuckerberg damit, seinen privaten Wohnsitz zu verlegen aus Kalifornien wegen einer drohenden Steuer für Milliardäre. Wie Metas Verwaltungsrat reagiert hat, diskutieren wir ebenfalls in dieser Folge.
Prometheus hat den Menschen das Feuer gebracht und sich dafür mit den Göttern angelegt – so heißt es in einem Mythos der griechischen Antike. Das inspiriert in der Folge viele Menschen zu fast allein Zeiten, darunter sind auch Johann Wolfgang von Goethe und die Frankenstein-Autorin Mary Shelley. Denn diese Erzählung enthält Grundelemente und Konflikte, die unsere Entwicklung prägen, unsere Hoffnung in technischen Fortschritt, unsere Ängste vor Kontrollverlust, den Wunsch, die Welt zu formen, und immer wieder die Lust oder Antrieb, Grenzen nicht zu akzeptieren und sie letztlich auch zu überschreiten.
Deshalb haben wir in dieser besonderen Folge mit dem Altphilologen Jonas Grethlein gesprochen. Der Leibniz-Preisträger forscht und lehrt an der Universität Heidelberg und hat ein äußerst lesenswertes Buch über den Prometheus-Mythos geschrieben, das gerade im Verlag C.H. Beck erschienen ist. Er erklärt, wann und wie der Mythos entstand, was darin vorkommt und wie er zu verschiedenen Zeiten aus verschiedenen Gründen verarbeitet wurde und wird. Immer wieder stellte und stellt sich, wie schon beim Feuer, eine gewisse Ambivalenz heraus – es kann wärmen oder verbrennen.
Grethlein wendet den Mythos auf drei Bereiche an: Technik, Freiheit und Arbeit. Alle drei werden davon lehrreich berührt, die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit hilft sogar, die Diskussion über die Künstliche Intelligenz besser zu verstehen. Benjamin Franklin kommt vor, Lord Byron, Goethe, Elon Musk und viele andere. Und natürlich geht es auch um die gegenwärtig mitunter besonders angesagte Frage: Können wir ewig leben?
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Wie selbständig sind die großen KI-Sprachmodelle? Geraten sie gerade außer Kontrolle? Können Maschinen denken, wie Menschen denken können? Die zahlreichen Vorfälle, in denen KI-Systeme eine Internetplattform gehackt oder Inhalte auf Webseiten hochgeladen haben, ohne dass ihre Entwickler das wollten, haben eine neue Debatte über die Risiken dieser Schlüsseltechnologie ausgelöst. Es geht um die Fähigkeiten der KI-Systeme. Und um die Verantwortung der Hersteller und wichtigsten Anbieter.
Katharina Zweig ist Deutschlands wohl bekannteste KI-Forscherin. Sie hat mit populären Büchern wie "Weiß die KI, dass sie nichts weiß" und zahlreichen Vorträgen das KI-Thema für ein breites Publikum vermittelt. Zweig hat Bioinformatik und Biochemie studiert und ist gegenwärtig Professorin an der RPTU Kaiserslautern.
Im Podcast spricht sie darüber, was KI-Systeme können, wieso wir nicht von "der" KI sprechen sollten, wie die großen amerikanischen Hersteller versuchen, sich teilweise aus der Verantwortung zu stehlen. Und was jedes Unternehmen tun sollte, um KI-Systeme klug einzusetzen und richtig auszuwählen.
Volker Gruhn ist Professor für Software-Engineering an der Universität Duisburg-Essen. Und er ist Mitgründer und Aufsichtsratschef von Adesso, des größten deutschen IT-Dienstleisters. Adesso beschäftigt inzwischen ungefähr 12.000 Angestellte und hat den Geschäftsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Wie wenige andere hat Gruhn Einsichten in die theoretische Entwicklung von Computerprogramm das, was praktisch funktioniert und angenommen wird. Und dies auch im Hinblick auf den Einsatz der Künstlichen Intelligenz.
Wie weit ist diese Technologie? Welche Sorgen bereiten ihm die KI-Angriffe der jüngeren Vergangenheit, also jene Vorfälle, in denen KI-Systeme Dinge unternommen haben, die sie nicht tun sollten – inklusive eines Angriffs beispielsweise auf die Internetplattform Hugging Face.
Über all das und mehr sprechen wir in dieser Episode. Eines schonmal vorab: Gruhn hält für absolut unverantwortlich, wenn KI-Unternehmen Systeme entwickeln und veröffentlichen, die nicht sicher sind. Sie sollten dafür haften, sagt er.
Der UN-Sicherheitsrat hat sich in dieser Woche mit den Sicherheitsrisiken fortgeschrittener Systeme Künstlicher Intelligenz (KI) befasst. Führende Vertreter der Branche warnten vor den Folgen immer leistungsfähigerer Modelle. UN-Generalsekretär António Guterres mahnte, Menschen dürften Entscheidungsgewalt nicht schrittweise Maschinen überlassen. Kurz danach traf der amerikanische Präsident Donald Trump in Washington den chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping. Neben Handel, Zöllen, Taiwan und seltenen Erden stand dabei auch die KI-Konkurrenz und der Entwicklungsfortschritt auf der Tagesordnung. Greifbare Ergebnisse waren danach nicht zu hören.
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Eine Suchmaschine ist für die allermeisten Menschen das Tor zum Internet. Sie vertrauen ihr besonders stark – es ist etwas ganz anderes als eine herkömmliche App. Suchmaschinen-Anbieter wie Google statten ihr Angebot nun schon seit einiger Zeit mit immer mehr KI aus; inzwischen können Nutzerinnen und Nutzer dort auch einfach direkt eine KI fragen und auf weiterführende Links häufig verzichten. Zugleich ist die Diskussion neu aufgeflammt, wie gefährlich die Künstliche Intelligenz ist, welche Risiken drohen, wenn die Modelle noch mehr können.
Philipp Justus ist seit 13 Jahren der Chef von Google in Deutschland und Zentraleuropa. Er spricht im Podcast über alle genannte Fragen. Und er diskutiert auch, wie es Google als Unternehmen geht, ob der Konzern hierzulande weiter einstellt, welche Rechenzentren er betreibt. Und nicht zuletzt, wie gefährdet echter Journalismus ist durch eine KI-basierte Suchmaschine wie Google.
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Wer an Unternehmen der Chip- und Automatisierungsindustrie denkt, kommt nicht unmittelbar auf Okriftel. Der Hattersheimer Stadtteil im Main-Taunus-Kreis ist ein eher ruhiger Ort am Main, kein Hightech-Hotspot. Mit einer Ausnahme: Hinter Supermärkten, beinahe versteckt, steht ein weißes Gebäude mit rot gerahmten Fenstern. Darin arbeiten Softwareentwickler, Hardwareingenieure und Mitarbeiter einer eigenen Fertigung an einer Technologie, ohne die viele moderne Fabriken nicht funktionieren würden.
Das Unternehmen heißt Hilscher Gesellschaft für Systemautomation und ist einer der deutschen Hidden Champions, von denen immer wieder die Rede ist, ein mittelgroßer Anbieter in Familienhand. Hilscher entwickelt und produziert Komponenten für die industrielle Kommunikation – also für den Datenaustausch zwischen Maschinen, Antrieben, Steuerungen und Sensoren. Die Produkte sorgen dafür, dass die Geräte in einer Fabrik nicht nur Strom bekommen, sondern auch verstehen, was die jeweils anderen von ihnen wollen. Die Kunden sitzen rund um den Globus, die Fertigung ist in internationale Lieferketten integriert, die bis nach Taiwan und Japan reichen.
Gegründet wurde das Unternehmen Hilscher im Jahr 1986 von Hans-Jürgen Hilscher. Die ersten Arbeitsplätze lagen nicht in einem Gewerbegebiet, sondern im Familienhaus, nur wenige Straßen vom heutigen Stammsitz entfernt. Der ursprüngliche Plan des Gründers war ein eigenes Ingenieurbüro mit zehn bis 15 Mitarbeitern. Inzwischen hat das Unternehmen mehr als 400 Mitarbeiter, macht Software und Hardware und steht auf mehreren Beinen. Längst hat sein Sohn Sebastian Hilscher die Geschäftsführung übernommen. Mit ihm haben wir gesprochen in Okriftel – über das Unternehmen, den Weltmarkt für Spezialhardware, KI und die Weitergabe einer Firma von einer Generation an die nächste.
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Erst der Milliarden-Vergleich zwischen dem Internetkonzern Meta und zahlreichen amerikanischen Bundesstaaten, dann die überwältigenden Geschäftszahlen des KI-Unternehmens Nvidia, und schließlich ein Aufsatz des Microsoft-Mitgründers Bill Gates über Künstliche Intelligenz: Wie in einem Brennglas hat diese Woche gezeigt, in welchem Spannungsfeld sich die Digitalisierung gegenwärtig befindet.
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