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Wie setzt ein klassischer Mittelständler generative KI produktiv ein? Für Philipp Eckelmann, der seit 2021 als Vorstandsvorsitzender die Wiesbadener Eckelmann AG leitet, beginnt die Antwort mit der eigenen Praxis. Als Chef eines Unternehmens, das industrielle Automatisierungslösungen entwickelt, programmiert er nach Feierabend selbst mit den neuesten KI-Werkzeugen, um deren Chancen und Grenzen aus eigener Erfahrung beurteilen zu können.
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Wie verändert generative KI die Bedrohungslage für Unternehmen und staatliche Institutionen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Folge des F.A.Z. KI-Podcasts mit Claudia Plattner, Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Im Gespräch warnt sie angesichts der neuen Qualität von KI-gestützten Cyberangriffen: „Wir stellen uns auf raues Wetter ein.“ Das Kernproblem der Cyberabwehr sieht sie in einer fundamentalen Asymmetrie: Während Unternehmen durch Freigabeprozesse gebremst würden, agierten kriminelle Netzwerke hochgradig arbeitsteilig und regellos: „Die haben Stand heute einen echten Geschwindigkeitsvorteil“. KI verschärfe dieses Ungleichgewicht weiter, da Angreifer Schwachstellensuche und die entsprechenden Attacken automatisieren und skalieren könnten. Das Bild des Hackers im Kapuzenpullover mit leeren Pizzakartons sei schlicht überholt, so Plattner.
Die Folge ist Teil unseres Podcasts „Künstliche Intelligenz“. Er geht den Fragen nach, was KI kann, wo sie angewendet wird, was sie bereits verändert hat und welchen Beitrag sie in der Zukunft leisten kann. Hosts des Podcasts sind Peter Buxmann, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik an der TU Darmstadt, und Digitalwirtschaft-Redaktionsleiter Holger Schmidt. Die Podcast-Folgen erscheinen jeweils am ersten Mittwoch im Monat.
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Wie unterschiedlich blickt die Welt auf Künstliche Intelligenz und was bedeutet das für Deutschland? Darüber sprechen Peter Buxmann und Holger Schmidt in dieser Folge des F.A.Z. KI-Podcasts mit Agnes Heftberger. Als Corporate Vice President und Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland und Österreich mit internationalem beruflichem Werdegang verfügt sie über einen breiten Überblick über die weltweite Entwicklung von KI.
Den entscheidenden Unterschied zwischen Asien und Europa sieht Heftberger im Blickwinkel: Während in Ländern wie Singapur oder Südkorea vor allem die Frage im Mittelpunkt stehe, was sich mit KI erreichen lasse, dominiere in Europa häufig die Diskussion über Risiken und deren Begrenzung. Diese unterschiedliche Haltung spiegele sich auch in den Nutzungsraten wider. In Deutschland seien inzwischen knapp über 30 Prozent der Menschen mit KI aktiv, während Länder wie Norwegen, Singapur oder Südkorea bereits deutlich über 40 Prozent erreichen. Das Bild eines hoffnungslos rückständigen Deutschlands weist Heftberger jedoch zurück. Gerade beim Einsatz von KI-Agenten, also Systemen, die eigenständig Aufgaben übernehmen und ganze Geschäftsprozesse neugestalten, habe Deutschland früh und entschlossen angesetzt.
Wie stark KI einzelne Berufe verändern wird, zeige sich bereits heute beispielsweise in der Softwareentwicklung: Kaum ein Bereich werde stärker durch KI verändert und kaum ein Bereich nutze sie bereits so intensiv, etwa beim automatisierten Erkennen und Beheben von Sicherheitslücken durch Multi-Agenten-Systeme. Auf die Frage, welche Fähigkeiten Studierende und Berufseinsteiger künftig mitbringen sollten, hat Heftberger eine klare Antwort: kein spezifisches Fachwissen, sondern ein „Growth Mindset“, die Bereitschaft, täglich neu zu lernen, Technologien kritisch zu hinterfragen und sich auf Unbekanntes einzulassen. Das gelte nicht nur für Berufseinsteiger, sondern ebenso für Führungskräfte, die künftig Teams aus Menschen und KI-Agenten führen werden.
Die Folge ist Teil unseres Podcasts „Künstliche Intelligenz“. Er geht den Fragen nach, was KI kann, wo sie angewendet wird, was sie bereits verändert hat und welchen Beitrag sie in der Zukunft leisten kann. Hosts des Podcasts sind Peter Buxmann, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik an der TU Darmstadt, und Digitalwirtschaft-Redaktionsleiter Holger Schmidt. Die Podcast-Folgen erscheinen jeweils am ersten Mittwoch im Monat.
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Was kann Künstliche Intelligenz heute bereits in Krankenhäusern leisten und wie wird sie die medizinische Versorgung der Zukunft verändern? In dieser Folge des F.A.Z. KI-Podcasts spricht Prof. Alexander Meyer, Chief Medical Information Officer des Deutschen Herzzentrums der Charité und Leiter des Instituts für Künstliche Intelligenz in der Medizin, über Anwendungsmöglichkeiten, Grenzen und zukünftige Potenziale von KI im klinischen Alltag. Für ihn sei KI weit mehr als ein Tool: Eine „Plattformtechnologie, die den gesamten Bereich einer Universitätsmedizin abdecken soll“.
KI sei in der Medizin kein völlig neues Phänomen. Verfahren des maschinellen Lernens kommen seit Jahren in der bildgebenden Diagnostik zum Einsatz, etwa in der Radiologie oder Pathologie. Dabei können KI-Systeme Muster erkennen, die Menschen mit „unbewaffnetem Auge gar nicht erkennen können“, und seien ihnen in bestimmten Aufgaben bereits überlegen. Gerade dort, wo große Datenmengen ausgewertet werden müssen, etwa bei CT-Aufnahmen, stoßen menschliche Kapazität und Kognition an ihre Grenzen, während Algorithmen diese vollständig erfassen können.
Neben dieser klassischen Mustererkennung gewinnen aktuell generative KI-Verfahren an Bedeutung. Diese könne vor allem dort ihre Stärken ausspielen, wo Prozesse besonders zeitaufwendig sind oder sich wiederholen. „Bestimmte Sachen, die für uns Menschen sehr langwierig sind, die kann KI deutlich schneller erledigen“, beschreibt Meyer einen zentralen Vorteil. Gerade im Klinikalltag, etwa bei der Erstellung von Arztbriefen oder der strukturierten Erhebung von Patientendaten, sei das Potential für Entlastung hoch, da aktuell rund 40 Prozent der ärztlichen Arbeit auf Bürokratie entfalle. „Wenn wir uns davon befreien könnten, wäre das phänomenal“, so Meyer. KI kann hier ansetzen und mehr Zeit für die eigentliche Patientenversorgung schaffen.
Gleichzeitig werde deutlich, dass zwischen technischer Möglichkeit und klinischer Anwendung weiterhin Herausforderungen bestehen. Zentral sei dabei die Frage der Qualitätssicherung. „Es muss medizinisch validiert werden, dass KI auch zum Qualitätszuwachs führt“, betont Meyer. Erst wenn dieser Nachweis erbracht ist, kann KI dauerhaft in der Versorgung eingesetzt werden. Die regulatorische Situation beschreibt er als ambivalent: „Wir könnten natürlich schneller sein ohne Regulatorik, andererseits hat Regulatorik auch einen Wert“. Klare Rahmenbedingungen seien entscheidend für Vertrauen und Sicherheit: „Wenn es einen guten regulatorischen Rechtsrahmen gibt, dann kann man da auch sicher agieren“.
Mit Blick auf die Zukunft erwartet Meyer eine stärkere Integration von KI in den klinischen Alltag. Während Anwendungen heute oft noch punktuell eingesetzt werden, könnten künftig Systeme entstehen, die verschiedene Prozesse im Krankenhaus miteinander verbinden. Für ihn steht dabei der medizinische Nutzen im Vordergrund. „Wir haben die Möglichkeit, Qualität zu steigern“, so Meyer. Entsprechend sieht er auch den Einsatz solcher Systeme: „Wenn etwas die Qualität steigert und eine hohe Evidenz hat, dann müssen wir als Ärztinnen und Ärzte den Anspruch haben, das einzusetzen“.
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Markus Kaulartz, Partner bei der Wirtschaftskanzlei CMS, sieht generative KI als massive Erweiterung des juristischen Werkzeugkastens, ohne dass die juristische Kernkompetenz substituiert werde. Ohne Zugriff auf juristische Daten lägen die meisten Anwendungsfälle heute in der ‚intelligenten Textverarbeitung: Vertragsprüfung, Redlining, Drafting, Zusammenfassungen und Datenextraktion aus großen Dokumentenbeständen. Dabei liefere die KI häufig einen sehr guten ersten Aufschlag, die Qualitätssicherung bleibe aber beim Menschen. Halluzinationen seien mittlerweile kaum noch ein Thema, vorausgesetzt, man wähle die passende KI für den konkreten Anwendungsfall, sagte Kaulartz im F.A.Z. KI-Podcast mit Peter Buxmann und Holger Schmidt
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Kaum ein Einsatzfeld für Künstliche Intelligenz ist so sensibel wie die Medizin. Hier betrifft ihr Einsatz persönliche Daten und Entscheidungen, die unmittelbare Auswirkungen auf das Leben von Menschen haben. Es geht nicht nur um technische Leistungsfähigkeit, sondern um Vertrauen und Verantwortung. Philipp Berens, Professor für Data Science an der Universität Tübingen und Direktor des Hertie Institute for AI in Brain Health, erörtert in dieser Folge, wie KI die Diagnostik und den Klinikalltag verändern kann und welche Voraussetzungen für eine bessere Versorgung erfüllt sein müssen.
Großes Potenzial sieht Berens in KI-Systemen, die Ärzte im klinischen Alltag entlasten. KI könne helfen, große Datenmengen zu strukturieren, Auffälligkeiten zu markieren und Diagnostikprozesse abzusichern. In einzelnen Feldern habe sie bereits dazu beigetragen, „die Falsch-Positiv-Rate zu senken“, oder fungiere als „erster Vorfilter“, bevor medizinische Fachkräfte finale Entscheidungen treffen. Dabei gehe es ausdrücklich nicht um die Automatisierung ärztlicher Verantwortung, sondern um eine qualitative Unterstützung medizinischer Arbeit.
Eng damit verbunden sei die Rolle der Daten. Für medizinische KI-Anwendungen seien „Datenqualität oder Datenverfügbarkeit ein zentraler Faktor“. Entscheidend sei dabei nicht, ausschließlich mit idealisierten Datensätzen zu arbeiten. Im Gegenteil: „Die Daten dürfen so sein, wie sie im Krankenhaus oder in der Arztpraxis anfallen“, betont Berens. Moderne Verfahren seien robust genug, um mit unvollständigen oder verrauschten Datensätzen umzugehen.
Zukünftig könnten große Sprachmodelle zudem den Umgang mit wissenschaftlichem Wissen stark verändern. Sie erleichterten den Zugang zu medizinischer Literatur, bündelten Informationen und ermöglichten neue Formen der Forschung. Berens beschreibt diese Entwicklung als „Agentic Science“, also als Systeme, die nicht nur analysieren, sondern aktiv bei der Generierung wissenschaftlicher Erkenntnisse unterstützen. Für ihn steht fest: „Das wird sehr spannend.“
Der Durchbruch neuronaler Netze hat der Künstlichen Intelligenz, in Kombination mit Datenverfügbarkeit und Rechenleistung, in den vergangenen Jahren einen Technologiesprung ermöglicht. Maschinelle Übersetzung war eines der ersten Felder, in denen sich diese Entwicklung konkret zeigte. Für Jarek Kutylowski, Gründer und CEO von DeepL, ist das ein früher Beleg für das transformative Potenzial der Technologie: „Übersetzung war die erste Anwendung, in der Sprachmodelle wirklich einen großen Unterschied machen konnten. Das war der erste Case, in der KI die Welt verändern konnte“.
Wie verändert KI Studium und Lehre? Doris Weßels, Wirtschaftsinformatikerin, Hochschullehrerin und Leiterin des Zukunftslabors für generative KI, analysiert seit Jahren, wie Studierende die Technologie früh und selbstverständlich in ihren Alltag integrieren. Von den ersten Experimenten nach der Veröffentlichung von ChatGPT bis hin zur breiten Nutzung für Schreiben, Recherche und Analyse. Seitdem, so Weßels, sei KI „immer mehr in die Lehre eingedrungen“.
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Im internationalen KI-Vergleich tun sich deutsche Unternehmen oft schwerer als ihre internationalen Wettbewerber. Für Christine Rupp, Geschäftsführerin von IBM Deutschland und General Managerin für IBM Consulting in der DACH-Region, kommt es jetzt darauf an, Innovationen in die Umsetzung zu bringen: „Wenn ich KI nicht nutze oder zu spät nutze, entsteht ein struktureller Wettbewerbsnachteil. Die Zeit der Piloten ist vorbei“. In dieser Folge des KI-Podcasts der F.A.Z. Digitalwirtschaft kritisiert Rupp, dass Europa zwar viel experimentiert, der Schritt von der Innovation zur breiten Umsetzung aber andernorts schneller gelingt.
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