Wegen Corona befürchtete die Blasmusikszene einen dramatischen Mitgliederschwund. Bislang ist dieser ausgeblieben.
Dies zeigen die aktuellsten Zahlen des Schweizer Blasmusikverbands SBV. Im Jahr 2020 sank die Mitgliederzahl gesamtschweizerisch um etwa 1 Prozent. Im Verlauf des Jahres 2021 um etwa 1.4 Prozent. Mitglieder sind also nicht reihenweise ausgetreten. Mit über 58'000 Mitgliedern (Stand Ende 2021) bleibt der SBV der grösste Amateurmusikverband der Schweiz.
«Die schlimmsten Befürchtungen haben sich zum Glück nicht bewahrheitet», bestätigt SBV-Vizepräsident Andy Kollegger im Gespräch mit der SRF Musikwelle. Kollegger macht sich jedoch Sorgen um den Nachwuchs. Blasinstrumente galten während der Coronapandemie als Virenschleudern, «und wer will schon ein Instrument lernen, wenn das angeblich der Gesundheit schadet».
Weitere Schweizer Blasmusik-Neuigkeiten:
* Das Eidgenössische Musikfest EMF vom 14. bis 17. Mai 2026 findet in Interlaken statt. Dies hat die Delegiertenversammlung des Schweizer Blasmusikverbandes SBV beschlossen. Interlaken hätte das EMF bereits 2021 durchführen wollen, die Coronapandemie hat dem OK jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht.
* Der Stephan Jaeggi-Preis wird 2022 an Arnold Spescha und Carlo Balmelli verliehen. Der Stephan Jaeggi-Preis gilt als höchste Auszeichnung des Schweizer Blasmusikwesens.
* Die Valaisia Brass Band ist Vize-Europameisterin. In Birmingham konnte die Cory Band ihren Titel (mit 1 Punkt Vorsprung auf die Walliser) verteidigen.
* Der Unterwalliser Théo Rossier gewinnt den europäischen Komponistenwettbewerb. Der Preis wurde anlässlich des europäischen Brass Band Wettbewerbs 2022 in Birmingham verliehen.