Dini Mundart - Schnabelweid

Dini Mundart - Schnabelweid

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Dini Mundart - Schnabelweid episodes

  • Briefkasten: schnelle Wörter, junge Rinder, altes Zeug
    Was hat es mit «tifig» und «weidli» auf sich? Warum werden junge Rinder auch «Guschti» genannt, und woher kommt die Bezeichnung «Paduscht» für ein Durcheinander? Die Antworten unserer Mundartredaktion auf Fragen aus dem Publikum.
    Auf folgende Fragen gibt es in dieser Sendung Antworten:
    · Was steckt hinter den Ausdrücken «tifig» und «weidli» – und welche anderen Wörter für «schnell» gibt es im Schweizerdeutschen ausserdem noch?
    · Wie ist das Wort «Paduscht» für ein Durcheinander entstanden?
    · Warum nennt man junge, weibliche Rinder «Guschti»?
    · In einem bekannten Kinderlied gibt es die Zeile «en Sirup für de Durscht» – ist das nicht falsch, und es müsste «gäg de Durscht» heissen?
    · Buchweizen ist ein Getreide. Hat sein Name etwas mit Büchern zu tun – oder gar mit der Buche (dem Baum)?
    · Was ist die richtige Pluralform von «Kran» und «Park», und gibt es dabei Unterschiede zwischen Schweizerdeutsch und Hochdeutsch?
    · Gibt es das Verb «verzenne» wirklich, oder hat unsere Hörerin das erfunden?
    · Wie ist der Familienname Dellsperger entstanden?
    57 min
  • Höhepunkte des Schweizer Spoken-Word-Schaffens am woerdz
    Alle zwei Jahre treffen sich im Kulturzentrum Südpol in Luzern Slampoeten, Kabarettistinnen, Musiker und Autorinnen zu vier dichten Abenden voller Wortkunst. Eine Blütenlese der Ausgabe 2026 von Literaturredaktor Markus Gasser.
    Die vielen grossen und kleinen Krisen der Welt machen vor den Bühnen nicht Halt. Das wird schnell klar bei der diesjährigen Ausgabe des Spoken-Word-Festivals. «Alls wird zu Stoub» singt etwa Paquita Maria und das Duo «Bass und Bieder» malt sich aus, wie elend es einer Simultandolmetscherin zumute sein muss, die an einer Politkonferenz all die Heuchlereien und Lügen übersetzen muss, die sie aus dem Mund der Mächtigen hört. Ihre vernichtende Diagnose: «Krieg erklären ist Mansplaining im Endstadium».
    Das Schwere darf aber auch leicht daherkommen, spielerisch. Etwa wenn Manuel Stahlberger erzählt, wie er 1984 in einem Krippenspiel das Jesuskind spielte. Oder wenn in einem Gedicht von Simon Lappert das Krokodil findet, es müsse nicht immer um den Angriff gehen, «mir reicht es zu lauern»!
    Krisen jedenfalls, so die Erkenntnis nach dem woerdz-Festival, befördern die Qualität und Dringlichkeit der Bühnenwortkunst.
    Im zweiten Teil der Sendung erläutert Gabriela Barth vom Schweizerischen Idiotikon die Familiennamen Gebistorf, Heimberg und Reichenbach. Es sind alles Herkunftsnamen, also Familiennamen, die auf die Ortsnamen Gebenstorf, Heimberg und Reichenberg zurückgehen.
    57 min
  • Grosserfolg – und harsche Kritik: 80 Jahre Gotthelf im Radio
    Dass das Gerücht kursiert, Jeremias Gotthelf sei der erste Mundartautor der Schweiz, hat mit den legendären Hörspielen und Verfilmungen der 1940er/50er-Jahre zu tun. Was die Leute begeisterte, erbitterte die Gelehrten! Grund genug, auch die Originalsprache Gotthelfs etwas genauer anzuschauen.
    Am 19.10.1946 wurde die erste Episode der legendären Hörspiel-Bearbeitungen von Jeremias Gotthelfs Romanen aus der Feder des Berner Autors Ernst Balzli ausgestrahlt. Die Hörspiele genossen bald Kultstatus in der Schweiz. Von der Akademie wurden sie jedoch bis zur Abschaltung bekämpft.
    Was in den 1950er-Jahren zeitweise die Ausmasse eines intellektuellen Hahnenkampfs zwischen Literaturprofessor Walter Muschg und Bearbeiter Ernst Balzli annahm, ist im Kern bis heute relevant geblieben – es sind grundlegende Fragen: Darf man Werke, die als absolute Klassiker gelten, überhaupt zu Hörspielen oder Filmen umarbeiten? Und wenn ja, wie nah am Original müssen die Bearbeitungen bleiben? Schadet die Bearbeitung dem Ruf des Originals? Und: Ist das noch gute Kunst? - Literatur- und Sprachredaktor Simon Leuthold geht diesen Fragen nach und baut in seinen Beitrag viele Originaltöne ein!
    Im zweiten Teil der Sendung wirft Literatur- und Sprachredaktor Markus Gasser einen Blick auf die ganz eigene Sprache, in der Jeremias Gotthelf seine Romane und Erzählungen verfasste. Entgegen der verbreiteten Meinung, Gotthelf sei der erste Mundartautor der Schweiz gewesen, schrieb er nämlich grundsätzlich schriftdeutsch. Ein Schriftdeutsch allerdings mit vielen berndeutschen Elementen. Wie klingt das? Was macht Gotthelf genau - und warum macht er das? Darüber gibt Gotthelfherausgeber Philipp Theisohn beredt Auskunft.
    Familienname Joner oder Johner
    Der Familienname Johner (auch Joner) kann unterschiedliche Ursprünge haben. Entweder ist er vom Ort namens Jaun, mundartlich Joon, abgeleitet oder er kommt vom Namen eines Vorfahren mit Namen Johann.
    57 min
  • Briefkasten: Von kuriosen Flurnamen und alten Schimpfwörtern
    Schlottert in «Schlottermilch» die Milch, liegt im «Gschneit» viel Schnee und was steckt hinter der Beleidigung «Muemeboose»? Unsere Mundartredaktion beantwortet Ihre Fragen.
    Auf folgende Fragen gibt es in dieser Sendung Antworten:
    Woher kommt der Flurname «Ifang»?
    Hat der Flurname «Krisental» etwas mit einer Krise zu tun oder was genau steckt dahinter?
    Was bedeutet der Ortsname «Lieli» und was verrät dieser über die Siedlungsgeschichte?
    Welche Geschichte steckt hinter dem Flurnamen «Schlottermilch»? Hat er tatsächlich etwas mit Milch zu tun?
    Was bedeutet der Flurname«Gschneit», wie im Kanton Bern gleich mehrere Weiler und Höfe heissen?
    Warum wird jemand als «Gali» beleidigt und was für ähnliche Schimpfwörter gibt es?
    «Muemeboose» ist eine abschätzige Bezeichnung für eine Frau, doch woher kommt der Begriff?
    Was bedeutet der Familienname «Galliker»?
    58 min
  • Dominic Oppligers neuer Mundartroman «Gschtüel»
    Wer möchte ich sein? Wo ist mein Platz? Und wie finde ich dorthin? Diesen Fragen spürt Dominic Oppliger in «Gschtüel» geschickt nach - vor den Kulissen der Kleinstadt Baden in den Nullerjahren.
    Was wäre eigentlich, wenn unsere Entwicklung nicht mit dem Erwachsenwerden aufhören würde? Diese Frage warf der Bäderarzt Prof. Pilzbarth auf. Er beschrieb die sogenannte Anthropolyse, eine Therapie, dank der Menschen sich in ein Tier ihrer Wahl weiterentwickeln konnten, um so zu werden, wie sie sich wohl fühlen, wie es ihrem Wesen entspricht.
    Prof. Pilzbarth und die Anthropolyse sind fiktiv - ein Projekt der Objektkünstlerin Margarethe Dubach und des Psychiaters Jürg Willi, das in den 1990er-Jahren im Badener Musée bizarre ausgestellt war.
    Diesem Professor Pilzbarth und seinen merkwürdigen Theorien begegnete auch der Aargauer Autor Dominic Oppliger, als er in den Nullerjahren als junger Mann nach Baden kam. Zuerst hatte er Mühe, in der Kleinstadt Anschluss zu finden. Aber als es auf dem Gstühl-Areal beim Bahnhof eine Zwischennutzung gab, fand er dort eine Raum, in dem er sich verwirklichen konnte.
    Diese beiden Erlebnisse verwebt Oppliger geschickt in seinem neuen Mundartroman «Gschtüel» - eine schöne, wenn bisweilen auch etwas gruslige Geschichte über die Suche nach dem, was und wo man sein möchte.
    André Perler hat sich mit Dominic Oppliger in Baden in einen Heissen Brunnen gesetzt - auch die Thermalbäder und Brunnen spielen eine wichtige Rolle im Roman - und mit ihm über seinen Roman und seine Erinnerung an das Baden der Nullerjahre gesprochen.
    Ausserdem in der Sendung: Der ehemalige Chefredaktor des Idiotikons Hans-Peter Schifferle klärt, auf welche körperliche Eigenschaft des ersten Namensträgers der Familienname Blunschi, respektive Bluntschli zurückgeht.
    Buch-Tipp: Dominic Oppliger: Gschtüel. Roman. Edition Gaggalariplatz, Arisverlag 2026 (ca. 100 Seiten).
    58 min
  • Briefkasten: Warum haben wir manchmal «d Stör»?
    Unsere Mundartredaktion beantwortet Fragen aus dem Publikum rund um verschiedene Mundartwörter. Warum etwa sagen wir, nervöse Menschen hätten «d Stör», woher kommt das Wort «Fidibus», oder was heisst «glandere»?
    Auf folgende Fragen gibt es in dieser Sendung Antworten:
    · Woher kommt das Wort «Fidibus» für eine Anzündhilfe?
    · Warum nennt man Rosskastanien in gewissen Regionen «pudele»?
    · Was ist mit der alten Bezeichnung «drücketi Gicht» für eine Krankheit gemeint?
    · In der Region Bern sagt man manchmal, wenn man jemanden für verwirrt hält «Är het d Stör». Warum?
    · Junge Männer, die ihre Kräfte messen, «heerlen» auf Glarnerdeutsch: Was hat es mit diesem Ausdruck auf sich?
    · Was für eine Geschichte verbirgt sich hinter dem Verb «glandere» (für «schmeicheln»)?
    · Wie ist der Familienname Wattenhofer entstanden?
    Ausserdem stellen wir das Projekt «aanä» des Schweizer Künstlers Jul Dillier vor, der sich den Mundartgedichten seines Onkels Julian Dillier widmet und sie im Trio zu Musik werden lässt.
    58 min
  • Der Familiennamenatlas der Deutschschweiz ist da!
    Was ist typisch an Deutschschweizer Familiennamen? Wo finden sich die meisten Namen, die auf eine Geländeform zurückgehen? Wie viele Familiennamen sind aus einem Frauennamen entstanden? Auf solche Fragen findet man Antworten im neuen Standardwerk der Deutschschweizer Familiennamenforschung.
    Im September wird der dreibändige Familiennamenatlas der Deutschschweiz publiziert, als Resultat eines mehrjährigen universitären Forschungsprojekts. Zu den über 8'000 alteingesessenen Familiennamen der Deutschschweiz wurden reich kommentierte Karten erstellt, die zeigen, wie die Namen auf dem Gebiet der Deutschschweiz verteilt sind und was sprachlich und inhaltlich interessant an ihnen ist.
    Zum Beispiel, wie viel mehr Familiennamen mit einem männlichen Vornamen gebildet wurden (Petermann, Kobel, Jäggi etc.) im Vergleich zu solchen mit weiblichen Vornamen (Neeser, Itten) - und wo diese hauptsächlich vorkommen. Oder wie auffällig viele Familiennamen aus einem Übernamen entstanden sind, der auf ein körperliches Merkmal Bezug nimmt (Stirnimann, Hirni, Glutz, Hasenfratz, Schürch etc.).
    Der Familiennamenatlas der Deutschschweiz ist ein Fachbuch für Sprachwissenschaftler und Historikerinnen. Interessierte Laien werden sich darin aber auch zurecht finden und eine Fülle von spannenden Inhalten zu Deutschschweizer Familiennamen finden.
    In der Sendung spricht Mundartredaktor Markus Gasser mit Luise Kempf (Leitern des Projekts) und Martina Heer (Wissenschaftliche Mitarbeiterin).
    58 min
  • Ein Ferrari ist auch nur ein Schmied (W)
    Familiennamen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden, sind bei uns in der Schweiz seit rund 500 Jahren Tradition. Aus Beinamen, um gleichnamige Personen zu unterscheiden, wurden im Spätmittelalter Familiennamen.
    Fünf Motivationskategorien können bei den westeuropäischen Familiennamen unterschieden werden: Berufsnamen, Herkunftsnamen, Wohnstättennamen, Übernamen und Vaternamen. Diese Systematik kann man nicht nur in der Schweiz beobachten. Den Familiennamen Schmied gibt es fast in allen europäischen Sprachen: von Favre, über Ferrari und Kovač bis hin zu Demirci oder Haddād.
    André Perler und Nadia Zollinger tauchen in dieser Folge des «Dini Mundart»-Podcasts ein in die Geschichte und Systematik der Familiennamen. Was für Familiennamen heute entstehen würden, zeigen viele lustige Beispiele aus der Hörerschaft, von «Kevin Softwareler» bis «Christina Guldenfrei». Zudem gibt ein Zivilstandbeamter Auskunft über das aktuelle Namensrecht in der Schweiz und klärt die Frage, ob bei der Heirat neue Familiennamen kreiert werden dürfen. (Diese Podcast-Folge wurde 2025 erstmals gesendet.)
    Im zweiten Teil der Sendung erklärt der ehemalige Chefredaktor des Schweizerdeutschen Wörterbuchs Idiotikon, Hans-Peter Schifferle, worauf der Familienname Schneiter zurückgeht.
    57 min
  • Lara Stoll: «Gunni»
    Lara Stoll, Preisträgerin des Salzburger Stiers 2021, hat ein neues Buch veröffentlicht – das Drehbuch zu einer unverfilmten Mundart-Fernsehserie.
    Im Lara Stolls sechsteiliger Mini-Serie, die nun statt im Fernsehen zwischen zwei Buchdeckeln gelandet ist, geht es um Géraldine «Gunni» Hofer. Sie ist 34, versucht sich als Musikerin, schlägt sich als Moderatorin eines alternativen Radiosenders durch und ist mit dem Erwachsenenleben heillos überfordert – das ihr aktuell besonders übel mitspielt: Wohnung verloren, Beziehung beendet, Job auf der Kippe, und zu allem Übel liegt auch noch Gunnis geliebte Grossmutter im Sterben. Da erstaunt es schon fast nicht mehr, dass Lara Stolls Protagonistin auch noch von Panikattacken verfolgt wird.
    Inmitten dieses Lebens, das sie zunehmend überfordert, versucht Gunni, irgendwie zu bestehen – und beginnt immer stärker, allen etwas vorzuspielen. Sei es ihrem Psychiater, ihren Freunden, der Grossmutter oder auch sich selbst. Lara Stoll lässt uns aber nicht einfach einer Scheiternden zuschauen, sondern ihr ist (neben der Tatsache, dass es – typisch Stoll – viel absurde Situationskomik darin hat) nicht zuletzt ein rührendes Buch über Freundschaften und übers Abschiednehmen gelungen.
    In der Sendung spricht Lara Stoll darüber, was sie an der besonderen Form des Buchs als Drehbuch gereizt hat, welche Herausforderungen das Schreiben in Zürcher Dialekt für sie als Thurgauerin mit sich brachte, und wie viel echtes Leben in dieser filmisch erzählten Dramödie steckt.
    Ausserdem erklären wir zum Schluss der Mundartstunde die historischen und sprachlichen Hintergründe der Familiennamen Spring, Springer, Sprung und Sprunger.
    57 min
  • Briefkasten: Wörter und Namen von unterwegs
    Unsere Mundartexperten beantworten Fragen zu Flur-, Berg- und Quartiernamen, zu einem rätoromanischen Jägergruss oder zur Herkunft der Wörter «pilgern» und «wallfahren».
    Auf folgende Fragen gibt es in dieser Sendung Antworten:
    Wie spricht man den Südkanton eigentlich aus? «Tessiin» oder doch «Téssin»?
    Könnten die beiden ähnlich tönenden und nahe gelegenen Flurnamen «Lebere» (Nunningen SO) und «Chläbere» (Reigoldswil BL) etwas miteinander zu tun haben?
    Woher kommen die beiden Wörter «pilgern» und «wallfahren»? Und was hat der Übername «Chatzestrecker» für die Luzerner damit zu tun?
    Was steckt hinter dem Flurnamen «Hatzchlaue» in Altwis LU?
    Woher hat das Berner «Lorrainequartier» seinen Namen? Und warum gibt es im Kanton Bern und in der Romandie noch mehrere weitere «Lorraine»?
    Was könnte der Bergname «Wildgärst» im östlichen Berner Oberland bedeuten?
    Warum wünschen Engadiner Jäger einander «in bocca d'luf», also «in den Rachen des Wolfs»?
    Wie kam es zum Flurnamen «Rappagugg», der im Churer Rheintal gleich zweimal vorkommt?
    Woher kommt der Familienname Roduner und was hat er ursprünglich bedeutet?
    58 min

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«Dini Mundart – Schnabelweid» ist die Sendung für alle, die Mundart lieben. Wir bringen die Mundartvielfalt der deutschen Schweiz zum Klingen.

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