Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Diego Fasciati – Vom Maloja auf die Weltbühne der Oper
    Aus dem kleinen Bergdorf Maloja in die internationale Opernwelt. Diego Fasciati lebt seit 25 Jahren in Dublin und gehörte zu den Mitbegründern der «Irish National Opera», die er heute als Direktor und Geschäftsführer leitet. Eine aussergewöhnliche Karriere zwischen Graubünden und Irland.
    Maloja zählt nur wenige hundert Einwohnerinnen und Einwohner. Für Diego Fasciati war das Bündner Dorf dennoch der Ausgangspunkt einer aussergewöhnlichen Reise. Über einen Schüleraustausch in den USA, ein Studium für englische Literatur in Boston und Stationen in der Kulturförderung führte ihn sein Weg nach Dublin. Seit 2018 steht der 57-Jährige an der Spitze der «Irish National Opera». Gemeinsam mit seinem Team organisiert der Direktor und Geschäftsführer Opernproduktionen in ganz Irland. Er arbeitet mit internationalen Partnern zusammen und bringt Klassiker wie «Carmen» auf die Bühne. Einen klassischen Opernbetrieb gibt es in Dublin allerdings nicht: «Die irische Hauptstadt besitzt bis heute kein eigenes Opernhaus. Darum mieten wir immer wieder verschiedene Theater für unsere Produktionen.»
    Heimat zwischen zwei Welten
    Trotz seiner Karriere in Irland ist die Schweiz für Diego Fasciati nie aus dem Blickfeld verschwunden. Seine Familie lebt hier, ebenso viele Erinnerungen an die Kindheit im Engadin. Und wenn die Geschwister wieder einmal nachfragen, wann er denn endlich zurückkomme, muss er schmunzeln. Ganz ausschliessen will er eine Rückkehr nicht: «Für ein Schweizer Opernhaus zu arbeiten, wäre für mich eine grosse Ehre.»
    40 min
  • Nik Leuenberger – Vom Oberaargau an die Weltspitze der Hotellerie
    Vom Oberaargau über Hongkong und Peking bis nach New York: Nik Leuenberger hat die internationale Hotellerie während Jahrzehnten mitgeprägt und berät bis heute Hotels und Hotelprojekte auf der ganzen Welt. Heute lebt der 72-Jährige aus Ursenbach (BE) mit seiner Frau in Punta Gorda, Florida.
    Als junger Hotelier aus Ursenbach (BE) zog es Nik Leuenberger hinaus in die Welt. Seine Karriere führte ihn von Zürich über Hongkong und Peking bis nach New York. Er eröffnete Hotels, führte tausende Mitarbeitende, und wurde zu einem Spezialisten für Hotels, die neuen Schwung brauchten: «Ein gutes Hotel lebt nicht von Marmor und goldenen Armaturen, sondern von Menschen, die mit Freude zusammenarbeiten!»
    Eigentlich geniesst der 72-Jährige heute den Ruhestand. Doch wer sein Leben der Hotellerie verschrieben hat, hört nicht einfach damit auf. Noch immer berät Hotels und Hotelprojekte auf der ganzen Welt. Die Leidenschaft für die Hotellerie hat ihn bis heute nicht losgelassen.
    Zuhause am Peace River in Florida
    Seit über zehn Jahren lebt Nik Leuenberger mit seiner Frau Conny in Punta Gorda an Floridas Golfküste. Das Haus liegt direkt am Wasser, das Boot vor der Tür. Nach mehreren Hurrikans wurde die Stadt neu aufgebaut und hat sich zu einer attraktiven Küstenstadt mit grosszügigen Parks und einer beliebten Uferpromenade entwickelt.
    Trotz 34 Jahren in Amerika gehören Butterzopf, Aromat und Schweizer Traditionen noch immer zum Alltag der Familie.
    52 min
  • Schwester Helena – Ein Leben für den Glauben
    Mit 28 Jahren entschied sich die Bernerin Maya Fürst für ein Leben als Ordensfrau. Heute lebt sie als Schwester Helena bei den Elisabethinen in Linz in Oberösterreich. Sie studiert Theologie, macht Podcasts und ist auf Instagram aktiv. Die 35-Jährige räumt auf mit Klischees rund ums Klosterleben.
    Mitten in der Linzer Innenstadt lebt Schwester Helena in einem barocken Kloster aus dem 18. Jahrhundert. Die 35-Jährige aus Bern hätte sich ihr Leben früher wohl selbst nicht so vorgestellt. Statt als Pflegefachfrau in der Schweiz, arbeitet und studiert sie heute als katholische Ordensfrau bei den Elisabethinen in Oberösterreich. Vor sieben Jahren trat sie in die Gemeinschaft ein und fand dort, wie sie sagt, nicht etwa einen Rückzug aus der Welt, sondern ihren persönlichen Lebensweg. «Ich bin nicht ins Kloster gegangen, weil ich in der Welt nicht klargekommen bin.»
    Das Leben hinter den Klostermauern hat mit vielen Vorstellungen wenig gemeinsam. Schwester Helena studiert im siebten Semester Theologie, trifft Freundinnen, geht schwimmen oder ins Fitnesscenter und sucht den Austausch mit anderen jungen Ordensleuten.
    Zwischen Tradition und Social Media
    Wer Schwester Helena auf Instagram folgt, erhält Einblicke in eine Welt, die viele nur aus Filmen kennen. Mit Beiträgen, Podcasts und persönlichen Geschichten zeigt sie, wie modernes Ordensleben heute aussehen kann. Dabei geht es ihr nicht um Selbstdarstellung, sondern darum, Vorurteile abzubauen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Für Schwester Helena gehören Glaube und moderne Kommunikationsformen ganz selbstverständlich zusammen: «Es ist wichtig, dass wir dort präsent sind, wo die Menschen heute unterwegs sind.»
    29 min
  • Andrea Rubin: «Mehr als nur ein Tropfen auf den heissen Stein!»
    Schon als Kind wollte Andrea Rubin benachteiligten Menschen helfen. Heute lebt die 47-Jährige aus Dinhard (ZH) in Indien und Nepal, wo sie Schulen aufbaut, Familien begleitet und Kindern die Chance auf eine bessere Zukunft bietet. Aus einem Kindheitstraum wurde eine Lebensaufgabe.
    Als Kind träumte Andrea Rubin davon, armen Kindern zu helfen. Heute hat die 47-Jährige aus Dinhard im Zürcher Weinland diesen Traum zur Lebensaufgabe gemacht. Seit 2015 lebt sie hauptsächlich in Indien und Nepal, wo sie mit ihrem Hilfswerk «Hope Is Life» Familien, Frauen und Kinder unterstützt. Der Weg dorthin war so nicht geplant. Nach vielen Jahren als Psychiatrieschwester und später Leiterin einer Institution für Menschen mit psychischen Problemen im Raum Winterthur führte sie eine Reise nach Indien in den Bundesstaat Odisha. Dort, in den abgelegenen Dörfern begegnete sie Menschen, die unter schwierigen Bedingungen leben: «Für mich war schnell klar, ich wollte nicht nur kurzfristig helfen, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort langfristig etwas aufbauen.» Heute betreibt ihre Organisation Schulen in Indien und Nepal, ermöglicht Kindern Bildung, medizinische Betreuung und regelmässige Mahlzeiten. Dabei lebt sie bewusst mitten in den Gemeinschaften, in denen sie arbeitet: «Gemeinsam mit den Menschen vor Ort können wir vielmehr Perspektiven schaffen und es ist nachhaltiger als bloss Geld zu spenden.»
    «Unsere Home Base am Rande des Himalayas»
    Zwischen ihren Projekten in beiden Ländern haben Andrea Rubin und ihr indischer Mann Sayan ihr Zuhause gefunden. Ein Haus auf Stelzen in einem Dschungeldorf nahe Bhutan am östlichen Rand des Himalayas. Dort hat Andrea mit ihrem Team ebenfalls eine Schule aufgebaut. Sayan ist Schauspieler und Filmproduzent. Obwohl die beiden oft getrennt unterwegs sind, ist dieser Ort ihr gemeinsamer Rückzugsort, wo sie zur Ruhe kommen und Zeit miteinander verbringen können.
    42 min
  • Hans und Doris Burri – Seit 51 Jahren in Südafrika
    Vor über 50 Jahren wanderte Hans Burri aus Liestal (BL) nach Südafrika aus. Heute lebt der 77-Jährige in der Nähe von Johannesburg und erfüllt sich zusammen mit seiner Familie einen Traum. Auf seiner privaten Wildtierfarm hilft er mit, bedrohte Lebensräume und seltene Antilopen zu erhalten.
    Als Hans Burri als gelernter Elektromechaniker in den 1970er-Jahren in Genf arbeitete und die grossen Jumbos am Himmel beobachtete, war für ihn klar: «Die Welt ist grösser als mein Heimatort das Baselbiet.» Zusammen mit seiner Frau Doris zog er nach Südafrika. Geplant waren nur drei Jahre. Während dieser Zeit bereisten sie das Land intensiv und verliebten sich in seine Vielfalt: «Uns fasziniert bis heute die Biodiversität. Wir haben das Meer, die Wüste, Berge, den Dschungel und eine unglaubliche Tierwelt.» Das Paar erlebte die Zeit der Apartheid hautnah, kehrte zwischenzeitlich in die Schweiz zurück. Doch die Faszination für Südafrika liess sie nicht mehr los. Aus dem Abenteuer wurde ein neues Zuhause. Vor 51 Jahren liessen sie sich endgültig in der Region Johannesburg nieder. Hans Burri arbeitete zunächst für eine Schweizer Firma und gründete später sein eigenes Unternehmen für Antriebstechnik. Heute lebt das Ehepaar in Kyalami zwischen Johannesburg und Pretoria. Hans arbeitet noch Teilzeit, seine grosse Leidenschaft gehört inzwischen aber der Natur.
    Wildtiere statt Monokultur
    Rund 300 Kilometer von Johannesburg entfernt betreibt Hans gemeinsam mit seiner Tochter Nicole eine Wildtierfarm. Wo früher vor allem Monokulturen die Landschaft prägten, sollen heute wieder einheimische Tiere und Pflanzen Lebensraum finden. Auf dem weitläufigen Gelände leben Giraffen, Zebras und Springböcke. Besonders stolz ist die Familie auf die Zucht der seltenen Eland-Antilope. «In den letzten 20 Jahren haben sich Flora und Fauna erstaunlich gut erholt», sagt Hans Burri.
    35 min
  • Florence Wibring – Für die Liebe nach Schweden
    Der Liebe wegen zog Florence Wibring vor fünf Jahren von Derendingen (SO) nach Schweden. Heute lebt sie mit ihrem Mann Niklas abgeschieden in Småland, umgeben von Wäldern, Seen und zwölf Hunden aus dem Tierschutz. Doch das Heimweh nach der Schweiz ist geblieben.
    Eigentlich begann alles mit einer Trekkingtour auf Korsika. Dort lernte Florence Wibring ihren heutigen Mann Niklas kennen. Nach zwei Jahren Fernbeziehung wagte sie den Schritt nach Schweden. Heute lebt die 53-Jährige in der historischen Provinz Småland, unweit der Stadt Jönköping am bekannten Vätternsee.
    Das Paar hat sich mitten in der Natur ein Zuhause aufgebaut. Der nächste Nachbar wohnt einen Kilometer entfernt, ein kleiner See ist zu Fuss erreichbar, und rund um das typisch rote Schwedenhaus erstrecken sich Wälder und Wiesen. Niklas führt eine erfolgreiche Glaserei, während Florence sich mit Herzblut dem Tierschutz widmet: «Für mich war immer klar, dass Hunde zu meinem Leben gehören.» Doch trotz dieses kleinen Paradieses in Schweden, begleitet Florence das Heimweh nach ihrer Familie, ihren Freunden und der Schweiz bis heute. Der Wunsch, vielleicht eines Tages wieder in die Heimat zurückzukehren, ist geblieben.
    Ein Herz für Hunde, die niemand mehr wollte
    Florence Wibring engagiert sich seit Jahren mit grosser Leidenschaft für den Tierschutz. Aktuell leben zwölf Hunde bei ihr und ihrem Mann Niklas. Viele von ihnen hätten kaum eine Chance auf ein neues Zuhause: «Sie sind blind oder betagt!» Auf dem rund 2000 Quadratmeter grossen Grundstück finden die Hunde viel Platz, Ruhe und Geborgenheit für ihren Lebensabend. Die gelernte Tierpflegerin arbeitet eng mit Tierschutzorganisationen zusammen und gründet derzeit sogar einen eigenen Verein in der Schweiz: «Jeder Hund verdient Liebe, Fürsorge und ein würdiges Leben.»
    39 min
  • Sandy Auf der Maur – Zwischen Trycheln und Gauchos
    Seit 23 Jahren lebt der Schwyzer Sandy Auf der Maur in Villa General Belgrano in Argentinien. In der alpinen Touristenstadt pflegt er mit seinen Söhnen den Schweizer Brauchtum, zieht als Trychler durchs Dorf und erlebt einen Alltag zwischen Gauchos, Oktoberfest und exotischen Tieren.
    Die Kleinstadt Villa General Belgrano in der Provinz Córdoba wirkt wie eine Mischung aus Zermatt, Europapark und Disneyland, nur echt. Die rund 14'000 Einwohner stammen aus 26 Nationen, viele mit europäischen Wurzeln. Mitten in dieser alpinen Enklave lebt der 54-jährige Schwyzer Sandy Auf der Maur: «Für uns ist es nach wie vor ein kleines, gemütliches Dorf mit Charme.» Der Auswanderer betreibt mit seiner Lebenspartnerin Paula einen kleinen Dorfladen und engagiert sich seit Jahren für die Schweizer Traditionen vor Ort. Gemeinsam mit seinen beiden Söhnen Gabriel und Salvador zieht er als Trychler an Festen und Umzügen durchs Dorf. Der Schweizer Brauchtum begeistert jeweils Tausende Besucherinnen und Besucher aus aller Welt.
    Skorpione statt Murmeltiere
    Auch der Alltag unterscheidet sich deutlich von jenem in der Schweiz. Rund um sein Haus auf einem 9'500 Quadratmeter grossen Grundstück begegnet Sandy immer wieder Skorpionen: «Schuhe muss man vor dem Anziehen ausschütteln und barfuss durchs Gestrüpp zu laufen kommt nicht infrage.» Neben Schlangen leben in der Region auch Pumas und Silberfüchse, auch wenn diese nur selten zu sehen sind. An die exotische Umgebung hat sich Sandy in Argentinien längst gewöhnt: «Hier fühle ich mich zu Hause. Besonders fasziniert mich die Vielfalt der Kulturen, die hier aufeinandertreffen.»
    40 min
  • Josef Röösli in Brasilien – Aus einer Reise wird die neue Heimat
    Bei einer Reise nach Brasilien hat es Josef Röösli gepackt: «Ich wusste, das ist meine zweite Heimat.» Seit vier Jahren lebt er nun in der Küstenstadt Salvador da Bahia, geniesst den Blick auf den Atlantik und den Alltag im lebendigen Rhythmus der brasilianischen Küstenstadt.
    Seit vier Jahren lebt Josef Röösli in Salvador da Bahia, mit Blick auf den Atlantik und mitten in einem lebendigen Quartier. Kleine Läden, Cafés und Bars prägen den Alltag. «Die Nachbarschaft lebt auf der Strasse, man kennt sich, kommt ins Gespräch und nimmt am Leben der Gemeinschaft teil», erzählt er.
    Nach über zwanzig intensiven Berufsjahren ohne längere Auszeit reiste er Anfang 2020 nach Brasilien. Am Strand von Aracaju kam ihm ein Gedanke: «Warum nicht den Ruhestand hier verbringen?» Besonders die Offenheit der Menschen und das ganzjährig warme Klima überzeugten ihn. Aus der spontanen Idee wurde ein konkreter Plan. Nach sorgfältiger Vorbereitung wanderte er zwei Jahre später nach Salvador da Bahia aus. Die Hauptstadt des Bundesstaates Bahia im Nordosten Brasiliens gilt als kulturelles Zentrum des Landes. Koloniale Altstadtgassen, afrobrasilianische Traditionen und das Leben am Meer prägen das Bild der Stadt bis heute.
    NZZ, Entlebucher Anzeiger und Krimis
    In seiner kleinen Wohnung in einem Hochhaus fühlt sich Josef Röösli rundum zuhause. «Die Wohnung hat mich gefunden», sagt er. Zum festen Morgenritual gehört ein Bad im Meer. Anschliessend geniesst er sein Frühstück mit Kaffee, Papaya und Mango. Eine Gewohnheit hat er aus der Schweiz mitgenommen: «Seit über vierzig Jahren gehören die NZZ, der Entlebucher Anzeiger und spannende Krimis zu meinem Alltag.»
    36 min
  • Gabriel Dubler in Brisbane – Frühstück mit Kakadus
    Geboren in Engelberg, aufgewachsen in Lausanne, zu Hause in Brisbane: Gabriel Dubler kam mit 30 Jahren auf Weltreise nach Australien und blieb. Heute lebt der 74-Jährige seit über drei Jahrzehnten in der grünen Metropole, arbeitet an der Uni, jodelt im Schweizer Club und backt sein eigenes Brot.
    Als Service-Ingenieur kam Gabriel Dubler in 25 Ländern herum. Auf einer mehrjährigen Weltreise reiste der damals 30-Jährige mit dem Motorrad quer durch Australien. Das Land liess ihn nicht mehr los. Aus dem Abenteuer wurde ein neues Zuhause in Brisbane. Mit 74 Jahren arbeitet Gabriel Dubler weiterhin an der Queensland University of Technology, wo er Film- und Fernsehprojekte betreut: «Warum sollte ich aufhören, wenn es mir Spass macht!» Daneben backt er Zopf und Brot, tauscht diese auf lokalen Märkten gegen andere Produkte ein und näht zu Hause sogar seine eigenen Vorhänge. Ob Jodel-Chörli, Jass-Club oder 1. August-Feier: Seit Jahren engagiert sich Gabriel Dubler mit Herzblut auch im Schweizer Club und hilft bei der Swiss Community Care, wo sich Schweizerinnen und Schweizer gegenseitig unterstützen.
    Brisbane ist Australiens grüne Metropole
    Brisbane begeistert den Auslandschweizer bis heute: «Die Stadt gilt als jung, multikulturell und überraschend grün.» Flüsse, Parks und subtropische Vegetation prägen das Stadtbild. Direkt vor Gabriels Balkon sitzen jeden Morgen weisse Kakadus und schauen beim Frühstück vorbei.
    40 min
  • Michelle Frei – Vom Entlebuch an den Broadway
    Die 26-jährige Michelle Frei aus Flühli-Sörenberg (LU) hat ihr gewohntes Leben hinter sich gelassen, um in New York Schauspielerin zu werden. Nun steht die Entlebucherin vor dem bisher grössten Meilenstein ihrer Karriere. Im Oktober feiert ihr erstes selbstgeschriebenes Theaterstück Premiere.
    Vor zwei Jahren wagte Michelle Frei den Sprung über den Atlantik. Die gelernte Wirtschaftspsychologin aus Flühli-Sörenberg (LU) zog nach New York, um ihren Traum von der Schauspielerei zu verfolgen. Am renommierten William Esper Studio absolvierte sie ihre Ausbildung und arbeitet aktuell daran, ein Künstlervisum zu erhalten, um langfristig in den USA bleiben und arbeiten zu können.
    Ein wichtiger Schritt folgt im Oktober. Dann bringt die 26-Jährige ihr erstes selbstgeschriebenes Theaterstück auf die Bühne und übernimmt gleich selbst die Hauptrolle: «Das Stück erzählt die Geschichte von drei Schauspielerinnen und Schauspielern auf dem Weg zu einem Casting. Es zeigt den enormen Druck der Branche und stellt die Frage: Wie weit ist man bereit zu gehen, um eine Rolle zu bekommen, und wo zieht man die eigenen Grenzen.» Regie führt Christian Sordelet, einer der renommiertesten Stage-Combat-Spezialisten der USA. Der Broadway-Veteran war an über 80 Produktionen beteiligt und arbeitete bereits mit Stars wie Bruce Willis, Sabrina Carpenter und Scarlett Johansson zusammen.
    Leben auf wenigen Quadratmetern
    So glamourös die New Yorker Theaterwelt von aussen wirkt, so bescheiden lebt Michelle im Alltag. Gemeinsam mit einer polnischen Schauspielkollegin wohnt sie in einer kleinen WG an der Upper West Side in Manhattan. Der Blick aus dem Fenster auf den Central Park ist spektakulär, die Wohnung dagegen winzig: «Für einen Küchentisch fehlt der Platz, gegessen wird am Boden!» In ihr eigenes Zimmer passt gerade einmal eine Matratze. Trotzdem möchte die Entlebucherin nirgendwo anders sein. «Wir sind glücklich hier und fühlen uns zuhause.»
    43 min

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