Die fünfte Schweiz

Die fünfte Schweiz

By Schweizer Radio und Fernsehen (SRF)Society & Culture
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Die fünfte Schweiz episodes

  • Monika Radics – Heimat zwischen Eis, Ozean und Afrika
    Monika Radics pendelt zwischen der Schweiz, Südafrika und den Polarregionen. Die Zürcherin mit ungarischen Wurzeln lebte dreissig Jahr in Südafrika. Heute arbeitet sie als Managerin auf einer luxuriösen Expeditionsyacht für Touristen. Oft mit einem Büro mitten in der Antarktis.
    Der Lebensweg von Monika Radics ist so bunt wie ein Blumenstrauss. In Lugano und Zürich aufgewachsen, zog sie mit zwanzig über ein Austauschprojekt nach Südafrika und blieb dreissig Jahre. Sie arbeitete als Brandmanagerin für internationale Marken, im Reisebüro und als Make-up Artist. «Ich war schon immer eine Allrounderin und neugierig», sagt sie. Später verlagerte sich ihr Leben aufs Meer. Mit ihrer Erfahrung, ihrer offenen Art und sechs Sprachen fand sie auf Expeditionsschiffen genau den Ort, an dem alles zusammenpasst. Heute arbeitet Monika oft wochenlang auf hoher See, berät Gäste und gestaltet das Bordprogramm. Die Antarktis ist für sie nicht nur ein Reiseziel, sondern ein Arbeitsplatz: «Die Crew ist wie eine grosse Familie.» Ihre Geschichte verbindet Schweizer Wurzeln, ein ungewöhnliches Leben im Ausland und die Frage, was Heimat bedeutet, wenn das eigene Leben über mehrere Kontinente verteilt ist.
    Zu Hause die Seele baumeln lassen
    Nach langen Einsätzen zieht sie sich in Einsiedeln zurück, um aufzutanken. Heimat, sagt Monika Radics, sei für sie kein Ort, sondern ein Gefühl, das sich über Kontinente verteilt. Und wenn die Ruhe genug Kraft gegeben hat, zieht es sie wieder hinaus aufs Meer.
    42 min
  • Monika Stauss-Joensen – Von den Bergen ans Meer
    Eine Reise auf die Färöer-Inseln veränderte ihr Leben. Dort traf Monika Stauss-Joensen ihre grosse Liebe und blieb. Seit über 40 Jahren lebt die Musikerin aus Zürich zwischen steilen Klippen, rauem Atlantikwind und einer Dorfgemeinschaft, in der jeder jeden kennt.
    Eine Studienfreundin brachte Monika Stauss-Joensen erstmals auf die Färöer-Inseln. Was als Besuch begann, wurde zur Lebensgeschichte: «Ich verliebte mich in ihren Bruder Ingvar und fand meine neue Heimat.» Heute lebt die gebürtige Seuzacherin mit ihrer Familie seit über 40 Jahren im kleinen Ort Leirvik. Ihr Mann Ingvar betreibt eine Fischfabrik.
    Die Färöer-Inseln wirken wie aus einer anderen Welt, sagt Monika Stauss-Joensen: «Grüne Bergspitzen ragen aus dem Meer, Nebelschwaden ziehen über die Hänge, und der Atlantik bestimmt das Leben der Menschen.» Als Geigerin hat sie das Musikleben der Inseln mitgeprägt, Generationen von Kindern unterrichtet und spielt bis heute im Kammerensemble des königlichen Sinfonieorchesters. In ihrem Buch «Von den Bergen ans Meer», erzählt sie von Heimweh und Heimatgefühl, vom Familienleben und der Inselwelt, die ihr Herz einst erobert hat.
    Zwischen Fjorden und Dorfklatsch
    Die Färöer sind stolz auf ihre Eigenständigkeit und ihre Kultur. Die Ortschaft Leirvik ist klein, familiär und überschaubar. Man kennt sich und Neuigkeiten sprechen sich schnell herum, sagt Monika Stauss-Joensen: «Manche Bewohner erinnern sich sogar noch daran, dass ich bei meiner Ankunft vor über 40 Jahren einen blauen Jupe getragen habe.» Ein Dorfleben, in dem jeder jeden kennt und Erinnerungen erstaunlich lange halten. Die kleinen Eigenheiten der Färöer nimmt Monika Stauss-Joensen längst mit Humor.
    41 min
  • Daniela und Georg Zimmermann – Pferdeparadies in Frankreich
    Vor sieben Jahren tauschten Daniela und Georg die Schweiz gegen den Südwesten Frankreichs. Auf ihrer 30 Hektar grossen Ferme «Brasseyrou» bieten sie pensionierten Pferden ein naturnahes Zuhause, führen ein charmantes B&B und haben sich mit viel Herzblut in ihrer neuen Heimat einen Namen gemacht.
    Eigentlich träumten Daniela und Georg Zimmermann von einem Leben in den USA. Doch als ihre Green-Card-Pläne 2018 in letzter Minute scheiterten, nahm das Schicksal eine andere Wendung. Statt nach Amerika zog es das Paar nach Frankreich. In Dévillac im Südwesten Frankreichs fanden sie den passenden Hof für ihren lang gehegten Traum von Selbstständigkeit, Natur und einem Leben im Grünen. «Hier in Frankreich haben wir viel Platz und sind sehr happy», sagt Georg. Die Liebe zu Pferden brachten sie aus der Schweiz mit. Bereits während 18 Jahren führten sie eine Pferdepension in Gunzwil bei Beromünster im Kanton Luzern. Heute teilen sie ihre Ferme «Brasseyrou» mit 15 Pferden, zwei Hunden, zwei Katzen, fünf Schafen, 24 Hühnern und Hahn «Antoine».
    Gastfreundschaft mitten in der Natur
    Neben der Pferdepension betreiben Daniela und Georg Zimmermann ein kleines Bed & Breakfast mit drei Gästezimmern und einem Pool. Die Region Lot-et-Garonne lockt jeden Sommer Touristen an und ist ein beliebtes Ferienziel, sagt Daniela: «In der Umgebung gibt es viele historische Schlösser, Grotten und Höhlen. In den umliegenden Städtchen findet man die typischen französischen Wochenmärkte.» Mehrmals im Jahr organisiert das Paar Grill Abende, sogenannte Repas. Mit hausgemachten Bratwürsten oder Risotto über dem Feuer gekocht. «Diese Anlässe werden von unseren Nachbarn sehr geschätzt und hat uns geholfen, sich einzuleben und gute Leute kennenzulernen.»
    38 min
  • Michelle de Oliveira: «In Portugal geniesse ich ein freies Leben»
    Vor vier Jahren tauschte die Journalistin Michelle de Oliveira mit ihrer Familie die Schweiz gegen die portugiesische Silberküste. Getrieben von ihrer Sehnsucht nach Meer, Natur und einem entschleunigten Leben fand die Familie in Santa Cruz ihr neues Zuhause.
    Schon lange fühlte sich Michelle de Oliveira von Portugal angezogen. Die Chance auf ein eigenes Haus am Meer gab den entscheidenden Anstoss, den Traum vom Leben in Portugal zu verwirklichen. Heute lebt die Zugerin mit ihrem Mann Renato und den beiden Kindern in Santa Cruz, einem idyllischen Küstenort an der portugiesischen Silberküste. Das Leben dort ist geprägt von der Nähe zum Meer, einem milden Klima und einer beeindruckenden Naturkulisse: «Ich bin ein Naturmensch, wir verbringen viel Zeit draussen. Die weiten Strände und Dünenlandschaften sind atemberaubend.»
    Renato stammt ursprünglich aus Lissabon, der Hauptstadt von Portugal. Viele Jahre arbeitete er als Art Director in einer Schweizer Werbeagentur. Heute ist er Gründer seines eigenen Kleiderlabels und betreibt mitten in Santa Cruz ein kleines Geschäft mit seinen Kreationen.
    Wenn zwei Heimaten im Herzen wohnen
    Michelle de Oliveira liebt ihr Leben in Portugal, die Nähe zum Meer und die portugiesische Lebensart. Gleichzeitig vermisst sie oft ihre Familie und Freunde in der Schweiz: «Das Thema Heimweh und Abschiedsschmerz inspirierte mich, ein Buch darüber zu schreiben.» Der Roman «Bis die Vögel nicht mehr sterben», erzählt von Verbundenheit und Freundschaft über Entfernungen hinweg.
    38 min
  • Priska Waijers – Für die Liebe nach Holland
    Vor elf Jahren lernte die Bernerin Priska Waijers ihren heutigen Mann Bas in einer spirituellen Facebook-Gruppe kennen. Wenige Monate später zog sie für die Liebe in die historische Hafenstadt Hoorn in den Niederlanden.
    Priska Waijers aus Mittelhäusern (BE) war Kindergärtnerin, Lehrerin, Schauspielerin und arbeitet heute als Life-Coach. In einer internationalen Facebook-Gruppe traf sie auf den Niederländer Bas. Die beiden verstanden sich auf Anhieb. Aus langen Gesprächen wurde eine Partnerschaft fürs Leben und veränderte ihr Leben. Schon sechs Monate später entschied sich Priska Waijers einen Neuanfang in den Niederlanden zu wagen: «Wir sind zwei Seelenverwandte.» Mit Bas kamen auch seine beiden Kinder in ihr Leben. Als Priska zu ihm zog, waren sie acht und zehn Jahre alt: «Die neue Rolle als Stiefmutter stellte mich vor ungewohnte Aufgaben und war für mich Neuland.» Trotzdem wuchs die Patchwork Familie mit viel Liebe zusammen. Priska und Bas arbeiten heute gemeinsam im Coaching-Bereich und beraten Menschen bei Veränderungsprozessen und Lebensfragen: «Aus eigener Erfahrung wissen wir, wie viel Mut es manchmal braucht, neue Wege einzuschlagen.»
    Zurück zu den Wurzeln
    Nach zehn Jahren in Holland wartet das nächste Abenteuer. Priska und Bas Waijers planen die Rückkehr in die Schweiz: «Wir wollen zu meinen Eltern in Mittelhäuser (BE) und können uns so gegenseitig unterstützen.» Das Haus mit viel Land rundherum soll künftig mehrere Generationen verbinden. Für Priska und Bas Waijers schliesst sich damit ein Kreis dort, wo ihre gemeinsame Zukunft ein neues Kapitel beginnt.
    41 min
  • Ernesto Hutmacher – Wie aus einer Ruine ein Biker Paradies wurde
    Ernesto Hutmacher tauschte die Welt des Motorsports gegen ein verfallenes Haus in Massa Marittima in der südlichen Toskana. Daraus entstand vor vierzig Jahren eines der bekanntesten Bike-Hotels Europas und die Geschichte eines Mannes, der stets seinen Träumen folgte.
    Mit 75 Jahren blickt Ernesto Hutmacher auf ein aussergewöhnliches Leben zurück. Nach einer erfolgreichen Karriere als Mechaniker im Formel-1-Motorsport und einer sicheren Stelle in der Schweiz wagte er vor 41 Jahren den Neuanfang in der Toskana. Als Ernesto 1985 in die südliche Toskana auswanderte, hatte er vor allem eines im Gepäck: eine Vision. In der Nähe der historischen Stadt Massa Marittima, kaufte er ein heruntergekommenes Anwesen und machte daraus mit viel Leidenschaft das Bike-Hotel «Massa Vecchia»: «Als ich das Haus sah, wusste ich, ich muss es haben.» Ohne Italienischkenntnisse wagte Ernesto Hutmacher den Schritt in ein neues Leben. Vor Ort erwartete ihn kein Traumhaus, sondern eine Ruine: «Mit einem Freund habe ich zuerst die Brombeerhecken gerodet und die Zimmer vom Hühnermist gesäubert.» Heute pilgern Bike-Begeisterte aus ganz Europa an diesen besonderen Ort.
    180 Kilometer Trails
    Das «Massa Vecchia» verfügt über 180 Kilometer eigens angelegte Mountainbike-Wege und Single Trails für Anfänger, Familien und erfahrene Biker, sagt Ernesto Hutmacher: «Die Naturwege wurden behutsam in die Landschaft eingebettet, ohne die Natur zu beeinträchtigen.»
    46 min
  • Theo Koch: «Für meine Enkel bin ich der Grosspapi aus Afrika»
    Zwischen Schweizer Bodenständigkeit und kamerunischer Lebensfreude haben Theo und Suzanne Koch ihren Lebenstraum verwirklicht. Mit ihrem Projekt «Tin Ele» schaffen sie Perspektiven in einem Land voller Gegensätze. Reich an Kultur und Ressourcen, aber geprägt von Armut.
    Theo und Suzanne Koch verbinden zwei Welten. Der ehemalige Landwirt aus Meggen (LU) wollte vor seiner Pensionierung ein sinnstiftendes Projekt im Ausland starten. Suzanne Koch engagierte sich in der Schweiz für die Integration junger Frauen mit afrikanischen Wurzeln. Gemeinsam haben sie vor drei Jahren in der Nähe der Küstenstadt Kribi im Süden Kameruns das Projekt «Tin Ele» erschaffen. Mit viel Herzblut bauten sie eine Parkanlage mit Tieren auf, die weit mehr als ein persönlicher Rückzugsort ist: «Sie soll Menschen zusammenbringen, Perspektiven schaffen und die nachhaltige Entwicklung der Region fördern», sagt Theo Koch. Dabei setzen sie auf den Austausch zwischen ihrer Schweizer und ihrer kamerunischen Heimat. «Kribi ist eine lebendige Küstenstadt am Atlantik und ist bekannt für ihre traumhaften Strände, die spektakulären Lobé-Wasserfälle und ihre tropische Natur.»
    Kamerun ein Land der Gegensätze
    Kamerun gilt als eines der vielfältigsten Länder Afrikas. Reich an Kulturen, Sprachen, Naturschätzen und landschaftlicher Schönheit. Gleichzeitig kämpfen viele Menschen trotz des Rohstoffreichtums des Landes mit Armut und schwierigen Lebensbedingungen: «Genau hier möchten wir einen Beitrag leisten und mit unserem Engagement vor Ort positive Impulse setzen.»
    44 min
  • Pascal Affolter – Direktor der Schweizer Schule in Barcelona
    Vom Bülacher Sekundarlehrer zum Brückenbauer zwischen Kulturen. Pascal Affolter gründete in Kolumbien eine heilpädagogische Schule für Kinder mit Behinderungen und leitet heute die traditionsreiche Schweizerschule in Barcelona. Mitten in einer der vielseitigsten Städte Europas.
    Eigentlich wollte Pascal Affolter Diplomat werden. Stattdessen wurde der Bülacher Lehrer und zu einem Botschafter für Bildung. 1996 zog es ihn für ein Sozialprojekt nach Kolumbien. Dort erkannte er, dass Kinder und Jugendliche mit Behinderungen kaum Zugang zu Bildung hatten. Mit viel Engagement gründete er in Cartagena de Indias die heilpädagogische Institution «ALUNA» und baute sie mit viel Herzblut auf. Pascal Affolter lebte achtzehn Jahre in Kolumbien. 2007 übernahm er die Leitung der Schweizer Schule in Bogotá. Heute lebt er mit seiner Familie in Barcelona und steht als Direktor an der Spitze der renommierten Schweizer Schule «Escuela Suiza de Barcelona». Die Schule blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück und verbindet Schweizer Bildungsqualität mit internationaler Offenheit. Sie steht nicht nur Schweizer Familien offen, sondern fördert auch den Austausch mit der lokalen Bevölkerung. «Hier treffen viele Kulturen aufeinander», sagt Pascal Affolter: «Das macht unsere Schule zu einem besonderen Lern- und Begegnungsort.»
    Barcelona als Lebensgefühl
    Mit seiner Familie lebt Pascal Affolter in der Nähe der Schule. An Barcelona schätzt er die kulturelle Vielfalt, die Nähe zum Meer, die ausgezeichnete Gastronomie und das mediterrane Klima: «Barcelona ist wie ein lebendiges Freilichtmuseum, in dem sich Menschen aus aller Welt begegnen.» Für ihn ist die katalanische Metropole der ideale Ort, um internationale Bildung und kulturellen Austausch zu leben.
    39 min
  • Salome Schad in Ecuador: «Meine Heimat ist da, wo ich grad stehe»
    Die Ethnologin Salome Schad hat in ihrem Leben über fünfzig Länder bereist. Seit zwei Jahren arbeitet die Baslerin in Ecuador an einer deutschen Auslandschule, hoch oben in den Anden. Als Lehrerin, Künstlerin, Dichterin und Weltenbürgerin verbindet sie Schulalltag, Kultur und Nachbarschaftsleben.
    Salome Schad hat viele Orte dieser Welt gesehen. Mit ihrer Tochter lebte sie unter anderem in Italien, Spanien, kurze Zeit in den USA und viele Jahre in Bolivien. Heute ist Ecuador ihre Heimat. In Cuenca, hoch oben in den Anden, unterrichtet die Ethnologin, Lehrerin und Künstlerin mit viel Herzblut an einer deutschen Auslandschule. Das weitläufige Schulareal ist umgeben von Bergen und wilder Natur, sagt die 52-Jährige: «Der Weg vom Klassenzimmer zur Bibliothek gleicht einer kleinen Wanderung.» Neben dem klassischen Unterricht verbindet Salome Musik und Malerei: «Die Kinder hören Beethoven und malen, was die Musik in ihnen auslöst. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.»
    «In Cuenca kann man richtig entschleunigen»
    Ihr Alltag ist intensiv umso wichtiger ist ihr die Zeit draussen. In der grünen Andenstadt, umgeben von Bergen, Flüssen und Thermalquellen, hat sie Nahe eines Waldstücks ein Zuhause gefunden: «Ich verbringe viel Zeit im Garten, grilliere mit meinen lieben Nachbarn, schreibe oder mache Kunst.» In der Nachbarschaft ist Salome inzwischen auch für ihre besondere Hundewasch-Aktion bekannt: «Viele Tiere haben Flöhe und Parasiten, also trommle ich jede Woche alle Hunde zusammen und wasche sie.»
    37 min
  • Claude Scheidegger vereint Familienglück und Karriere in Singapur
    In Hongkong machte Claude Scheidegger aus Burgdorf (BE) eine steile Karriere in der internationalen Hotellerie. Heute lebt er mit Partner Stephen und der gemeinsamen Tochter Zoe in Singapur und reist für seine Arbeit regelmässig nach China.
    Claude Scheidegger legte den Grundstein für seine Karriere an der renommierten Hotelfachschule in Lausanne. Dort wurde er früh von einer internationalen Hotelgruppe entdeckt: «Viele grosse Hotelketten rekrutieren direkt in Lausanne. So konnte ich die Chance nutzen und beim Mandarin Oriental in Hongkong einsteigen.»
    Fünf Jahre lang blieb die pulsierende Metropole sein Zuhause und wurde auch privat zum Wendepunkt: «In dieser Zeit lernte ich meinen Lebenspartner Stephen kennen.» Heute lebt das Paar mit Tochter Zoe in Singapur: «Steve führt ein Family Office für ein angesehenes chinesisches Familienunternehmen», erzählt Claude Scheidegger. Beruflich ist er der Region treu geblieben: «Alle drei Wochen reise ich nach Hongkong, wo ich im Marketing- und Branding-Bereich für eine bekannte Hotelkette tätig bin.» So oft es geht, begleitet ihn seine Familie auf diesen Reisen und verbindet Beruf mit gemeinsamen Erlebnissen zwischen den Metropolen Asiens.
    «Singapur ist unglaublich familienfreundlich»
    Claude Scheidegger lebt mit seiner Familie in einem kleinen Wohnblock direkt beim botanischen Garten. Singapur sei äusserst sicher und besonders familienfreundlich, sagt der 30 Jährige: «Es gibt kostenlose Wasserparks, und der Zoo ist weltbekannt, vor allem für seine Nacht-Safaris, bei denen man wilde Tiere aus nächster Nähe beobachten kann.»
    37 min

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