Die seit einer Woche geltenden Corona-Massnahmen des Bundesrates sorgen bei den Blasmusikvereinen für Unmut.
Zwar dürfen auch in Innenräumen wieder 15 Personen zusammen proben. Allerdings nur, wenn pro Person eine Fläche von 25 Quadratmetern zur Verfügung steht. 15 Personen brauchen somit eine Fläche von 375 Quadratmetern! Andernfalls müssen zwischen den Musikantinnen und Musikanten «wirksame Abschrankungen» aufgestellt werden.
«Das ist Humbug» ärgert sich Michael Bach, der Dirigent der Brass Band Bürgermusik Luzern. Andy Kollegger von der Leitung des Schweizer Blasmusikverbands SBV ergänzt: «Unter diesen Voraussetzungen werden die Vereine ihre Probetätigkeit wohl nicht wieder aufnehmen». Der SBV hat daher eine Online-Petition lanciert, welche bereits gegen 20'000 Mal unterschrieben wurde.
Die 25 Quadratmeter-Regel habe mit den Aerosolen zu tun, deren Verbereitung man verhindern wolle. So erklärte es Patrick Mathys, Leiter der Sektion Krisenbewältigung im Bundesamt für Gesundheit BAG an einer Medienkonferenz. Angesprochen auf den Ärger der Blasmusikvereine meinte er: «Es ist klar, dass es immer Gruppen gibt, die sich benachteiligt fühlen».