In dieser Folge von „Follow the White Rabbit“, dem Link11 IT-Security-Podcast, spricht Gastgeberin Lisa Fröhlich mit Frédéric Noppe, dem Geschäftsführer von L3montree, über die Rolle von Open-Source-Software in der modernen IT und warum Open-Source-Security heute ein zentrales Thema für Unternehmen, Behörden und Entwicklerteams ist. Ihr erfahrt, warum laut Studien 70 bis 90 Prozent aller modernen Anwendungen aus Open-Source-Komponenten bestehen, weshalb es wirtschaftlich kaum Sinn ergibt, das Rad neu zu erfinden, und warum Offenheit im Quellcode keine Gefahr, sondern eine große Chance für mehr Sicherheit sein kann.
Gemeinsam diskutieren Lisa und Frédéric, warum der Mythos „Proprietäre Software ist sicherer“ nicht haltbar ist, wie Beispiele wie Log4j oder die XZ-Utils-Backdoor reale Risiken in der Software-Supply-Chain aufzeigen und welche Rolle SBOM (Software Bill of Materials), der Cyber Resilience Act (CRA) und kontinuierliches Vulnerability Management künftig spielen werden. Ein zentrales Thema ist, dass viele Open-Source-Projekte von nur einem oder wenigen Maintainern abhängig sind. Genau hier entstehen strukturelle Sicherheitsrisiken durch fehlende Zeit, Geld und Ressourcen.
Außerdem geht es um Security by Design, Threat Modeling, Software Composition Analysis und die Frage, wie Unternehmen Open Source sicher einsetzen, prüfen und mitgestalten können, statt sich blind auf fremden Code zu verlassen. Die Folge macht deutlich: Transparenz, Community und strukturierte Security-Prozesse sind der Schlüssel, um Open Source nicht nur effizient, sondern auch nachhaltig sicher zu nutzen – in Deutschland, Europa und weltweit.
Takeaways:
- Open-Source-Software ist in fast jeder Software enthalten – oft zu 70–90 %, auch in proprietären Produkten.
- Offener Quellcode ist kein Sicherheitsrisiko, sondern ermöglicht gründlichere Prüfungen und schnellere Fehlerbehebungen.
- Das größte Problem sind fehlende Ressourcen: Viele kritische Projekte haben nur einen Maintainer.
- SBOM, CRA und kontinuierliche Scans werden für sichere Software-Lieferketten immer wichtiger.
- Security by Design und Threat Modeling funktionieren auch (und gerade) im Open-Source-Umfeld.
Hört rein, wenn ihr verstehen wollt, warum Open Source kein Sicherheitsrisiko, sondern ein strategischer Vorteil sein kann.
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