Geschichte(n) hören

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By Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturHistory
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Geschichte(n) hören episodes

  • Ein Jahrhundert der Sicherheit? Aufstieg und Krisen des Sozialstaats
    Soziale Sicherheit ist eines der großen Versprechen des 20. Jahrhunderts. Seine Einlösung ist eng verbunden mit der Expansion des Sozialstaats und der Verwandlung von einer eng umgrenzten Risikoabsicherung für Wenige in ein umfassendes System staatlich garantierter Daseinsvorsorge. Dass sich die liberale Demokratie im säkularen Konflikt mit Faschismus und Kommunismus durchgesetzt hat, lag nicht zuletzt an der Fähigkeit des Sozialstaats, marktproduzierte Ungleichheiten mit dem demokratischen Prinzip politischer Gleichheit zu vermitteln. Der Sozialstaat war allerdings gerade im Kontext der Weltanschauungsdiktaturen auch ein Instrument der Ideologieverwirklichung, das Gesellschaften nicht nur integrierte, sondern Grenzlinien zog und Menschen ausschloss. Dies verweist darauf, dass der Sozialstaat bei der Verteilung von Lebenschancen Ungleichheiten eigener Art hervorbringt, weil er verschiedene Risikolagen und Lebensentwürfe unterschiedlich gut sichert. Der Vortrag richtete den Fokus auf solche Ambivalenzen, indem er den Umgang mit sozialstaatlichen Herausforderungen in den politischen Systemen des 20. Jahrhunderts und die gesellschaftsgestaltende Wirkung sozialstaatlicher Institutionen und Praktiken analysierte.
    Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Winfried Süß, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
    0 min
  • Die Ambivalenz der Moderne in westeuropäischer Perspektive
    In den Vermessungen des 20. Jahrhunderts wird gern auf die 'Ambivalenzen der Moderne' Bezug genommen, die zu einem Selbstbeschreibungstopos westlicher Gesellschaften avancieren konnten. Die Spielarten des Poststrukturalismus machten Frankreichs Intellektuelle zu Vordenkern der Postmoderne, als im übrigen Westen Fortschritt und Modernisierung noch dominante Deutungsmuster waren. Der Vortrag fragt danach, welche Probleme und Erfahrungen die Wahrnehmung und Kritik der Moderne in Frankreich geprägt haben und welche Faktoren liberales Fortschrittsdenken und avantgardistische Modernediskurse im Verlauf des 20. Jahrhunderts unterminierten.
    Vortrag von Prof. Dr. Lutz Raphael, Universität Trier
    0 min
  • Konjunkturen der Menschenrechte
    Menschenrechte wurden im Lauf des 20. Jahrhunderts zu einem zentralen politischen Referenzpunkt. Der Vortrag geht der Frage nach, wie das Sprechen und Handeln im Namen der Menschenrechte die internationale Politik seit dem Zweiten Weltkrieg veränderte. Er zeigt, dass sich dieser Prozess mit einer eindimensionalen Großen Erzählung nicht fassen lässt. Infolge ihrer Deutungsoffenheit wurden Menschenrechte zu einer wichtigen Arena des Konflikts, in der zahlreiche Akteure aus allen Weltregionen ganz unterschiedliche Interessen verfolgten. Die Effekte menschenrechtspolitischer Initiativen waren uneindeutig: Sie konnten emanzipierend wirken, aber auch entmündigend, Notlagen lindern, aber auch kontraproduktive Wirkungen haben.
    Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Jan Eckel, Universität Freiburg
    1 hr 39 min
  • Der Siegeszug der Konsumgesellschaft
    Im 20. Jahrhundert entfaltete sich die Konsumgesellschaft unterschiedlich schnell in Europa und führte in den einzelnen Gesellschaften zu spezifischen Folgen. Die Phasen und Strukturen der konsumpolitischen Entwicklung ebenso wie ihre Akteure werden im Mittelpunkt des Vortrags stehen, der sich vor allem auf die Jahrzehnte seit 1945 konzentriert. In ihnen prallten in dem Wettkampf um die überlegene materielle Zivilisation das Modell der Sowjetunion und der USA zusammen, wurde die Debatte vehement geführt, ob Konsum, Demokratie und Kapitalismus notwendig verbunden seien und welchen Einfluss die Konsumorientierung auf Lebensführung und gesellschaftliche Verhältnisse hatte. Zerstörte sie die "staatssozialistischen Gesellschaften" oder aber ging sie in Osteuropa in einer besonderen Konsumkultur auf?
    Vortrag von Prof. Dr. Heinz-Gerhard Haupt, Europäisches Hochschulinstitut Florenz.
    1 hr 31 min
  • Droht ein neuer Kalter Krieg? Der Konflikt um die Ukraine.
    Droht durch den Konflikt in der Ukraine ein neuer Kalter Krieg? Zu dieser Frage diskutieren die Historiker Prof. Dr. Heinrich August Winkler und Prof. Dr. Jörg Baberowski (Humboldt Universität zu Berlin). Das Gespräch wird moderiert von Prof. Dr. Peter Voß (vormals ZDF und SWR, heute Quadriga Hochschule Berlin).
    0 min
  • Recht als Waffe - Schauprozesse als Instrument der Herrschaftssicherung
    Seit 1920 inszenierte die Sowjetunion Gerichtsverhandlungen, deren Verlauf und Ergebnis bereits zuvor feststehen. Das Ziel dieser Verhandlungen war nicht Gerechtigkeit oder Rechtsprechung, sondern eine öffentliche Zurschaustellung der politischen Gegner und der eigenen Macht. Auch der Nationalsozialismus bediente sich solcher Schauprozesse als Herrschaftstechnik und Herrschaftsritual. Die DDR folgte wie andere dem kommunistischen Block zugehörige Staaten diesem Vorbild und demonstrierte in Theatern, großen Betriebskantinen oder öffentlichen Räumen, wie Recht als politisches Instrument missbraucht werden kann, um politisch missliebige Menschen öffentlich zu demütigen und abzuurteilen sowie andere Menschen zu entmutigen, in Opposition zum Regime zu treten. Das Podiumsgespräch geht der Frage nach, wie Recht als Waffe in den jeweiligen Systemen missbraucht wurde und welche Wirkung diese Abschreckung und gleichzeitige Propaganda für die Gesellschaften hatte. Es diskutierten die Historiker Prof. Dr. Klaus Marxen, Fabian Thunemann und Dr. Falco Werkentin. Moderation: Dr. Ulrich Mählert (Bundesstiftung Aufarbeitung)
    1 hr 24 min
  • Recht als Waffe - Schauprozesse als Instrument der Herrschaftssicherung
    Seit 1920 inszenierte die Sowjetunion Gerichtsverhandlungen, deren Verlauf und Ergebnis bereits zuvor feststehen. Das Ziel dieser Verhandlungen war nicht Gerechtigkeit oder Rechtsprechung, sondern eine öffentliche Zurschaustellung der politischen Gegner und der eigenen Macht. Auch der Nationalsozialismus bediente sich solcher Schauprozesse als Herrschaftstechnik und Herrschaftsritual. Die DDR folgte wie andere dem kommunistischen Block zugehörige Staaten diesem Vorbild und demonstrierte in Theatern, großen Betriebskantinen oder öffentlichen Räumen, wie Recht als politisches Instrument missbraucht werden kann, um politisch missliebige Menschen öffentlich zu demütigen und abzuurteilen sowie andere Menschen zu entmutigen, in Opposition zum Regime zu treten. Das Podiumsgespräch geht der Frage nach, wie Recht als Waffe in den jeweiligen Systemen missbraucht wurde und welche Wirkung diese Abschreckung und gleichzeitige Propaganda für die Gesellschaften hatte. Es diskutierten die Historiker Prof. Dr. Klaus Marxen, Fabian Thunemann und Dr. Falco Werkentin. Moderation: Dr. Ulrich Mählert (Bundesstiftung Aufarbeitung)
    1 hr 24 min
  • Wider den Schlaf der Vernunft. Die DDR-Schriftsteller in der Friedlichen Revolution 1989
    Im Revolutionsherbst 1989 politisierte sich die Kultur in der DDR in besonderer Weise: Kulturschaffende, Schriftsteller und Künstler mischten sich vielfach ins Geschehen ein, sie beeinflussten und gestalteten die politische Realität so aktiv mit. Besonders augenfällig wurde dies beispielsweise bei der Veranstaltung "Wider den Schlaf der Vernunft" am 28. Oktober 1989 in der Ost-Berliner Erlöserkirche, als sich maßgebliche Künstler und Schriftsteller mit den Demonstranten gegen das SED-Regime solidarisierten und gesellschaftliche Veränderungen einforderten.
    25 Jahre später sprachen die Schriftsteller Christoph Hein, Joachim Walther und Elke Erb sowie der Literaturwissenschaftler Prof. Wolfgang Emmerich über das politische Engagement der Literaten vor, während und nach der Friedlichen Revolution.
    1 hr 40 min
  • Das Jahrhundert der Gewalt und seine Einhegung.
    Der Erste Weltkrieg löste eine Welle der Gewalt aus, die weite Teile Europas auch und besonders nach 1918 prägte. Erst nach dem Ende des "europäischen Bürgerkriegs" 1945 gelang es, die Gewalt sukzessive einzuhegen: Gewalt zwischen den europäischen Staaten in Gestalt von Kriegen, vor allem aber auch innerhalb der europäischen Gesellschaften. Die Erfahrung des Kalten Krieges und der Dekolonisation spielte hierfür eine maßgebliche Rolle.
    Vortrag "Das Jahrhundert der Gewalt und seine Einhegung" von Prof. Dr. Gabriele Metzler, Humboldt-Universität zu Berlin.
    1 hr 39 min
  • Hoşgeldiniz kardeşlerimiz? Willkommen, Brüder und Schwestern?
    Wenn in der Bundesrepublik vor dem Mauerfall die Teilung Deutschlands beklagt wurde, war oft pathetisch von 'unseren Brüdern und Schwestern im Osten' die Rede. Der Pathos wich bald der Ironie, als sich nach 1990 die Kosten der Einheit überschlugen.
    'Wir Euch nicht haben gerufen', lautete die Pointe eines Witzes, der das Spannungsverhältnis aufspießte, das sich in den Jahren nach der Wiedervereinigung zwischen ostdeutschen und türkischstämmigen Bürgern eingestellt haben soll.
    25 Jahre nach dem Mauerfall luden die Bundesstiftung Aufarbeitung und die Zeitung ZAMAN in Verbindung mit dem BUV zu einer türkischdeutschen Perspektive auf den Weg zur deutschen Einheit und die Entwicklung des vereinten Deutschlands ein.
    1 hr 40 min

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Mit diesem Podcast-Angebot stellt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Audio-Mitschnitte von Veranstaltungen zum Nachhören zur Verfügung.

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