Geschichte(n) hören

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By Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturHistory
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Geschichte(n) hören episodes

  • Von Sanften und Friedlichen Revolutionen.
    Vor 25 Jahren stürzten die kommunistischen Regime in Ostmitteleuropa in immer schnellerer Geschwindigkeit. In der Tschechoslowakei brachten die Monate November und Dezember 1989 den Sieg der 'Sanften Revolution', wie der Umbruch in der Slowakei genannt wird: Am 17. November erreichten die Demonstrationen ihren Höhepunkt in Prag, woraufhin innerhalb einer Woche Politbüro und ZK geschlossen zurücktraten. Noch im Dezember wurde der Führungsanspruch der Kommunisten aus der Verfassung gestrichen, der Slowake Alexander Dubček zum Vorsitzenden des Parlaments und Václav Havel zum Staatspräsidenten gewählt.
    In der Veranstaltung erinnerten sich ehemalige Bürgerrechtler aus Deutschland und der Slowakei an den Herbst 1989 in unseren beiden Ländern. In zwei Diskussionsrunden tauschten die Akteure von 1989 ihre Erfahrungen aus, berichteten von ihren Erlebnissen in der DDR und der Tschechoslowakei und wagten einen gemeinsamen Blick auf die Friedliche und die Sanfte Revolution.
    0 min
  • "Lebt nicht mit der Lüge"
    Ost-Berlin, Herbst 1989. Rainer Eppelmann, als Bürgerrechtler und Pfarrer der Ost-Berliner Samaritergemeinde seit langem unter Dauerbeobachtung durch die Staatssicherheit, gründet gemeinsam mit anderen Oppositionellen den Demokratischen Aufbruch - das Unrechtssystem DDR und die Missachtung der Menschenrechte sind nicht länger hinnehmbar, Freiheit und Demokratie dürfen nicht länger unterdrückt werden.
    Dresden, Herbst 1989. Wolfgang Berghofer, hauptamtlicher FDJ-Funktionär, langjähriges SED-Mitglied, seit 1986 Oberbürgermeister von Dresden, trifft sich als erster SED-Vertreter im Dresdner Dialog mit der oppositionellen 'Gruppe der 20'. Diese hatte sich auf einer Großdemonstration gegen die SED-Diktatur gegründet und fordert weitreichende Reformen im Land.
    Zwei Leben in einem Land. Wie begegnen sich zwei Menschen mit so verschiedenen Biographien nach dem Untergang dieses Landes? Kann trotz bestehender Unterschiedlichkeit ein Prozess der Versöhnung in Gang gesetzt werden? Sind Zuhören, Kennenlernen, Offensein für die Haltung des Anderen mögliche Wege für eine Versöhnung auf individueller Ebene? Dahinter steht die grundsätzliche Frage nach dem Umgang einer Gesellschaft mit indivuellen und kollektiven Brüchen in Lebensverläufen.
    1 hr 31 min
  • Die Sowjetunion im Jahrhundert der Moderne
    Die Sowjetunion war ein Produkt der Moderne. Sie entstand aus dem Anspruch, Rückständigkeit zu überwinden und das Menschenglück zu verwirklichen. Aber ihre Herrscher produzierten Gewalt und verwalteten den Mangel. Als Importeur westlicher Fortschrittsmodelle verwandelte sich die Sowjetunion in einen Exporteur vormoderner Herrschaftstechniken. Nirgendwo war die Spannung zwischen modernen Ansprüchen und vormodernen Praktiken größer als in der Sowjetunion.

    Vortrag "Die Sowjetunion im Jahrhundert der Moderne" von Prof. Dr. Jörg Baberowski, Humboldt-Universität zu Berlin.
    0 min
  • Die SED in der Ära Honecker
    Erich Honeckers Politik war im SED-Politbüro nicht unumstritten. Seine Entscheidung, die politische Herrschaft durch kostspielige soziale Leistungen zu stablisieren, stieß im engeren Führungskreis auf Kritik. Andere Fragen wie die Gestaltung der deutsch-deutschen Beziehungen waren Gegenstand regelrechter Richtungskämpfe. Andreas Malycha zeichnet diese bislang kaum erforschten internen Konflikte und Debatten nach. Mit seinem Buch greift er in aktuelle Forschungskontroversen ein, die um die Reichweite totalitärer Machtansprüche und die "Grenzen der Diktatur" geführt werden. Seine am Institut für Zeitgeschichte erarbeitete Monographie ist ein Ergebnis des Förderprogramms "SED-Geschichte zwischen Mauerbau und Mauerfall" der Bundesstiftung Aufarbeitung.
    0 min
  • Litauen 75 Jahre nach dem Hitler-Stalin-Pakt.
    2014 jährt sich der Hitler-Stalin-Pakt zum 75. Mal. Mit ihm wurde Osteuropa zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und der kommunistischen Sowjetunion aufgeteilt. Nicht zuletzt für die baltischen Staaten folgten Jahrzehnte nationaler Unfreiheit und Diktatur. Am 23. August 1989, dem 50. Jahrestag des Paktes, bildeten hunderttausende Menschen eine etwa 600 km lange Menschenkette von Vilnius über Riga nach Tallinn. Sie setzten damit ein eindrucksvolles Zeichen für Freiheit und Unabhängigkeit.

    Wie erinnern wir uns heute in Litauen und Deutschland an die beiden totalitären Diktaturen? Bewerten wir deren Unterschiede und Gemeinsamkeiten ähnlich? Und wie werden Verstrickung und Kollaboration thematisiert? In der Podiumsdiskussion wurde nicht zuletzt die Rolle von Opposition und Widerstand in unserem nationalen Gedächtnis thematisiert.
    0 min
  • Die Kraft des Wortes.
    Mit der Veranstaltung "Die Kraft des Wortes" wurde am 16. September 2014 in der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die christliche Opposition in der DDR und ihre Bedeutung für die Friedliche Revolution 1989 gewürdigt. In diesem Zusammenhang wurde auch über die Rolle der evangelischen Kirche in der DDR diskutiert.
    Nach einer Begrüßung durch den stellvertretenden Geschäftsführer der Bundesstiftung Aufarbeitung, Dr. Robert Grünbaum, führte der ehemalige Generalsuperintendent Martin Michael Passauer mit einem Vortrag in das Thema des Abends ein. Darauf folgte eine erste Podiumsrunde, in der die Zeitzeugen Almuth Berger, Dr. Christian Halbrock und Dr. Christoph Demke von ihren Erlebnissen und Erfahrungen in und mit der kirchlichen Opposition in der DDR berichteten. In der anschließenden zweiten Gesprächsrunde wurde ausgehend von der Situation der evangelischen Kirchen 1989 danach gefragt, ob sich aus dem historischen Verdienst auch eine Verpflichtung für das heutige Wirken der Kirchen ableiten lässt. Darüber diskutierten neben Martin-Michael Passauer die Vikarin der Heilig-Kreuz-Passion-Gemeinde zu Berlin Jasmin El-Manhy, der ehemalige Bischof und Ratsvorsitzende der EKD Wolfgang Huber und die ehemalige Präses der EKD-Synode Barbara Rinke. Beide Gespräche wurden von Jacqueline Boysen von der Evangelischen Akademie zu Berlin moderiert.
    0 min
  • Das Jahrhundert vermessen
    Mit jedem Jahr rückt das 20. Jahrhundert weiter in die Geschichte. Aber noch bleiben seine Konturen unscharf - es begann als ein Zeitalter der blutigen Konkurrenz um die beste Ordnung der Moderne, und es endete als ein Zeitalter der vorläufigen Gewalteinhegung. Der Vortrag versuchte das 20. Jahrhundert anhand seiner Maßeinheiten zu umreißen. Er musterte dabei einzelne Leitbegriffe, die das Jahrhundert zu erschließen erlauben und erörterte die zeitlichen Zäsuren, die es begrenzen und in einzelne Phasen gliedern.

    Vortrag "Das Jahrhundert vermessen" von Prof. Dr. Martin Sabrow, Humboldt-Universität zu Berlin / Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.
    0 min
  • Flucht, Vertreibung, Deportation: Das Jahrhundert der Zwangsmigration
    Mit dem Ersten Weltkrieg setzte die Geschichte des Jahrhunderts der Zwangsmigration ein. Zwangswanderungen waren meist Ergebnis von Kriegen, Bürgerkriegen oder Maßnahmen autoritärer politischer Systeme, vor allem die Weltkriege bildeten elementare Katalysatoren in der Geschichte der Zwangsmigration im Europa des 20. Jahrhunderts. Allein die Zahl der Flüchtlinge, Vertriebenen und Deportierten im Zweiten Weltkrieg wird auf 50 bis 60 Millionen Menschen geschätzt und damit auf nicht weniger als zehn Prozent der Bevölkerung des Kontinents. Die Nachkriegszeit beider Weltkriege war zudem durch millionenfache Folgewanderungen gekennzeichnet, die weithin Zwangscharakter hatten. Schließlich führte der Kalte Krieg zu neuen Flüchtlingsbewegungen, die ein zentrales Element der europäischen und globalen Migrationssituation bildeten. Ziel des Vortrags ist es, Hintergründe, Strukturmuster und Folgen des europäischen Zwangsmigrationsgeschehens auszuleuchten und nach ihrer Bedeutung für die Entwicklung der Gesellschaften Europas im 20. Jahrhundert zu fragen.
    Vortrag von Prof. Dr. Jochen Oltmer, Universität Osnabrück.
    0 min
  • Flucht, Vertreibung, Deportation: Das Jahrhundert der Zwangsmigration
    Mit dem Ersten Weltkrieg setzte die Geschichte des Jahrhunderts der Zwangsmigration ein. Zwangswanderungen waren meist Ergebnis von Kriegen, Bürgerkriegen oder Maßnahmen autoritärer politischer Systeme, vor allem die Weltkriege bildeten elementare Katalysatoren in der Geschichte der Zwangsmigration im Europa des 20. Jahrhunderts. Allein die Zahl der Flüchtlinge, Vertriebenen und Deportierten im Zweiten Weltkrieg wird auf 50 bis 60 Millionen Menschen geschätzt und damit auf nicht weniger als zehn Prozent der Bevölkerung des Kontinents. Die Nachkriegszeit beider Weltkriege war zudem durch millionenfache Folgewanderungen gekennzeichnet, die weithin Zwangscharakter hatten. Schließlich führte der Kalte Krieg zu neuen Flüchtlingsbewegungen, die ein zentrales Element der europäischen und globalen Migrationssituation bildeten. Ziel des Vortrags ist es, Hintergründe, Strukturmuster und Folgen des europäischen Zwangsmigrationsgeschehens auszuleuchten und nach ihrer Bedeutung für die Entwicklung der Gesellschaften Europas im 20. Jahrhundert zu fragen.
    Vortrag von Prof. Dr. Jochen Oltmer, Universität Osnabrück.
    0 min
  • Der Milliarden-Deal
    Es war die politische Sensation des Jahres 1983: Nach wochenlangen Geheimverhandlungen vereinbarten der bayerische Ministerpräsident Strauß und Honeckers Unterhändler Schalck-Golodkowski einen Milliardenkredit, der die überschuldete DDR vor einer drohenden Staatspleite rettete. Das Darlehen war ein Produkt enger privater Beziehungen und handfester wirtschaftlicher Interessen, aber auch eines strategisch-politischen Kalküls.

    Im Anschluss an die Premiere diskutierten Max Strauß, Sohn von Franz Josef Strauß, die Wirtschaftswissenschaftlerin Maria Haendcke-Hoppe-Arndt sowie der Regisseur und Drehbuchautor des Films, Peter Adler, über die Dokumentation. Das Gespräch wurde moderiert von Dr. Katja Wildermuth, Redaktionsleiterin Geschichte und Gesellschaft beim MDR FERNSEHEN.
    1 hr 2 min

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Mit diesem Podcast-Angebot stellt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Audio-Mitschnitte von Veranstaltungen zum Nachhören zur Verfügung.

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