Geschichte(n) hören

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By Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturHistory
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Geschichte(n) hören episodes

  • Die Oktoberrevolution und ihre Bilder in den Köpfen
    Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe "Talking about a Revolution! Die Oktoberrevolution: Geschichte - Instrumentalisierung - Rezeption"
    Die Geschichte der Oktoberrevolution ist auch eine Geschichte ihrer Bilder. Stärker als die wenigen Originalaufnahmen wurde und wird die Erinnerung an sie durch nachträgliche Darstellungen geprägt. Als propagiertem Idealtypus der sozialistischen Revolution kam der Inszenierung eine zentrale Rolle zu. Der in Wahrheit eher unspektakuläre Staatsstreich wurde von den Machthabern ex post zum heldenhaften Massenaufstand umgedeutet. Neben der Überhöhung des Putsches zur "Großen Sozialistischen Oktoberrevolution" sind ihre Bilder häufig durch Manipulationen gekennzeichnet. Neben Fotografien spielte vor allem die cineastische Darstellung der Revolution, u.a. Sergej Eisensteins "Oktober" aus dem Jahre 1928, eine zentrale Rolle in der Propaganda.
    Vortrag "Die Oktoberrevolution und ihre Bilder in den Köpfen" von Dr. Anna Bohn (Cinemathek Zentral- und Landesbibliothek Berlin) und Prof. Dr. Thomas Lindenberger (Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam). Begrüßung und Moderation: Barbara Wurm (Humboldt-Universität zu Berlin).
    0 min
  • Die Oktoberrevolution in der Wahrnehmung und Darstellung im heutigen Russland
    Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe "Talking about a Revolution! Die Oktoberrevolution: Geschichte - Instrumentalisierung - Rezeption!
    Im kommenden Jahr wird die Oktoberrevolution 100 Jahre her sein. Doch ist sie reine Vergangenheit? Zwar wird die Oktoberrevolution nicht mehr öffentlich zelebriert - wenn man von der Kommunistischen Partei Russlands absieht -, aber subkutan entfaltet sie eine Wirkung. Anhand der russischen Erinnerungspolitik wird Irina Scherbakowa aufzeigen, wie und warum die Oktoberrevolution auch heutzutage noch ein Thema für Russland ist.
    Vortrag "Die Oktoberrevolution in der Wahrnehmung und Darstellung im heutigen Russland" von Prof. Dr. Irina Scherbakowa (Memorial Moskau). Begrüßung und Moderation: Prof. Dr. Jörg Baberowski (Humboldt-Universität zu Berlin).
    1 hr 28 min
  • "Wir wollten was tun." Jugendlicher Widerstand vor dem Volksaufstand am 17. Juni 1953
    Mit Schlaftropfen und Watte versteckten sich in der Nacht auf den 5. Mai 1953 Geheime Mitarbeiter der Staatssicherheit in der Wohnung von Werner Bork. Nur durch einen Zufall vereitelte der 21-Jährige die »Herausholung« und gelangte im letzten Moment in den Westen. Werner Bork war Teil einer Widerstandsgruppe in Werder, in der Schüler, Studenten und Lehrlinge mit Flugblättern für freie Wahlen, Meinungsfreiheit und Demokratie kämpften. Sieben seiner Freunde wurden zum Tode verurteilt und in Moskau erschossen, viele andere zu Zuchthaus- und Lagerhaftstrafen in der DDR und der Sowjetunion verurteilt.
    Anlässlich des 63. Jahrestages des Volksaufstands nahm die Veranstaltung dessen Vorgeschichte in den Blick. Der frühe Widerstand von Jugendlichen gegen die Diktatur in der SBZ / DDR ist weithin in Vergessenheit geraten. Aber gerade die Erfahrungen der sich auflehnenden Jugendlichen können heutige Schülerinnengenerationen für die Unterschiede zwischen Diktatur und Demokratie sensibilisieren. Nach der Präsentation des Films beantwortete Werner Bork die Fragen von Jugendlichen des Internationalen Jugendgemeinschaftsdienstes (ijgd). Seine Tochter Dr. Iris Bork-Goldfield rekonstruierte die Geschichte ihres Vaters und seiner Freunde in dem Dokumentarfilm und dem gleichnamigen Buch. Im Gespräch beschrieb die Professorin am Institut für German Studies an der Wesleyan University in Middletown, Connecticut, die Entstehung von Film und Buch.
    43 min
  • "Es muss demokratisch aussehen, aber wir müssen alles in der Hand behalten". Blockparteien in der SED-Diktatur - Eröffnung und Einführung
    Auf dieser Fachtagung diskutieren Zeitzeugen und Experten darüber, welche Rolle die Blockparteien in der SED-Diktatur spielten und wie ihre Einbindung in die kommunistische Diktatur erfolgte. Dabei werden Fragen nach Repression und Verfolgung von Mitgliedern der Blockparteien sowie nach Widerstand und Opposition gestellt. Darüber hinaus wird auch nach Handlungsspielräumen und Formen der Partizipation in der SED-Diktatur gefragt werden. Last but not least wird auch die Rolle beleuchtet, die die Blockparteien und ihre Repräsentanten im Zuge der deutschen Einheit gespielt haben. Diente die Existenz der Blockparteien nur der Verschleierung der Einparteienherrschaft der SED? Beschränkte sich die Mitwirkung nur auf das bloße Abnicken der SED-Politik? Diese und andere Fragen werden in vier Blöcken mit verschiedenen Schwerpunkten erörtert.
    Eröffnung und Begrüßung für die Veranstalter (PD Dr. Jörg Ganzenmüller | Weimar)
    Eröffnungsvortrag: Dr. Jens Schöne | Berlin
    1 hr 33 min
  • Aufbau und Integration der Blockparteien in die SED -Diktatur (1945-1961)
    Auf dieser Fachtagung diskutieren Zeitzeugen und Experten darüber, welche Rolle die Blockparteien in der SED-Diktatur spielten und wie ihre Einbindung in die kommunistische Diktatur erfolgte. Dabei werden Fragen nach Repression und Verfolgung von Mitgliedern der Blockparteien sowie nach Widerstand und Opposition gestellt. Darüber hinaus wird auch nach Handlungsspielräumen und Formen der Partizipation in der SED-Diktatur gefragt werden. Last but not least wird auch die Rolle beleuchtet, die die Blockparteien und ihre Repräsentanten im Zuge der deutschen Einheit gespielt haben. Diente die Existenz der Blockparteien nur der Verschleierung der Einparteienherrschaft der SED? Beschränkte sich die Mitwirkung nur auf das bloße Abnicken der SED-Politik? Diese und andere Fragen werden in vier Blöcken mit verschiedenen Schwerpunkten erörtert.
    Aufbau und Integration der Blockparteien in die SED-Diktatur (1945-1961)
    Impuls: Dr. Siegfried Suckut | Berlin
    Podium: Dr. Jürgen Schmidt-Pohl | Schwerin, Dr. Theresia Bauer | München
    Moderation: Dr. Michael Bienert | Potsdam
    25 min
  • Die unabhängige historische Kommission zur Geschichte der CDU Thüringen und ihr Auftrag
    Auf dieser Fachtagung diskutieren Zeitzeugen und Experten darüber, welche Rolle die Blockparteien in der SED-Diktatur spielten und wie ihre Einbindung in die kommunistische Diktatur erfolgte. Dabei werden Fragen nach Repression und Verfolgung von Mitgliedern der Blockparteien sowie nach Widerstand und Opposition gestellt. Darüber hinaus wird auch nach Handlungsspielräumen und Formen der Partizipation in der SED-Diktatur gefragt werden. Last but not least wird auch die Rolle beleuchtet, die die Blockparteien und ihre Repräsentanten im Zuge der deutschen Einheit gespielt haben. Diente die Existenz der Blockparteien nur der Verschleierung der Einparteienherrschaft der SED? Beschränkte sich die Mitwirkung nur auf das bloße Abnicken der SED-Politik? Diese und andere Fragen werden in vier Blöcken mit verschiedenen Schwerpunkten erörtert.
    Die unabhängige historische Kommission zur Geschichte der CDU Thüringen und ihr Auftrag (PD Dr. Jörg Ganzenmüller | Weimar)
    25 min
  • Die Blockparteien zwischen Mauerbau und Biermann-Ausbürgerung (1961-1976)
    Auf dieser Fachtagung diskutieren Zeitzeugen und Experten darüber, welche Rolle die Blockparteien in der SED-Diktatur spielten und wie ihre Einbindung in die kommunistische Diktatur erfolgte. Dabei werden Fragen nach Repression und Verfolgung von Mitgliedern der Blockparteien sowie nach Widerstand und Opposition gestellt. Darüber hinaus wird auch nach Handlungsspielräumen und Formen der Partizipation in der SED-Diktatur gefragt werden. Last but not least wird auch die Rolle beleuchtet, die die Blockparteien und ihre Repräsentanten im Zuge der deutschen Einheit gespielt haben. Diente die Existenz der Blockparteien nur der Verschleierung der Einparteienherrschaft der SED? Beschränkte sich die Mitwirkung nur auf das bloße Abnicken der SED-Politik? Diese und andere Fragen werden in vier Blöcken mit verschiedenen Schwerpunkten erörtert.
    Die Blockparteien zwischen Mauerbau und Biermann-Ausbürgerung (1961-1976)
    Impuls: Prof. Hermann Wentker | Berlin
    Podium: Dr. Cornelia von Ruthendorf-Przewoski | Bautzen, Dr. Tilman Pohlmann | Dresden
    1 hr 3 min
  • Die Blockparteien zwischen Erstarrung und Aufbruch? (1976-1989)
    Auf dieser Fachtagung diskutieren Zeitzeugen und Experten darüber, welche Rolle die Blockparteien in der SED-Diktatur spielten und wie ihre Einbindung in die kommunistische Diktatur erfolgte. Dabei werden Fragen nach Repression und Verfolgung von Mitgliedern der Blockparteien sowie nach Widerstand und Opposition gestellt. Darüber hinaus wird auch nach Handlungsspielräumen und Formen der Partizipation in der SED-Diktatur gefragt werden. Last but not least wird auch die Rolle beleuchtet, die die Blockparteien und ihre Repräsentanten im Zuge der deutschen Einheit gespielt haben. Diente die Existenz der Blockparteien nur der Verschleierung der Einparteienherrschaft der SED? Beschränkte sich die Mitwirkung nur auf das bloße Abnicken der SED-Politik? Diese und andere Fragen werden in vier Blöcken mit verschiedenen Schwerpunkten erörtert.
    Die Blockparteien zwischen Erstarrung und Aufbruch? (1976-1989)
    Impuls: Christoph Wunnicke | Berlin
    Podium: Dr. Thomas Widera | Dresden, Dr. Manfred Agethen | St. Augustin, Rainer Eppelmann | Berlin
    Moderation: Dirk Löhr | Erfurt
    1 hr 3 min
  • Die Blockparteien in der Friedlichen Revolution und im Systemumbruch (1989-1991)
    Auf dieser Fachtagung diskutieren Zeitzeugen und Experten darüber, welche Rolle die Blockparteien in der SED-Diktatur spielten und wie ihre Einbindung in die kommunistische Diktatur erfolgte. Dabei werden Fragen nach Repression und Verfolgung von Mitgliedern der Blockparteien sowie nach Widerstand und Opposition gestellt. Darüber hinaus wird auch nach Handlungsspielräumen und Formen der Partizipation in der SED-Diktatur gefragt werden. Last but not least wird auch die Rolle beleuchtet, die die Blockparteien und ihre Repräsentanten im Zuge der deutschen Einheit gespielt haben. Diente die Existenz der Blockparteien nur der Verschleierung der Einparteienherrschaft der SED? Beschränkte sich die Mitwirkung nur auf das bloße Abnicken der SED-Politik? Diese und andere Fragen werden in vier Blöcken mit verschiedenen Schwerpunkten erörtert.
    Die Blockparteien in der Friedlichen Revolution und im Systemumbruch (1989-1991)
    Impuls: Dr. Peter Joachim Lapp | Ölsen
    Podium: Dr. Ehrhart Neubert | Limlingerode, PD Dr. Ute Schmidt | Berlin, Luise Güth | Rostock
    Moderation: Dr. Peter Wurschi | Weimar
    1 hr 19 min
  • Die Macht der Erinnerung - GULAG-Gedenken in Russland
    Wie erinnert man sich heute in Russland an den GULAG, das repressive sowjetische Lagersystem, in dem unter Stalin bis zu 18 Millionen Menschen zu Zwangsarbeit genötigt wurden? Während unter Chruschtschow und dann in den 1990er Jahren viele Opfer rehabilitiert wurden und eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit langsam begann, dreht sich heute das Rad der Geschichte offenbar wieder zurück: In Geschichtsbüchern wird Stalin wieder ein "effektiver Manager" genannt und nach Umfragen glauben heute 42% der Russen, die Stalin'schen Repressionen seien notwendig für den Aufbau des Landes gewesen.
    Doch es gibt auch Menschen, die staatliche Verbrechen anprangern, nach der Verantwortung der Gesellschaft fragen und ihre eigenen Wege des Gedenkens an die Opfer suchen. Die Filmemacherin Kerstin Nickig besuchte die einzige GULAG-Gedenkstätte Russlands, die sich auf dem Gelände eines authentischen Straflagers für politische Gefangene befindet: Perm-36. Ihr beeindruckender Film spürt in Gesprächen mit ehemaligen Lageraufsehern, Neostalinisten, Bürgerrechtsaktivisten und dem ehemaligen Häftling und Mitbegründer der Gedenkstätte Sergej Kovaljov den verschiedenen Sichtweisen auf die Geschichte des GULAG und der politischen Verfolgung in Russland nach. Welche Auswirkungen hat die Perspektive auf die Vergangenheit für das Selbstverständnis der russischen Gesellschaft heute?
    Die Gedenkstätte für die Geschichte politischer Verfolgung Perm-36 im Permer Gebiet wurde 1994 von ehemaligen politischen Gefangenen und Historikern aus dem Umfeld der Menschenrechtsorganisation Memorial gegründet und ist nun zum Zentrum eines heftigen gesellschaftlichen Konfliktes um die "richtige" Darstellung von Geschichte geworden: Waren die Häftlinge des Lagers Perm-36 zurecht verurteilte Vaterlandsverräter oder Opfer eines Unrechtsregimes? Seit die Gedenkstätte 2015 verstaatlicht wurde, wird sie konzeptionell neu ausgerichtet. Nun stehen nicht mehr die Häftlinge, sondern das Strafvollzugssystem als solches im Vordergrund - und Lageraufseher von einst sitzen statt ehemaliger Häftlinge im Expertenrat.
    1 hr 19 min

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