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By Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-DiktaturHistory
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Geschichte(n) hören episodes

  • Ulbrichts Wirtschaftswunder - Wie die DDR den Westen überholen wollte
    Mit dem "Neuen Ökonomischen System (NÖS)" wollte die DDR in den 1960er Jahren neue Wege gehen und die Zukunft im Wettstreit mit der Bundesrepublik Deutschland für sich gewinnen. Mit Rationalisierung und Automatisierung sollte die Planwirtschaft revolutioniert und die Mangelwirtschaft mit Personalmangel und Materialknappheit beseitigt werden. Neue Denkmethoden und neue Technologien sollten dazu beitragen, dass der Mensch künftig im Produktionsprozess entbehrlich wird. Letztlich sollte damit der Westen wirtschaftlich überholt und der Weg zur kommunistischen Weltherrschaft geebnet werden.
    Im Fokus des Films steht die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der DDR in jener Zeit, die Zukunftsvisionen von einer automatisierten, rationalisierten und damit besseren Welt versprach. Doch die von Walter Ulbricht forcierte Öffnung der zentralistisch geleiteten Volkswirtschaft scheiterte. Alle Maßnahmen des NÖS, wie etwa Prämien für die Werktätigen oder größere betriebliche Freiheiten für die Kombinate, konnten die DDR-Ökonomie nicht retten. Mit der Machtübernahme durch Erich Honecker wurde das innerparteilich stets umstrittene Projekt eingestellt und die Reformen rückgängig gemacht.
    1 hr 12 min
  • Catherine Gousseff: Zwischen Anerkennung und Manipulation. Russland, die Nation und das Erbe des kommunistischen Völkergefängnisses
    Der Zusammenbruch der Sowjetunion lässt sich auf einen doppelläufigen Prozess zurückführen: einerseits die Explosion der Volksrepubliken innerhalb der Föderation, andererseits die Implosion der Kommunistischen Partei als dem politischen Herzen des Zentralstaats. Hatten die Sowjetrepubliken einen Grad der Emanzipation erreicht, dass sie die dominierende Vision der UdSSR als "Gefängnis der Völker" de facto widerlegen konnten? Wie ist die historische Entwicklung der Sowjetischen Föderation 25 Jahre nach ihrem Verschwinden und nach zwei Jahrzehnten, in denen sich Russland als größter Nachfolgestaat der UdSSR durch vermehrte Einmischung in die nationalen Konflikte an seinen Grenzen hervorgetan hat, zu lesen?
    1 hr 52 min
  • Sandrine Kott: Ende des Staatssozialismus - Ende des Sozialstaats? Sozialpolitik im langen 20. Jahrhundert
    Im Manifest der kommunistischen Partei formulierte Marx eine grundlegende Kritik der sozialen Reform: "Ein Teil der Bourgeoisie wünscht den sozialen Mißständen abzuhelfen, um den Bestand der bürgerlichen Gesellschaft zu sichern." Die kommunistischen Parteien und Regime griffen diese Kritik auf und taten bis in die 1960er Jahre "Sozialpolitik" als eine "Krücke des Kapitalismus" ab. Zugleich aber begünstigte die Angst vor einer revolutionären Ansteckung in Europa seit 1919 die Entstehung einer internationalen sozialpolitischen Agenda. Während des Kalten Kriegs sorgte die Systemkonkurrenz auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs für ein weiteres Anwachsen der Ausgaben für Sozialpolitik. Lässt sich im Umkehrschluss folgern, dass Niedergang und Sturz des kommunistischen Modells das Ende des westlichen Wohlfahrtsstaats verursacht haben?
    1 hr 36 min
  • Stefan-Ludwig Hoffmann: Jenseits der Imperien? Antikolonialismus, Kommunismus und Menschenrechte
    Worin bestand die globale Anziehungskraft des Kommunismus im 20. Jahrhundert? Das Versprechen, die Ausbeutung im eigenen Land zu beenden war immer auch gebunden an die Idee, zukünftig eine andere, humanere internationale Ordnung zu schaffen: "Die Internationale erkämpft das Menschenrecht." Das Ende des Kolonialismus in den drei Dekaden nach 1945 veränderte die Welt grundstürzend und mit ihr das Völkerrecht. Es waren vor allem die neuen unabhängigen Staaten Afrikas und Asiens (oft mit Unterstützung der Sowjetunion im Kalten Krieg), die in den internationalen Organisationen auf eine postimperiale Weltordnung drängten, aufgebaut auf den Leitbegriffen der Menschenrechte und des Selbstbestimmungsrechts der Völker. Erst seit den späten siebziger Jahren, vor allem aber nach 1989/90 werden die Menschenrechte vom Westen neu entdeckt und begrifflich gewendet angesichts des Scheiterns der postkolonialen und sozialistischen Staaten und des Absturzes in Bürgerkriege und Genozide. Die Menschenrechte wurden so, wie Hans Magnus Enzensberger 1994 beobachtete, "zum letzten Refugium des Eurozentrismus".
    1 hr 50 min
  • Preisverleihung des ersten Preis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Diktatur für herausragendes Engagement für Freiheit, Demokratie und Zivilcourage an Karl Wilhelm Fricke
    Am 15. Juni 2017 wurde Dr. h. c. Karl Wilhelm Fricke mit dem ersten Aufarbeitungspreis der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Wie kein Zweiter hat sich der Journalist und Publizist der Opposition und dem Widerstand gegen die kommunistische Diktatur in SBZ und DDR gewidmet.
    Den von Dr. Burkhart Veigel gespendeten Preis nahm die Tochter, Dr. Julia Fricke, entgegen. Der Preisträger selbst konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Preisverleihung teilnehmen. Rainer Eppelmann, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung, hielt die Laudatio. Prof. Dr. Horst Köhler, Bundespräsident a. D. übergab den Preis, der fortan Karl-Wilhelm-Fricke-Preis heißen wird.
    59 min
  • Kommunismus in Westdeutschland - Die bundesrepublikanische Gesellschaft und ihre linke Herausforderung
    Die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur veranstaltete zusammen mit dem Gustav-Stresemann-Institut am 16. Oktober 2017 die Podiumsdiskussion 'Kommunismus in Westdeutschland - Die bundesrepublikanische Gesellschaft und ihre linke Herausforderung'. Im Fokus stand die Frage nach der Bedeutung des Linksextremismus sowie kommunistischer Parteien und Gruppierungen im historischen Westdeutschland und der bundesrepublikanischen Gegenwart.
    In diesem Zusammenhang wurde auch die biografische Konversion früherer Kommunisten stalinistischer oder maoistischer Prägung hin zu etablierten Politikern im bundesrepublikanischen Politikbetrieb betrachtet. Die Podiumsdiskussion fand in den Räumen des Gustav-Stresemann-Instituts in Bonn statt.
    1 hr 12 min
  • Gespräch mit Prof. Dr. Benecke und Prof. Dr. Ménudier
    Das Gedenkjahr 2017 lud 100 Jahre nach der Russischen Revolution dazu ein, an das historische Ereignis, seine Ursachen und seine Folgen zu erinnern, sowie es in einen internationalen Kontext einzuordnen. Erinnerungspolitisch fehlt bis heute ein gemeinsames totalitäres Erbe, das seinen Ausgangspunkt in der Oktoberrevolution von 1917 nahm. Dies gilt insbesondere für Deutschland und die Länder Ostmitteleuropas, aber auch für das westlich-demokratische Europa, das sich bis 1989/90 in einer permanenten Blockkonfrontation mit dem kommunistischen Osten befand oder durch das Wirken kommunistischer Parteien beeinflusst wurde.
    43 min
  • David Holloway: The Soviet Union: science, technology, and modernity.
    There were those in the Soviet Union and outside who greatly admired the Soviet commitment to science and technology. There were others who thought that the Soviet system inhibited scientific progress and technological innovation. And there were critics who regarded Soviet communism as a product of science and modernity, the perverse extreme of the belief that the world can be understood as a system and directed to the benefit of humanity. What does the Soviet experience tell us about science and technology? And what do science and technology tell us about the Soviet Union?
    1 hr 50 min

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Mit diesem Podcast-Angebot stellt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur Audio-Mitschnitte von Veranstaltungen zum Nachhören zur Verfügung.

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