Es ist ein doppelter Schlag, der Tschechien trifft: Zuerst prophezeien Experten das Ende des Verbrennungsmotors, dann legt die Corona-Pandemie die gesamte tschechische Automobilindustrie lahm. Fahrzeuge gehen kaum noch vom Band, Bauteile kaum noch ins Ausland. Dabei hat das Zehn-Millionen-Einwohner-Land pro Kopf jüngst noch weitaus mehr Autos gebaut als der Nachbar Deutschland. Damit ist jene Industrie angegriffen, der Tschechien den Titel "Wirtschaftswunderland" zu verdanken hat – und die niedrigste Arbeitslosigkeit in der EU. Jetzt fürchten Autoproduzenten um ihre Existenz, der Branchennachwuchs ist verunsichert. Wissenschaftler und Start-up-Gründer sehen derweil eine Chance für ihr Land, zu zeigen, dass es mehr kann als Autos.
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