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Erstmals sprechen Giovanni di Lorenzo und Florian Illies in »Augen zu«, dem Kunstpodcast der ZEIT, über einen Architekten und Bildhauer: Der große Barockkünstler Gian Lorenzo Bernini hat den Petersdom durchgestaltet, die Skulptur neu belebt – und zugleich den vielleicht schönsten Brunnen Roms geschaffen. Die markantesten Punkte der italienischen Hauptstadt tragen die Handschrift dieses wilden Genies.
Er lebte von 1598 bis 1680 und arbeitete in dieser Zeit gleich für acht verschiedene Päpste. Vor allem die Aufträge von Papst Urban VIII. machten ihn weltberühmt. Doch seine Kunst war so bezwingend, seine Fähigkeit, Marmor lebendig zu erscheinen und Kirchenräume neu zu gestalten, dass auch dessen Nachfolger nicht um Berninis Werke herumkamen.
Als Person war er offenbar furchtbar: hochnäsig, gefallsüchtig, cholerisch. Als ihn seine Geliebte mit seinem Bruder betrog, ließ er ihr das Gesicht zerschneiden. Daraufhin ging seine eigene Mutter zum Papst und bat ihn, ihren Sohn in seinem genialischen Wahn zu mäßigen. Ihr Sohn, so klagte sie, halte sich wohl für Gott. Aber selbst das beeindruckte Gottes Stellvertreter auf Erden nicht – und er beauftragte Bernini gleich mit dem nächsten Umbau des Petersdoms.
Lob, Kritik, Anmerkungen? Schreiben Sie uns gern an [email protected].
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By DIE ZEIT4.8
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Erstmals sprechen Giovanni di Lorenzo und Florian Illies in »Augen zu«, dem Kunstpodcast der ZEIT, über einen Architekten und Bildhauer: Der große Barockkünstler Gian Lorenzo Bernini hat den Petersdom durchgestaltet, die Skulptur neu belebt – und zugleich den vielleicht schönsten Brunnen Roms geschaffen. Die markantesten Punkte der italienischen Hauptstadt tragen die Handschrift dieses wilden Genies.
Er lebte von 1598 bis 1680 und arbeitete in dieser Zeit gleich für acht verschiedene Päpste. Vor allem die Aufträge von Papst Urban VIII. machten ihn weltberühmt. Doch seine Kunst war so bezwingend, seine Fähigkeit, Marmor lebendig zu erscheinen und Kirchenräume neu zu gestalten, dass auch dessen Nachfolger nicht um Berninis Werke herumkamen.
Als Person war er offenbar furchtbar: hochnäsig, gefallsüchtig, cholerisch. Als ihn seine Geliebte mit seinem Bruder betrog, ließ er ihr das Gesicht zerschneiden. Daraufhin ging seine eigene Mutter zum Papst und bat ihn, ihren Sohn in seinem genialischen Wahn zu mäßigen. Ihr Sohn, so klagte sie, halte sich wohl für Gott. Aber selbst das beeindruckte Gottes Stellvertreter auf Erden nicht – und er beauftragte Bernini gleich mit dem nächsten Umbau des Petersdoms.
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