
Sign up to save your podcasts
Or


Wer das Neue Testament richtig verstehen will, muss es in seinem jüdischen Kontext verstehen. Die Gleichnisse Jesu zum Beispiel sind Teil einer breiten Tradition jüdischer Erzählkunst, die auch von anderen großen Lehrern seiner Zeit praktiziert wurde. In den Schriften des rabbinischen Judentums finden wir viele Gleichnisse, die mit denen des Neuen Testaments eng verwandt sind: Gleichnisse von Arbeitern im Weinberg, von Gästen beim Hochzeitsmahl, von Bauern und ihrer Ernte, und auch von Vätern und verlorenen Söhnen. Das bekannte Gleichnis Jesu von den zwei Söhnen wurde in der Geschichte der Auslegung häufig dafür verwendet, das Christentum (als den jüngeren Sohn) gegen das Judentum (als den älteren Sohn) auszuspielen und eine Theologie der Verwerfung des Judentums zu begründen. Ein Blick auf die jüdischen Hintergründe des Gleichnisses zeigt, aber, dass solche Auslegungen wichtige Details des Gleichnisses übersehen.
Teil 3 einer dreiteiligen Vortragsreihe zum Thema ”Jesus-Texte mit jüdischen Augen neu entdecken” in Seestraßengemeinde Ludwigsburg am 10.5.2026.
Dr. Guido Baltes ist Dozent für Neues Testament am MBS Bibelseminar (Marburg) und lehrt außerdem Neues Testament an der Evangelischen Hochschule Tabor und der Philipps-Universität Marburg
Wer das Neue Testament richtig verstehen will, muss es in seinem jüdischen Kontext verstehen. Aber wie gut kennen wir eigentlich die jüdische Kultur des ersten Jahrhunderts? Oft sind unsere Vorstellungen vom Judentum geprägt durch eine lange Geschichte von Judenfeindschaft: So werden die Juden zum düsteren Hintergrund, vor dem wir Jesus um so heller zum leuchten bringen. Aber eine Beschäftigung mit jüdischen Quellen kann dabei helfen, Vorurteile und Zerrbilder zu überwinden und Jesus groß zu machen, auch ohne vorher das Judentum schlecht zu machen.Die bekannte Erzählung von der Begegnung zwischen Jesus und einer samaritanischen Frau (Joh 4) wird in christlichen Predigten oft dazu verwendet, über die vermeintliche Frauenfeindlichkeit und Ausländerfeindlichkeit des Judentums zu sprechen, die dann von Jesus überwunden wird. Dabei werden jüdische Quellen oft selektiv verwendet oder sind gar nicht bekannt. Manchmal werden auch vermeintliche "kulturelle Hintergründe" einfach erfunden, z.B. die Vorstellung, dass Juden regelmäßig einen Bogen um das Land der Samariter machten, weil sie so fremdenfeindlich eingestellt waren. Aber was wäre, wenn es in der Geschichte um etwas ganz anderes geht? Wenn Mißverständnisse aus dem Weg geräumt werden, wird der Blick frei für das, was ein Bibeltext wirklich sagen will.Teil 2 einer dreiteiligen Vortragsreihe zum Thema ”Jesus-Texte mit jüdischen Augen neu entdecken” in Seestraßengemeinde Ludwigsburg am 10.5.2026.Dr. Guido Baltes ist Dozent für Neues Testament am MBS Bibelseminar (Marburg) und lehrt außerdem Neues Testament an der Evangelischen Hochschule Tabor und der Philipps-Universität Marburg
Wer das Neue Testament richtig verstehen will, muss es in seinem jüdischen Kontext verstehen. Aber wie gut kennen wir eigentlich die jüdische Kultur des ersten Jahrhunderts? Oft sind unsere Vorstellungen vom Judentum geprägt durch eine lange Geschichte von Judenfeindschaft: So werden die Juden zum düsteren Hintergrund, vor dem wir Jesus um so heller zum leuchten bringen. Aber eine Beschäftigung mit jüdischen Quellen kann dabei helfen, Vorurteile und Zerrbilder zu überwinden und Jesus groß zu machen, auch ohne vorher das Judentum schlecht zu machen.Die bekannte Erzählung von der Heilung einer mutigen Frau (Mk 5:25-34) wird in christlichen Predigten oft dazu verwendet, über die vermeintliche Menschenfeindlichkeit jüdischer religiöser Reinheitsgebote zu sprechen. Dabei kennen viele Christen diese Gebote gar nicht so genau. Jesus wird dann zum Überwinder von falscher Religosität und von jüdischer Engstirnigkeit und Ausgrenzung. Aber was wäre, wenn es in der Geschichte um etwas ganz anderes geht? Wenn Mißverständnisse aus dem Weg geräumt werden, wird der Blick frei für das, was ein Bibeltext wirklich sagen will.Teil 1 einer dreiteiligen Vortragsreihe zum Thema ”Jesus-Texte mit jüdischen Augen neu entdecken” in Seestraßengemeinde Ludwigsburg am 10.5.2026.
Dr. Guido Baltes ist Dozent für Neues Testament am MBS Bibelseminar (Marburg) und lehrt außerdem Neues Testament an der Evangelischen Hochschule Tabor und der Philipps-Universität Marburg
In der Öffentlichkeit wird das Christentum immer mehr zurückgedrängt. Die Kirche, die früher mitten im Leben stand, ist an den Rand gedrängt. Das ist allerdings kein Grund zur Resignation, zum Rückzug also. Auch in der Geschichte hat die christliche Gemeinschaft in der Regel als Minderheit gelebt und war trotzdem wirkungsvoll – in der entschlossenen Nachfolge von Jesus, wie Salz und Licht.
Maike Sachs ist als Studienleiterin am Albrecht-Bengel-Haus in Tübingen tätig. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen im Bereich Missionstheologie und Praktische Theologie.
„Religiöse Rechte“ oder „linke Kirche“ sind Schlagwörter, die zeigen, dass Glaube und Christsein leicht in die politischen Grabenkämpfe hineingeraten können. Doch muss das so sein? Wie verhalte ich mich als Christ zum Staat und der politischen Verantwortung? Wann muss sich die Kirche gegen staatliches Handeln zur Wehr setzen? Muss sie das überhaupt? Der Vortrag geht auf diese und ähnliche Fragen ein und nimmt dabei Erkenntnisse aus der Geschichte auf.PD Dr. Matthias Deuschle ist Kirchenhistoriker. Studienleiter am Albrecht-Bengel-Haus, Pfarrer der württembergischen Landeskirche und Privatdozent an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen.
In diesem Vortrag beleuchtet Pfarrer Andreas Schmierer, Studienassistent im Bengelhaus, die zentralen Spannungsfelder der Medizinethik am Lebensende. Zwischen dem Wunsch nach Selbstbestimmung und der Verantwortung zur Fürsorge stellt sich die Frage, wie wir menschliches Leben würdevoll begleiten können. Anhand konkreter Beispiele werden rechtliche, gesellschaftliche und ethische Dimensionen von Sterbehilfe und assistiertem Suizid verständlich eingeordnet. Dabei kommt auch die Perspektive des christlichen Glaubens zur Sprache. Ein informativer Beitrag zu einem hochaktuellen und sensiblen Thema.Pfr. Andrea Schmierer ist Pfarrer der württembergischen Landeskirche und Studienassistent am Albrecht-Bengen-Haus in Tübingen.
In einer Welt voller Religionen, Weltanschauungen und spiritueller Angebote stellt sich eine ehrliche Frage: Warum ausgerechnet Jesus?In diesem Vortrag geht Christian Günzel genau dieser Frage nach – klar, differenziert und ohne Ausweichen.Dieser Vortrag ist von der Begründet-glauben-Konferenz am 28.2.26 in Heimsheim www.iguw.de, www.begruendet-glauben.org Christian Günzel hat Maschinenbau in Bayreuth (M. Sc.) und Theologie und christliche Apologetik (CTS) in Oxford studiert. Er arbeitet als Referent am Pontes Institut für Wissenschaft, Kultur und Glaube.
Die orthodoxe Kirche von Georgien geht auf die missionarische Initiative einer einfachen Frau zurück, auf Nino, die Erleuchterin. Die faszinierende Biographie dieser frühchristlichen Glaubensheldin liegt zwar im Halbdunkel der Geschichte. Doch was wir über sie wissen, ist faszinierend und kann auch für uns heute als Inspiration dienen. Der Blick in die reiche internationale Geschichte der christlichen Kirche hilft dabei, manche unserer zeitgenössischen Einseitigkeiten zu überwinden und Blickverengungen zu weiten.Prof. Dr. Dr. Roland Werner ist Mitarbeiter im Zinzendorf-Institut Marburg und unterrichtet an der Evangelischen Hochschule Tabor, ebenfalls in Marburg. Er ist einer der Initiatoren von „glaubendenken“.
Was trägt, wenn alles dunkel erscheint? In diesem Vortrag spricht Dr. Leonie Schweizer darüber, wie Hoffnung auch dann möglich bleibt, wenn Zweifel, Leid und Krisen den Blick verstellen. Ausgehend von persönlichen Erfahrungen und philosophisch-theologischen Überlegungen geht es um die Frage, ob Hoffnung mehr ist als bloßer Optimismus – und ob es gute Gründe gibt, gerade im christlichen Glauben an ihr festzuhalten.
Dr. Leonie Schweizer ist evangelische Theologin und theologische Referentin. Sie wurde 2024 mit einer Arbeit zur Apologetik promoviert und beschäftigt sich mit der Frage, wie christlicher Glaube verständlich und begründet kommuniziert werden kann.
Prof. Dr. Matthias Clausen, Karl Heim-Professor für Evangelisation und Apologetik an der Ev. Hochschule Tabor in Marburg und Referent des Instituts für Glaube und Wissenschaft (IGUW)
From the publisher's feed

75 Listeners

0 Listeners

11 Listeners

5 Listeners

4 Listeners

182 Listeners

18 Listeners

28 Listeners

33 Listeners

1 Listeners

141 Listeners

20 Listeners

5 Listeners

0 Listeners

0 Listeners