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glaubendenken episodes

  • Müssen Frauen sich ihren Männern unterordnen?

    Prof. Dr. Armin Baum: „Müssen Frauen sich ihren Männern unterordnen?“  

    Im Neuen Testament werden Ehefrauen mehrfach aufgefordert, sich ihren Ehemännern unterzuordnen. Besonders ausführlich ist das im Epheserbrief der Fall: „Die Frauen sollen sich ihren Männern in allem unterordnen“ (Eph 5,21-33). Was war im 1. Jahrhundert damit gemeint? Warum verzichtete das Neue Testament nicht auf die Aufforderung zur Unterordnung, zum Dienen usw.? Ist Epheser 5 ein gefährliches Kapitel oder bildet es den Höhepunkt der neutestamentlichen Aussagen über die Ehe? Und was bedeutet das für uns heute: Sollen sich christliche Frauen ihren Ehemännern immer noch unterordnen? Und wie würde das konkret aussehen?  

    Prof. Dr. Armin D. Baum (Gießen) untersucht das biblische Unterordnungsgebot für Frauen in seinem historischen Kontext. Er leuchtet sowohl das jüdische als auch das griechisch-römische Umfeld aus, in dem der Apostel Paulus (bzw. einer seiner Schüler) seine Eheethik formuliert hat. Er identifiziert die Punkte, an denen Paulus mit seinen Zeitgenossen übereinstimmte, und vor allem diejenigen Aussagen, mit denen er sich als Christ vom Eheverständnis seiner nichtchristlichen Zeitgenossen absetzte. Und er beantwortet die Frage, wie die neutestamentlichen Regeln für eine gelingende Ehe mit dem Kern des Evangeliums zusammenhängen.  

    Den Abschluss bildet eine kurze Reflexion über die Frage, welche Relevanz Eph 5,21-33 für eine moderne Ehe haben kann und sollte.

    45 min
  • Was ist eigentlich Evangelikal? 3/3

    Was ist eigentlich „evangelikal“? 

    Was bedeutet dieses sperrige Wort? Wer sind die Evangelikalen und was ist ihr Anliegen?  

    Roland Werner geht in seinem Vortrag diesen Fragen nach. Dabei gibt er einen Überblick über die Geschichte der evangelikalen Bewegung. Er beschreibt die theologischen Auseinandersetzungen in den evangelischen Kirchen in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderst, die zur Ausbildung verschiedener „Lager“ geführt haben - dem „liberalen“ und dem „evangelikalen“. Jedoch ist der eigentliche Ursprung der evangelikalen Bewegung weder in den USA noch in Deutschland im 20. Jahrhundert zu suchen, sondern ist auf die Erweckungsbewegung in England im 18. und 19. Jahrhundert zurückzuführen, die einen starke Betonung auf die Überwindung der sozialen Ungerechtigkeiten legten. Und die schließlich dazu führten, dass die Sklaverei im Britischen Empire abgeschafft wurde. Die evangelikale Bewegung hat also von Anfang an einen ganzheitlichen Ansatz, wie er auch in der Lausanner Verpflichtung 1974 formuliert wurde.   

    Letztlich wurzelt die evangelikale Bewegung im Pietismus und der Reformation, ist eng verbunden mit sozialen Befreiungsbewegungen und der weltweiten Mission der Kirche. So ist sie als die erste ökumenische Bewegung der Neuzeit impulsgebend für die gesamte weltweite Christenheit unserer Zeit. In der Wiedergewinnung ihrer historischen Gründungsimpulse kann sie auch für die Zukunft fruchtbar werden als Motor biblisch motivierter Mission und Gemeindearbeit.  

    Prof. Dr. Dr. Roland Werner unterrichtet an der Evangelischen Hochschule Tabor und ist Mitarbeiter im Zinzendorf-Institut in Marburg.

    17 min
  • Was ist eigentlich evangelikal? 2/3

    Was ist eigentlich „evangelikal“? 

    Was bedeutet dieses sperrige Wort? Wer sind die Evangelikalen und was ist ihr Anliegen?  

    Roland Werner geht in seinem Vortrag diesen Fragen nach. Dabei gibt er einen Überblick über die Geschichte der evangelikalen Bewegung. Er beschreibt die theologischen Auseinandersetzungen in den evangelischen Kirchen in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderst, die zur Ausbildung verschiedener „Lager“ geführt haben - dem „liberalen“ und dem „evangelikalen“. Jedoch ist der eigentliche Ursprung der evangelikalen Bewegung weder in den USA noch in Deutschland im 20. Jahrhundert zu suchen, sondern ist auf die Erweckungsbewegung in England im 18. und 19. Jahrhundert zurückzuführen, die einen starke Betonung auf die Überwindung der sozialen Ungerechtigkeiten legten. Und die schließlich dazu führten, dass die Sklaverei im Britischen Empire abgeschafft wurde. Die evangelikale Bewegung hat also von Anfang an einen ganzheitlichen Ansatz, wie er auch in der Lausanner Verpflichtung 1974 formuliert wurde.   

    Letztlich wurzelt die evangelikale Bewegung im Pietismus und der Reformation, ist eng verbunden mit sozialen Befreiungsbewegungen und der weltweiten Mission der Kirche. So ist sie als die erste ökumenische Bewegung der Neuzeit impulsgebend für die gesamte weltweite Christenheit unserer Zeit. In der Wiedergewinnung ihrer historischen Gründungsimpulse kann sie auch für die Zukunft fruchtbar werden als Motor biblisch motivierter Mission und Gemeindearbeit.  

    Prof. Dr. Dr. Roland Werner unterrichtet an der Evangelischen Hochschule Tabor und ist Mitarbeiter im Zinzendorf-Institut in Marburg.

    21 min
  • Was ist eigentlich evangelikal?

    Was ist eigentlich „evangelikal“? 

    Was bedeutet dieses sperrige Wort? Wer sind die Evangelikalen und was ist ihr Anliegen?  

    Roland Werner geht in seinem Vortrag diesen Fragen nach. Dabei gibt er einen Überblick über die Geschichte der evangelikalen Bewegung. Er beschreibt die theologischen Auseinandersetzungen in den evangelischen Kirchen in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderst, die zur Ausbildung verschiedener „Lager“ geführt haben - dem „liberalen“ und dem „evangelikalen“. Jedoch ist der eigentliche Ursprung der evangelikalen Bewegung weder in den USA noch in Deutschland im 20. Jahrhundert zu suchen, sondern ist auf die Erweckungsbewegung in England im 18. und 19. Jahrhundert zurückzuführen, die einen starke Betonung auf die Überwindung der sozialen Ungerechtigkeiten legten. Und die schließlich dazu führten, dass die Sklaverei im Britischen Empire abgeschafft wurde. Die evangelikale Bewegung hat also von Anfang an einen ganzheitlichen Ansatz, wie er auch in der Lausanner Verpflichtung 1974 formuliert wurde.   

    Letztlich wurzelt die evangelikale Bewegung im Pietismus und der Reformation, ist eng verbunden mit sozialen Befreiungsbewegungen und der weltweiten Mission der Kirche. So ist sie als die erste ökumenische Bewegung der Neuzeit impulsgebend für die gesamte weltweite Christenheit unserer Zeit. In der Wiedergewinnung ihrer historischen Gründungsimpulse kann sie auch für die Zukunft fruchtbar werden als Motor biblisch motivierter Mission und Gemeindearbeit.  

    Prof. Dr. Dr. Roland Werner unterrichtet an der Evangelischen Hochschule Tabor und ist Mitarbeiter im Zinzendorf-Institut in Marburg.

    27 min
  • Gemeinde, Mission und Transformation

    Gemeinde, Mission und Transformation 

    „Transformation“ („Verwandlung“) ist ein „Zauberwort“, das in den letzten Jahren eine erstaunlich steile Karriere hinter sich hat. Worum geht es dabei? Nach einem Überblick über den weltweiten theologischen und politischen Transformationsdiskurs geht Prof. Dr. Johannes Zimmermann den Hintergründen und Kontexten der evangelikalen „Transformationstheologie“ nach. Dabei interpretiert er diese als „kontextuelle Theologie“, deren Absicht und Argumentation in bestimmten Kontexten und spezifischen Gemeindesituationen plausibel, allerdings häufig auch auf diese begrenzt sind. Schließlich wird das Anliegen einer „Transformation“ mit dem Auftrag der Gemeinde und der Frage nach dem „Reich Gottes“ in Beziehung gesetzt; dabei werden theologische Kriterien zur Beurteilung entwickelt.   

    Dr. theol. habil. Johannes Zimmermann (geb. 1965) ist Pfarrer und Professor für Praktische Theologie an der Evangelischen Hochschule Tabor (Marburg/Lahn).

    55 min
  • 6 "Den Griechen ein Grieche"? Paulus und der Wandel der Kultur (Teil 2)

    Runde 6: "Den Griechen ein Grieche"? Paulus und der Wandel der Kultur (Teil 1)

    Unsere Welt wandelt sich rasant. Und mit ihr wandelt sich die Kultur. Was bedeutet das für den christlichen Glauben? Soll er sich dem Wandel der Kultur verschließen? oder soll er sich gerade umgekehrt diesem Wandel so gut es geht anpassen? Kann der alte Glaube der Bibel überhaupt in einer veränderten Kultur noch relevant sein?

    Der Apostel Paulus gilt für viele Menschen als Modell der kulturellen Anpassung: Er lässt den alten Glauben des Judentums scheinbar hinter sich, um in einer neuen Kultur, der griechisch-römischen Welt, relevant zu sein. So jedenfalls ist Paulus lange Zeit gedeutet worden. "Den Griechen ein Grieche" gilt als Leitwort dieser Strategie einer kulturellen Anpassung. Nur: Paulus diese Worte nie geschrieben.

    Paulusbilder in der neueren Forschung zeichnen ein ganz anderes Bild von Paulus: Paulus lässt seinen jüdischen Glauben nicht hinter sich, sondern trägt ihn hinein in eine neue Kultur. Er fragt danach, wie der alte Glaube der Bibel in einer neuen Kultur gelebt werden kann, weil er diese Kultur zugleich wertschätzt und sie in Frage stellt.

    In Runde 6 Teil 1 seiner Vortragsreihe "Paulus - Jude mit Mission" geht Dr. Guido Baltes der Frage nach, welche Kernüberzeugungen des jüdischen Glaubens Paulus mitnimmt in die neue und andere Kultur der römischen Welt. Teil 2 betrachtet einige konkrete Fragestellungen und Konflikte, die sich für Paulus in der neuen Kultur stellten und zeigt, dass er diesen gerade nicht durch Abkehr von seinem jüdischen Glauben begegnet, sondern dass der alte Glauben in einer neuen Kultur prägend und verändernd wirksam wird.

    51 min
  • 6 "Den Griechen ein Grieche"? Paulus und der Wandel der Kultur (Teil 1)

    Runde 6: "Den Griechen ein Grieche"? Paulus und der Wandel der Kultur (Teil 1)  

    Unsere Welt wandelt sich rasant. Und mit ihr wandelt sich die Kultur. Was bedeutet das für den christlichen Glauben? Soll er sich dem Wandel der Kultur verschließen? oder soll er sich gerade umgekehrt diesem Wandel so gut es geht anpassen? Kann der alte Glaube der Bibel überhaupt in einer veränderten Kultur noch relevant sein?  

    Der Apostel Paulus gilt für viele Menschen als Modell der kulturellen Anpassung: Er lässt den alten Glauben des Judentums scheinbar hinter sich, um in einer neuen Kultur, der griechisch-römischen Welt, relevant zu sein. So jedenfalls ist Paulus lange Zeit gedeutet worden. "Den Griechen ein Grieche" gilt als Leitwort dieser Strategie einer kulturellen Anpassung. Nur: Paulus diese Worte nie geschrieben.  

    Paulusbilder in der neueren Forschung zeichnen ein ganz anderes Bild von Paulus: Paulus lässt seinen jüdischen Glauben nicht hinter sich, sondern trägt ihn hinein in eine neue Kultur. Er fragt danach, wie der alte Glaube der Bibel in einer neuen Kultur gelebt werden kann, weil er diese Kultur zugleich wertschätzt und sie in Frage stellt.   

    In Runde 6 Teil 1 seiner Vortragsreihe "Paulus - Jude mit Mission" geht Dr. Guido Baltes der Frage nach, welche Kernüberzeugungen des jüdischen Glaubens Paulus mitnimmt in die neue und andere Kultur der römischen Welt. Teil 2 betrachtet einige konkrete Fragestellungen und Konflikte, die sich für Paulus in der neuen Kultur stellten und zeigt, dass er diesen gerade nicht durch Abkehr von seinem jüdischen Glauben begegnet, sondern dass der alte Glauben in einer neuen Kultur prägend und verändernd wirksam wird.

    31 min
  • 5 Freiheit vom Gesetz: Ein Lebensmotto des Paulus? (Teil 2) - aus der Serie: Paulus - Jude mit Mission

    Runde 5: Freiheit vom Gesetz: Ein Lebensmotto des Paulus?

    Gesetze und Gebote haben in unserer Zeit keinen guten Ruf: Menschen fühlen sich eingeengt, gegängelt und bevormundet durch Gesetze - seien es nun religiöse Gebote oder staatliche Verordnungen. Für viele Christen gehört deshalb die Botschaft von der "Freiheit vom Gesetz" zum Kernbestand des Evangeliums.

    Aber war das auch für Paulus und die ersten Christen so? In Teil 5 seiner Vortragsreihe "Paulus: Jude mit Mission" geht Dr. Guido Baltes der Frage nach, was Paulus als Jude über das Gesetz sagt.

    Das Judentum gilt oft als eine gesetzliche Religion: Nicht nur, dass Gesetze unnötig streng sind unnötig penibel befolgt werden. Sie führen auch, so meint man, zu Selbstgerechtigkeit, Scheinheiligkeit und der Idee, dass man sich durch Gesetzesgehorsam den Himmel verdienen kann. Paulus, so meint man, habe das jüdische Gesetz deshalb bekämpft und für ungültig erklärt. Wahre Freiheit finde der Mensch nur, wenn er sich nicht an Gesetze hält, sondern nur seinem eigenen Gewissen folgt.

    In Runde 5 Teil 1 fragt Dr. Guido Baltes danach, ob sich die Lehre von der "Freiheit vom Gesetz" wirklich in den Briefen des Paulus findet. Teil 2 führt ein in jüdische Überlieferungen zur Bedeutung des Gesetzes und zeigt auf überraschende Weise, dass für den Juden Paulus nicht die "Freiheit vom Gesetz" zählt, sondern das "Gesetz des Messias", das den Menschen in echte Freiheit führt.

    39 min
  • 5 Freiheit vom Gesetz: Ein Lebensmotto des Paulus? (Teil 1) - aus der Serie: Paulus - Jude mit Mission

    Runde 5: Freiheit vom Gesetz: Ein Lebensmotto des Paulus?  

    Gesetze und Gebote haben in unserer Zeit keinen guten Ruf: Menschen fühlen sich eingeengt, gegängelt und bevormundet durch Gesetze - seien es nun religiöse Gebote oder staatliche Verordnungen. Für viele Christen gehört deshalb die Botschaft von der "Freiheit vom Gesetz" zum Kernbestand des Evangeliums.  

    Aber war das auch für Paulus und die ersten Christen so? In Teil 5 seiner Vortragsreihe "Paulus: Jude mit Mission" geht Dr. Guido Baltes der Frage nach, was Paulus als Jude über das Gesetz sagt.   

    Das Judentum gilt oft als eine gesetzliche Religion: Nicht nur, dass Gesetze unnötig streng sind unnötig penibel befolgt werden. Sie führen auch, so meint man, zu Selbstgerechtigkeit, Scheinheiligkeit und der Idee, dass man sich durch Gesetzesgehorsam den Himmel verdienen kann. Paulus, so meint man, habe das jüdische Gesetz deshalb bekämpft und für ungültig erklärt. Wahre Freiheit finde der Mensch nur, wenn er sich nicht an Gesetze hält, sondern nur seinem eigenen Gewissen folgt.   

    In Runde 5 Teil 1 fragt Dr. Guido Baltes danach, ob sich die Lehre von der "Freiheit vom Gesetz" wirklich in den Briefen des Paulus findet. Teil 2 führt ein in jüdische Überlieferungen zur Bedeutung des Gesetzes und zeigt auf überraschende Weise, dass für den Juden Paulus nicht die "Freiheit vom Gesetz" zählt, sondern das "Gesetz des Messias", das den Menschen in echte Freiheit führt.

    34 min
  • Missionarische Gemeinde

    Missionarische Gemeinde

    Was kennzeichnet eine „missionarische Gemeinde“? Dazu gibt es ganz unterschiedliche Vorstellungen. In diesem Vortrag entfaltet Prof. Dr. Johannes Zimmermann eine ganze Galerie von gegenwärtigen Konzeptionen missionarischer und fragt von da aus nach dem Auftrag der Gemeinde. Eine Näherbestimmung des Verhältnisses von „Evangelisation“ und „Mission“ bietet dabei eine hilfreiche Orientierung. Wichtige Kennzeichen „missionarischer“ Gemeinde werden vorgestellt: missionarische Gemeinde als grenzüberschreitende Gemeinde, als diakonische Gemeinde, als evangelistische Gemeinde – bis hin zu den Fragen von „Fresh expressions of Church“.  

     Dr. theol. habil. Johannes Zimmermann (geb. 1965) ist Pfarrer und Professor für Praktische Theologie an der Evangelischen Hochschule Tabor (Marburg/Lahn).

    49 min

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