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"Vom Saulus zum Paulus": Das Leben des Paulus ist für viele Menschen ein Sinnbild für eine radikale Lebenswende. Vom Schurken zum Heiligen, vom Christenverfolger zum Missionar, vom Unglauben zum Glauben, vom Juden zum Christen.
Aber bei näherem Hinsehen ist manches an diesem Bild schief: Allzu leicht führt es dazu, dass wir alle Juden zu Schurken erklären und alle Christen zu Heiligen. Zudem war Paulus vor seiner Hinwendung zu Jesus alles andere als ungläubig. Im Gegenteil: Seine Biografie ist die eines gläubigen Juden, der den Glauben seiner Vorfahren nicht nur teilte, sondern intensiv studierte und lehrte. Und ob er durch seinen Glauben an Jesus aufhörte ein Jude zu sein, das ist eine Frage, die in der heutigen Bibelwissenschaft ganz neu gestellt wird, und die Konsequenzen hat nicht nur für das Verhältnis zwischen Christen und Juden, sondern auch für unseren eigenen Glauben. Seinen Namen hat Paulus übrigens nie gewechselt.
Im ersten Teil der zweiten Runde der Vortragsserie "Paulus - Jude mit Mission" stellt Dr. Guido Baltes die Quellen vor, die uns über das Leben des Paulus Auskunft geben: Wie zuverlässig sind sie und wie weit können wir ihnen vertrauen? In Teil 2 führt er dann ein in wichtige Stationen im Leben des Paulus: Seine Familie und Herkunft, seine jüdische Bildung, seine Beziehung zu wichtigen jüdischen Gruppen wie den Pharisäern oder den Zeloten und die Frage: Hat Paulus sich vom Judentum abgewendet?
"Vom Saulus zum Paulus": Das Leben des Paulus ist für viele Menschen ein Sinnbild für eine radikale Lebenswende. Vom Schurken zum Heiligen, vom Christenverfolger zum Missionar, vom Unglauben zum Glauben, vom Juden zum Christen.
Aber bei näherem Hinsehen ist manches an diesem Bild schief: Allzu leicht führt es dazu, dass wir alle Juden zu Schurken erklären und alle Christen zu Heiligen. Zudem war Paulus vor seiner Hinwendung zu Jesus alles andere als ungläubig. Im Gegenteil: Seine Biografie ist die eines gläubigen Juden, der den Glauben seiner Vorfahren nicht nur teilte, sondern intensiv studierte und lehrte. Und ob er durch seinen Glauben an Jesus aufhörte ein Jude zu sein, das ist eine Frage, die in der heutigen Bibelwissenschaft ganz neu gestellt wird, und die Konsequenzen hat nicht nur für das Verhältnis zwischen Christen und Juden, sondern auch für unseren eigenen Glauben. Seinen Namen hat Paulus übrigens nie gewechselt.
Im ersten Teil der zweiten Runde der Vortragsserie "Paulus - Jude mit Mission" stellt Dr. Guido Baltes die Quellen vor, die uns über das Leben des Paulus Auskunft geben: Wie zuverlässig sind sie und wie weit können wir ihnen vertrauen? In Teil 2 führt er dann ein in wichtige Stationen im Leben des Paulus: Seine Familie und Herkunft, seine jüdische Bildung, seine Beziehung zu wichtigen jüdischen Gruppen wie den Pharisäern oder den Zeloten und die Frage: Hat Paulus sich vom Judentum abgewendet?
Prof. Dr. Rolf Hille: Themenreihe Tod und Sterben - Begleitung Sterbender und Trauernder (2/3)
Der Tod ist wie eine Bühne. Wenn wir von dort aus reden, werden wir von allen Menschen gehört und verstanden. Jeder/jede ist von der Realität des Todes betroffen. Alle Kulturen müssen sich deshalb mit dem Tod auseinandersetzen. Die Antworten, die gegeben werden, sind im Grunde Proteste gegen den Tod. Aber wir wissen, dass kein noch so vehementer Protest gegen den Tod hilft.
Fast unverschämt klingt da das christliche Zeugnis und Bekenntnis: Jesus Christus ist Schöpfer und Herr der Welt. Er ist die Quelle allen Lebens. Er hat sich am Kreuz in den Tod begeben. Diese Begegnung war für den Tod tödlich. Christus hat durch seine Auferstehung den Tod besiegt. Er ist der Einzige, der vom Tod in der Vergangenheit reden kann: „Ich war tot und siehe, ich lebe.“ Das kann sonst niemand sagen. Christus ist der Überwinder des Todes.
Der Beitrag "Begleitung Sterbender und Trauernder" ist der mittlere Teil der dreiteiligen Reihe von Prof. Dr. Rolf Hille aus Heilbronn zu diesem existenziellen Thema.
Prof. Dr. Rolf Hille: Themenreihe Tod und Sterben - Proteste gegen den Tod (1/3)
Der Tod ist wie eine Bühne. Wenn wir von dort aus reden, werden wir von allen Menschen gehört und verstanden. Jeder/jede ist von der Realität des Todes betroffen. Alle Kulturen müssen sich deshalb mit dem Tod auseinandersetzen. Die Antworten, die gegeben werden, sind im Grunde Proteste gegen den Tod. Aber wir wissen, dass kein noch so vehementer Protest gegen den Tod hilft.
Fast unverschämt klingt da das christliche Zeugnis und Bekenntnis: Jesus Christus ist Schöpfer und Herr der Welt. Er ist die Quelle allen Lebens. Er hat sich am Kreuz in den Tod begeben. Diese Begegnung war für den Tod tödlich. Christus hat durch seine Auferstehung den Tod besiegt. Er ist der Einzige, der vom Tod in der Vergangenheit reden kann: „Ich war tot und siehe, ich lebe.“ Das kann sonst niemand sagen. Christus ist der Überwinder des Todes.
Der Beitrag "Proteste gegen den Tod" ist der erste Teil einer dreiteiligen Reihe von Prof. Dr. Rolf Hille aus Heilbronn zu diesem existenziellen Thema.
Prof. Dr. Armin Baum: Kontextualisierung am Beispiel: Dürfen Frauen Schmuck tragen?
„So will ich nun, ... dass die Frauen in schicklicher Kleidung sich schmücken mit Anstand und Besonnenheit, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarem Gewand…“ (1. Timotheus 2,9)
Diese und weitere Anweisungen von Paulus wirken für viele Zeitgenossen wie "aus der Zeit gefallen". Es ergeben sich Fragen. Was an dieser Aussage von Paulus ist zeitlos gültig? Welche Rolle spielt der antike Kontext? In diesem Vortrag geht es um die Methode der Kontextualisierung und wie sie auch in diesen Fragestellungen hilfreiche Wege eröffnen kann.
Prof. Dr. Armin Baum (Freie Theologische Hochschule, Gießen) zeigt in seinem Vortrag, dass sich diese Anweisungen nur auf dem Hintergrund der damaligen Kultur richtig verstehen lassen. Die griechisch-römische und die jüdische Kultur der antiken Welt waren in vielerlei Hinsicht anders als unsere heutige westliche Kultur. Ein spannendes Thema mit überraschenden Einsichten...
Prof. Dr. Armin Baum, Gießen: Die Frau schweige in der Gemeinde?
„Eure Frauen sollen in den Gemeindeversammlungen schweigen …“ (1. Kor 14,33b-35) Was an dieser Aussage von Paulus ist zeitlos gültig? Welche Rolle spielt der antike Kontext? Augenscheinlich verlangte der Apostel Paulus von den Christinnen in Korinth, dass sie in Gemeindeveranstaltungen schweigen sollten. Wenn sie Fragen hätten, sollten sie diese zuhause ihren Ehemännern stellen. In einem anderen Kapitel desselben Briefes ging Paulus dagegen ganz selbstverständlich davon aus, dass Frauen in Gemeindeveranstaltungen beteten und prophetisch redeten (1. Korinther 11). Wie passen diese beiden scheinbar gegensätzlichen Aussagen zusammen?
Prof. Dr. Armin Baum (Freie Theologische Hochschule, Gießen) zeigt in seinem Vortrag, dass sich dieses Schweigegebot für Frauen nur auf dem Hintergrund der damaligen Kultur richtig verstehen lässt. Die griechisch-römische und die jüdische Kultur der antiken Welt waren in vielerlei Hinsicht anders als unsere heutige westliche Kultur.
Im zweiten Teil des Vortrags geht es um die Frage, ob Christinnen, die die Bibel ernst nehmen wollen, immer noch schweigen sollen. Wie kann im Umgang mit diesem Thema die Methode der Kontextualisierung hilfreiche Wege eröffnen?
Prof. Dr. Peter Zimmerling: Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf – Seine Bedeutung für uns heute
Kaum eine Person der neueren Geschichte hat die Kirche so stark geprägt wie Nikolaus Ludwig Graf zu Zinzendorf und Pottendorf. Als Jurist und Theologe, als Reichsgraf und des Landes Verwiesener, als charismatischer Pietist und ökumenischer Pionier der Weltmission, als Dichter unzähliger Lieder und Erfinder der Losungen, als Standesherr und Bruder unter Brüdern, als Jesusmystiker und Bischof der böhmischen Brüderkirche wirkt er bis heute weiter. Die Beschäftigung mit seinem Leben und Werk gehört zu den großen Inspirationsquellen für alle, die nach Erneuerung der Kirche fragen.
Prof. Dr. Peter Zimmerling, Professor für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorger und Spiritualität an der Universität Leipzig entfaltet in drei lebendigen Vorträgen die Bedeutung Zinzendorfs für Seelsorge, Bibelverständnis, Spiritualität, Ökumene und Weltmission und den Überschriften: „Herz und Herz vereint zusammen: Seelsorge bei Zinzendorf und in der Brüdergemeine“, „Viva Vox Christi: Bibel und Heiliger Geist bei Zinzendorf“ sowie „Mein Predigtstuhl ist die ganze Welt: Weltmission und Ökumene bei Zinzendorf.
Prof. Dr. Peter Zimmerling: Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf – Seine Bedeutung für uns heute
Kaum eine Person der neueren Geschichte hat die Kirche so stark geprägt wie Nikolaus Ludwig Graf zu Zinzendorf und Pottendorf. Als Jurist und Theologe, als Reichsgraf und des Landes Verwiesener, als charismatischer Pietist und ökumenischer Pionier der Weltmission, als Dichter unzähliger Lieder und Erfinder der Losungen, als Standesherr und Bruder unter Brüdern, als Jesusmystiker und Bischof der böhmischen Brüderkirche wirkt er bis heute weiter. Die Beschäftigung mit seinem Leben und Werk gehört zu den großen Inspirationsquellen für alle, die nach Erneuerung der Kirche fragen.
Prof. Dr. Peter Zimmerling, Professor für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorger und Spiritualität an der Universität Leipzig entfaltet in drei lebendigen Vorträgen die Bedeutung Zinzendorfs für Seelsorge, Bibelverständnis, Spiritualität, Ökumene und Weltmission und den Überschriften: „Herz und Herz vereint zusammen: Seelsorge bei Zinzendorf und in der Brüdergemeine“, „Viva Vox Christi: Bibel und Heiliger Geist bei Zinzendorf“ sowie „Mein Predigtstuhl ist die ganze Welt: Weltmission und Ökumene bei Zinzendorf.
Prof. Dr. Peter Zimmerling: Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf – Seine Bedeutung für uns heute Kaum eine Person der neueren Geschichte hat die Kirche so stark geprägt wie Nikolaus Ludwig Graf zu Zinzendorf und Pottendorf. Als Jurist und Theologe, als Reichsgraf und des Landes Verwiesener, als charismatischer Pietist und ökumenischer Pionier der Weltmission, als Dichter unzähliger Lieder und Erfinder der Losungen, als Standesherr und Bruder unter Brüdern, als Jesusmystiker und Bischof der böhmischen Brüderkirche wirkt er bis heute weiter. Die Beschäftigung mit seinem Leben und Werk gehört zu den großen Inspirationsquellen für alle, die nach Erneuerung der Kirche fragen. Prof. Dr. Peter Zimmerling, Professor für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorger und Spiritualität an der Universität Leipzig entfaltet in drei lebendigen Vorträgen die Bedeutung Zinzendorfs für Seelsorge, Bibelverständnis, Spiritualität, Ökumene und Weltmission und den Überschriften: „Herz und Herz vereint zusammen: Seelsorge bei Zinzendorf und in der Brüdergemeine“, „Viva Vox Christi: Bibel und Heiliger Geist bei Zinzendorf“ sowie „Mein Predigtstuhl ist die ganze Welt: Weltmission und Ökumene bei Zinzendorf.
Dr. Guido Baltes: Paulus: Der Erfinder des Christentums?
War Paulus ein Jude? Oder war er ein Christ? War Paulus, und nicht Jesus, der eigentliche Begründer des Christentums? Hat er vielleicht sogar die Botschaft Jesu verfälscht und aus dem einfachen Glauben eines jüdischen Wanderpredigers eine neue Religion gemacht? Ist Paulus deshalb schuld an einer langen Geschichte der christlichen Judenfeindschaft und des Antisemitimus? Dr. Guido Baltes geht in einer Vortragsreihe diesen Fragen nach und zeigt, dass der Glaube des Paulus nicht nur in der Botschaft Jesu, sondern auch im Glauben des Judentums fest verwurzelt ist. Ein besseres Verständnis für den jüdischen Hintergrund des Neuen Testaments ist dabei nicht nur eine wichtige Grundlage für die Überwindung von Judenfeindschaft und Antisemitismus, sondern auch für die Frage danach, was eigentlich den Kern des christlichen Glaubens ausmacht. Der 2. Teil geht der Frage nach, inwiefern unser Bild vom Judentum auch unseren christlichen Glauben beeinflusst. Denn oft führt ein einseitiges oder verzerrtes Bild vom Judentum auch zu einem einseitigen oder verzerrten Evangelium.
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