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glaubendenken episodes

  • 1 Paulus: Der Erfinder des Christentums? 1/2

    Dr. Guido Baltes: Paulus: Der Erfinder des Christentums?  

    War Paulus ein Jude? Oder war er ein Christ? War Paulus, und nicht Jesus, der eigentliche Begründer des Christentums? Hat er vielleicht sogar die Botschaft Jesu verfälscht und aus dem einfachen Glauben eines jüdischen Wanderpredigers eine neue Religion gemacht? Ist Paulus deshalb schuld an einer langen Geschichte der christlichen Judenfeindschaft und des Antisemitimus? Dr. Guido Baltes geht in einer Vortragsreihe diesen Fragen nach und zeigt, dass der Glaube des Paulus nicht nur in der Botschaft Jesu, sondern auch im Glauben des Judentums fest verwurzelt ist. Ein besseres Verständnis für den jüdischen Hintergrund des Neuen Testaments ist dabei nicht nur eine wichtige Grundlage für die Überwindung von Judenfeindschaft und Antisemitismus, sondern auch für die Frage danach, was eigentlich den Kern des christlichen Glaubens ausmacht. Im ersten Teil stellt Guido Baltes unterschiedliche Bilder von Paulus vor, die von jüdischen und christlichen Forschern entworfen wurden und zeigt, wie sich die Perspektiven auf Paulus in der neueren Forschung gewandelt haben.

    41 min
  • Eine Reise durch das Weltall

    Prof. Dr. Heino Falcke: Eine Reise durch das Weltall  

    Heino Falcke, einer der weltweit führenden Radioastronomen und Astrophysiker, nimmt uns in diesem Vortrag mit faszinierenden Bildern und Simulationen auf eine Reise durch das Weltall. Dabei kommen wir immer näher an den Anfang von Raum und Zeit heran, das Initialereignis vor knapp 14 Milliarden Jahren. Dieser Ur-Knall bzw. Ur-Blitz setzt voraus, dass es jemanden gibt, der es knallen bzw. blitzen ließ. Das ist für Heino Falcke kein anderer als Gott, von dem wir in der Bibel lesen können.  

    Prof. Dr. Heino Falcke lehrt an der Radboud-Universitäten in Nijmegen/Niederlande und forscht in internationalen Forschungsgruppen. Er ist einer der Initiatoren und langjährige Koordinator des „Event Horizon Teleskops“, das durch eine weltweite Verknüpfung von Teleskopen zum ersten Mal im April 2019 ein Bild von einem schwarzen Loch veröffentlichte, das u.a. in der Tagesschau und in allen führenden Medien veröffentlicht wurde.  

    In seinem Vortrag beim Zinzendorf-Forum in Marburg im Oktober 2018 deutete er diese Sensation schon an. Heino Falcke macht Mut, Naturwissenschaft und biblischen Glauben nicht als Gegensatz zu sehen, sondern als zusammengehörige Herangehensweisen an das Geheimnis der Schöpfung, hinter der ein allmächtiger und liebender Schöpfer steht.

    1 hr 10 min
  • Wie kann man Gott denken?

    Kann man Gott denken? Und wenn ja, wie? Oder ist es unmöglich, als Geschöpf, das notwendig in Raum und Zeit begrenzt ist, den Schöpfer zu erfassen? Welche Weltbilder gibt es bei dem Versuch, Gott oder das Göttliche zu denken?  

    Prof. Dr. Dr. Roland Werner nimmt den Zuhörer auf eine denkerische Reise in Sachen Gott. Dabei ist es sein Anliegen, die großen Fragen nach der Gottheit Gottes und seiner Erkennbarkeit so zu elementarisieren, dass sie uns deutlich in ihren Alternativen vor Augen stehen.

    47 min
  • Wann war eigentlich die Sintflut?

    Prof. Dr. Helmut Brückner: Wann war eigentlich die Sintflut?  

    Nicht nur im ersten Buch der Bibel, sondern auch im Gilgamesch-Epos lesen wir von einer gewaltigen Flutkatastrophe. Allgemein wird sie die Sintflut oder die Große Flut genannt. Was wissen wir über sie? Können wir sie zeitlich datieren und möglicherweise auch geographisch lokalisieren und nachweisen?  

    Prof. Dr. Helmut Brückner, emeritierter Geograph (Universität Köln) und international tätiger, renommierter Küstenforscher, geht dieser Frage nach und kommt zu überraschenden Ergebnissen. Als überzeugter Christ und Wissenschaftler ist es sein Anliegen, Glaube und Wissenschaft miteinander ins Gespräch zu bringen. Dabei liest er die Bibel mit einem ganz eigenen, durch jahrzehntelange wissenschaftliche Forschung geübten Blick. In diesem Vortrag, den er in einem Forum des Zinzendorf-Instituts Marburg gehalten hat, gibt er eine erstaunlich konkrete Antwort auf die Frage: Wann war eigentlich die Sintflut?

    1 hr 4 min
  • Der werfe den ersten Stein

    Prof. Dr. Dr. Roland Werner: Der werfe den ersten Stein  

    Im Johannesevangelium findet sich ein Textabschnitt, der nicht in allen frühen Manuskripten erhalten ist. Es handelt sich um die häufig so genannte Perikope „Jesus und die Ehebrecherin“. Anhand dieses besonderen, sicher auf eine authentische Jesusüberlieferung zurückgehenden und damit ungemein bedeutsamen Textes reflektiert Roland Werner über christliche Seelsorge und Ethik im Spannungsfeld zwischen Gebot und Gnade, zwischen „Gesetz und Evangelium“.

    Dabei ist es nicht zielführend, die häufig zu Diskussionen führende Polarität in eine der beiden Richtungen aufzulösen. Weder entspricht es christlicher Ethik, nur das Gebot zu betonen, noch ist es theologisch zulässig, alles in Richtung Gnade aufzulösen. Vielmehr kann gerade beim Aushalten der Spannung zwischen den Polen ein offener, heilsamer Zwischenraum entstehen, in dem die Gegenwart und Kraft des Heiligen Geistes wirksam werden kann.

    28 min
  • Warum ich kein Atheist bin

    Prof. Dr. Rolf Hille: Warum ich kein Atheist bin  

    „Gott existiert mit größter Wahrscheinlichkeit nicht“, so plakatierte der Atheistenbund der Bewegung Neue Atheisten um den britischen Evolutionsbiologen Richard Dawkins. Schaut man sich indes die Argumentationen, die gegen Gott ins Feld geführt werden, genauer an, so erkennt man rasch, dass es ein Bündel von Fragestellungen und Argumentationszusammenhängen gibt, durch die seit dem 18. Jahrhundert atheistische Positionen begründet werden.  

    So z.B.: 

    - Es ist unvernünftig, an Gott zu glauben. 

    - Der christliche Glaube widerspricht der Naturwissenschaft. 

    -  Der Glaube an Gott ist eine psychologisch erklärbare Projektion von Hoffnungen an den Himmel. 

    -  Wenn wir die Lebensumstände in der Gesellschaft verbessern, erledigt sich Religion von selbst.

    -  Wie kann ein liebender und allmächtiger Gott all das Elend in der Welt zulassen? 

    Mit diesen Fragen beschäftigt sich der Vortrag von Prof. Dr. Rolf Hille, Heilbronn.

    56 min
  • Die Historizität von Jesus und die Zuverlässigkeit der neutestamentlichen Berichte
    Die Historizität von Jesus und die Zuverlässigkeit der neutestamentlichen Berichte - Prof. Dr. Dr. Roland Werner
    Wie wahr ist eigentlich die Geschichte von Jesus? Welche Indizien gibt es dafür, dass das alles nicht nur ein Mythos oder ein Märchen ist? Welche Hinweise können wir finden, die die Zuverlässigkeit der biblischen Texte stützen?
    Darüber spricht Prof. Dr. Dr. Roland Werner (Marburg) allgemeinverständlich anhand von vier „A“s: 1. Archäologie, 2. Augenzeugen, 3. Authentizität, 4. Auferstehung.
    Am Ende des Vortrags, gehalten im Dezember 2018 in der „jesus-AG“ in Ludwigsburg, geht er auf Rückfragen aus dem Publikum ein. Angesichts von scheinbar unlösbaren Fragen empfiehlt er eine „Hermeneutik der Demut“, die den Mut hat, manche Fragen bis auf Weiteres offen zu lassen, gerade angesichts des fragmentarischen Charakters unseres Wissens.
    Er empfiehlt eine offene, lernende Haltung, die Kritik ernst nimmt, aber sich nicht grundlegend hyperkritisch gegenüber der Bibel positioniert, als die beste Voraussetzung, um in der Frage der Historizität von Jesus und der Zuverlässigkeit der neutestamentlichen Berichte weiterzukommen
    55 min
  • Jesus und die Schriftrollen von Qumran - Müssen die Evangelien neu geschrieben werden?
    Jesus und die Schriftrollen von Qumran – Müssen die Evangelien neu geschrieben werden? - Dr. Guido Baltes
    Der aufsehenerregende Fund der Schriftrollen von Qumran am Toten Meer in der Mitte des 20. Jahrhunderts haben Anlass zu vielfältigen Hypothesen und Verschwörungstheorien gegeben. Manche haben vermutet, jetzt endlich geheime, verborgene Fakten über Jesus offenlegen zu können, die die christliche Kirche angeblich über Jahrhunderte unter dem Teppich gehalten habe. Bücher wie „Verschlusssache Jesus“ oder der „Da Vinci Code“ haben diese Vermutungen in die breite Öffentlichkeit getragen.
    Deshalb geht Dr. Guido Baltes (Marburg) in diesem Vortrag der Frage nach, ob die Historie von Jesus angesichts der Schriften von Qumran neu geschrieben werden muss. Dabei erzählt er die spannende Geschichte der Entdeckung der Schriftfunde und ihrer Veröffentlichung.
    Als langjähriger Kenner des Heiligen Landes und des früh-jüdischen Schrifttums und insbesondere des Neuen Testaments räumt Guido Baltes mit vielen populären Missverständnissen und mit populären, aber im Kern unwissenschaftlichen Fehlinformationen auf.
    Die Schriften von Qumran erhellen den zeitgenössischen Kontext, in den Jesus hineingeboren wurde und in dem er wirkte, bieten aber – allein schon weil sie zum allergrößten Teil aus der Zeit vor Jesus stammen – keine Basis für eine Neuschreibung der Geschichte von Jesus.
    Sie stellen einen wichtigen jüdischen Hintergrundshorizont für das Neue Testament dar, widersprechen ihm aber an keiner einzigen Stelle. Stattdessen stärken sie gerade unser Vertrauen in die Zuverlässigkeit der neutestamentlichen Schriften, gerade weil sie einen klaren, unverstellten Blick auf jüdische religiöse Vorstellungen der damaligen Zeit.
    39 min
  • Evangelisation, Spiritualität und Leitung
    Evangelisation, Spiritualität und Leitung – Bischof i.R. Dr. Hans-Jürgen Abromeit
    Wie kann die Kirche heute wieder belebt werden? Welche Vision brauchen wir, und wie müssen wir leben, um die Kraft des Reiches Gottes neu zu erfahren? Wie hängen Evangelisation, spirituelle Lebensführung und Leitungsverantwortung zusammen? Darüber spricht Bischof i.R. Dr. Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald) in seinem Referat beim Runden Tisch für Evangelisation 2018 in Kloster Volkenroda.
    Eine seiner Kernthesen lautet: „Bei einem spirituellen Menschen ist die Beziehung zu Gott das tragende Element. Sie stellt sich im Gebet und in der Arbeit nur je verschieden dar. Spiritualität trennt Gott und Welt nicht voneinander, sondern stößt in allen weltlichen Bereichen auf Gott als deren tiefsten Grund.“
    53 min

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