Auf den Kanaren erproben die Spanier ihre kolonialen Bestrebungen. Auf Teneriffa leisten die indigenen Guanchen aber unerwartet heftigen Widerstand - bis zum Jahr 1496.
In diesem Zeitzeichen erzählt Tobias Sauer:
- wer die Guanchen sind und woher sie kommen,
- dass die Spanier mit einer katastrophalen Niederlage in den Krieg starten,
- welcher strategische Fehler die Guanchen schließlich zur Aufgabe zwingt,
- vom traurigen Schicksal der Guanchen unter spanischer Kontrolle.
Lange kommen die Kanarischen Inseln aufgrund ihrer abgelegenen Lage vor der afrikanischen Küste im Gedächtnis der Europäer kaum vor. Das ändert sich 1402, als die Spanier mit ihrem Eroberungsfeldzug beginnen. 1494 ist mit Teneriffa nur noch die größte und bevölkerungsreichste der sieben Kanareninseln unabhängig.
Der Widerstand der kriegerischen Inselbewohner, die sich Guanchen nennen, ist groß. Doch im Mai 1496 müssen sich auch die letzten Guanchen-Häuptlinge endgültig geschlagen geben. Seither gehören alle Kanarischen Inseln zu Spanien. Viele Guanchen verlieren bei den Schlachten ihr Leben. Die spanische Politik, die Guanchen sozusagen zu hispanisieren, sorgt dafür, dass das Volk nach und nach ganz verschwindet. Ihre Spuren finden sich aber bis heute in den Genen der Kanarenbewohner.
Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:- Conrado Rodríguez (MUNA Santa Cruz de Tenerife)
- Julia Bühner (Universität Frankfurt/Main)
Weiterführende Links:- Zeitzeichen: 12. Oktober 1492 - Christoph Kolumbus betritt den amerikanischen Kontinent
- Planet Wissen: Kolonialismus
- Planet Wissen: Kanaren
Welches Thema sollen wir im Zeitzeichen recherchieren? Gibt es Kritik oder Lob?Gerne her damit: Einfach schreiben an
[email protected] Wir freuen uns auch über Bewertungen auf der Podcast-Plattform des Vertrauens!
Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autor: Tobias Sauer
Redaktion: Carolin Rückl und Matti Hesse
Technik: Holger Maerten