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Konfliktmanagementsysteme sind in Deutschland mit dem Viadrina-Komponentenmodell oder dem Begriff des Systemdesigns verknüpft. Kennzeichen von Konfliktmanagementsystemen ist, dass alle Elemente systematisch ein- bzw. zusammengeführt und sodann gesteuert und koordiniert werden, damit nach einem organisationsspezifischen Regelungsregime die Konflikt- und Unternehmenskultur „entwickelt“ wird. Dabei reicht es - in der Praxis - nicht aus, das Ziel dieses systematischen Vorgehens ein "besserer" Umgang mit den Konflikten ist. Es braucht ein spezifisch organisationales Ziel für ein solches Mamutprojekt.
Viadrina-Komponentenmodell
Grundlagenstudien der Viadrina Universität in Kooperation mit PwC
In dieser Episode geht es um das organisationale Konfliktmanagement. Im Konfliktmanagement von Organisationen sind heute präventive und antizipative Ansätze weitgehend anerkannt. Dabei geht es darum, Konfliktpotenziale frühzeitig zu erkennen und als Indikatoren für Veränderungsbedarfe sowie als Anreiz für die interessengerechte Aus- und Umgestaltung sowohl von organisationsinternen Strukturen und (Arbeits-)Beziehungen als auch von externen Geschäftsbeziehungen zu nutzen. Letztlich wird damit auch unternehmerischer Mehrwert anvisiert.
Antizipationsmaßnahmen zielen direkt, die potenziell konstruktiven Wirkungen von Konflikten in den Blick zu nehmen und dadurch nutzbar für die Organisation zu machen (Utilisierungsgedanke). Präventionsmaßnahmen sind in Abgrenzung dazu all die Maßnahmen, die vor allem die negativen Konfliktwirkungen minimieren bzw. Konflikteskalationen ganz allgemein ausschalten sollen.
Jörg Schneider-Brodtmann, Rechtsanwalt bei Menold Bezler in Stuttgart und Zertifizierter Mediator. Die WirtschaftsWoche 34/2019 bezeichnete den Verhandlungsexperten als einen der renommiertesten Anwälte für IT-Recht (Mitautor des IT-Recht Kommentars im Verlag Dr. Otto Schmidt KG), der sich seit Jahren für die Vorzüge der Mediation auch in konfliktanfälligen, weil komplexen Vertragsbeziehungen stark macht – und eine mediative (Vertrags-)Prozessbegleitung anrät, auch wenn es noch nicht zu einer (eskalierten) Konfliktsituation gekommen ist.
Literatur:
Inhalte:
**Ausgangspunkt: **
Hinweise zur Vorbereitung:
(Konflikt-)Verhandlungsgespräch:
Mein wichtigstes Werkzeug:
Mit einem NEIN geht die (Konflikt-)Verhandlung los und hört nicht auf.
Nachbereitung:
Ergänzende Blogbeiträge zu angesprochenen Themen und Aspekte:
Heute geht es um Kritik.
Das hängt - wie so häufig - vom Ziel ab. Mit einem Kritikgespräch will man seinen Unmut, seinen Ärger, zumindest aber seine enttäuschte Erwartung aussprechen, aber eben nicht bloß loswerden, sondern auch landen. Bestenfalls ändert der Gesprächspartner sein Verhalten oder zumindest seine Sichtweise auf die Dinge, die wir selbst kritisch sehen und angemerkt haben (wollen). Oder kurz: Mit einem Kritikgespräch wollen wir uns selbst wirksam und einflussreich, gewissermaßen machtvoll erleben, um ein darüberhinausgehendes Ziel zu erreichen.
Ablaufvariante:
1. Problem klar benennen
2. Problem konkret beschreiben
3. Zuhören
4. Bewerten Sie die Gesamtlage - erst jetzt
5. Soweit nötig, Ursachen analysieren
6. Lösungen suchen
HINWEIS:
Dieses Mal geht es um Wirtschaftsmediation und welchen Stellenwert sie gegenwärtig in wirtschaftlichen Streitigkeiten einnimmt.
> Einigen Sie sich lieber jetzt und preiswert, als später teuer und erschöpft vor Gericht.
Wirtschaftsmediation ist für Jörg Risse eine Mediation für einen Konflikt, den ansonsten ein Zivilrichter entscheiden müsste bzw. würde. Und damit entfallen alle Streitigkeiten, die vor Gericht von einem Familienrichter, Arbeitsrichter oder Verwaltungsrichter entschieden werden. Sie gehört zur Kategorie Verhandlungsmediation, bei der unabhängige Dritte die Verhandlung optimiert, sie ist idR stärker vergangenheitsorientiert, sachverhaltsbezogen, rechtlich fundierter, tendenziell nüchterner und mit weniger Beziehungsproblemen und Emotionsladungen besetzt. Die Kernidee der Mediation ist hier besonders klar erkennbar: Unterstützung für die Konfliktparteien, besser zu verhandeln und damit die Verhandlungsblockaden und -hindernisse auszuhebeln.
Literatur:
Einführung:
Nicht erst mit der Pandemie arbeiten wir Menschen mehr und mehr virtuell zusammen, führen remote und werden remote geführt, diskutieren, debattieren, streiten und schweigen wir nicht nur in digitalem Schriftverkehr, der schon seit Jahrzehnten unsere Arbeitsbeziehungen verändert hat (denken wir nur an die großartige Erfindung der E-mail, mit der wir kaum noch wichtige Nachrichten die sprichwörtliche Nacht überschlafen) , sondern wir haben nun auch Video-Telefonie zur Verfügung, ganze Videokonferenzen, Meetings und Arbeitsrunden, die synchron in der Online-Welt stattfinden, in der wir seit ein paar Jahren praktisch ohne Zeitverzögerung audiovisuell miteinander verbunden kommunizieren können.
Das hat Auswirkungen auf unsere Gestaltung von Zusammenarbeit - und der Ausbalancierung von Differenzen und sozialen Kollusionsbewegungen im Miteinander!
Und welche Auswirkungen das sind, das bespreche ich heute mit einer Expertin, Anne Rickert. Kulturwissenschaftlerin und Mediatorin ihres Zeichens sowie eine Pionierin in der Anwendung digital vermittelter Kommunikationsmedien. Rechtzeitig vor Weihnachten erscheint Ihre neue Publikation zum Thema „Online Mediation - Konfliktklärung im digitalen Raum“ - Nicht nur für Mediator*innen interessant, sondern für alle Beteiligten von virtuell auszutragenden Klärungsprozessen.
Inhalte:
Was waren die Anfänge von professioneller synchroner Online-Kommunikation?
Was hat sich technisch in den letzten Jahren verändert, so dass wir heute Alle ohne Probleme audiovisuell in Echtzeit miteinander kommunizieren können?
Was ist anders bei der Kommunikation in der Online Welt?
Worauf müssen wir achten, wenn wir emotional intensive Gespräche in der Online Welt führen wollen?
Technische Voraussetzungen und Hilfsmittel für eine gute Kommunikation in der Online-Welt.
Missverständnis-Quellen im digitalen Konferenzraum (unbeobachte Beobachten (Wir können in Videokonferenzen alle anschauen, ohne dass das diese Menschen oder andere das beobachten oder bemerken können +++ Selbstbeobachtung (Wir sehen uns selbst - was wir generell auch nutzen!) +++ Ansprache via verbalisierten Namen, nicht via Blickkontakt +++ mangelnder Augenkontakt)
Wie bemerken wir Konflikte und Missstimmungen in der digitalen Welt.
Wie vorgehen bei einem Online-Konflikt(vermittlungs-)Gespräch durch eine Führungskraft? (Empfehlung: Einzelgespräche vorab)
Neue Ausbildungskurse Mediation und Coaching ab März 2023.
Lern- und Wissensmanagement-Tool für unsere Ausbildungen und Seminare www.elemente-der-mediation.de
Webseite: www.inkovema.de
E-mail: [email protected]
Feedback und Bewertung bitte hier auf Apple Podcasts hinterlassen.
Literaturhinweis:
- Christian Bollert: Journalist, Moderator, Podcastproduzent und Gründer von Detektor.fm aus Leipzig.
- Gunnar Duvenhorst, Betriebswirt, Marketingexperte bei AIM – Agile IT Management GmbH
-Dr. jur. Isabell Lütkehaus: Mediatorin und Autorin des Standardwerks „Basiswissen Mediation“, lebt und arbeitet in Berlin.
In der 100. Episode gibt es neben Feedback der Gesprächspartner auch Raum für eine kleine Rückschau zu den Anfängen sowie Hintergrundinfos zum Podcast. Und wir klären die Frage, ob und unter welchen Bedingungen es sich lohnt, mit dem Thema Mediation zu podcasten.
Feedback-Punkte, die verbessert werden sollen:
Was hast Du, liebe Zuhörerin und lieber Zuhörer, für Punkte, Verbesserungsvorschläge oder auch Anmerkungen zu den ersten 100 Episoden - lasst es mich wissen und schreibt es mir in die Kommentare! Vielen Dank!
Heinz Messmer (1955), Prof. Dr. rer. soc. habil., Soziologe. Diplom, Dissertation und Habilitation an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld ("Der soziale Konflikt", 2001). Seit 2009 Professor an der Hochschule für Soziale Arbeit/FHNW (Basel/Muttenz) mit den Arbeitsschwerpunkten Hilfen zur Erziehung und Forschungsmethoden (insbes. ethnomethodologische Konversationsanalyse).
Georg Simmel war es, der darauf aufmerksam machte, dass der Konflikt eigentlich schon die Versuche zeigt, den (vorher) vorhandenen Dissens bzw. die Dissonanz beheben will.
Die vier Stufen der Konfliktkommunikation nach Messmer lauten:
Konfliktepisode (=einmalige Widerspruchskommunikation, noch kein stabiler Konflikt)
Sachkonflikt (=stabile Widerspruchskommunikation, themenbezogene Unvereinbarkeiten werden kommuniziert)
Beziehungskonflikt (=Anschuldigungskommunikation, Verantwortungsattributionen, Schuldzuschreibungen)
Machtkonflikt (=Drohkommunikation, eigene Machtansprüche durchsetzen, Feindbilder, Abschlussintentionen – „es reicht jetzt!“)
Wer sich berechtigt fühlt und handelt, gibt kommunikativ anderen die Schuld.
Neue Ausbildungskurse Mediation und Coaching ab März und Oktober 2022.
Lern- und Wissensmanagement-Tool für unsere Ausbildungen und Seminare www.elemente-der-mediation.de
Webseite: www.inkovema.de
E-mail: [email protected]
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Das soziale und kommunikative Phänomen der Reichsbürger zwingt einige Menschen in Organisationen, sich mit Vertreter*innen dieser Bewegung umzugehen. Das ist herausfordernd und kann zutiefst irritierend wirken.
Die Podcast-Episode gibt Tipps und Hinweise für den konkreten Umgang mit Reichsbürgern und untersucht das Phänomen mit dem transaktionsanalytischen Konzept der Psychologischen Spiele.
Diese Episode stellt den zweiten Teil zum Thema Psychologische Spiele dar. Episode #89 ist Teil 1 zum Thema.
Die Psychologische Spiele sind ein Konzept der Transaktionsanalyse, das sich mit kommunikativen Muster manipulativer Natur beschäftigt. Zumeist sind diese Psychologischen Spiele destruktiver Natur. Schon Eric Berne, der Begründer der Transaktionsanalyse hat dieses Konzept maßgeblich entwickelt und mit seinem – man kann schon sagen – Bestseller „Spiele der Erwachsenen („Games People Play“, 1964) hat er maßgeblich den frühen Erfolg der Transaktionsanalyse als Schule der Humanistischen Psychologie herbeigeführt.
Kernfrage: Sind und agieren Reichsbürger transaktionsanalytisch als Spieler im Sinne des Konzepts der Psychologischen Spiele?**
1. Spieleinladung: Erfolgt durch Infragestellung und Behauptung von Realitätsannahmen (z.B. auch bei Rechtstatsachen und Rechtsfragen).
2. Spielgrade: Reichsbürger*innen können jeden der drei Grade von Psychologischen Spielen anstreben bzw. erreichen.
3. Hinweise für den Umgang: Nicht allein mit Reichsbürgern kommunizieren +++ Fokussiert bleiben und nicht ablenken lassen, also nicht Abwegiges diskutieren. +++
Neue Ausbildungskurse Mediation und Coaching ab März und Oktober 2022.
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Was der Verfassungsschutz zu Reichsbürgern und Selbstverwaltern sagt, finden Sie hier.
Angesprochene Themen/Literatur/Studien
Weiterführende Beiträge zu den Psychologischen Spiele:
Eine schlechte Nachricht zu überbringen fällt Niemanden leicht. Einige Dinge können beachtet werden, damit das Gespräch nicht weh tut, sondern allenfalls die Nachricht selbst.
1. Merkmale einer schlechten Nachricht
2. Typisches Fehlverhalten
3. Zielkonflikte bei einem schlechte-Nachrichten-Gespräch
=> weitere Informationen auf unserer Webseite zu dieser Folge.
Neue Ausbildungskurse Mediation und Coaching ab März und Oktober 2022.
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