In dieser Folge von Heiß und Innig haben wir einen Gast, den man so noch nicht bei uns gehört hat: Carl, Mitte 50, ist Privatier, war verheiratet, hat eine Suchterkrankung überwunden – und sucht heute Nähe und Geborgenheit bei Sexarbeiterinnen.
Er erzählt, wie er zum ersten Mal ins Bordell kam, warum Dating-Apps und Nachtleben für ihn keine Alternative sind, wie er sich auf seine Termine vorbereitet – und wie er mit der ethischen Frage umgeht, ob er als Freier unwissentlich Zwang und Ausbeutung fördert.
Wir spielen Carl außerdem einen O-Ton aus unserer Folge mit Sandra Norak ein – einer Frau, die jahrelang in Zwangsprostitution arbeitete. Ihre Botschaft an Freier ist eindeutig. Karls Antwort darauf auch.
Was wir in dieser Folge besprechen:
Wie Carl zum ersten Mal ins Bordell kam – und warum er nach Jahren Pause damit wieder anfing
Was ihn antreibt: Nähe, Geborgenheit, Bestätigung – und ja, auch Sex
Wie er sich auf Termine vorbereitet und warum er Blumen mitbringt
Wie oft er geht – und was ihn das kostet
Wie er mit der Frage umgeht, ob eine Frau wirklich freiwillig dort ist
Was er schon getan hat, wenn er das Gefühl hatte, dass etwas nicht stimmt
Der O-Ton von Sandra Norak – und Carls Reaktion darauf
Was er sich politisch wünscht: von der Istanbul-Konvention bis zum Mindestalter 21
Die Folge mit Alex dem Callboy und "Tatjana" nach hören: https://audio.podigee-cdn.net/1515879-m-2f7fcd758e7346dcd6cd20cf19a736ea.mp3?source=feed
"Gibt es Prostitution ohne Zwang? Das sagen Gegner, Freier, Sexarbeiter und die Polizei". Ein Artikel von Tobi Lang: https://www.nn.de/nuernberg/gibt-es-prostitution-ohne-zwang-das-sagen-gegner-freier-sexarbeiter-und-die-polizei-1.15060322