Helle Panke

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Helle Panke episodes

  • Rolf Hecker: Das Doppelleben von Friedrich Engels: Revolutionär und Manager
    Der Vortrag wurde im Rahmen der Tagung "Die internationale Rezeption von Marx und Engels" gehalten, die am 25.11.2019 in der Hellen Panke in Berlin stattfand. Während das Kolloquiums wurde der David-Rjazanov-Preises 2019 verliehen.
    Prof. Dr. Rolf Hecker (Berlin):
    Das Doppelleben von Friedrich Engels: Revolutionär und Manager. Zur Vorbereitung seines 200. Geburtstages
    Das Marx-Jahr ist vorbei – hurra, es kommt das Engels-Jahr. Die jeweils 200. Geburtstage von Mohr und General sind Anlass, sich der Verbreitungs- und Rezeptionsgeschichte ihrer Schriften sowie Details des Marxschen Wirkens zu widmen. Der Berliner MEGA-Förder­verein vergibt alle 2-3 Jahre den nach dem russisch-sowjetischen Marx-Forscher und ersten Herausgeber der MEGA benannten David-Rjazanov-Preis an junge Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. In diesem Jahr stellen drei ausländische Wissenschaftler ihre Arbeiten vor, bevor der/die SiegerIn gekürt wird. Wir laden auch alle Interessenten zur anschließenden Mitgliederversammlung ein – denn auch wir suchen neue Aktive.
    24 min
  • Deutschlands Kolonialverbrechen (Bénédicte Savoy, Joachim Zeller, Sabine Weißler und Tobias Rieder)
    Die Podiumsdiskussion zu kolonialem Erbe und kulturellem Zusammenhalt fand innerhalb der Reihe "Internationale Politik" im November 2019 im Berliner Afrika-Haus statt.
    Mit:
    -Prof. Dr. Bénédicte Savoy
    Technische Universität Berlin und College de France Paris
    - Tobias Rieder
    Senatsverwaltung für Kultur und Europa – Persönlicher Referent des
    Senators
    - Sabine Weißler
    Bezirksstadrätin für Weiterbildung, Kultur, Umwelt und Naturschutz
    im Bezirk Mitte
    - Dr. Joachim Zeller
    namibisch-deutscher Historiker
    Das Afrikahaus/Farafina e.V. und die Helle Panke lud zur Eröffnung des Lern- und Erinnerungsortes Georg Adolf Christiani mit der Dauerausstellung des Afrika-Hauses und zum Podiumsgespräch über koloniales Erbe und kulturellen Zusammenhalt ein.
    Zwischen 1884 und 1919 war Deutschland eine Kolonialmacht. In der Hauptstadt Berlin entstand eine differenzierte Infrastruktur von kolonialen Verwaltungseinrichtungen und Organisationen. In vielfältiger Weise bildete sich der Status Deutschlands als Kolonialmacht auch in anderen Bereichen ab. So fanden etwa Gegenstände aus den Kolonien vermehrt Eingang in museale Sammlungen, und in Kolonialwarenläden wurden Erzeugnisse aus den Kolonien angeboten.
    Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Vertrag von Versailles 1919 war die Phase des deutschen Kolonialbesitzes beendet. Keineswegs aber endeten damit die Auswirkungen, die der deutsche Kolonialbesitz im Hinblick auf Politik und das Denken in der deutschen Gesellschaft hatte.
    Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland hat unter dem Punkt „XIII Zusammenhalt und Erneuerung – Demokratie leben“ das Thema der Aufarbeitung des Deutschen Kolonialismus im jüngsten Koalitionsvertrag verankert: „Die Koalitionsparteien sehen die historische Aufarbeitung … als gesamtgesellschaftliches Anliegen.“ Und in der Koalitionsvereinbarung für die Jahre 2016-2021 zwischen SPD, LINKEN und Grünen in Berlin nimmt die Aufarbeitung deutscher Kolonialverbrechen einen bedeutenden Stellenwert ein: "Eine besondere Verpflichtung sieht die Koalition hinsichtlich der Anerkennung, Aufarbeitung und Erinnerung deutscher Kolonialverbrechen wie dem Völkermord an den Herero und Nama."
    Die Bekundung dieses politischen Willens lässt erhoffen, dass wir gemeinsam diese Zeit durchforsten, aufklären, Stimmen aller Betroffenen zu Gehör bringen, Konsequenzen ziehen, und dass wir auf Landes-und Bundesebene auf dieser Basis eine friedliche Gegenwart und Zukunft gestalten.
    1 hr 19 min
  • Andrea Jany: Der Wohnbau des Modell Steiermark und dessen Wohnzufriedenheit
    Referentin: Dr. Andrea Jany (Graz)
    Mitschnitt einer Veranstaltung in der Reihe "Linke Metropolenpoltik" im November 2019
    Der weltweite Urbanisierungstrend und der damit einhergehende Mangel an bezahlbarem, zufriedenstellendem Wohnraum betrifft alle Industriestaaten – neben Berlin, Freiburg, oder Jena trifft es im Nachbarland ebenso mit Wien oder Graz auch österreichische Städte. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts lieferte dort der Wohnbau im Rahmen des sogenannten Modell Steiermark Lösungen zu dieser Herausforderung, indem experimentell mit innovativen Konzepten neue Maßstäbe für den Massenwohnungsbau gesetzt wurden.
    Der Abend mit der Grazer Architektin und Wohnbauforscherin unternimmt den Versuch, den Wohnbau des Modell Steiermark zunächst geschichtlich in seiner politischen Voraussetzungen und in seiner Umsetzung aufzuarbeiten. Darüber hinaus erfährt dieser Wohnbau eine Beurteilung aus heutiger Sicht der Bewohner und Bewohnerinnen. Mittels einer empirischen Studie wurde der Grad der Wohnzufriedenheit erhoben. Hierfür wurden zu den partizipativ errichteten sozialen Wohnbauten benachbarte konventionell errichtete soziale Wohnbauten herangezogen und zeitgleich untersucht. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass der Grad der Wohnzufriedenheit in den partizipativen Wohnbauten im Vergleich zu den konventionellen Wohnbauten leicht erhöht ist. Ein wesentlicher Unterschied im Vergleich der beiden Wohnbautypologien zeigte sich in der sozialen Einbindung der Menschen in ihre Wohnumgebung. Die Ergebnisse der Studie anhand einer österreichischen Modellvergabe soll uns die Grundlage für ein stadtpolitisches Gespräch über die Vergabeverfahren der Stadt Berlin und partizipative Stadtentwicklung geben. So könnte die historische Aufarbeitung des Modells Steiermark beispielhaft zur Gestaltung und Ausformulierung zukünftiger städtischer Entwicklungen beitragen.
    54 min
  • Horst Kahrs: Thüringen und rechte Machtoptionen
    Kalkulierter Dammbruch oder Betriebsunfall?
    Referent: Horst Kahrs, Sozialwissenschaftler und Referent des Instituts für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung
    Moderation: Dr. Gerd Wiegel, Referent für Rechtsextremismus und Antifaschismus für die Linksfraktion im Bundestag, zuvor tätig bei MOBIT (Mobile Beratung in Thüringen)
    Mitschnitt einer Veranstaltung in der Reihe "Politik im Gespräch" vom 2. März 2020
    Am 5. Februar stand die mögliche Wahl einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung unter Bodo Ramelow an. Was dann mit der Wahl von Thomas Kemmerich passierte, beschäftigt seitdem die Republik. War es politisches Stümpertum, dass CDU und FDP auf eine Finte der AfD hereingefallen sind? Ein Austesten und Provozieren von rechten Kreisen in der CDU und FDP? Oder der bewusste Dammbruch, um Koalitionen von CDU und FDP mit der AfD zu ermöglichen bzw. real in Thüringen umzusetzen?
    42 min
  • Matheus Hagedorny: Georg Elser in Deutschland
    Referent: Matheus Hagedorny (studierte Philosophie, Neuere Geschichte und Verfassungs-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Universität Bonn, er ist Autor des Buches Georg Elser in Deutschland, das im ca ira Verlag erscheinen wird)
    Mitschnitt einer Veranstaltung in der Reihe "Geschichte"
    Vom Feind der Volksgemeinschaft zum deutschen Helden in 80 Jahren: Georg Elser (1903-1945) wollte Adolf Hitler 1939 mit einer Bombe töten und scheiterte nur knapp. Nach langer Verleumdung setzt ihm die deutsche Gesellschaft ein Denkmal nach dem anderen. In Deutschland vergeht kein 8. November mehr ohne ausführliche Ehrung des Attentats auf Adolf Hitler im Jahr 1939. Bis zum Ende der Bonner Republik stand der proletarische Widerstandskämpfer aus dem schwäbischen Königsbronn im Schatten der Putschisten des 20. Juli 1944. Inzwischen scheint sich das Verhältnis umzukehren. Im Land erinnern mehr Denkmäler an Elser als an Stauffenberg. Die Spitzen des Nachfolgestaats des ›Dritten Reiches‹ sparen nicht mit Respektsbekundungen, wenn die Rede auf Elser kommt. In der Rezeptionsgeschichte des Bürgerbräu-Attentats zeigen sich die Leerstellen und Abgründe der deutschen "Aufarbeitung der Vergangenheit". Der Vortrag konzentriert sich auf den ideologischen Zusammenhang, in dem die Motive zur Tötung Hitlers reiften, und die daraus resultierenden Nachwirkungen auf die Wahrnehmung des Attentats während und nach der Zeit des Nationalsozialismus. Er wird der Frage nachgehen, was das Andenken an den christlich und kommunistisch geprägten Attentäter in Deutschland über Jahrzehnte blockierte und warum der einsame Widerstandskämpfer heute kein Vorbild sein kann.
    53 min
  • Achim Wahl: Die Rechtsentwicklung in Lateinamerika – das Ende des progressiven Zyklus?
    Referent: Achim Wahl (Lateinamerikanist, ehem. Büroleiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Brasilien)
    Mitschnitt einer Veranstaltung in der Reihe "Linke in Lateinamerika"
    Mit dem Wahlsieg Hugos Chávez´ wurde 1998 eine Periode linker Entwicklungen in Lateinamerika eingeleitet. Rechte, konservative Kräfte wurden in Lateinamerika in den Jahren danach an den Rand der Entwicklung gedrängt.
    Die Auseinandersetzung zwischen rechten und progressiven Kräften, die historisch betrachtet latent vorhanden ist, ist auf dem lateinamerikanischen Kontinent in eine neue Phase eingetreten. Gestützt auf die Überbleibsel der kolonialen Vergangenheit, rückwärtsgewandter fundamentalistischer religiöser Kräfte und einem progressiv verbrämten Neoliberalismus, haben rechte Kräfte Aufschwung bekommen und institutionelle Positionen zurückerobert. Mit der Wahl Mauricio Macris (2015) zum Präsidenten Argentiniens und der Amtsenthebung Dilma Rousseffs (August 2016) in Brasilien wurde eine Periode progressiver Entwicklungen in Lateinamerika beendet, die mit der Wahl Jair Bolsonaros (2018) in Brasilien ihren aktuellen Höhepunkt der Rechtsentwicklung in Lateinamerika erreichte.
    52 min
  • Michael R. Krätke: Wie Friedrich Engels das Proletariat entdeckte … und erforschte
    Mitschnitt einer Veranstaltung in der Reihe "Engels200" vom 19. Februar
    Referent: Prof. Michael R. Krätke
    Gleich mit seinem ersten Buch machte sich der junge Friedrich Engels einen Namen als „Sozialschriftsteller“. 1845 erschien seine „Lage der arbeitenden Klasse in England“. „Nach eigner Anschauung und authentischen Quellen“ gearbeitet, wie der Untertitel versprach. Für den jungen Marx, und nicht nur für ihn, war Engels‘ Buch eine Offenbarung und ein Ansporn; er hat es hochgeschätzt und im ersten Band des „Kapital“ mehrfach genannt und daraus zitiert.
    Wie sein Autor wird dies Buch heute bei vielen Marx-Jüngern eher gering geschätzt. Eine erneute Lektüre zeigt jedoch, dass dies Buch weit mehr ist als eine Sozialreportage. Es war nach Engels‘ Selbstverständnis nur Teil einer größeren Arbeit, einer Sozialgeschichte Englands, in der die Folgen der industriellen Revolution umfassend untersucht werden sollten. In diesem ersten Teil beschränkte Engels sich auf die Lage, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiterklasse in England. Er lieferte aber nicht nur eine detaillierte Beschreibung davon, sondern entwickelte die Ansätze der Kritik der politischen Ökonomie, die er 1844 in seinem Aufsatz „Umrisse zu einer Kritik der Nationalökonomie“ gegeben, ein gutes Stück weiter.
    Engels ist später nicht dazu gekommen, seinen Plan auszuführen. Überarbeiten wollte er das Buch nicht, er hätte es ganz neu schreiben müssen. Er verwies daher auf den ersten Band des „Kapital“, in dem Marx seine Darstellung über die 1840er Jahre hinaus fortgesetzt habe.
    In dieser Veranstaltung wollen wir uns diese jugendfrische Arbeit von Friedrich Engels noch einmal ansehen und prüfen, was davon bleibenden Wert für die sozialistische Bewegung hat, der es gewidmet war.
    1 hr 25 min
  • Bernard Schmid: Zur aktuellen Lage in Libyen (1/2)
    Vortrag von Bernard Schmid in der Reihe "Internationale Politik" im Februar 2020
    Der Konflikt in Libyen beschäftigte in jüngster Zeit auch Deutschland, wo am 19. Januar die Berliner „Libyenkonferenz“ stattfand. Diese war maßgeblich unter russischer Vermittlung zustande gekommen, infolge eines Besuchs von Kanzlerin Angela Merkel bei Präsident Wladimir Putin acht Tage zuvor. Im selben Zeitraum hatten zuerst die Anfang Januar beschlossene Entsendung türkischer Truppen durch Präsident Recep Teyyip Erdogan und dann eine Einigung zwischen Ankara und Moskau neue Weichen für die Verlaufsform des 2012 ausgebrochenen libyschen Bürgerkriegs gestellt.
    Zahlreiche äußere Mächte mischen sich in diesen ein; auch innerhalb der Europäischen Union spielen sich dabei machtpolitische Ränkespiele ab und kommt es zu Rivalitäten zwischen Mitgliedsländern. Italien, die Türkei und Qatar unterstützen eine Seite im libyschen Bürgerkrieg; mehrere Golfstaaten, Ägypten, Russland und Frankreich die andere. Zugleich spielt der Wunsch, Libyen und örtliche Machthaber dort sollten eine Rolle bei Migrationskontrolle bzw. -abwehr an den Außengrenzen der EU spielen, eine wichtige Rolle in den Augen der Brüsseler Kommission sowie nationaler Regierungen innerhalb der Union.
    Um einen Überblick über die Ereignisse zu bekommen, die sich in Libyen seit dem Sturz und dem Tod des früheren Staatschef Muammar al-Gaddafi (an der Macht von 1969 bis 2011) abspielen, wollen wir mit dem Pariser Journalisten Bernard Schmid diskutieren.
    1 hr 32 min
  • Bernard Schmid: Zur aktuellen Lage in Libyen (2/2)
    Diskussion nach einem Vortrag von Bernard Schmid in der Reihe "Internationale Politik" im Februar 2020
    Der Konflikt in Libyen beschäftigte in jüngster Zeit auch Deutschland, wo am 19. Januar die Berliner „Libyenkonferenz“ stattfand. Diese war maßgeblich unter russischer Vermittlung zustande gekommen, infolge eines Besuchs von Kanzlerin Angela Merkel bei Präsident Wladimir Putin acht Tage zuvor. Im selben Zeitraum hatten zuerst die Anfang Januar beschlossene Entsendung türkischer Truppen durch Präsident Recep Teyyip Erdogan und dann eine Einigung zwischen Ankara und Moskau neue Weichen für die Verlaufsform des 2012 ausgebrochenen libyschen Bürgerkriegs gestellt.
    Zahlreiche äußere Mächte mischen sich in diesen ein; auch innerhalb der Europäischen Union spielen sich dabei machtpolitische Ränkespiele ab und kommt es zu Rivalitäten zwischen Mitgliedsländern. Italien, die Türkei und Qatar unterstützen eine Seite im libyschen Bürgerkrieg; mehrere Golfstaaten, Ägypten, Russland und Frankreich die andere. Zugleich spielt der Wunsch, Libyen und örtliche Machthaber dort sollten eine Rolle bei Migrationskontrolle bzw. -abwehr an den Außengrenzen der EU spielen, eine wichtige Rolle in den Augen der Brüsseler Kommission sowie nationaler Regierungen innerhalb der Union.
    Um einen Überblick über die Ereignisse zu bekommen, die sich in Libyen seit dem Sturz und dem Tod des früheren Staatschef Muammar al-Gaddafi (an der Macht von 1969 bis 2011) abspielen, wollen wir mit dem Pariser Journalisten Bernard Schmid diskutieren.
    29 min
  • Im Gespräch mit Katrin Lompscher: Mietendeckel und nun? (1/2)
    Diskussion vom 13. Februar 2020
    Einführung von Katrin Lompscher (Die Linke)
    Moderation von Fabian Kunow (Helle Panke)
    Bereits im Juni 2019 sprach Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher bei uns über die Pläne eines "Mietendeckels" für Berlin.
    Wie wird er konkret gestaltet? Was hat sich im Vergleich zu Juni verändert? Wie soll mit der Kritik von Wohnungsbaugenossenschaften umgegangen werden? Und was haben wir in der Wohnungs- und Stadtentwicklungspolitik noch zu erwarten?
    24 min

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