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  • Gebrochene Versprechen: Moderne/Modernität als historische Erfahrung - Panel 3
    Panel 3 der Tagung "Gebrochene Versprechen: Moderne/Modernität als historische Erfahrung"
    Vom modernen Projekt der Beherrschung und Verfügbarmachung der Natur zur Gefährdung der menschlichen Zukunft
    Chair: Winfried Speitkamp (Bauhaus-Universität Weimar)
    Dirk van Laak (Universität Leipzig): "Bloß den Anschluss nicht verpassen..." Alltags- und erfahrungsgeschichtliche Dimensionen der Modernitätserwartung
    Joachim Radkau (Universität Bielefeld): Die Umweltbewegungen: Zwischen "Forderung des Tages" und Herausforderung durch die Zukunft
    2 hr 7 min
  • Gebrochene Versprechen: Moderne/Modernität als historische Erfahrung - Panel 1
    Panel 1 der Tagung "Gebrochene Versprechen: Moderne/Modernität als historische Erfahrung"
    Vom modernen Projekt der Selbstbestimmung und Demokratie zur imperialen Machtentfaltung, Versklavung und Vernichtung
    Chair: Sybille Steinbacher (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
    Norbert Frei (Friedrich-Schiller-Universität Jena): Wie modern war die NS-Moral?
    Svenja Goltermann (Universität Zürich): Jenseits von Krieg und Holocaust. Zur Unsichtbarkeit "privater" Gewalt in der Zeitgeschichte
    Dieter Langewiesche (Eberhard Karls Universität Tübingen): Moderne aus Gewalt? Zur Rolle von Kriegen in Modernitätserwartungen
    2 hr 48 min
  • Michael Geyer: Die Welt als Ereignis
    Eröffnungsvortrag der Tagung "Gebrochene Versprechen: Moderne/Modernität als historische Erfahrung" von Michael Geyer (University of Chicago): Die Welt als Ereignis: vorauseilende Modernen, nachholende Erfahrungen, zwanghafte Ordnungen, mimetische Anverwandlungen.
    1 hr 33 min
  • Wieviel Gemeinschaft braucht die Demokratie? Zum Hauptwerk von Ferdinand Tönnies.
    Diskussion mit Hannah Bethke, Dieter Haselbach, Gangolf Hübinger und Jan Philipp Reemtsma
    Im Juni 2019 ist »Gemeinschaft und Gesellschaft«, das Hauptwerk von Ferdinand Tönnies (1855–1936), Pionier der Soziologie in Deutschland, als Band 2 der Ferdinand-Tönnies-Gesamtausgabe erschienen. Das sehr einflussreiche Werk ist damit in einem modernen Editionsstandard verfügbar. Die Edition berücksichtigt alle sechs zu Tönnies’ Lebzeiten erschienenen Auflagen, zeichnet im editorischen Bericht die Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte des Werks nach und markiert die vielfältigen Verbindungen zum übrigen Werk von Tönnies. Damit ist das Werk in seiner Intention und seinem Textbestand für die zukünftige Rezeption gesichert sowie mit reichem, teils unveröffentlichtem, Material, teils auch bisher unveröffentlichtem, versehen, das das Verständnis des Kontextes und der Textentstehung erheblich erleichtert.
    Was aber hat das Werk uns heute noch zu sagen?
    Es diskutieren die Journalistin Hannah Bethke (FAZ), der Herausgeber von »Gemeinschaft und Gesellschaft« Dieter Haselbach, der Historiker Gangolf Hübinger sowie Jan Philipp Reemtsma (Philologe).
    Dr. Hannah Bethke, Feuilletonkorrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für Berlin
    Prof. Dr. Dieter Haselbach, Soziologe; Direktor des Zentrums für Kulturforschung, apl. Prof. für Soziologie an der Philipps-Universität Marburg
    Prof. Dr. Gangolf Hübinger, Historiker; Viadrina Senior Fellow am Center B/Orders in Motion an der Europa-Universität Viadrina, Prof. em. für Vergleichende Kulturgeschichte der Neuzeit
    Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Geschäftsführender Vorstand der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur
    In Kooperation mit der Ferdinand-Tönnies-Gesellschaft e. V., der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur sowie dem De Gruyter Verlag.
    1 hr 36 min
  • Teresa Koloma Beck: Im Labor der Weltgesellschaft
    Internationale humanitäre Interventionen sind zu einem regelmäßigen Element der Weltpolitik geworden. In öffentlichen Debatten wird vor allem über die Effizienz dieser militärischpolitischen Großprojekte diskutiert. Der Vortrag will jedoch eine andere Perspektive eröffnen: Er interessiert sich für die Interventionsgesellschaft als Ort, der in besonderer Weise durch komplexe Verschränkungen globaler und lokaler Dynamiken gekennzeichnet ist. Hier treffen Akteure, die durch Mandate der UN beauftragt sind, das »Interesse der Menschheit« zu vertreten, auf eine lokale Lebenswelt. Das Spannungsverhältnis zwischen Universalität und Partikularität ist in solchen Kontexten kein Theorieproblem, sondern manifestiert sich in Alltagssituationen und muss in der sozialen Praxis bearbeitet werden. Aufbauend auf ethnographischer Forschung in Afghanistan geht der Vortrag diesen Dynamiken nach und diskutiert deren Relevanz für die soziologische Globalisierungsforschung wie auch für die Politik.
    Prof. Dr. Teresa Koloma Beck, Soziologin; Hamburger Institut für Sozialforschung, Fellow in der Forschungsgruppe Makrogewalt,Professorin für Soziologie der Globalisierung an der Universität der Bundeswehr München
    Prof. Dr. Sighard Neckel, Soziologe; Universität Hamburg, Professor für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel, Leiter der DFG-Kolleg-Forschungsgruppe »Zukünfte der Nachhaltigkeit«
    Moderation: Dr. Thomas Hoebel, Soziologe; Mitarbeiter der Forschungsgruppe Makrogewalt am Hamburger Institut für Sozialforschung
    1 hr 42 min
  • Klaus Neumann & Tobias Eule: Flüchtlings- und Asylpolitik
    Glaubt man Matteo Salvini, Sebastian Kurz oder Jörg Meuthen, dann kann Europa von Australien lernen, wie man mit Asylsuchenden umgeht (indem man sie abschreckt, nicht anlanden lässt, oder in Drittländern interniert). Woran liegt es, dass die restriktive australische Asylpolitik, die wiederholt vom UN Flüchtlingshochkommisariat kritisiert worden ist, von der Opposition mitgetragen und laut Umfragen von einer Mehrheit der Australier gutgeheißen wird?
    In diesem Vortrag versucht Klaus Neumann, Australien zu erklären und gleichzeitig aufzuzeigen, inwieweit das Modell Australien für Europa relevant ist.
    50 min
  • Susana Narotzky: Evidence Struggles
    Legality, Legitimacy, and Social Mobilizations in the Catalan Political Conflict
    Different kinds of evidence are put forward to make an argument and justify political action by agents situated in diverse social, cultural, and power positions. The Catalan political conflict is a case in point. The central Spanish government’s arguments are mostly of a juridical nature and rest on the anti-constitutionality of the Catalan government and other civil society organizations’ actions. Instead, most arguments of Catalan supporters of independence are based on historical interpretations of grievances referring to national institutions and identity. While supporters of independence have mobilized hundreds of thousands of Catalans in massive demonstrations and have used media in a very efficient manner, the Spanish state has mostly relied on legal arguments and the judicial branch, epitomized by a televised macro-trial to the alleged secessionist leaders. This talk argues that an important aspect of the political confrontation is being played as an evidence struggle where the various social actors produce different kinds of evidence to justify their actions in the political arena and mobilize support.
    Prof. Dr. Susana Narotzky, Professorin für Sozialanthropologie an der Universitat de Barcelona
    Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Soziologe; Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    1 hr 14 min
  • Thomas Scheffer: Zwischen Befehlsverweigerung und blinder Gefolgschaft
    Soldatische Widerständigkeit und ihre Grenzen im Fall eines Luftangriffs
    Der Vortrag beleuchtet die Frage, wie Kampfpiloten einen Einsatzbefehl infrage stellen und kritisch bearbeiten. Datengrund lage ist der Funkverkehr vor einem Bombenabwurf durch US-Kampfjets in Kunduz (Afghanistan). Die kritisch- ethnomethodologische und trans-sequenzielle Analyse zeigt, wie die Piloten ein »Anti-Objekt« schaffen, das als Alternative zum eigentlichen Einsatzbefehl als militärischem Leitobjekt fungiert. Die Untersuchung, die sich als ein Beitrag zur Praxeologie des Krieges versteht, belegt, wie in kritischen Momenten, die durch Handlungsdruck geprägt sind, eine kollektive Widerständigkeit erwachsen und sich bedingt fortsetzen kann.
    Prof. Dr. Thomas Scheffer, Soziologe und Sozialpsychologe; Professor am und Geschäftsführender Direktor des Institut/s für Soziologie an der Goethe Universität Frankfurt am Main
    Moderation: Dr. Julia Hörath, Politologin; Wissenschaftlerin in der Forschungsgruppe Makrogewalt
    57 min
  • Michel Naepels: The Complexity of a Murder:
    Situational Dynamics, Social Relations and Historical Context
    The aim of this lecture is to incorporate a historical perspective in a pragmatic description of a violent situation, through a case study of a murder that took place in New Caledonia in 2012, based on long-term ethnographic fieldwork. It examines the internal social and political dynamics in a situation in which violence takes place. Based on the description of a singular case, the study seeks to show that the interactionist analysis of a situation of violence can be complemented and enhanced by a description of segmentary and antagonistic social relations, and their historicity; and it points to the delayed effects of situations of violence.
    Prof. Dr. Michel Naepels, Anthropologe und Ethnologe; Directeur d‘études de l‘Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales (EHESS), Paris
    Moderation: Dr. Stefan Malthaner, Politikwissenschaftler und Soziologe; Wissenschaftler in der Forschungsgruppe Makrogewalt
    1 hr 2 min

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