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By Hamburger Institut für SozialforschungScience
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HIS Mediathek episodes

  • 9. Juni 2022. Ori Schwarz: Theorizing Power in Digital Society
    Rethinking Power, Networks, Social Capital and Interaction
    Vortrag von Ori Schwarz im Rahmen des Workshops "Platform Capitalism and Private Regulation - A Theoretical Framing for the New Social Ordering"
    Prof. Ori Schwarz, Department of Sociology and Anthropology and Center for Cultural Sociology an der Bar-Ilan University
    Moderation: Dr. Friederike Bahl, Forschungsgruppe Rechtssoziologie
    Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg
    16 min
  • 5. Mai 2022. Protest Im Bild - Der Kamp um die Hamburger Hafenstraße
    „Bilder wie in Belfast“ betitelte die ZEIT im November 1987 ihre Chronologie zum eskalierenden Konflikt um die besetzten Häuser in der Hamburger Hafenstraße. Nach sechsjährigem Tauziehen war kurz zuvor eine Einigung gescheitert, die Räumung der Häuser stand an, Barrikaden waren errichtet, Besetzer_innen und tausende Unterstützer_innen in der Hafenstraße versammelt, 10.000 Polizisten, darunter die GSG9-Einheit, standen zum Eingreifen bereit. Die gesamte Republik schaute auf Hamburg und fürchtete ein Bürgerkriegsszenario. Der Foto-Journalist Mike Schröder, der die Hausbesetzungen über Jahre fotografisch begleitete, war auch in jenen Herbsttagen mit seiner Kamera vor Ort. Wie fängt man politische Konflikte und Protest im Bild ein? Ist Fotografieren politisch? Welche Wirkung entfalten Bilder, durch ihre mediale Verbreitung, in Protestbewegungen und in der öffentlichen Kommunikation?
    Wir zeigten Fotos aus der Sammlung des HIS-Archivs und diskutierten mit:
    Mike Schröder, freier Fotograf und Foto-Journalist, Hamburg
    Kathrin Fahlenbrach, Prof. Dr., Professorin für Medienwissenschaft, Institut für Medien und Kommunikation der Universität Hamburg
    Julia Hörath, Dr. phil., historisch forschende Politologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Hamburger Institut für Sozialforschung, Forschungsgruppe Makrogewalt
    Moderation: Svenja Kunze, Historikerin und Archivarin, Archiv des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    Diese Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Warburg-Haus statt
    1 hr 21 min
  • 12. April 2022. Bücher am HIS. Pablo Schmelzer: Black and White, unite and fight
    »Black and White, unite and fight«. Die deutsche 68er-Bewegung und die Black Panther Party
    Aktivistinnen und Aktivisten der Black Panther Party brachten weiße westdeutsche Linke und in Deutschland stationierte afroamerikanische Soldaten zusammen. In Untergrundzeitungen forderten GIs eine black revolution, skandalisierten die rassistische Diskriminierung innerhalb der US-Armee und beanspruchten, die Black Panther Party in Deutschland zu vertreten.
    Und so ist das Buch nicht weniger als eine Neujustierung der Konzeption des studentischen Internationalismus. Der Kampf gegen Rassismus blieb letztlich auf die Vereinigten Staaten fokussiert, im Klassenkampf der westdeutschen radikalen Linken galt er als ein Nebenwiderspruch. Antirassismus mit blinden Flecken: Das sollte weitreichende Folgen haben.
    Pablo Schmelzer, Historiker, ist Wissenschaftler der Forschungsgruppe Forschungsgruppe Demokratie und Staatlichkeit
    Petra Terhoeven, Prof. Dr.; Professur für Europäische Kultur- und Zeitgeschichte an der Georg-August-Universität Göttingen
    Wolfgang Knöbl, Prof. Dr.; Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    1 hr 17 min
  • 2. Mai 2022. Zur Zukunft des (militärischen) Interventionismus
    Podiumsdiskussion im Rahmen der Tagung "Das Ende der westlichen Präsenz in Afghanistan. Von der Diagnose des Scheiterns zu den daraus zu ziehenden Konsequenzen"
    Mit Gerd Hankel (Hamburg), Teresa Koloma Beck (Hamburg) und Conrad Schetter (Bonn)
    Gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung
    In Kooperation mit der Helmut-Schmidt-Universität
    1 hr 13 min
  • 20. April 2022. Bücher am HIS. Hat Für Den Kongo Die Stunde Der Gerechtigkeit Geschlagen?
    Gespräch mit Patrick Hönig und Gerd Hankel
    Gewalt und ungesühntes Unrecht ist ein nicht enden wollendes Thema für die Menschen in der Demokratischen Republik Kongo. Um Verbrechen zu ahnden, auch in den entlegensten Dörfern, setzt die kongolesische Justiz auf mobile Gerichte. Unterstützt von der internationalen Gemeinschaft werden Prozesse dort durchgeführt, wo die Taten begangen wurden, vor den Augen der betroffenen Bevölkerung.
    Patrick Hönig und Gerd Hankel diskutieren über den Versuch, in einem von kriegerischen Auseinandersetzungen versehrten Land mithilfe mobiler Gerichte Gerechtigkeit herzustellen. Wie lässt sich für die Geschädigten Wiedergutmachung leisten, wie können die Rechte der Angeklagten gewahrt werden, und gibt es ein Recht auf Wahrheit? Ein komplexes Thema, denn sowohl die kongolesische Justiz als auch die internationale Gemeinschaft verfolgen eigene Interessen. Letztlich verdichten sich rechtliche, politische und diskursive Betrachtungen zu einer zentralen Frage: Welches Gesicht hat Gerechtigkeit?
    1 hr 29 min
  • 11. Oktober 2021. Streit.Bar - Bücher der Gegenwart - Sphären der Gewalt
    Moderne Gesellschaften verstehen sich als im Kern friedlich und verdrängen daher gern das Problem der Gewalt. Und doch ist diese stets vorhanden – in Form von Kriegen, als Begleiterscheinung von sozialen Protesten, als staatliche Repression, auch in Form des massenhaften Tötens von Tieren. Im vergangenen Jahr ist nun eine Reihe von sehr unterschiedlichen Büchern erschienen, die auf eine neue Sensibilität gegenüber Gewaltphänomenen hindeutet.
    Darüber ist zu diskutieren, was die Streit.Bar auch tut – und zwar in der Besetzung: Wolfgang Knöbl (Hamburger Institut für Sozialforschung), Teresa Koloma Beck (Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Gesellschaftsanalyse und sozialer Wandel, Helmut-Schmidt-Universität / Universität der Bundeswehr Hamburg), Sighard Neckel (Professor für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel, Universität Hamburg), und Hilal Sezgin (Freie Journalistin und Buchautorin).
    Im Mittelpunkt der Diskussion stehen Bücher, die alle aus unterschiedlichen, und oft durchaus überraschenden Perspektiven bestimmte Gewaltphänomene in den Blick nehmen:
    Christine Pelluchon; „Manifest für die Tiere“ (2020 C.H. Beck)
    Steven L. Robins, „Briefe aus Stein: von Nazi-Deutschland nach Südafrika“ (2019 Metropol-Verlag)
    Iris Därmann, „Undienlichkeit. Gewaltgeschichte und politische Philosophie“ (2020 Matthes & Seitz)
    Andreas Malm, „Wie man eine Pipeline in die Luft jagt. Kämpfen lernen in einer Welt in Flammen“ (2020 Matthes & Seitz)
    Ulrike Edschmid, „Levys Testament“ (2021 Suhrkamp)
    Eine Veranstaltung des Thalia Theaters, des Hamburger Instituts für Sozialforschung und des Lehrstuhls für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel der Universität Hamburg
    2 hr 6 min
  • 23. November 2021. Jan Philipp Reemtsma: »Wehrmachtsausstellung«
    Rückblick auf ein seltsames Ereignis
    Am 27. November 2001 wurde in Berlin die Ausstellung »Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941–1944« eröffnet. Dagegen demonstrierten am Wochenende darauf über 3000 NPD-Anhänger in der Mitte der Hauptstadt. Die »zweite Wehrmachtsausstellung« war eine Antwort auf die Debatten um die erste, sie zeigte mehr Dokumente als Fotos, bot eine Fülle an Texten und Kontexten, fragte nach Handlungsspielräumen. 450.000 Menschen besuchten die Wanderausstellung bis zum März 2004.
    Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, bis 2015 Direktor des HIS, gibt einen Rückblick auf ein seltsames Ereignis.
    Einführung und Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, seit 2015 Direktor des HIS.
    Zu den Kontroversen um die Wehrmachtsausstellungen gab und gibt es folgende öffentliche Veranstaltungen (weitere Infos auf den Homepages)
    27. 10. 2021, Frankfurt am Main, Fritz Bauer Institut
    15. 11. 2021, Literaturhaus München
    23. 11. 2021, Hamburger Institut für Sozialforschung
    30. 11. 2021, Berlin, Topographie des Terrors
    Nach zwanzig Jahren erschien der Ausstellungskatalog in der Hamburger Edition in dritter Auflage.
    52 min
  • 18. November 2021. Joachim Rückert: Abgrenzungen
    - Aber welche Rechtswissenschaft von welcher Soziologie?
    1974 wurde für dann rund 20 Jahre sehr bewusst ein juristischer Fachbereich unter dem Plural »Rechtswissenschaften« gegründet. Das war neu und Programm. Bis dahin gab es nur Juristische Fakultäten. Tatsächlich entstand der wohl intensivste Paradefall für die reale Begegnung, für Aufbruch, Gemeinsamkeit, Zusammenarbeit, Ernüchterung, Distanz und Verabschiedung der Sozialwissenschaften in der Jurisprudenz. Nicht mehr viele werden ihn erraten. Dieser nun historische Vorgang vermittelt eine Fülle von guten, bitteren, skurrilen und aufschlussreichen Erfahrungen und Einsichten von mehr als anekdotischer Bedeutung. Diesen wird der Vortrag genauer nachgehen und den Paradefall mit seinen allgemeineren theoretischen und praktischen Zusammenhängen verbinden. Am Ende sollte etwas deutlicher geworden sein, welche Rechtswissenschaft zu welcher Soziologie (und Sozialwissenschaft) sinnvoll in welches Verhältnis gesetzt werden kann.
    Vortrag im Rahmen der Tagung »Disziplinäre Abgrenzungsstreitigkeiten: Zum Verhältnis von Rechtswissenschaft und Soziologie zwischen 1960 und 1980«
    1 hr 5 min
  • 11. November 2021. Michael Zürn: Die Demokratie und der (autoritäre) Populismus
    Gerne wird der Populismus als eine dünne Ideologie beschrieben. Dessen Effekte auf die Demokratie hängen dann von den tiefer liegenden politischen Grundlagen der jeweiligen populistischen Bewegung ab. Diese Sichtweise verkennt aber den Kern der echten Herausforderung für die Demokratie. Es sind nämlich primär autoritäre Populisten, die an die Macht gelangt sind und dann auch systemtransformatisch tätig waren. Autoritäre Populisten besitzen eine umfassende Ideologie, die eine bestimmte gesellschaftliche Gruppe anspricht und sich die Schwächen der existierenden Demokratie zunutze machen. Sie sind dann besonders gefährlich, wenn sie das liberale Wahrheitsregime in Frage stellen.
    Michael Zürn, Politikwissenschaftler; seit 2004 Direktor der Abteilung »Global Governance« am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und Professor für Internationale Beziehungen an der Freien Universität Berlin sowie Sprecher des DFG-Exzellenzclusters »Contestations of the Liberal Script«
    52 min
  • 13. Oktober 2021. Das Ende der Ideologiekritik?
    Erkundungen im Anschluss an Wolfgang Pohrt
    Der Publizist und Sozialwissenschaftler Wolfgang Pohrt (1945–2018) hat mit beißenden Polemiken immer wieder in zeitgenössische Debatten inner- und außerhalb der Linken interveniert und dabei kaum eine Gelegenheit ausgelassen, der langen Liste seiner Feinde noch weitere hinzuzufügen. Am bekanntesten ist wohl seine in der ZEIT publizierte Charakterisierung der Friedensbewegung der 1980er-Jahre als »deutschnationale Erweckungsbewegung«, der ein polemischer Überschuss ebenso innewohnt wie die aufmerksame Beobachtung einer gesellschaftlichen Tendenz.
    Neben einer Vielzahl von Artikeln und Glossen verfasste der schonungslose Kritiker und brillante Stilist diverse Bücher, Monografien und Essaybände, sowie sozialwissenschaftliche Studien, die er im Auftrag der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur durchführte. Seine Schriften werden seit 2018 von der Edition Tiamat im Rahmen einer Werkausgabe neu zugänglich gemacht.
    Klaus Bittermann, Dietmar Dath und Jan Philipp Reemtsma diskutieren über die Charakteristika von Pohrts Denken und dessen Entwicklung in 40 Jahren publizistischer Tätigkeit. Dabei soll nicht nur seine Abkehr von der Ideologiekritik, sondern auch die Frage nach den heutigen Möglichkeiten literarischer Interventionen in ideologiekritischer Absicht thematisiert werden.
    Klaus Bittermann, Journalist, Schriftsteller und Verleger der Edition Tiamat
    Dietmar Dath, Schriftsteller, Filmkritiker und Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
    Prof. Dr. Jan Philipp Reemtsma, Geschäftsführender Vorstand der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur
    Begrüßung: Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    Moderation: Hannah Schmidt-Ott, Redakteurin des Online-Fachforums Soziopolis und der Zeitschrift Mittelweg 36
    Eine Kooperation des Hamburger Instituts für Sozialforschung mit der Edition Tiamat.
    1 hr 53 min

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