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  • 24. Juni 2025. Politische Bildung in disruptiven Zeiten
    Thomas Krüger, langjähriger Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung, verabschiedet sich aus dieser unter ihm so sehr gewachsenen und für die deutsche Geschichte und Gegenwart so wichtigen Institution. Wir sagen tschüss und danke – und wollen mit ihm angesichts seiner großen Erfahrung über die veränderte Rolle der politischen und historischen Bildung heute diskutieren, insbesondere über die Aufgaben von Bildungsarbeit in einem immer konfliktreicher werdenden gesellschaftlichen Klima, und über die Funktionen, die möglichen Leistungen und erwartbaren Grenzen einer Einrichtung wie der Bundeszentrale in der heutigen Zivilgesellschaft.
    Thomas Krüger, absolvierte von 1976 bis 1979 eine Ausbildung zum Facharbeiter für Plast- und Elastverarbeitung. Es folgten ein Studium der Theologie und die Arbeit als Vikar. Er gehörte 1989 zu den Gründungsmitgliedern der Sozialdemokraten in der DDR (SDP). Von 1991 bis 1994 war er Senator für Jugend und Familie in Berlin, danach bis 1998 MdB, bevor er eine zweijährige Erziehungszeit nahm. Seit Juli 2000 ist er Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb.
    Miriam Rürup, Prof. Dr., Studium der Geschichte, Soziologie und Europäischen Ethnologie. Nach Stationen in Göttingen, Washington und Hamburg, seit 2020 Direktorin des Moses Mendelssohn Zentrums und Professorin für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam.
    Stefan Malthaner, Prof. Dr., Politikwissenschaftler und Soziologe; Sprecher der Forschungsgruppe Makrogewalt, Gastprofessor an der
    Leuphana Universität Lüneburg
    Moderation: Isabell Trommer, Dr. phil., studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Hamburg. Seit 2021 geschäftsführende Verlagsleitung der Hamburger Edition.
    Diese Veranstaltung ist eine Kooperation mit der Hamburger Edition
    1 hr 38 min
  • Streitbar 19.05.25| (Un-)Glaube in Zeiten schnellen Wandels
    Die Streit.Bar wird diesmal eine andere sein. Denn mit dem Tod von Thomas Großbölting im Februar dieses Jahres haben wir einen Freund und geschätzten Mit-Diskutanten verloren, der seit 2022 fest zu unserer Runde gehörte. Trotz dieser Erschütterung wollen wir die Streit.Bar weiterhin anbieten, zunächst in kleinerer Besetzung, und haben uns für dieses Mal ein Thema herausgesucht, das Thomas Großböltings Biographie geprägt hat, über das wir bislang aber noch nicht auf dieser Bühne sprachen: den Glauben in seinen vielen Facetten.
    Gerade in Zeiten, in denen man manchmal kaum glauben mag, dass stimmt, was in den Nachrichten vermeldet wird, und in denen Ängste das gesellschaftliche Klima prägen, stellen sich Hoffnung und Verzweiflung ein. Es tauchen Fragen nach dem Glauben ebenso auf wie diejenigen nach der Moral oder einem rational zu begründenden Fortschritt. Darüber wollen wir diskutieren: Wolfgang Knöbl (Hamburger Institut für Sozialforschung) und Hilal Sezgin (Schriftstellerin und Journalistin).
    Die Bücher:
    Byung-Chul Han: Sprechen über Gott (Matthes & Seitz)
    Thomas Nagel: Moralische Gefühle, moralische Wirklichkeit, moralischer Fortschritt (Suhrkamp)
    Dorothea Weltecke: Die drei Ringe. Warum die Religionen erst im Mittelalter entstanden sind (C.H. Beck)
    …..und ein Roman
    Streit.Bar - Bücher der Gegenwart ist eine Veranstaltungsreihe des Thalia Theaters und des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    1 hr 53 min
  • 13. Mai 2025. Johanna Rinceanu: Meinungsfreiheit in der digitalen Welt?
    Politische Debatten und zivilgesellschaftliches Engagement finden vermehrt online und vor allem in sozialen Medien statt. Die Diskursproduktion in der Gesellschaft hat sich damit auf das Internet als neuem Medium verlagert und ihre Struktur und Dynamik verändert. Mit dieser Diskursverschiebung ging eine Verrohung der Debattenkultur einher. Das Internet ist zunehmend anfällig geworden für problematische Online-Inhalte – darunter Hate Speech, Belästigung unter Nutzung von Bildern, Rassismus, Extremismus, Desinformation sowie Fake News. Gleichzeitig ist das Internet aber immer häufiger auch Schauplatz weniger auffälliger struktureller Bedrohungen für die Demokratie geworden, wie beispielsweise Überwachung, Zensur und Kontrolle. Herkömmliche Regulierungsansätze haben sich als weitgehend erfolglos erwiesen. Darüber hinaus richtet sich der Fokus herkömmlicher Online-Regulierungen fast ausschließlich auf die Einschränkung »problematischer« Online-Inhalte, die immer weiter an Fahrt aufnehmenden Phänomene der Massenüberwachung und der privatisierten staatlichen Zensur werden dagegen unberücksichtigt gelassen. In der Gesamtschau stellen diese Entwicklungen eine Bedrohung für die Grundfreiheiten dar, insbesondere für das Recht auf freie Meinungsäußerung, und versetzen soziale Medien wider Willen in die Rolle mächtiger Gatekeeper an der Schwelle der Menschenrechte.
    Dr. Johanna Rinceanu, LL.M. (Washington D.C.), Senior Researcher am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht
    Moderation: Dr. Laura Affolter, Forschungsgruppe Rechtssoziologie des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    Eine Veranstaltung der Reihe "Die Verfassung der Freiheit - Demokratieprobleme der Gegenwart"
    1 hr 3 min
  • 24. April 2025. Aaron Sahr: Bitcoin – eine Währung der Freiheit?
    Über krypto-liberale Geld- und Staatskritik
    Donald Trump ist ein Supporter, der argentinische Präsident Javier Milei ebenso, die FDP hat ihn sich in ihr Wahlprogramm geschrieben: Bitcoin, der Urvater aller Kryptowährungen, erlebt einen Höhenflug. Nach der Wahl des selbsternannten »Pro-Bitcoin-Präsidenten« in den USA stieg der Wert der digitalen Münzen erstmals über 100.000 Dollar pro Stück. Im Jahr 2008 als unscheinbares PDF-Dokument in den Tiefen des Internets gestartet, hat sich Bitcoin zu einem hartnäckigen Projekt monetärer Transformation gemausert, das im Feuilleton renommierter Wochenzeitungen genauso heimisch geworden ist wie auf dem Buchmarkt und im Bundestag. Das Kernversprechen dieses Projekts ist unbestreitbar attraktiv: Als »digitales Gold« will Bitcoin eine stabile, globale »Währung der Freiheit« für das 21. Jahrhundert werden. Der Vortrag erklärt, wie die berühmtberüchtigte Kryptowährung funktioniert, woran sie scheitern und was von ihr bleiben wird.
    Aaron Sahr, Wirtschaftssoziologe; Leiter der Forschungsgruppe Monetäre Souveränität am Hamburger Institut für Sozialforschung und Gastprofessor an der Leuphana Universität Lüneburg
    Moderation: Philipp Müller, Historiker; Privatdozent an der Humboldt-Universität zu Berlin und Sprecher der Forschungsgruppe Demokratie und Staatlichkeit am Hamburger Institut für Sozialforschung
    Eine Veranstaltung der Reihe "Die Verfassung der Freiheit - Demokratieprobleme der Gegenwart"
    1 hr 22 min
  • 11. März 2025. Bücher am HIS. „Lagermedizin“ in Auschwitz. Funktion und Dilemmata der Häftlingsärzte 1940-1945
    Unter den Häftlingen in Auschwitz waren alle Berufsgruppen vertreten, auch Ärztinnen und Ärzte. Wer eine Beschäftigung im Krankenbau bekam, steigerte seine Überlebenschancen, konnte aber auch sein medizinisches Wissen einsetzen, um anderen zu helfen. Als Auschwitz 1942 zum Vernichtungskomplex ausgebaut wurde, ging die Behandlung der kranken Insassen praktisch in die Hände der Häftlingsärzte über, auch wenn SS Mediziner die Aufsicht ausübten. Der Historiker Bogdan Musial zeigt, dass die Kooperation oft tief reichte und Häftlingsärzte in Dilemmata stürzte: Einerseits konnten sie helfen, andererseits waren sie durch Befehle gezwungen, tödliche Entscheidungen mitzutragen.
    Bogdan Musial, Historiker. Nach dem Studium in Hannover und Manchester promovierte er zur Judenverfolgung im besetzten Polen. Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut (DHI) in Warschau und am Institut für Nationales Gedenken (IPN). Von 2010 bis 2015 hatte er eine Professur an der Universität Warschau inne, wo er 2005 auch habilitiert worden war. Musial hat zahlreiche Bücher über den Holocaust und die deutsche, sowjetische und polnische Geschichte veröffentlicht.
    Anett Dremel, Politikwissenschaftlerin. Nach dem Abschluss an der Universität Kiel arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an diversen Gedenkstätten. Bis Mai 2024 war sie Leiterin der Dokumentationsstelle der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Seit Juni 2024 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt »Medizin im KZ Neuengamme« in der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte.
    In Kooperation mit der Hamburger Edition und der KZ-Gedenkstätte Neuengamme
    1 hr 14 min
  • 26. Februar 2025. Ruth Wodak: »Fortress Europe« and »Fortress Austria« — The Shameless Normalization of Exclusionary Politics and Discourses
    Recent years have shown a global rise of the far-right, frequently supported by conservative mainstream parties and the manipulative use of (social) media. Formerly taboo statements are increasingly being incorporated into mainstream discourses and politics. This normalization is accompanied by a certain »shamelessness«: the boundaries of what can be said are shifting both in terms of the frequency and acceptance of lies, the disregard for principles of politeness, and the undermining of democratic conventions. Public communication is dominated by discursive strategies of provocation, guilt avoidance, denial, Manichean division, and conspiracy narratives, accompanied by an increasingly strong nativist nationalism and the racialization of space. Focusing on recent EU asylum policies and imaginaries of the »new normal« in Austria and beyond, the lecture will illustrate the ongoing processes of (shameless) normalization.
    Prof. Dr. Ruth Wodak, emeritierte Professorin für Angewandte Linguistik der Universität Wien und Distinguished Professor of Discourse Studies der Lancaster University
    Moderation: Alexander Hobe, M.A., Historiker; Mitglied der Forschungsgruppe Demokratie und Staatlichkeit am HIS
    Eröffnungsveranstaltung des Workshops "Politics of demarcation and the radical right in post-war Europe: Defining what is right"
    We ask for your understanding. Due to technical problems, the sound quality in the recording was limited.
    1 hr 13 min
  • 3. März 2025. Das Bundesverfassungsgericht
    , sein Einfluss auf die Geschichte der Bundesrepublik und die wehrhafte Demokratie
    Mit seinem jüngsten Buch »Die Historiker und die Verfassung. Ein Beitrag zur Wirkungsgeschichte des Grundgesetzes« hat Dieter Grimm zurecht darauf aufmerksam gemacht, dass in der Geschichtsschreibung zur Entwicklung der Bundesrepublik kaum je die Rolle des Bundesverfassungsgerichts angemessen gewürdigt wurde. Dabei war das BVerfG gerade mit Blick auf die Gewährung, Ausweitung und Einschränkung von Freiheitsrechten von größter Bedeutung, waren nicht zuletzt auch Parteienverbote Gegenstand von dort getroffenen Entscheidungen. Darüber – und gerade auch über aktuelle Diskussionen hinsichtlich eines möglichen Verbots der AfD – wird der Historiker und Rechtswissenschaftler Dieter Gosewinkel, derzeit Fellow am HIS, mit dem ehemaligen Bundesverfassungsrichter und Rektor des Wissenschaftskollegs zu Berlin Dieter Grimm sprechen.
    Dieter Grimm, Dr. Dr. h.c. mult., LL.M. (Harvard), Permanent Fellow des Wissenschaftskolleg. Rektor des Wissenschaftskollegs (2001–2007), Professor (em.) für Öffentliches Recht der Humboldt-Universität zu Berlin, Bundesverfassungsrichter a.D.
    Dieter Gosewinkel, Historiker und Jurist; Professor für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin. Senior Research Fellow und Mitglied der FG Demokratie und Staatlichkeit am HIS. Bis 2023 Direktor des »Center for Global Constitutionalism« am WZB
    Marlene Grunert, Juristin. Referendariat mit Stationen beim Auswärtigen Amt, wissenschaftliche Mitarbeiterin eines Bundestagsabgeordneten. Politische Redakteurin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und politische Korrespondentin in Berlin
    Wir bitten um Ihr Verständnis. Aufgrund technischer Probleme war die Tonqualität bei der Aufzeichnung eingeschränkt.
    1 hr 14 min
  • 29. November 2024. Ohne Ende? Von letzten Generationen, Zeitenwenden und der Nachgeschichte
    Alle reden vom Ende der Welt, wie wir sie kennen, erwarten eine grundstürzende Transformation oder wenigstens die Apokalypse. Dabei wird erst das Ende verkündet – und dann geht alles weiter wie bisher. Einerseits erscheint das Ende (erzähl-)politisch ungeheuer potent. Dem Klimaprotest wird durch die Prognose des nahenden Endes Gewicht verliehen. Die Zeitenwende-Rede des Bundeskanzlers gewann ihr Pathos aus der Behauptung, dass hiermit eine Periode ende. Welche Funktion erfüllen Endzeiterzählungen? Und was geschieht, wenn das angekündigte Ende doch ausbleibt? Was bedeutet die gesellschaftliche Erfahrung von Kontinuität, Fortbestand und Rückkehr des vermeintlich längst Zurückgelassenen für die Rezeption von politischen, wissenschaftlichen und literarischen Endzeiterzählungen? Könnte auf die Orientierungsfunktion von Endpunkten überhaupt verzichtet werden? Und zeichnen sich bereits andere, nicht-enden-wollende also nicht-narrative Formen der gesellschaftlichen Selbstverständigung ab?
    Darüber sprach Jens Bisky mit Carolin Amlinger, Ulrich Bröckling und Juan S. Guse.
    Carolin Amlinger, Literatursoziologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Departement Sprach- und Literaturwissenschaft der Universität Basel
    Ulrich Bröckling, Professor für Kultursoziologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
    Juan S. Guse, Schriftsteller und Soziologe; seine Romane »Lärm und Wälder« (2015) und »Miami Punk« (2019) sind beim S. Fischer Verlag erschienen.
    Moderation: Jens Bisky, Autor und leitender Redakteur des Mittelweg36 und Soziopolis
    Die Veranstaltung fand im Rahmen der Konferenz "Auserzählt. Narrative vom Ende und das Ende der Narrative" statt.
    1 hr 26 min
  • 4. November 2024. Streit.Bar | Künstliche Intelligenz und menschliche Dummheit
    Streit.Bar will eingreifen – in die städtische Öffentlichkeit, den politischen Diskurs, die gesellschaftliche Debatte darüber, was das Neue an den derzeitigen Problemen ist und wie es weitergehen soll.
    Künstliche Intelligenz ist zwar ein altes Thema, dystopische Romane hierzu gibt es einige. Aber die Phantasie ist nun eben Realität geworden, KI ist und wird verbunden mit großen Rationalisierungs- und Erkenntnischancen, aber auch enormen Verwerfungen und Ängsten, wobei an die Gefahr von Arbeitsplatzverlusten ebenso zu denken ist wie an das Aufkommen schwieriger ethischer Fragen.
    Darüber wollen wir in der nächsten Streit.Bar diskutieren – und zwar in folgender Besetzung: Thomas Großbölting (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg), Wolfgang Knöbl (Hamburger Institut für Sozialforschung) und Hilal Sezgin (Freie Journalistin und Buchautorin).
    Die Bücher:
    Kate Crawford | Atlas der KI: Die materielle Wahrheit hinter den neuen Datenimperien (C.H. Beck)
    Rüdiger Graf | Vorhersagen und Kontrollieren: Verhaltenswissen und Verhaltenspolitik in der Zeitgeschichte (Wallstein Verlag)
    Matteo Pasquinelli | Das Auge des Meisters: Eine Sozialgeschichte künstlicher Intelligenz (Unrast Verlag)
    E.M. Forster | Die Maschine steht still (Hoffmann und Campe) [1909]
    Eine Veranstaltung des Thalia Theaters, des Hamburger Instituts für Sozialforschung und der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
    2 hr 6 min
  • 7. November 2024. Diskussion: Israelische und palästinensische Perspektiven auf die deutsche Staatsräson
    „Jede Bundesregierung und jeder Bundeskanzler vor mir waren der besonderen historischen Verantwortung Deutschlands für die Sicherheit Israels verpflichtet. Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar. Und wenn das so ist, dann dürfen das in der Stunde der Bewährung keine leeren Worte bleiben.“
    So Angela Merkel 2008 vor der Knesset in Jerusalem.
    Diese Staatsräson gehört auch zum Selbstverständnis der aktuellen Regierung und ist Gegenstand zahlreicher Debatten. Sie wird kritisch hinterfragt und abgelehnt oder positiv referiert und als Grundpfeiler des deutschen Staates herangezogen. Und das nicht nur in seinem explizit außenpolitischen Verhältnis zu Israel, sondern auch bei innenpolitischen Auseinandersetzungen. Zugleich wurde nie ausbuchstabiert, was „Staatsräson“ genau bedeutet.
    Der 7. Oktober 2023 und die seitdem anhaltenden militärischen Reaktionen Israels, aber auch das Geschehen und die Diskussionen in Deutschland dürften die „Stunde der Bewährung“ sein, von der Angela Merkel sprach. Was nun?
    Nazih Musharbash und Meron Mendel sprechen über palästinensische und israelische Perspektiven auf die deutsche Staatsräson, über Möglichkeiten und Gefahren dieses Konzepts. Und über die Folgen für den Alltag vieler Menschen sowohl in Deutschland wie auch für die Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan.
    Nazih Musharbash, Deutsch-palästinensische Gesellschaft. Nazih Musharbash wurde 1946 in Amman geboren, er war Lehrer und Politiker in Niedersachsen und ist seit 2018 Vorsitzender der deutsch-palästinensischen Gesellschaft.
    Meron Mendel, Bildungsstätte Anne Frank. Meron Mendel wurde 1976 in Ramat Gan geboren, er ist Pädagoge und Publizist, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank und Professor an der Frankfurt University of Applied Sciences.
    Moderation: Annabel Wahba, Die Zeit. Annabel Wahba wurde 1972 in München geboren und Textchefin im ZEITmagazin
    Die Diskussion fand im Rahmen der Konferenz "Israels Sicherheit als deutsche Staatsräson: Geschichte und Aktualität eines umstrittenen Postulats" am 7. November 2024 statt.
    1 hr 10 min

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