HIS Mediathek

HIS Mediathek

By Hamburger Institut für SozialforschungScience
Download on the App Store

HIS Mediathek episodes

  • 1. Oktober 2024. Das HIS diskutiert: Freiheitsschock
    Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen lassen sich als eine akute Gefährdung der bundesdeutschen Demokratie interpretieren, die augenscheinlich in den sogenannten neuen Bundesländern besonders deutlich zu Tage tritt. Sind entscheidende Ursachen der dortigen Entwicklung in der fehlenden Fähigkeit vieler Ostdeutscher zu suchen, sich von ihren in der DDR-Zeit entstandenen und autoritär geprägten Gewohnheiten und Verhaltensformen zu lösen und ihre daraus resultierenden Hoffnungen der Realität anzupassen? Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk hält in seinem jüngsten Buch Freiheitsschock die Erfolge und den Aufstieg von AfD und BSW für das Ergebnis einer aus enttäuschten Erwartungen geborenen gesellschaftlichen Wut. Vor dem Hintergrund der jüngsten politischen Ereignisse diskutiert er seine Thesen und Argumente mit Alexander Leistner, der an der Universität Leipzig die kollektive Prägekraft der Transformationen von 1989/90 untersucht.
    Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk ist Historiker und Publizist sowie Wissenschaftler der Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur
    Dr. Alexander Leistner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig.
    Moderation: Dr. Laura Wolters, Sozialwissenschaftlerin; Forschungsgruppe Makrogewalt sowie Forschungsgruppe Demokratie und Staatlichkeit des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    Eine Veranstaltung des HIS in Kooperation mit C. H. Beck
    1 hr 47 min
  • 16. Juli 2024. Das HIS diskutiert: Adornos Erben — Eine Geschichte aus der Bundesrepublik
    Im Oktober 1949 kehrte Theodor W. Adorno aus dem amerikanischen Exil in seine Geburtsstadt Frankfurt zurück. Die Stadt selbst lag in Trümmern, die Nazis hatten nur die Kleider gewechselt, aber die Studierenden kamen in Scharen. Bald war der Philosoph wöchentlich im Radio zu hören und zum Stichwortgeber und »Erzieher« der jungen Bundesrepublik geworden. Als Adorno 1969 starb, waren das Institut für Sozialforschung und sein Direktor bundesweit bekannt. Die Frankfurter Schule befand sich auf dem Zenit ihrer öffentlichen Wirkung. Dieser Denkraum und seine Metamorphosen zwischen Nachkrieg und Wiedervereinigung sind das Thema des Buches, zwölf Mitarbeiter Adornos seine Protagonisten. Jörg Später folgt ihren Wegen und schildert, wie sie in Wissenschaft, Politik und den neuen sozialen Bewegungen Adornos Erbe annahmen und veränderten. Über eben diese Erbauseinandersetzung spricht der Autor an diesem Abend mit Wolfgang Knöbl und Clemens Boehncke.
    Jörg Später, promovierter Historiker und freier Autor. An der Universität Freiburg ist er mit der Forschungsgruppe Zeitgeschichte assoziiert.
    Clemens Boehncke, Politikwissenschaftler und Soziologe; Hamburger Institut für Sozialforschung
    Wolfgang Knöbl, Soziologe und Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    Eine Veranstaltung in Kooperation mit Suhrkamp
    1 hr 33 min
  • 3. Juli 2024. Valentin Feneberg: Militärdienstverweigerung als Asylgrund
    Der Entzug vom Militärdienst und die Furcht vor einer daraus resultierenden Bestrafung ist für zahlreichende Menschen ein Grund, nicht in ihren Herkunftsstaat zurückzukehren. Während in Ausnahmefällen bereits der Zwang, Militärdienst leisten zu müssen, als Verletzung des Menschenrechts auf Gewissensfreiheit betrachtet wird, muss in Asylverfahren vor allem geprüft werden, wie genau Verweigerer betraft werden, unter welchen Bedingungen sie den Militärdienst ableisten müssten und ob ein Einsatz in einem völkerrechtswidrigen Krieg droht. An den Beispielen Syrien und Eritrea erläutert der Vortrag die zentralen Rechts- und Tatsachenfragen in Asylverfahren zu Militärdienstverweigerung und zeigt die Zusammenhänge zwischen der Entscheidungspraxis zu diesen Herkunftsstaaten und den Verfahren russischer Asylsuchender, die sich seit der Invasion der Ukraine dem Militärdienst durch ihre Ausreise entzogen haben.
    Valentin Feneberg, Lehrstuhl Public Policy & Recht am Institut für Politikwissenschaft der Leuphana Universität Lüneburg
    Moderation: Dr. Laura Affolter, Forschungsgruppe Rechtssoziologie des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    Reihe Im Nebel des Krieges | 40 Jahre HIS
    46 min
  • 26. Juni 2024. Monica Prasad: The Paradox of Incorporation
    A Theory of Contemporary State-Building
    Preisverleihung und Landshut Lecture
    Contemporary state-building depends on the incremental evolution of the relationship between the state and non-state groups, but recent research ignores how the interaction of state
    and non-state groups affects the evolution of both. One important reason for the durability of non-state groups is the »noncontractual elements of contract,« that is, the social factors that must be in place for political mechanisms to function. I argue that if the state ignores or merely tolerates non-state groups, non-state groups can actually be strengthened. Paradoxically, embracing non-state groups as part of the formal state can – in some circumstances – both strengthen the formal state, and weaken the non-state group, because (1) the state can borrow the legitimacy of the non-state group and use it to create conditions for economic development which weakens constituents’ material dependence on non-state groups, and (2) becoming too close to the state can undermine non-state actors‘ legitimacy. The theory is illustrated with primary research on Somaliland and secondary research on other contexts of both successful and failed hybrid governance.
    Grußwort: Senator Dr. Carsten Brosda, Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg
    Begrüßung und Laudatio: Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    1 hr 29 min
  • 25. Juni 2024. Das HIS diskutiert: Israelbezogener Antisemitismus?
    Geschichte und Gegenwart antizionistischer Proteste Ort am HIS
    Der Punkt, an dem die Kritik an konkreter israelischer Politik in Antisemitismus kippt, ist ein zentraler Streitpunkt aktueller Debatten. Dabei handelt es sich hierbei um kein neues Phänomen. Im Gegenteil sind antisemitische Debatten über den jüdischen Staat älter als der Staat selbst. Und gerade in Deutschland wurden Debatten – Links, Rechts und in der Mitte – immer wieder über diese Zusammenhänge geführt. Dabei zeigt sich allzu oft die Persistenz des »Gerüchts über die Juden« (Adorno), das sich dann in »Israel-Kritik« äußert. Über Geschichte und Gegenwart von Antizionismus und Antisemitismus, den Verbindungslinien, Gemeinsamkeiten und Differenzen, sprechen Jan Philipp Reemtsma und Meron Mendel miteinander, es moderiert Wolfang Knöbl.
    Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte Anne Frank und Professor an der Frankfurt University of Applied Sciences. 2023 erschien von ihm »Über Israel reden. Eine deutsche Debatte«.
    Jan Philipp Reemtsma, Gründer und bis März 2015 Leiter des Hamburger Instituts für Sozialforschung. 2024 schrieb er das Nachwort zur Neuausgabe von Adornos »Zur Bekämpfung des Antisemitismus heute«.
    Moderation: Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Bildungsstätte Anne Frank und unserem Verlag Hamburger Edition.
    1 hr 42 min
  • 12. Juni 2024. Das HIS diskutiert: Kapitalismus, Naturvernutzung und globale Asymmetrie
    — eine (zeit-)historische Perspektive
    In der aktuellen sozialwissenschaftlichen Diskussion spielt die meist auf den Klimawandel verkürzte Naturvernutzung eine zentrale Rolle (zuletzt: Beckert 2024; Blühdorn 2024). Dabei wird dem Kapitalismus eine recht unterschiedliche Bedeutung sowohl als Verursacher etwa der Erderwärmung als auch als Blockierer angemessener Problemlösungen zugewiesen. Von globaler Asymmetrie ist dagegen so gut wie nie die Rede. Der Vortrag zeigt auf, zu welchen Verkürzungen es führt, wenn man dergestalt im Horizont westlicher Industriestaaten verharrt und überdies von grundlegenden historischen Wandlungsprozessen absieht. Für letztere stütze ich mich auf meine im Vorjahr unter dem Titel Der Preis der Welt erschienene Globalgeschichte des Kapitalismus, greife anders als in diesem Buch aber nicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, sondern konzentriere mich auf Zeiten, für die ältere Zuhörerinnen und Zuhörer Zeitgenossenschaft beanspruchen können.
    Prof. Dr. Friedrich Lenger, Historiker; Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Gießen
    Sighard Neckel, Soziologe; Professur für Gesellschaftsanalyse und sozialen Wandel an der Universität Hamburg, Mitglied der DFG-Kolleg- Forschungsgruppe »Zukünfte der Nachhaltigkeit«
    Prof. Dr. Wolfgang Knöbl, Soziologe; Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    Eine Veranstaltung des HIS in Kooperation mit der Universität Hamburg
    Zu Beginn der Aufzeichnung kam es in den ersten Minuten zu Tonproblemen, die sich leider in der Nachbearbeitung nicht zu 100% beheben ließen. Wir bitten Sie, dies zu entschuldigen.
    1 hr 38 min
  • 27. Mai 2024. Streit.Bar: Kapitalismus: Risiken und Nebenwirkungen einer Wirtschaftsform
    STREIT.BAR im Nachtasyl des Thalia Theaters | Es diskutieren Thomas Großbölting, Wolfgang Knöbl und Hilal Sezgin
    Streit.Bar will eingreifen – in die städtische Öffentlichkeit, den politischen Diskurs, die gesellschaftliche Debatte darüber, was das Neue an den derzeitigen Problemen ist und wie es weitergehen soll.
    Die positiven wie negativen Effekte kapitalistischen Wirtschaftens sind ein altes, aber immer wieder neu aufgeworfenes und damit aktuelles Thema. Gerade in letzter Zeit wird besonders deutlich, dass der Problemstau in (nicht nur) westlichen Gesellschaften (von der Klimakrise bis hin zur Steuerung von Migrationsprozessen) zutiefst mit dieser Wirtschaftsform zusammenhängt, so dass auch die Frage der Möglichkeit alternativen Wirtschaftens immer stärker in den Mittelpunkt rückt.
    Darüber wollen wir in der nächsten Streit.Bar diskutieren – und zwar in folgender Besetzung: Thomas Großbölting (Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg), Wolfgang Knöbl (Hamburger Institut für Sozialforschung) und Hilal Sezgin (Freie Journalistin und Buchautorin).
    Die Bücher:
    Jens Beckert, Verkaufte Zukunft. Warum der Kampf gegen den Klimawandel zu scheitern droht (Suhrkamp)
    Ingrid Robeyns, Limitarismus. Warum Reichtum begrenzt werden muss (S. Fischer)
    Alyson K. Spurgas/ Zoë C. Meleo-Erwin, Dekolonisiert Selfcare (Edition Nautilus)
    Ulrich Peltzer, Der Ernst des Lebens (S. Fischer)
    Streit.Bar – Bücher der Gegenwart
    ist eine Veranstaltung des Thalia Theaters und des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    2 hr 10 min
  • 3. Juni 2024. Bücher am HIS. Café Marx
    »Café Marx«: So nannten Freunde wie Feinde das Institut für Sozialforschung flapsig. Und tatsächlich liegen die Anfänge der Kritischen Theorie und der Frankfurter Schule in einer Auseinandersetzung mit dem Marxismus. Philipp Lenhard erzählt auf einer breiten Quellengrundlage die Geschichte der Personen, Netzwerke, Ideen und Orte, die das Institut geprägt haben und ihrerseits von ihm geformt wurden. So wird anschaulich greifbar, warum die Frankfurter Schule wie keine zweite die großen intellektuellen Debatten des 20. Jahrhunderts bestimmt hat. Über das Verhältnis von Institutsgeschichte und historischem Augenblick spricht der Autor an diesem Abend mit Clemens Boehncke.
    Philipp Lenhard, University of California, Berkeley
    Clemens Boehncke, Hamburger Institut für Sozialforschung
    Eine Kooperation mit C. H. Beck
    1 hr 30 min
  • 7. Mai 2024. Valeria Lazarenko: Researching War from Inside War: Experiences of Ukrainian scholars
    Russia’s ongoing war against Ukraine poses significant challenges for researchers from diverse academic traditions. On one hand, the unfolding events require immediate consideration and conceptualisation. On the other, the conflict poses significant ethical and methodological difficulties due to its sensitivity and the positionality of researchers interested in studying it. Nevertheless, producing up-to-date knowledge
    about the conflict is critical for keeping the world informed, deliberating possible war outcomes, and rebuilding Ukraine. In this talk, I will reflect on my experience of conducting research in an about Ukraine since 24 February 2022, and present the critical reflections on ethical production and dissemination of authoritative knowledge about the war. Being an ›insider‹ in my positionality, I will also highlight the need to tackle epistemic
    inequalities and Western-dominated orderings in knowledge production, and the value of elevating ethics above research outputs to protect our participants, ourselves, and larger communities.
    Dr. Valeria Lazarenko, Wissenschaftlerin am Georg-Simmel Center for Urban Studies
    Moderation: Dr. Lodewijk Van Dycke, Jurist; Forschungsgruppe Rechtssoziologie
    Eine Veranstaltung der Reihe "Im Nebel des Krieges" | 40 Jahre HIS
    1 hr 18 min
  • 30. April 2024. Bücher am HIS. Lokalgeschichte und »Asylkrise«
    In seinem Buch Blumen und Brandsätze. Eine deutsche Geschichte, 1989–2023 schreibt Klaus Neumann über den Umgang mit Asylsuchenden, DDR-Übersiedler*innen, Aussiedler*innen, Bürgerkriegsflüchtlingen und anderen Menschen, »die wir nicht gerufen haben«. Seine Geschichte arbeitet mit Geschichten aus dem Hamburger Westen und dem Südosten Sachsens. Sie thematisieren Auseinandersetzungen um die Unterbringung von Schutzsuchenden, west- und ostdeutsche Fremd- und Eigenwahrnehmungen, Rassismus und rechte Gewalt sowie demokratische Teilhabe.
    In Neumanns Vortrag und im anschließenden Gespräch mit Knud Andresen geht es unter anderem um Handlungsspielräume und Handelnde auf der lokalen Ebene sowie die Rolle und das Potenzial von Lokalgeschichte.
    Klaus Neumann, Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur / Deakin University
    Knud Andresen, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
    Begrüßung: Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung
    Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und unserem Verlag Hamburger Edition
    1 hr 32 min

About HIS Mediathek

From the publisher's feed

Podcast by Hamburger Institut für Sozialforschung

More shows like HIS Mediathek

WDR Zeitzeichen by WDR

WDR Zeitzeichen

75 Listeners

Geschichten aus der Geschichte by Richard Hemmer und Daniel Meßner

Geschichten aus der Geschichte

181 Listeners

Lage der Nation - der Politik-Podcast aus Berlin by Philip Banse & Ulf Buermeyer

Lage der Nation - der Politik-Podcast aus Berlin

220 Listeners

Hörsaal - Deutschlandfunk Nova by Deutschlandfunk Nova

Hörsaal - Deutschlandfunk Nova

28 Listeners

WDR 5 Das philosophische Radio by WDR 5

WDR 5 Das philosophische Radio

31 Listeners

Essay und Diskurs by Deutschlandfunk

Essay und Diskurs

20 Listeners

Wohlstand für Alle by Ole Nymoen, Wolfgang M. Schmitt

Wohlstand für Alle

19 Listeners

Zwischenrufe by ZEIT STIFTUNG BUCERIUS

Zwischenrufe

0 Listeners

tl;dr by Alex Demirović

tl;dr

3 Listeners

Lanz + Precht by ZDF, Markus Lanz & Richard David Precht

Lanz + Precht

317 Listeners

Ones and Tooze by Foreign  Policy

Ones and Tooze

357 Listeners

Die Filmanalyse by Wolfgang M. Schmitt

Die Filmanalyse

3 Listeners

Was bisher geschah - Geschichtspodcast by Joachim Telgenbüscher, Nils Minkmar

Was bisher geschah - Geschichtspodcast

54 Listeners

Armutszeugnis by Eva Völpel, Sabine Nuss

Armutszeugnis

0 Listeners