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Grauenhafte «Gräuelscenen» erschütterten 1823 die Schweiz. Es wurden zwei Frauen ums Leben gebracht – aber in diesem speziellen Fall war nichts, wie es schien.
Quelle: Meyer, Johann Ludwig. Schwärmerische Gräuelscenen. Kreuzigungsgeschichte einer religiösen Schwärmerinn in Wildenspuch Cantons Zürich. Zürich, 1824.
Literatur (Auswahl):
Brunner, Katrin. Viel Blut fliesst im Namen Gottes. Blog vom Schweizer Nationalmuseum.
Ledebur, M. von. Wie in einem kleinen Zürcher Dorf eine Teufelsaustreibung grauenvoll endete. In: NZZ, 18.3.2023.
Schneebeli, Jan. «Die Greuel von Wildensbuch» im Jahr 1823. In: Zürcher Taschenbuch, 2019.
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Milch, Brot und Käse im Kaffee? Aber natürlich. Wir hoffen, dass es sich dabei nicht um einen «Aktenkaffee» handelt!
Begriffe und Zubereitungsarten von Kaffee vom 19. bis ins 21. Jahrhundert: das wird heute besprochen. Ebenso die schweizerischen «Kaffeesieder» im europäischen Ausland und die Erfindung vom Nescafé.
Quelle: Lehmann, Dr. Belehrung über das Verhalten beim Ausbruch der Cholera. Bern, 1849.
Literatur (Auswahl):
Fournier, Gernot. Graubündner in Graz. In: Bündner Monatsblatt, 1993.
Heim, Gabriel. Blitzkaffee ohne Kanne. Blog des Nationalmuseums.
Holenstein, André, u.a. Schweizer Migrationsgeschichte. Baden, 2018.
Pieth, F. Die Bündner Kaffeesieder u. Konditoren in Triest. Bündnerisches Monatsblatt, 1940.
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Bis in die Mitte des 20. Jhs war Kaffee für die arme Fabrikarbeiterschaft nicht erschwinglich. Trotzdem gehörte er dem Namen nach zum Alltag – allerdings handelte es sich dabei fast ausschliesslich um «Ersatzkaffee», häufig aus Zichorien gewonnen.
Quelle: Schuler, Fridolin. Die Ernährungsweise der arbeitenden Klassen in der Schweiz und ihr Einfluss auf die Ausbreitung des Alkoholismus. Bern, 1884.
Literatur (Auswahl):
Neuhäuser, Erika. Der Kaffee : kleineKulturgeschichte unseres täglichen Genussmittels. In Zürcher Illustrierte, 1939.
Ruh, Max. Die Schweizerische Cichorien-Kaffee-Fabrik in Hemishofen. In: Schaffhauser Beiträge zur vaterländischen Geschichte, 1970.
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Seit 1618 ist Kaffee in der Schweiz bekannt. Er eroberte sich danach stetig eine Anhängerschaft, auch wenn die Obrigkeiten ihn zunächst bekämpften. Vor allem die Epoche der Aufklärung verhalft dem Getränk dann zu einem absolut positiven Image: ein wacher Geist denkt klare Gedanken!
Quelle (Auswahl):
Die Kunst, aus jeder Kaffeesorte einen gutenKafee zu bereiten. In: Appenzeller Kalender, 1862.
Literatur (Auswahl):
Lüscher, M. Heimelige Kaffeevisiten um die Jahrhundertwende. In: Aarburger Haushalt-Schreibmappe, 1965.
Neuhäuser, Erika. Der Kaffee : kleine Kulturgeschichte unseres täglichen Genussmittels. In: Zürcher Illustrierte, 1939.
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Hermann Müller erschuf eine neue Traubensorte, um den klimatischen Veränderungen der Zeit zu begegnen. Seinen «Riesling-Silvaner» kennt man als «Müller-Thurgau», und der Weisswein schmeckt allen.
* * * Wer mehr über Hermann Müller und seine Traubensorte erfahren will, der kann bisEnde Oktober die Ausstellung des Weinbaumuseums in der Au, bei Wädenswil,besuchen.
Literatur (Auswahl):
Anonym. Nachruf. In: Verhandlungen der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft,1927.
Brugger, Hans: Die schweizerische Landwirtschaft 1850 bis 1914. Zürich 1978.
Fritzsche, Robert. Hermann Müller-Thurgau. In: Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik, 1974.
Hartmann, A. Süssmost als Volksgetränk. In: Der Fourier, 1945.
Hornung, René. Bildung und Forschung : alles begann mit dem Weinbaupionier. In: Hochparterre, 2010.
Schmid, Gustav. Hermann Müller-Thurgau. In: Thurgauer Jahrbuch, 1980.
Straumann, Lukas: Nützliche Schädlinge. Angewandte Entomologie, chemische Industrie und Landwirtschaftspolitik in der Schweiz. Zürich, 2005.
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Der Engländer Thomas Coryate wanderte 1608 einmal quer durch die Schweiz und berichtete darüber, was ihm auffiel und faszinierte. Seine Zeugnisse geben uns Einblick in die Schweiz damals: so wissen wir nun mehr über Duvets, Bünderfleisch und Frauenfrisuren.
Quelle:
Coryat's Crudities, hastily gobled up in five moneths travells in France, Savoy, Italy, Rhetia commonly called the Grisons country, Helvetia alias Switzerland, some parts of high Germany and the Netherlands; newly digested in the hungry aire of Odcombe in the county of Somerset, and now dispersed to the nourishment of the travelling members of this kingdome, by Thomas Coryat. (1611)
Literatur (Auswahl):
Jacquot, Jean. Le voyage de Thomas Coryat. In: Schweizerische Zeitschrift für Geschichte, 1951, 2.
Parr, Anthony. Thomas Coryat and the Discovery of Europe. In: Huntington Library Quarterly, 1992, 4.
Rindlisbacher Thomi, Sarah. Eine Reise durch die Schweiz im Jahr 1608. Blog des Schweizer Nationalmuseums.
Yule, Marianne. Untold lives blog: Mr. Coryate’s shoes.
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Der Podcast zeigt anhand der Statistiken, wer hier zuhört und wendet sich dann einigen Ereignissen vor einhundert Jahren zu.
Text des Genfer Protokolls: https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/48/375_387_405/de
Literatur (Auswahl):
Bolliger, Christian. Eine solide Mehrheit legt den Grundstein für die AHV. In: Linder, W. Handbuch der eidgenössischen Volksabstimmungen. Bern, 2007.
E.F. Die Schweiz im Jahre 1925. In: St. Galler Schreibmappe für das Jahr 1926. St.Gallen, 1926.
Schimmeck, Tom. Autoverbot in Graubünden. In: Kalenderblatt, Deutschlandfunk 21.6.2025.
Rey, Claudia. Zwei afrikanische Schausteller sterben in einem Menschenzoo. In. NZZ, 31.7.2025.
www.geschichtedersozialensicherheit.ch
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Der Nationalfeiertag der Schweiz ist jüngeren Datums, als man vielleicht vermuten würde. Ob Rütliwiese und Bundesbrief zusammengehören, wird in der Episode geklärt; ebenso, warum es schliesslich die Berner waren, die eine Feier für den Geburtstag der Schweiz durchsetzten.
Quelle:Schweizer Monatshefte, August 1951.
Literatur (Auswahl):
Kläger, A. Der Begründer der 1.-August-Feier Rudolf Münger. In: Appenzeller Kalender, 1987.
Kreis, Georg. Der zweite Gründungsmythos der Eidgenossenschaft: zur Entstehung des Nationalfeiertages von 1891. In: Mitteilungen des historischen Vereins des Kantons Schwyz, 1990, 82.
Messmer, Kurt. Der Nationalfeiertag: unveränderbar im Kalender, veränderbar im Kopf. Blog des Nationalmuseums.
Ders. 1291 – frische Fakten, frohe Feste. Ebd.
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Worüber schrieben die Schweizer Zeitungen vor dutzenden von Jahren? Würden wir die Themen als absurd, unverständlich – oder eventuell als wiedererkennbar empfinden?Wir beginnen mit dem «Berner Volksfreund» 1831 und hören im «Bieler Tagblatt» von 1981 auf.
Quellen:Berner Volksfreund, 3.7.1831
Murtenbieter, 5.7. 1854
Entlebucher Anzeiger, 2.7.1879
Nidwaldner Volksblatt, 5.7.1890
Engadiner Post 4.7.1901
Arbeiter Post, 19.7.1913
Oberegger Anzeiger, 3.7.1925
Bote vom Untersee und Rhein, 3.7.1931
Die Tat, 4.7.1948
Wir Brückenbauer, 4.7.1952
Neue Zürcher Nachrichten, 4.7.1968
Bieler Tagblatt, 4.7.1981
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Das waren noch Zeiten, als man mit seinem Koffer einfach übers Rollfeld bummelte und in ein Flugzeug einstieg – ohne Billett oder Reservierung!
Je mehr Menschen sich ab den 1950er/60er Jahren das Fliegen leisten konnten, umso billiger, aber auch zeitraubender wurde dieses Reisen. Vor allem an den Flughäfen vertrödelten Reisende zunehmend Zeit; dazu kam dass Terroristen ab den 1970er Jahren dieses Reisemittel als wirksames Angriffsziel erkannten… Über den Wolken einen Campari Soda zu schlüfren, das Gefühl von Reisesehnsucht scheint heute eher weit weg zu liegen.
Literatur (Auswahl): Meyer, Benedikt. Schweizer Flugreisende und ihre Erlebnisse. In: Schweizerisches Jahrbuch für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, 2015.
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