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In Ministerien und Bundesbehörden sind Hintergrundgespräche mit ausgewählten Medien Usus. Der "Tagesspiegel"-Journalist Jost Müller-Neuhof sieht das kritisch, weil weder transparent ist, wer eingeladen wird, noch, worüber genau gesprochen wird – obwohl das, was besprochen wird, oft nicht wirklich vertraulich ist. Im Gegenteil, erklärt Müller-Neuhof im Übermedien-Podcast:
"Wir wissen alle, dass diese vertraulichen Gespräche auch darauf angelegt sind, dass die Öffentlichkeit hintenrum doch irgendwie informiert werden soll. Es soll nur nicht so aussehen, als sei es die Bundesregierung oder ein Vertreter der Bundesregierung oder irgendein anderer behördlicher Akteur aus einer Regierungsstelle, der diese Informationen verteilt. Es soll so aussehen, als sei das ein Recherche-Ergebnis von Journalistinnen und Journalisten."
Dieses "Geschäft" helfe beiden Seiten, so Müller-Neuhof: Journalisten könnten sagen, sie hätten etwas enthüllt oder als erste berichtet. Und die Politik nutze die Glaubwürdigkeit der Journalisten, um gezielt Information in die Öffentlichkeit zu bringen, ohne selbst als Urheber zu erscheinen.
Werden Journalisten hier instrumentalisiert? Was ist über die Hintergrundgespräche überhaupt bekannt? Wer ist dabei? Und welche Rolle spielt eigentlich Kanzerlamtschef Wolfgang Schmidt, der laut Bericht des "Tagesspiegels" seit kurzem nicht mehr zu solchen Runden einlädt?
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By Übermedien1
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In Ministerien und Bundesbehörden sind Hintergrundgespräche mit ausgewählten Medien Usus. Der "Tagesspiegel"-Journalist Jost Müller-Neuhof sieht das kritisch, weil weder transparent ist, wer eingeladen wird, noch, worüber genau gesprochen wird – obwohl das, was besprochen wird, oft nicht wirklich vertraulich ist. Im Gegenteil, erklärt Müller-Neuhof im Übermedien-Podcast:
"Wir wissen alle, dass diese vertraulichen Gespräche auch darauf angelegt sind, dass die Öffentlichkeit hintenrum doch irgendwie informiert werden soll. Es soll nur nicht so aussehen, als sei es die Bundesregierung oder ein Vertreter der Bundesregierung oder irgendein anderer behördlicher Akteur aus einer Regierungsstelle, der diese Informationen verteilt. Es soll so aussehen, als sei das ein Recherche-Ergebnis von Journalistinnen und Journalisten."
Dieses "Geschäft" helfe beiden Seiten, so Müller-Neuhof: Journalisten könnten sagen, sie hätten etwas enthüllt oder als erste berichtet. Und die Politik nutze die Glaubwürdigkeit der Journalisten, um gezielt Information in die Öffentlichkeit zu bringen, ohne selbst als Urheber zu erscheinen.
Werden Journalisten hier instrumentalisiert? Was ist über die Hintergrundgespräche überhaupt bekannt? Wer ist dabei? Und welche Rolle spielt eigentlich Kanzerlamtschef Wolfgang Schmidt, der laut Bericht des "Tagesspiegels" seit kurzem nicht mehr zu solchen Runden einlädt?
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