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Seit Jahrtausenden erzählen Mystiker:innen davon: von der unmittelbaren Erfahrung Gottes, von der radikalen Verbundenheit, die keine Trennung kennt. Ob bei den Wüstenvätern und -müttern, den Sufis, im Advaita Vedanta oder in der Yogatradition – die Wege sind vielfältig, oft aber auch verschlossen.
Doch was, wenn Erleuchtung kein exklusiver Club ist, sondern eine super demokratische Einladung? Weniger eine Leiter, die mühsam erklommen werden will, sondern ein Labyrinth, das allen offensteht? Holy Embodied, das ist in der heutigen Folge der Pfarrer Patrick Schwarzenbach im Gespräch mit mir, Leela Sutter. Ich bin Theologin, Journalistin und begleite heute hauptsächlich Menschen energetisch, mit langer Erfahrung als Yogalehrerin.
Gemeinsam räumen wir auf mit dem Mythos der unerreichbaren Erleuchtung – und fragen: Was bedeutet Erwachen heute wirklich?
Holy Embodied
Anja Käthner ist eine jener Lebenskünstlerinnen, denen ich im Tessin häufig begegne – und zu denen ich mich selbst wohl auch zählen würde. Sie bezeichnet sich als «Ricercatrice», also als Forscherin alten Wissens, und arbeitet vor allem mit Frauen. Genauer gesagt: mit ihren weiblichen Geschlechtsorganen.
Warum Gebärmutter, Eierstöcke und Vulva in eine verkörperte Spiritualität eingebunden werden möchten – das erfahrt ihr in dieser Folge.
Ein Gespräch über #Sisterhood, energetische Yoni-Reinigung, Menstruation als Spiegel des Wohlbefindens (oder ebe nöd) – und darüber, was es heisst, dem weiblichen Körper wirklich zuzuhören.
Holy Embodied
Wer bin ich – wirklich? Und was davon ist bloss Konditionierung?
Leela und Patrick teilen persönliche Erfahrungen, erzählen von ihren “Aha”-Momenten – und lachen immer mal wieder herzlich über ihr eigenes Irren.
Was heisst eigentlich «Ich bin halt so» – und können wir das überhaupt so stehen lassen? Oder lädt genau dieser Satz dazu ein, genauer hinzuspüren?
Holy Embodied
Mirjam Haymann ist tief im jüdischen Glauben verwurzelt und gleichzeitig seit über 15 Jahren auf dem Yogaweg. Wie lässt sich das verbinden? Muss man überhaupt? Was bedeutet es, wenn sowohl Yoga als auch Judentum stark auf Form und Struktur setzen – während viele spirituelle Strömungen heute eher auf Gefühl, Flow und Intuition setzen?
Es geht um frühe Angststörungen, um das Verkopftsein, um den Körper als Ort der Heilung. Um Disziplin als Tür zur Erfahrung. Und um spirituelles Erleben, das langsam wächst – im eigenen Tempo. Mirjam sagt Dinge wie: “Einfach machen, das Erleben kommt dann schon.” oder “Wenn das Yoga nicht anstrengend ist, dreht mein Kopf einfach weiter.” Klar, dass ich da nachfragen muss, nöd?
Holy Embodied
Sowohl Patrick Schwarzenbach – Pfarrer an der Offenen Kirche Sankt Jakob in Zürich und Coach – als auch ich, Leela Sutter, Journalistin, Yogalehrerin und Theologin kennen das: Unser jahrelanges Üben hat uns ganz schön hypersensibel gemacht. Obwohl, vielleicht stimmt die Formulierung so nicht ganz, es ist ja eher ein «Abstreifen von überflüssigen Filtern», das in einer verkörperten Spiritualität geschieht. Und zu Beginn der Reise wünscht man sich vielleicht auch eine höhere Durchlässigkeit – versucht, die sogar zu trainieren oder zu fördern durch verschiedene Praktiken. Doch wenn die Sensibilität dann da ist, erschrecken manche über die Konsequenzen im Alltag. Heute sprechen Patrick und ich darüber, wie wir mit der Herausforderung umgehen, sehr viel wahrzunehmen, in welche Fallen wir dabei getappt sind und wie wir die schlussamänd wieder überwinden konnten.
Holy Embodied
**Muss ich als spiritueller Mensch auf Social Media verzichten? **
Ist es reine Zeitverschwendung – oder steckt vielleicht sogar Inspiration in Reels und Feeds? Leela Sutter spricht mit ihren RefLab-Kolleginnen Evelyne Baumberger (Podcast: Unter freiem Himmel) und Janna Horstmann (Podcast: I Feel You) über den digitalen Alltag als spirituell praktizierende Menschen.
Alle drei sind Theologinnen – und sie teilen ihre ganz persönlichen Strategien im Umgang mit Instagram & Co: Warum sie manchmal die App löschen, wie sie Grenzen setzen und ob Social Media auch ein Ort für echte Tiefe sein kann.
Und verrat uns: Wie gehst du mit Social Media in deinem spirituellen Leben um?
In der Episode erwähnte Ressourcen, Menschen und Bücher:
Holy EmbodiedSehr betonter Text
Sterben macht Angst. Abschied schmerzt. Und doch: Inmitten all dessen steckt manchmal mehr – eine Erfahrung von Sinn, von Übergang, von bleibender Nähe. Was bedeutet ein guter Tod? Und was können wir aus dem Kreuzgeschehen lernen – für den Umgang mit unserer eigenen Endlichkeit und der unserer Liebsten?
Patrick und ich sprechen offen über persönliche Abschiede und wie uns die Ostergeschichte hilft, dem Tod etwas entgegenzusetzen.
Holy Embodied
Ihr neustes Projekt heisst «Totätanz» und ist eine Aufforderung zur Auseinandersetzung mit dem Tod – «der ist nämli einfach Teil des Lebens», sagt die Jodlerin Simone Felber. Warum Jodeln per se eine existentielle Angelegenheit ist und Trauernde nicht Aussätzige – hört ihr in dieser Folge.
Es gibt wahrscheinlich wenige, die beim Erklingen der simplen Harmonien eines Naturjodels gleichgültig bleiben. Als ich das zum ersten Mal hörte, gingen mir die Klänge direttissimo ins Herz und ich weinte wie ein Schlosshund. Obwohl ich rein gar nichts mit Volksmusik oder Jodeln am Hut hatte. Simone Felber beobachtet Ähnliches an ihren Konzerten – und hat «eine Spur einer Ahnung», warum das so ist. Unser Gespräch dreht sich darum, wie sich Singen oder eben Jodeln im Körper anfühlt, warum sie dabei immer wieder von Neuem loszulassen lernt und um ihr neustes Projekt «Totätanz».
Die in der Sendung verwendete Musik ist ab dem Album «Totätanz» von Simone Felbers Band iheimisch (iheimisch sind: Simone Felber - Stimme, Polina Niederhauser - Cello, Adrian Würsch - Schwyzerörgeli, Rafael Jerjen – Kontrabass). Wer sie live hören möchte, findet hier mehr Infos zur Tour.
Holy Embodied
Ein minimalistisches Leben, simpel und reduziert auf allen Ebenen schafft den Grund für ein Leben in Freiheit – stimmt das? Müssen wir verzichten, um frei zu sein? Überlegungen zur Fastenzeit.
Patrick wäre gern Minimalist, fällt aber immer wieder in die Konsumfalle. Auch ich finde die Idee von «wenig haben» grossartig – möchte aber gleichzeitig doch gerne die Stirnlampe und die Spikes zum Wandern haben. Opfern wir ein Stück Freiheit, damit wir uns diese Dinge kaufen können? Oder machen uns die Dinge selbst unfrei?
Zur Fastenzeit nehmen wir uns die Frage vor, ob Freiheit denn Verzicht voraussetzt, welche Dinge wir bewusst weglassen und ob der Ruhestand mit 40 wirklich erstrebenswert wäre.
Holy Embodied
«Holy Embodied»: Schon im Titel unseres Podcasts steht er, dieser etwas sperrige Begriff. Embodiment, auf Deutsch Verkörperung. Was will das heissen? Welche Vorteile bringt es, aus dem Kopf in den Körper zu kommen? Und warum ist es so schwierig? Leela hat gerade das erste von insgesamt vier LIVE «Holy Embodied»-Wochenenden unterrichtet – und einmal mehr gemerkt, dass das im Körper sein alles andere als selbstverständlich ist.
Hier findet ihr die in der Folge erwähnten weiteren Ressourcen zum Thema:
Holy Embodied
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