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Lesung und Gespräch. "In ihrer Literatur bin ich anders gemeint", sagt die Filmemacherin Regina Schilling über das Werk der österreichischen Schriftstellerin. Zum 100. Geburtstag die bekannteste Erzählung von Ingeborg Bachmann.
„Wenn einer in sein dreißigstes Jahr geht, wird man nicht aufhören, ihn jung zu nennen.“ Der Auftakt einer der berühmtesten Erzählungen von Ingeborg Bachmann, Titelgeschichte ihres Prosa-Debüts aus dem Jahr 1961. Sie handelt von einer Zäsur im Leben und einem Mann, der – eben im dreißigsten Jahr – bemerkt: Alles wird anders. „Eigentlich schreibt sie über sich“, bemerkt die Filmemacherin Regina Schilling im Gespräch mit dem Podcast „Buchgefühl“, in der Ausgabe zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann am 25. Juni 2026. Die Erzählung trägt viele autobiographische Züge.
„Ihre Prosatexte sind radikal und explizit auf Geschlechterungleichheit eingegangen“, sagt Regina Schilling. Und: „In ihrer Prosa ist sie selbst bis an die Grenzen gegangen.“ Die Regisseurin erzählt im Gespräch auch über ihren Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann. Jemand der einmal ich war“, gerade in den Kinos gekommen. Die Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert darin – in einer fiktiven Ebene – Ingeborg Bachmann. „Da unser Blick relativ ähnlich ist, war das leicht. Und ein wichtiger Aspekt ist: Ingeborg Bachmann soll im Film nicht als Opfer dargestellt werden.
Gast: Regina Schilling, Filmemacherin und seit der Jugend von Ingeborg Bachmanns Literatur so sehr begeistert. Ihr Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann. Jemand, der einmal ich war“ erzählt auf sehr besondere, berührende Weise die Lebensgeschichte der Schriftstellerin, ausgehend von einem Tag in den frühen 70er Jahren in Rom. Beeindruckend!
Host: Niels Beintker, entdeckte Ingeborg Bachmanns Werk vor vielen Jahren in einem Hörspiel-Seminar, mit „Der gute Gott von Manhattan“.
Sprecherin: Irina Wanka, Schauspielerin und Sprecherin, auch für den Literatur-Podcast „Buchgefühl“.
Buch: Ingeborg Bachmann, Das dreißigste Jahr, Piper-Verlag.
Hörtipp: Musik spielte für Ingeborg Bachmann eine wichtige Rolle. Der SWR Podcast „Das Wissen“ mit Christoph Drösser widmet sich in der Folge „Musikgeschmack – Warum wir uns für Schlager, Metal oder Klassik begeistern“ den frühen Prägungen unserer Musikleidenschaften. https://1.ard.de/das-wissen-musikgeschmack?buchgefuehl=5
By Bayerischer Rundfunk4.5
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Lesung und Gespräch. "In ihrer Literatur bin ich anders gemeint", sagt die Filmemacherin Regina Schilling über das Werk der österreichischen Schriftstellerin. Zum 100. Geburtstag die bekannteste Erzählung von Ingeborg Bachmann.
„Wenn einer in sein dreißigstes Jahr geht, wird man nicht aufhören, ihn jung zu nennen.“ Der Auftakt einer der berühmtesten Erzählungen von Ingeborg Bachmann, Titelgeschichte ihres Prosa-Debüts aus dem Jahr 1961. Sie handelt von einer Zäsur im Leben und einem Mann, der – eben im dreißigsten Jahr – bemerkt: Alles wird anders. „Eigentlich schreibt sie über sich“, bemerkt die Filmemacherin Regina Schilling im Gespräch mit dem Podcast „Buchgefühl“, in der Ausgabe zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann am 25. Juni 2026. Die Erzählung trägt viele autobiographische Züge.
„Ihre Prosatexte sind radikal und explizit auf Geschlechterungleichheit eingegangen“, sagt Regina Schilling. Und: „In ihrer Prosa ist sie selbst bis an die Grenzen gegangen.“ Die Regisseurin erzählt im Gespräch auch über ihren Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann. Jemand der einmal ich war“, gerade in den Kinos gekommen. Die Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert darin – in einer fiktiven Ebene – Ingeborg Bachmann. „Da unser Blick relativ ähnlich ist, war das leicht. Und ein wichtiger Aspekt ist: Ingeborg Bachmann soll im Film nicht als Opfer dargestellt werden.
Gast: Regina Schilling, Filmemacherin und seit der Jugend von Ingeborg Bachmanns Literatur so sehr begeistert. Ihr Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann. Jemand, der einmal ich war“ erzählt auf sehr besondere, berührende Weise die Lebensgeschichte der Schriftstellerin, ausgehend von einem Tag in den frühen 70er Jahren in Rom. Beeindruckend!
Host: Niels Beintker, entdeckte Ingeborg Bachmanns Werk vor vielen Jahren in einem Hörspiel-Seminar, mit „Der gute Gott von Manhattan“.
Sprecherin: Irina Wanka, Schauspielerin und Sprecherin, auch für den Literatur-Podcast „Buchgefühl“.
Buch: Ingeborg Bachmann, Das dreißigste Jahr, Piper-Verlag.
Hörtipp: Musik spielte für Ingeborg Bachmann eine wichtige Rolle. Der SWR Podcast „Das Wissen“ mit Christoph Drösser widmet sich in der Folge „Musikgeschmack – Warum wir uns für Schlager, Metal oder Klassik begeistern“ den frühen Prägungen unserer Musikleidenschaften. https://1.ard.de/das-wissen-musikgeschmack?buchgefuehl=5

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