Mietstundung klingt nach schneller Hilfe. Die Tilgung auszusetzen auch. Doch beides kann dich teuer zu stehen kommen, wenn du es falsch angehst. Hier ist mein Blick nach den ersten zehn Tagen Corona.
Hinweis: Die Folge entstand in den ersten Wochen der Corona-Pandemie. Zahlen und Regeln von damals gelten heute nicht mehr, die Denkweise schon.
Deine Optionen im Überblick
- Stunden statt erlassen oder kürzen: Bei der Stundung schiebst du nur die Fälligkeit nach hinten. Dein Anspruch bleibt, gern mit Ratenplan.
- Betriebskosten nie antasten: Versicherung, Müllabfuhr, Treppenhausreinigung und Allgemeinstrom zahlst du als Eigentümer ja trotzdem.
- Erst Hilfen, dann Vermieter: Gewerbemieter sollten zuerst Kurzarbeit und staatliche Hilfsprogramme nutzen. Der Vermieter kommt am Ende der Kette.
- Tilgung aussetzen nur im Notfall: Die Bank sieht dich danach als Risiko. Das kann dir bei der nächsten Finanzierung schaden.
- Zusagen sind nicht sicher: In einem Fall kürzte die Bank ihre Zusage nachträglich von 90 auf 80 Prozent des Kaufpreises.
Was dich teuer zu stehen kommt
In unsicheren Zeiten verlangen Banken mehr Eigenkapital. Wer ohne Rücklagen investiert, bricht sich im Ernstfall das Genick.
Ausblick von damals
Wohnraum bleibt gefragt. Durch das Homeoffice suchen manche sogar größere Wohnungen mit Arbeitszimmer. Gewerbe hat es deutlich schwerer.
Für wen
Für dich, wenn du vermietest, finanziert hast und bei Zahlungsproblemen ruhig entscheiden willst.
Fazit
Stunde, statt zu verschenken. Lass die Tilgung in Ruhe, solange es irgendwie geht. Und halte immer genug Reserve bereit.
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