1926 veröffentlicht die US-Vogue eine Skizze von Coco Chanel: Das "Kleine Schwarze" sprengt modische Regeln, wird zum Symbol der Selbstbestimmung und gilt bis heute als Klassiker.
In diesem Zeitzeichen erzählt Steffi Tenhaven:
- warum Coco Chanels Entwurf von 1926 für die Leserinnen der "Vogue" ein kleiner Skandal ist,
- wieso ein schlichtes schwarzes Kleid Frauen plötzlich mehr Freiheit und Beweglichkeit verschafft,
- wie Audrey Hepburn, Prinzessin Diana und Millionen Frauen das "Little Black Dress" zur Stil-Ikone machen.
Es ist nur eine schlichte Zeichnung in der "Vogue" von 1926: ein schmales schwarzes Kleid aus leichter Seide, gerade geschnitten. Doch Coco Chanels Entwurf verändert die Modegeschichte. Nachdem Frauen lange in enge Korsetts gezwängt wurden, schenkt das Kleine Schwarze Bewegungsfreiheit und ein neues Selbstbewusstsein.
Schwarz, bis dahin vor allem Farbe der Trauer, wird plötzlich modern und elegant. Ob in den Goldenen Zwanzigern, bei Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany" oder als legendäres "Revenge Dress" von Lady Diana: Das Kleine Schwarze wird zur Projektionsfläche weiblicher Emanzipation.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:- Grit Seymour, Modedesignerin und Professorin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW)
- Gertrud Lehnert: Mode – Theorie, Geschichte und Ästhetik einer kulturellen Praxis, Bielefeld 2013
- Gertrud Lehnert: Coco Chanel und Elsa Schiaparelli. Zwei Frauen leben ihren Traum, Berlin 2015
- Arte: Das Kleine Schwarze (Dokumentation 2016)
- Arte: Coco Chanel – Leben, Lügen und Legenden (Dokumentation 2023)
Weiterführende Links:- Zeitzeichen: "Vogue", erste Ausgabe erscheint (am 17.12.1892)
- Zeitzeichen: Coco Chanel - Mode-Ikone und Nazi-Spionin
- Zeitzeichen: Audrey Hepburn, Schauspielerin (Todestag 20.10.1993)
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Diese und viele weitere Folgen vom WDR Zeitzeichen findet ihr in ARD Sounds und überall da, wo es Podcasts gibt.Die Macherinnen und Macher hinter diesem Zeitzeichen: Autorin: Steffi Tenhaven
Redaktion: Carolin Rückl, Frank Zirpins
Technik: Nicolas Dohle