Kopfnüsse

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By Christian NusserNewsEntertainment NewsPolitics
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  • #13 2024 "Fit mit Herbert" und andere Turnübungen

    Die ablaufende Woche stürzte mich in ein Dilemma: Was tun mit den Vormittagen, jetzt, wo es "Fit mit Philipp" nicht mehr gibt? Ist ein Leben ohne Philipps "Sesseltag am Donnerstag" überhaupt vorstellbar? Ohne Treten auf der Stelle, die klassisch österreichische Alltagsübung? Ohne "Verwurzelung des rechten Beines", um mit dem linken die Balancefähigkeit des Körpers zu erspüren? Morgens um 9.09 Uhr in Österreich, statt Knoppers gibt es jetzt tote Hose.

    Da es mit "Fit mit Philipp" erst wieder am 29. April und dann auf Servus TV weitergeht und ich bis dahin nicht teigiger werden will als ich es jetzt schon bin, suchte ich nach einer pragmatischen Lösung für mein Vormittagsproblem und endete in einem Baumarkt. Ich gehe in Baumärkte ähnlich gern wie zum Zahnarzt, meine handwerkliche Begabung beschränkt sich auf das Ausräumen des Geschirrspülers.

    Dienstagabend schaute ich mir "Fit mit Gerhard" an. Innenminister Gerhard Karner war in der ZiB 2 zu Gast und hatte ein paar Dehnübungen mitgebracht, die selbst Philipp Jelinek außer Atem gebracht hätten. Auf die Vorhaltung von Armin Wolf, dass der FPÖ-Spionageskandal vielleicht gar kein FPÖ-Spionageskandal allein sein könnte, sondern auch ein ÖVP-Spionageskandal, da doch die ÖVP in den letzten 24 Jahren durchgehend den Innenminister gestellt habe – von der Kickl-Episode einmal abgesehen –, antwortete der Innenminister mit einem verbalen Spagat. Er sagte etwas zum nationalen Sicherheitsrat, der am selben Tag stattgefunden hatte, nämlich, dass er dazu nichts sagen könne

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    14 min
  • Corona Tagebuch - Kapitel 9 - Unterwegs in den Lockdown

    Das letzte Kapitel des ersten Corona-Tagebuches. Es ist so gekommen wie es Warner erwartet hatten. Österreich taumelt aus den Sommer hinein in den Herbst und es ist nichts vorbereitet. Nun steht der nächste Lockdown vor der Tür und die Regierung wird Zunehmens panisch und umkoordiniert. Kapitel 9 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Unterwegs in den Lockdown" und beschäftigt sich damit.

    Etwa mit der Corona-Ampel: "Die Corona-Ampel schlug ein wie eine Plombe. Wenn uns der Deutsche lobt, dann ist es um uns sowieso geschehen. Die „Bild“ jubelte über die „Ösi-Ampel“, forderte das auch für Deutschland ein, schrieb Österreich eine „Vorreiterrolle“ zu, es sei angemerkt, wir sind das auch bei den Infektionszahlen. Es gibt noch keine Verordnung, wie wir uns bei welcher Ampelfarbe zu verhalten haben, aber im juristisch freihändigen Radfahren sind wir sowieso Weltmeister. Jeder Freitag ist jetzt „Ampeltag“, kündigte Anschober an. Statt Sudokus lösen wir ab nun am Wochenende das Regierungsrätsel, was bedeuten könnte, was uns da präsentiert wurde. Wenn wir alles verstanden, ausgeführt und uns daran gewöhnt haben, kommen die Vorschriften neu und es beginnt von vorne."

    Oder dem Lockdown. "Um 10.30 Uhr tritt das „virologische Quartett“ heute Montag in voller Mannstärke an, um neue Verschärfungen einzumahnen, ORF II überträgt live. Zu erwarten ist wohl ein Mix aus Appellen und Maßnahmen, ich denke es wird zunächst einmal Sebastian Kurz vor einem zweiten Lockdon warnen, dann wird Werner Kogler vor einem zweiten Lockdown warnen, es wird ihn aber keiner verstehen, dann wird Rudolf Anschober vor einem zweiten Lockdown warnen und ein Taferl herzeigen und dann wird Karl Nehammer vor einem zweiten Lockdown warnen und gegebenenfalls anbieten, die Polizei zu schicken, wohin auch immer."

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    28 min
  • Corona Tagebuch - Kapitel 8 - Sommermärchen ohne Happy End

    Wir erleben einen Sommer der relativen Sorglosigkeit. Aber Corona ist nicht weg, nur selbst auf Urlaub. In der Euphorie darüber vergessen wir auf Planungen für den Herbst und das rächt sich. Kapitel 8 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Tage der Öffnung" und beschäftigt sich damit.

    Über fehlende Pläne: "Die Informationspolitik der Regierung scheint grundsätzlich etwas in Richtung Originalität zu metamorphosen. Als wir Donnerstag im Bildungsministerium anriefen, wie es denn um die Herbstpläne für die Schule stünde, bekamen wir eine verblüffende Antwort. Heinz Faßmann werde sich Montag in einer Pressekonferenz dazu erklären. Allerdings werde er schon Sonntagabend in die ZiB 2 gehen, um zu erklären, was er am Montag erklären will. Weil am Montag nämlich „Sommergespräche“ stattfinden, sind alle Stühle der ZiB 2 besetzt, folglich keiner für den Minister frei. Deshalb verlegte Faßmann seinen Auftritt einen Tag nach vorne. Nur falls jemand glaubt, Verlautbarungen dieser Art und Güte würden sich nach dem Informationsbedürfnis der Bevölkerung richten."

    Und einen Kanzler, der wieder da ist: "Zur Einstimmung ging der Kanzler mit dem Bundespräsidenten zum Heurigen, man bürstelte angeblich Weißwein und völlerte Schweinsbraten, auf den Fotos sah es eher aus als würde sich der Schwiegersohn der Familie seiner Braut vorstellen. Nachdem man die Bilder in den Medien unterbracht hatte, folgten Fotos aus dem Schweizerhaus. Sie zeigten den Kanzler mit ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian und Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer, die alte Sozialpartnerschaft, da war sie wieder, man könnte Tränen in den Augen haben. Diesmal stand Bier am Tisch, man prostete einander zu. Kurz trinkt eigentlich kein Bier, vielleicht hat er es in den Kies geschüttet, nachdem der Fotograf, den er selbst einbestellt hatte, gegangen war."

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    28 min
  • Corona Tagebuch - Kapitel 7 - Auf Schlingerkurs

    Einsperren war ja noch leicht, aber was mutet die Regierung der Bevölkerung nun zu? Wie ist das mit dem Sommerurlaub, den Kontaktverboten, dem Partymachen? Kapitel 7 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Auf Schlingerkurs" beschäftigt sich damit.

    Etwa mit dem Sommer 2020: "Hat Liechtenstein eigentlich einen Strand? Ich frage nur, denn dort dürfen wir jetzt hin, wirklich, ich habe Tränen in den Augen. Vaduz im Sommer, wer träumt nicht davon? Wir sitzen am Rheinufer, Schutzmasken auf, bräunen unser halbes Gesicht, am Abend sehen wir aus wie Hannibal Lecter. Die Regierung beendete am Mittwoch etwas zögerlich unsere Gatterhaltung, in sieben Länder dürfen wir ab jetzt ausreisen, ohne an der Grenze eine grenzwertige Untersuchung über uns ergehen lassen zu müssen. Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn, nicht gerade die Perlen der Karibik, aber wir sind bescheiden geworden in unseren Ansprüchen, wenn wir uns solche überhaupt noch leisten können."

    Oder der Corona-App: "Dabei ist unsere App viel lustiger als die von den Deutschen, wir verwenden nämlich Tiernamen. Beim nämlichen Abendessen saß ich plötzlich an einem Tisch mit „Igel 35“, „Fuchs 08“, „Bache 68“ und „Katze 46“. Die Codes werden auch bei uns automatisch vergeben und wechseln bei jedem Log-in, aber immer bestehen sie aus einer Kombination aus einem Tiernamen und zwei Ziffern. Dafür gibt es keinen besonderen Grund, verrät das „Rote Kreuz“, das die App managt. Also es gibt schon einen Grund und der ist zutiefst österreichisch, er lautet nämlich „Spaß“. Die Entwickler machten sich eine Gaudi, sie entschlossen sich, nicht „AE35XYß_g“ mit „Op32–7go_9“ zu verbinden, sondern „Esel 12“ mit „Schakal 34“. Nett, oder?"

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    27 min
  • Corona Tagebuch - Kapitel 6 - Raus aus der Krise

    Österreich taumelt langsam Richtung Sommer. Es gibt zaghafte Öffnungen, aber noch Sperrstunden und Kontaktbeschränkungen. Kapitel 6 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Raus aus der Krise" und beschäftigt sich mit einem Land im Umbruch. Das zeigte sich so:

    Der Kanzler besucht das Kleinwalsertag: "Auch Corona ist ihnen ziemlich blunzn und deshalb trat nicht ein, was der Bürgermeister angekündigt hatte, dass nämlich „die Talbevölkerung keinen persönlichen Kontakt“ mit dem Kanzler haben werde, im Gegenteil sie hatte sogar sehr viel Kontakt mit Kurz, mehr als diesem lieb war. An die 100 Menschen versammelten sich und johlten und jubelten dem neuen Kreisky zu, der politisch ohnehin besser ins Land passte als der einstige Sonnenkönig aus Wien. Viele kamen in Tracht, hielten Schilder hoch und Transparente mit roten Herzen darauf und liebgemeinten Sprüchen, sie standen so dicht an dicht, dass man dachte, hier will man Ischgl nachspielen. „Kitzloch“, in der Open-Air-Version halt."

    Und der Bundespräsident schnalzt die Sperrstunde: "Ich denke es war so: Der Bundespräsident hatte das Costolette d’agnello con demi-glacé rosmarino e contorno (26,50 Euro) links liegen lassen und sich für Coda di rospo alla Porto Fino (32,50 Euro) entschieden. Als er dann mitten in den Fragole con mascarpone o gelato limone war, rückte 23 Uhr näher. Alexander Van der Bellen war schon den ganzen Abend über nachdenklich gewesen, nicht so euphorisch, aufgekratzt und über die Maßen heiter gestimmt wie sonst immer." 

     

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    28 min
  • Corona Tagebuch - Kapitel 5 - Trügerische Stille

    Seit Mitte März 2020 ist Österreich im Lockdown, weitgehend alles hat zu, die Lokale, die Schulen, sogar die Bundesgärten. Die  Regierung plant nun eine schrittweise Öffnung. Kapitel 5 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Trügerische Stille" und beschäftigt sich damit.

    Etwa den Schulöffnungen: Der gestaffelte Unterrichtsbeginn soll aber nicht das Einzige sein, was gestaffelt wird. Stand jetzt überlegt das Ministerium, auch die Klassen zu teilen. Teil A soll von Montag bis Mittwoch in die Schule gehen, Teil B von Donnerstag bis Freitag. Wenn sie jetzt einwenden, dass es Teil B besser erwischt, weil Donnerstag und Freitag zwei Tage sind und nicht drei, was sich selbst nach sechs Wochen Home-Schooling noch einigermaßen gut errechnen lässt, dann muss ich entgegnen, dass das Ministerium natürlich daran gedacht hat. Die Woche darauf wird alles umgedreht, dann geht Teil B von Montag bis Mittwoch in die Schule, Teil A Donnerstag und Freitag."

    Oder den Restaurant-Öffnungen: "Als erstes sprach der Kanzler, er hielt sich auffallend knapp. Schon im ersten Satz brachte er alle wesentlichen Botschaften unter („Wirtschaft hochfahren“, „schneller als andere“, „Normalität“, die diesmal ohne „neue“ auskommen musste). Frei nach Erwin Ringel nannte er die Gastronomie einen „Teil der österreichischen Seele“, anatomisch gesehen ist also das Schnitzel ein DNA-Baustein und Uhudler einer unserer Körpersäfte, wir hatten das immer schon so vermutet. Für die „österreichische Seele“ wurde ein Hilfspaket geschnürt, das Kurz „Wirtshauspaket“ nannte. Es hat ein Volumen von 500 Millionen Euro. Ich weiß nicht, ob das viel oder wenig Brösel sind, man müsste das auf Schnitzel umrechnen."

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    29 min
  • Corona Tagebuch - Kapitel 4 - Tage der Öffnung

    Seit Mitte März 2020 ist Österreich im Lockdown, weitgehend alles hat zu, die Lokale, die Schulen, sogar die Bundesgärten. Nun überlegt die Regierung, wie sie aus dieser Situation herauskommt. Kapitel 4 des 1. Corona-Tagebuchs heißt "Tage der Öffnung" und beschäftigt sich damit.

    Etwa mit dem Hausverstand: "Zum Glück wurde Kogler bald konkreter, es fiel das Wort, das diesen Vormittag bestimmen sollte, es lautete „Hausverstand“. Die Regierung hat offenbar aufgegeben, Sachverhalte in Gesetze oder Verordnungen oder Erlässe zu verpacken, das ist ja doch nur Wegwerfware. Sie setzt jetzt auf Schwarmintelligenz. „Wir gehen vom Hausverstand aus und von der Logik,“ sagte Kogler und betrat dann gefährliches Terrain in diesem Land. 

    Oder dem Hausverstand: "Man sollte auch diagonal versetzt rennen und nicht hintereinander, empfahl der Sportminister, weil der Vordere habe ein anderes Ausatemverhalten, der Hintere ein anderes Einatemverhalten. Hoffentlich wechseln die sich ab, sonst liegen demnächst auf den Joggingstrecken lauter Bewusstlose herum. Jedenfalls empfahl der Vizekanzler „rechtzeitig auszuscheren, wenn sie einen anderen überholen, damit man wieder auf einen diagonalen Abstand kommt". Der „Hausverstand“, sie erinnern sich."

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    26 min
  • #12 2024 James Bond in Kärnten, "Rocky" Nehammer in Paris

    "Als Filmland wären wir eine kostengünstige Alternative zu Hollywood. Netflix könnte an bestimmten Orten dauerhaft Kameras aufstellen und sie 24 Stunden mitlaufen lassen, um zu sehen, was so passiert. Oder Autos durch die Gegend schicken wie Google. Alle paar Tage lässt sich was Neues einfangen, wir haben mittlerweile eine größere Dichte an Skandalen als ein durchschnittliches Königshaus. Was Affären betrifft, machen wir jede Mission Possible."

    Die Kopfnüsse widmen sich in dieser Woche den neuesten Errungenschaften Österreichs im genannten Bereich, einem Spionagefall, der das Zeug hat, die Republik aus den Angeln zu heben. Wieder einmal. Schauplatz ist auch Niederösterreich. "Vor vielen Monaten habe ich mich einmal in einer Kolumne über das vermeintliche Hoppala auf der "Garten Tulln" lustig gemacht. 2017 war ein Boot auf der Messe gekentert, weil es die Ehefrau des derzeitigen Kanzlers – wohl nicht allein unter der Einwirkung von Frucade – in zu starke Schaukelbewegungen versetzt hatte. Das Unglück endete nicht ähnlich tragisch wie die Schiffskatastrophe der Titanic, alle erreichten das rettende Ufer verletzungsfrei, drei Handys aber nicht. Die plumpsten ins Wasser, darunter das Smartphone von Michael Kloibmüller, ehemals Kabinettschef im Innenministerium.

    Die drei Telefone wurden nicht einfach so trockengerubbelt, also schon, aber bei der Gelegenheit saugte man die Daten ab und schickte sie nach Russland weiter, ein bisschen verteilte man sie auch im Land. Aus dieser Wasserwelt katapultiert sich nun ein Spionageskandal heraus, so groß und rund und fett wie in Wal, er wird mutmaßlich die Republik noch heftiger nass machen, wenn er sich einmal richtig in den Ozean fallen lassen hat. An diesem Punkt stehen wir jetzt, wir warten auf den Aufprall, und es tun sich viele Fragen auf."

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    12 min
  • #11 2024 Österreichs Leidenstour zur Leitkultur

    Am Karsamstag beobachtete ich mittags ein Paar, dass in einem Gastgarten eine Pizza Funghi und eine Pizza Tonno bestellt hatte. Mitten im Wegputzen fragte der Mann seine Partnerin: "Was werden wir eigentlich heute am Abend essen?" Aus diesem Umstand heraus ergibt sich der erste Satz unserer künftigen Leitkultur-Verfassung fast von selbst: Ein echter Österreicher ist stets gut bei Appetit.

    Susanne Raab, Ministerin für dies und das, hat von Kanzler Karl Nehammer den Auftrag bekommen, eine neue Leitkultur für das Land zu entwickeln. Es fand eine erste Sitzung eines "Expertenrates" dazu statt. Aber die ÖVP wollte das Ergebnis der Beratungen nicht abwarten, sondern pflasterte das Internet schon die Karwoche über mit Sujets voll, um ihre Vorstellungen einer Leitkultur zu präzisieren. 

    Auf einem der Werbemittel waren Männer in Tracht zu sehen, die einen Maibaum in die Höhe hoben, der Text dazu lautete: "Tradition statt Multikulti". Den etwas windschiefen Satz "Wer glaubt, einer Frau nicht die Hand zu geben, weil sie 'unrein' ist, der muss gehen", hat die ÖVP auf ihre Instagramseite gestellt. Sprachliche Unreinheiten sollen offenbar keine Abschiebungen nach sich ziehen, ich nehme das mit einer gewissen Erleichterung zur Kenntnis.

    Tirol wiederum bat ein paar Agenturen, sich über ein neues Tourismus-Leitbild Gedanken zu machen, eine der Ideen tauchte diese Woche auf Social Media auf: eine Familie, die vor einer malerischen Bergkulisse lauthals rülpst. Was dann passierte, erfahren Sie im Podcast.

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    13 min
  • #10 2024 Die Dirndl-Kommunisten und die Babler-Exorzisten

    Die Kopfnüsse testeten diesmal aus, wie nett der Wahlkampf in Salzburg wirklich war. Die beiden Kandidaten, Bernhard Auinger (SPÖ) und Kay-Michael Dankl (KPÖ), wurden gebeten, fünf Gründe zu nennen, warum jemand sie und nicht den jeweils anderen wählen sollte. Und sieht da, die beiden übermittelten nette Antworten. Der rote Kandidat schickte mir seine fünf Gründe mit ein paar Smileys dekoriert, der dunkelrote Kandidat meldete sich per SMS und fragte, ob es eh nicht zu spät wäre, wenn er die Antworten erst in einer Stunde schickt. Nett, oder?

    Keiner würdigte den anderen herab, der Kay nicht den Bernhard und der Bernhard nicht den Kay. Also, Auinger hätte ja schreiben können: "Die Brillenschlange mit dem Danklblick wollt's ihr echt als Bürgermeister haben? Ernsthaft? Ein Kummerl im Strickpulli von der Omi? Seid's ihr auf einer Mozartkugel ausgerutscht?" Und Dankl: "Der O'zwickte soll besser sein als ich? Der kriegt bei den Osterfestspielen noch ohne Ausweis Kinderkarten, politisch ist der ein Leichtgewicht, was in der SPÖ gar nicht mehr so einfach ist."

    Es geht aber nicht überall so nett zu wie in Salzburg. Um in den Nationalrat zu kommen, muss man in der SPÖ an wählbarer Stelle auf einer der drei Parteilisten stehen, der Bundesliste, der Landesliste oder der Regionalwahlliste. In ist, wer drin ist. Am Montag der ablaufenden Woche stellte Wien seine Landesliste und seine Regionalwahlliste vor und siehe da, alle, die sich für Andreas Babler ins Zeug geworfen hatten, finden sich unter ferner liefen. Das kann natürlich Zufall sein, eher aber ist es "eine Machtdemonstration der Wiener gegenüber Babler", wie mir ein mit der Materie Vertrauter sagte, und ich war nicht einmal überrascht.

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    12 min

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Der "Kopfnüsse Podcast" bringt Christian Nussers scharfsinnige satirische Betrachtungen der österreichischen Innenpolitik direkt in Ihr Ohr. Seit über vier Jahren teilt Nusser schriftlich seine…

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