Es kracht zwischen Kunst und Kapital. Während Multimillardäre immer mehr Geld und Macht anhäufen, werden Kulturprogramme zusammengestrichen und Preis- und Fördergelder teils nach politischen Kriterien vergeben - wie gerade der aktuelle Skandal um den Buchhandelspreis ans Licht bringt. Kunst zu machen wird prekärer - nicht nur in Deutschland. Warum ist das Verhältnis zwischen Kunst und Kapitalismus derart toxisch?
Darüber diskutieren in dieser Sendung Literaturwissenschaftler Johannes Franzen und Ökonom Daniel Stähr mit Host Andrea Geißler. Grundlage sind ihre kürzlich erschienenen Sachbücher: In Daniel Stährs Buch „Die neuen Propheten“ geht es um die Dominanz der Wirtschaftswissenschaften und wie diese zu Ungerechtigkeit führt. In Johannes Franzens Buch sind starke Emotionen über Kunst im Fokus: Unser Kunstgeschmack erzählt viel über uns selbst und diese Selbsterzählung verteidigen wir mit Haut und Haar.
Die Diskussion bewegt sich zielstrebig auf (noch) utopische Fragestellungen zu: Wie kann sich Kunst der „The winner takes it all“-Mentalität entziehen? Spoiler: Hier sind kreative Ansätze gefragt…
Von und mit Andrea Geißler.