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Der unerschrockene Satiriker Kurt Tucholsky wird bei einer Lesung vor rechten Schlägern gewarnt. Das Schreiben behält er immer auf seinem Schreibtisch...
Ende der "goldenen" 1920er-Jahre geht es in Deutschland wirtschaftlich bergauf, die SPD gewinnt die Reichstagswahlen und stellt den Kanzler. Aber die Gegner der jungen Demokratie geben keine Ruhe. Der Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky attackiert die Gegner der Republik mit Worten. Auf Lesereisen wendet er sich gegen die extremen Nationalisten. Vor einer seiner Reisen nach Köln bekommt er einen Drohbrief: "Man hat etwas gegen Sie vor. Nach Ihrem heutigen Auftritt will ein Aufgebot von wenigstens 50 Mann Sie so zwischen nehmen, dass Sie nicht mehr heil von Köln fortkommen!" Der drohenden Schlägerei entkommt Tucholsky, doch die Warnung sitzt tief. 1929 wandert er resigniert nach Schweden aus. Sein Schriftstellerkollege Erich Kästner schreibt später, in den 1950er-Jahren: Spätestens 1928, im aufgeheizten Klima von Tucholskys vorletzter Lesereise, hätten die Nazis bekämpft werden müssen. Danach sei die öffentliche Stimmung unumkehrbar gekippt.
In diesem Zeitzeichen erklärt Thomas Pfaff:
By WDR4.8
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Der unerschrockene Satiriker Kurt Tucholsky wird bei einer Lesung vor rechten Schlägern gewarnt. Das Schreiben behält er immer auf seinem Schreibtisch...
Ende der "goldenen" 1920er-Jahre geht es in Deutschland wirtschaftlich bergauf, die SPD gewinnt die Reichstagswahlen und stellt den Kanzler. Aber die Gegner der jungen Demokratie geben keine Ruhe. Der Journalist und Schriftsteller Kurt Tucholsky attackiert die Gegner der Republik mit Worten. Auf Lesereisen wendet er sich gegen die extremen Nationalisten. Vor einer seiner Reisen nach Köln bekommt er einen Drohbrief: "Man hat etwas gegen Sie vor. Nach Ihrem heutigen Auftritt will ein Aufgebot von wenigstens 50 Mann Sie so zwischen nehmen, dass Sie nicht mehr heil von Köln fortkommen!" Der drohenden Schlägerei entkommt Tucholsky, doch die Warnung sitzt tief. 1929 wandert er resigniert nach Schweden aus. Sein Schriftstellerkollege Erich Kästner schreibt später, in den 1950er-Jahren: Spätestens 1928, im aufgeheizten Klima von Tucholskys vorletzter Lesereise, hätten die Nazis bekämpft werden müssen. Danach sei die öffentliche Stimmung unumkehrbar gekippt.
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