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Lesung und Gespräch. Sprache ist eine Waffe, sagt Tucholsky - seine Sprachglossen zeigen, warum. Gültig heute wie vor 100 Jahren. Im Gespräch das Team der Ausstellung "Szenen aus der Weimarer Republik".
„Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf.“ – Nur ein paar Worte, es sitzt. Tucholsky, der Mann, der nach Erich Kästner mit der Schreibmaschine gegen die Katastrophe gekämpft hat, war ganz genau mit der Sprache und den Sprechenden (und den Schreibenden auch). Eigentlich sucht er hier nach dem genauen Ausdruck für Birkenblätter in Bewegung. Konsequent genau sein, darauf kommt es ihm an, beim Sprechen und beim Denken. Was die Leute reden, liefert ihm Stoff für jede Menge Ironie … siehe auch „Ratschläge für einen schlechten Redner“. Stefan Merki liest Sprachglossen von Tucholsky in dieser Ausgabe unseres Literaturpodcast Buchgefühl. Und im Gespräch sind zwei, die ähnlich genau auf Details gucken: Karin Althaus und Adrian Djokić vom Münchner Lenbachhaus, sie haben die Ausstellung „Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik“ kuratiert. Und dabei natürlich auch Tucholsky befragt. Das titelgebende Ferngespräch zitiert nicht nur ein Gemälde von Käte Hoch, sondern auch eine seiner Satiren.
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Mitstenograph: Kurt Tucholsky (1890 bis 1935), Publizist, Autor, Dichter, Gegner des Nationalsozialismus
Gäste: Karin Althaus und Adrian Djokić (Städtische Galerie im Lenbachhaus München), Kurationsteam der Ausstellung „Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik“ (bis 27.09.2026), würden sehr gerne mal jemand in den 1920er Jahren anrufen
Host: Judith Heitkamp, sitzt in Konferenzen und denkt an Tucholsky … „man sollte mal mitstenographieren …“
Sprecher: Stefan Merki, Schauspieler in Film und Fernsehen und an den Münchner Kammerspielen, elegant auch mit kompliziertesten (schlechten) Satzbeispielen
Leseempfehlungen aus der Folge: Kurt Tucholsky, Sprache ist eine Waffe, Sprachglossen, herausgegeben von Wolfgang Hering, Rowohlt Verlag 1989
Irmgard Keun, Das kunstseidene Mädchen, Erstausgabe Berlin 1932 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Classen)
Siegfried Kracauer, Die Angestellten, Erstausgabe Frankfurt 1930 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Suhrkamp)
Lion Feuchtwanger, Erfolg, Erstausgabe Berlin 1930 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Aufbau)
Oskar Maria Graf, Wir sind Gefangene, München 1927 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Ullstein)
Ruth Landshoff-Yorck, Das Mädchen mit wenig PS, herausgegeben von Walter Fähnders, Aviva Verlag
Hörtipp 1: Auch Sozusagen, der sprachkritische Podcast von Bayern 2, hört und liest genau hin: Sozusagen · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!
Hörtipp 2: Und wo wir bei den großen Namen der Literatur sind – bei KULT! gibt es Klassiker von antiken Abenteuer-Geschichten bis zur frühen Science-Fiktion, jeden Donnerstag neu: Kult! – Klassiker der Weltliteratur als Hörbücher · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!
By Bayerischer Rundfunk4.5
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Lesung und Gespräch. Sprache ist eine Waffe, sagt Tucholsky - seine Sprachglossen zeigen, warum. Gültig heute wie vor 100 Jahren. Im Gespräch das Team der Ausstellung "Szenen aus der Weimarer Republik".
„Sprache ist eine Waffe. Haltet sie scharf.“ – Nur ein paar Worte, es sitzt. Tucholsky, der Mann, der nach Erich Kästner mit der Schreibmaschine gegen die Katastrophe gekämpft hat, war ganz genau mit der Sprache und den Sprechenden (und den Schreibenden auch). Eigentlich sucht er hier nach dem genauen Ausdruck für Birkenblätter in Bewegung. Konsequent genau sein, darauf kommt es ihm an, beim Sprechen und beim Denken. Was die Leute reden, liefert ihm Stoff für jede Menge Ironie … siehe auch „Ratschläge für einen schlechten Redner“. Stefan Merki liest Sprachglossen von Tucholsky in dieser Ausgabe unseres Literaturpodcast Buchgefühl. Und im Gespräch sind zwei, die ähnlich genau auf Details gucken: Karin Althaus und Adrian Djokić vom Münchner Lenbachhaus, sie haben die Ausstellung „Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik“ kuratiert. Und dabei natürlich auch Tucholsky befragt. Das titelgebende Ferngespräch zitiert nicht nur ein Gemälde von Käte Hoch, sondern auch eine seiner Satiren.
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Mitstenograph: Kurt Tucholsky (1890 bis 1935), Publizist, Autor, Dichter, Gegner des Nationalsozialismus
Gäste: Karin Althaus und Adrian Djokić (Städtische Galerie im Lenbachhaus München), Kurationsteam der Ausstellung „Ein Ferngespräch. Szenen aus der Weimarer Republik“ (bis 27.09.2026), würden sehr gerne mal jemand in den 1920er Jahren anrufen
Host: Judith Heitkamp, sitzt in Konferenzen und denkt an Tucholsky … „man sollte mal mitstenographieren …“
Sprecher: Stefan Merki, Schauspieler in Film und Fernsehen und an den Münchner Kammerspielen, elegant auch mit kompliziertesten (schlechten) Satzbeispielen
Leseempfehlungen aus der Folge: Kurt Tucholsky, Sprache ist eine Waffe, Sprachglossen, herausgegeben von Wolfgang Hering, Rowohlt Verlag 1989
Irmgard Keun, Das kunstseidene Mädchen, Erstausgabe Berlin 1932 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Classen)
Siegfried Kracauer, Die Angestellten, Erstausgabe Frankfurt 1930 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Suhrkamp)
Lion Feuchtwanger, Erfolg, Erstausgabe Berlin 1930 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Aufbau)
Oskar Maria Graf, Wir sind Gefangene, München 1927 (Ausgabe nach der Erstausgabe bei Ullstein)
Ruth Landshoff-Yorck, Das Mädchen mit wenig PS, herausgegeben von Walter Fähnders, Aviva Verlag
Hörtipp 1: Auch Sozusagen, der sprachkritische Podcast von Bayern 2, hört und liest genau hin: Sozusagen · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!
Hörtipp 2: Und wo wir bei den großen Namen der Literatur sind – bei KULT! gibt es Klassiker von antiken Abenteuer-Geschichten bis zur frühen Science-Fiktion, jeden Donnerstag neu: Kult! – Klassiker der Weltliteratur als Hörbücher · Neue Folgen - Jetzt Podcast anhören!

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