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Als ein Engel dem Zacharias im Tempel erschien und ihm die Geburt von Johannes dem Täufer ankündigte, sagte er als Erstes: Fürchte dich nicht! Als ein Engel der Maria erschien und ihr die Geburt Jesu ankündigte, sagte er auch ihr als Erstes: Fürchte dich nicht! Als Jesus geboren war, erschienen die Engel den Hirten auf dem Feld, und auch zu ihnen sagten sie: Fürchtet euch nicht!
Fürchtet euch nicht! Das ist eine Aussage, die schnell gemacht werden, jedoch auch leicht ohne Wirkung bleiben kann. Denn eigentlich hilft es Menschen nicht viel, wenn man zu ihnen sagt: Fürchtet euch nicht! Sie brauchen einen wirklichen Grund, um ihre Angst loszulassen. So war der Grund bei Zacharias und ebenso bei Maria die gute Nachricht, einen Sohn zu bekommen. Bei den Hirten lautete die gute Nachricht: Euch ist heute der Retter geboren.
Das neugeborene Kind in der Krippe wird hier mit drei Titeln benannt: Retter, Christus, Herr. Wenn unser größtes Problem unser Bildungsrückstand wäre, dann hätte Gott uns einen Professor gesandt. Wenn unser größtes Problem die Langeweile wäre, dann hätte er uns einen Entertainer gesandt. Wenn unser größtes Problem mangelndes elektronisches Wissen wäre, dann hätte er uns einen IT-Fachmann gesandt. Und wenn unser größtes Problem die Wirtschaft wäre, dann hätte er uns einen Ökonomen gesandt. Da aber das größte Problem des Menschen seine Gottlosigkeit ist und das damit verbundene Gericht, hat Gott uns einen Herrn und Retter gesandt. Jesus Christus. Er schenkt uns die wahre Weihnachtsfreude.
Genauso wie damals brauchen Menschen auch heute in dieser turbulenten, unsicheren Zeit genauso einen Retter, an dem sie sich festhalten können und der ihnen Zuversicht und Hoffnung gibt.
Robert RusitschkaDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Was war das größte Ereignis der Weltgeschichte? Die Entdeckung der Bakterien als Ursache viele Krankheiten? Die Mondlandung? Oder die erste Ausfahrt mit einem Motorfahrzeug? Ich meine, es war der Besuch des Schöpfers von Himmel und Erde bei uns Menschenkindern zu Weihnachten.
Gott hatte ein Universum geschaffen, das auf erstaunlich vielfältige Weise eine paradiesische Erde möglich machte. Doch die Verwalter dieses Juwels hatten Raubbau daran betrieben und vieles zerstört, anstatt es zu bewahren. Auch untereinander hatten sie durch Streit um Besitz und Macht Elend und Verwüstung riesigen Ausmaßes angerichtet. Und nun kam der Einzige, der alles wiederherstellen konnte, der Sohn Gottes; und er kam auf die denkbar unbedrohlichste Art zu uns: als Baby in einer Krippe. Er kam auf diese Weise, damit niemand Angst haben brauchte. Andererseits aber auch so, dass jeder frei und offen zeigen konnte, welche Gesinnung er gegenüber dem großen Besitzer aller Dinge hatte. Niemand brauchte Unterordnung zu heucheln.
Sollte da nicht eigentlich überall endloser Jubel ausgebrochen sein? Aber unser Tagesvers sagt, dass sie ihn nicht aufnahmen. Der Teufel, der Feind Gottes, hatte die Herrschaft auf der Erde ergriffen und ließ die Menschen nach seiner Pfeife tanzen. Da schlugen die Starken mit erbarmungsloser Faust auf die Schwachen ein, und die Schlauen stahlen den Einfältigen, wenn es irgend ging, das letzte Hemd.
Jesus Christus ließ sich dadurch nicht abhalten, 33 Jahre lang Segen und Heil zu verbreiten. Und dann ließ er sich zur Bezahlung unserer unermesslichen Schulden vor Gott ans Kreuz schlagen. Das ist wahrlich die beste Botschaft und das größte Ereignis der Weltgeschichte.
Hermann GrabeDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Keine andere Stadt ist so weihnachtsverrückt wie Tokio! So berichtete der FOCUS am 21. Dezember 2019. Tokio und Weihnachten – passt das überhaupt zusammen? Auf der einen Seite Shintoismus und Buddhismus, auf der anderen Seite ein christliches Fest? Es ist trotzdem das wichtigste Ereignis des Jahres in Japan, vor allem für Paare. Die Männer wählen teure Restaurants, am Ende des Abends geht es dann in eines der zahllosen Liebeshotels. Für das Date wird ein edles Geschenk gekauft. Es gibt außerdem »Christmas Cake«, in den Geschäften ertönt »Christmas-Pop«. Tokio glitzert weihnachtlicher als die meisten Städte in Deutschland in dieser Zeit. An den Straßen ist jeder Baum mit LED-Lampen geschmückt. In der Annahme, dass Europäer zu Weihnachten stets Hühnchen essen, sind die KFC-Restaurants am 24. Dezember überfüllt. Bereits Ende November sind keine Reservierungen mehr möglich. Dies sind nur einige Beispiele für viele Bräuche, die als weihnachtlich gelten und in Tokio gelebt werden.
In dem Artikel wird aber auch deutlich, dass es nur um Konsum und Gefühle geht und nicht um einen inneren Bezug zu diesem Fest. Selbst Atheisten können deshalb problemlos mitfeiern. Denn den wahren Grund für die Feierlichkeiten kennt kaum jemand.
Dabei ist die Geschichte vom Kind in der Krippe einzigartig: Gott wurde Mensch und kam in seinem Sohn Jesus zu uns. Als er in einer Krippe lag, nahm die Welt zwar schon damals kaum Kenntnis davon. Aber was Jesus vollbrachte, ist bis heute von höchster Bedeutung. Durch sein Leben und seinen Tod am Kreuz wurde er der Retter der Welt. Das war schon für viele der Grund, ihrem Leben eine Wende zu geben: Aus Sünde und Schuld heraus zu einem freudigen Leben und Dienst für Gott.
Martin ReitzDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
»Songtexte in der Unterhaltungsmusik werden immer trauriger« – das geht aus einer Studie der Lawrence Technological University hervor. Die Forscher analysierten anhand von 6000 Hits, welche Empfindungen in Liedtexten zum Ausdruck gebracht werden. Tendenziell, so das Ergebnis der Studie, würden Themen wie »Traurigkeit« und »Angst« immer häufiger verarbeitet. Der Musikproduzent Hans Nieswandt erklärt: »In den 50ern bis 80ern, teilweise auch noch in den 90ern, schaute man eigentlich mit Optimismus in die Zukunft. Das ist dem Menschheitskollektiv ein bisschen abhandengekommen. Kaum jemand denkt noch: »Die Zukunft, die wird super!« Offenbar geht es immer mehr Menschen so, wie Eugen Roth einst dichtete: »Ein Mensch erblickt das Licht der Welt. / Doch oft hat sich herausgestellt, / nach manchem trüb verbrachten Jahr, / dass dies der einzige Lichtblick war.«
Diesem zunehmenden Pessimismus und der Düsternis setzt die Bibel etwas Großartiges entgegen: Gott will mit seinem Licht in unsere Herzen scheinen. Der Tagesvers enthält hierzu bereits einen echten »Lichtblick«: Wenn wir anfangen, uns trotz unserer Lebensumstände auf Gott zu verlassen, will er uns eine neue, klare Perspektive geben. Doch sein Licht verbindet Gott besonders mit einer konkreten Person: Jesus Christus. In Bezug auf die Menschwerdung des Sohnes Gottes heißt es deshalb in Johannes 3,19 (NeÜ): »Das Licht ist in die Welt gekommen.« – »Das Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land und Schatten des Todes saßen, ist Licht aufgegangen« (Matthäus 4,16). Und noch heute gilt: Wer Jesus »nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben« (Johannes 8,12).
Peter GüthlerDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Kennen Sie den Mann im Mond? Er besteht aus einer Anordnung von Kratern auf dem Mond, deren Schatten wie die Figur oder das Gesicht eines Menschen aussehen. Bei klarem Himmel und Vollmond ist die Gestalt gut zu sehen. Interessant ist, dass wir von der Erde aus immer nur diese Seite des Mondes sehen. Seine Rückseite kennen wir gar nicht! Das liegt daran, dass die Eigendrehung des Mondes genau der Umlaufzeit um die Erde von einem Monat entspricht. In der Astronomie heißt dieses Phänomen »gebundene Rotation«. Diese Eigenrotation stabilisiert den Mond auf seiner Umlaufbahn um die Erde. Die andere, die »dunkle« Seite des Mondes bekommen wir dadurch nie zu Gesicht.
Als Mensch versuche ich, mich möglichst auch nur von einer, von meiner schönen Seite zu zeigen. Wenn Besuch kommt, räume ich auf, damit meine Gäste sich wohlfühlen. Schon Kindern bringen wir bei, sich möglichst »von ihrer Schokoladenseite« zu zeigen, gerade wenn sie außer Haus sind. Wie ernüchternd kann es sein, wenn eine Ehe nach außen harmonisch erscheint, wir dann aber mitbekommen, wie »der Haussegen schief hängt« und hinter verschlossener Tür Streitigkeiten an der Tagesordnung sind. Solche Schattenseiten halten wir vor unseren Mitmenschen lieber verborgen.
Doch vor Gott müssen und können wir nichts verstecken. Er möchte wie ein guter Freund sein, dem wir auch unsere größten Geheimnisse, die wir sonst niemandem sagen, anvertrauen. Wie befreiend ist es, wenn man Freunde hat, vor denen man Belastungen und Misserfolge aussprechen kann. Aber noch befreiender ist es, wenn ich Sorgen und Schuld Gott sagen kann. Denn als Schöpfer kann er mich wirklich verstehen, und als Retter kann er – und nur er! – Schuld vergeben.
Thomas PommerDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Eine Sage berichtet, dass die Städte Rom und Alba Longa ihren langen Streit um die Vorherrschaft dadurch beenden wollten, dass von beiden Städten fünf Krieger gegeneinander kämpfen sollten, um den Sieger zu ermitteln. Schon bald waren vier Römer erschlagen, und nur einer blieb unverletzt, und von den Alba Longaern waren alle fünf unterschiedlich schwer verwundet. Da wandte sich der Römer zur Flucht, und seine Gegner verfolgten ihn. Dabei wurden sie entsprechend ihrer Verwundung immer weiter auseinandergezogen. Als sie einander nicht mehr rechtzeitig zur Hilfe kommen konnten, wandte sich der Römer um und erschlug einen nach dem anderen.
Ob sich die Sache wirklich so zugetragen hat, weiß ich nicht; aber die Lehre aus der Geschichte ist immer noch gültig. »Einigkeit macht stark!«, heißt darum die Parole nicht nur im Bereich von Militärbündnissen und im wirtschaftlichen Konkurrenzkampf. Auch auf geistigem Gebiet ist Einheit lebenswichtig. Wenn Menschen von der Idee beseelt sind, die »Masse« der Bevölkerung zu beherrschen, trachten sie zuallererst danach, bestehende Verbindungen aufzuweichen oder ganz aufzulösen.
Die älteste, wichtigste und stabilste schützende Institution, viel älter als Staaten, Religionen und andere Interessengruppen, ist die Familie. Ihre »Entmachtung« oder gar Zerstörung ist darum auch das oberste Ziel totalitärer Einrichtungen. Hat man sie erreicht, ist es relativ einfach, die wie Schafe ohne Herde und Hirten umherirrenden Einzelnen vor den jeweiligen ideologischen Karren zu spannen. Wer als Vater oder Mutter beten kann, sollte Gott bitten, den Kindern ein wahrer Zufluchtsort sein zu können, an dem sie festen Grund unter die Füße bekommen.
Hermann GrabeDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Während besonders Kinder voller Ungeduld die Tage bis Weihnachten zählen und sich auf ihre Geschenke freuen, stellt das Fest einigen Erwachsenen eine noch viel größere Freude in Aussicht: endlich Freiheit! Viele deutsche Gefängnisse haben es ihren Insassen in den letzten Jahren ermöglicht, früher aus der Haft entlassen zu werden. Die »Weihnachtsamnestie« soll die Wiedereingliederung der Gefangenen in die Gesellschaft erleichtern. So können sie vor der Weihnachtspause Behördengänge erledigen, auf Wohnungssuche gehen und mit der Familie feiern. Aber erstaunlicherweise nehmen nicht alle Insassen das Angebot an. Alleine in NRW verbrachten im Jahr 2019 69 Häftlinge Weihnachten lieber in ihrer Zelle als in Freiheit. Was mag sie zu diesem Entschluss geführt haben? Ängste vor dem Unbekannten? Vor Beziehungen? Vor den Anforderungen, die sie erwarten?
Jesus Christus bietet uns ebenfalls Freiheit an. Zu seinen Zuhörern sagt er, dass er sie von der Sünde frei machen will. Von der Sünde, die uns zwingt, schlechte Entscheidungen zu treffen, uns selbst zu schaden, in unglücklichen Beziehungen zu leben ... und die am Ende in den ewigen Tod führt. Jesus sagt, dass er uns wirklich frei machen will – ohne einen Haken.
Viele Menschen, die vor der Entscheidung stehen, ein Leben mit Jesus zu beginnen, scheinen genau daran zu zweifeln. Was, wenn ich dieses neue Leben nicht hinbekomme, wenn ich mich an Regeln halten muss und versage? Wenn ich mit meinen Beziehungen brechen muss? Aber Jesus möchte uns stattdessen Freiheit und ein erfülltes Leben schenken. Er gibt die Kraft zur Veränderung und führt jeden Menschen individuell in dieses neue Leben. Haben Sie Vertrauen in sein Versprechen!
Janina und Philipp StrackDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Die Lebenserwartung von Tieren ist sehr unterschiedlich. Einige werden nur wenige Tage alt, andere erreichen ein Alter von über 100 Jahren. So gibt es mehrzellige Bewohner von Süßgewässern, die nur rund drei Tage existieren. Blattläuse schaffen schon eine Lebenszeit von etwa einem Monat. Demgegenüber lebt eine Termitenkönigin immerhin 15 bis 50 Jahre. Papageien können zwischen 40 und 100 Jahre alt werden. Der Elefant bringt es auf sechs Jahrzehnte. Doch eine der längsten Lebenserwartungen genießt die Riesenschildkröte. Sie wird durchschnittlich 177 Jahre alt.
Und der Mensch? Ein Zwanzigjähriger denkt vielleicht, er sei noch jung. Doch in Wirklichkeit ist etwa ein Viertel seines Lebens bereits vorbei, und das auch nur, wenn er tatsächlich 80 Jahre alt wird. Die zeitliche Begrenztheit allen irdischen Lebens ist also offenkundig. Doch welche Konsequenzen ziehen wir daraus?
Die eine Alternative ist: Wir können vor unserer Endlichkeit einfach die Augen verschließen und so tun, als ginge es immer so weiter. Doch den Kopf in den Sand zu stecken, ändert nichts an den Tatsachen. Die andere Alternative ist die, zu der uns die Bibel rät, z. B. in Psalm 90,12: »Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.« Offenkundig ist es also sehr klug, sich die eigene Vergänglichkeit klar vor Augen zu führen. Denn das führt zu der Frage: Was kommt danach?
Hierauf kennt die Bibel eine klare Antwort: Wer in seiner Endlichkeit lernt, sein Leben Gott anzuvertrauen, wird eine Unendlichkeit in der liebevollen Gegenwart Gottes erleben. Wer das nicht tut, den erwartet ewige Gottesferne. Angesichts dieser Konsequenzen ist es wirklich klug, sich zeitnah mit dieser wichtigen Frage auseinanderzusetzen.
Stefan TaubeDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
Jährlich machen sich mutige Männer auf, um über den zugefrorenen Baikalsee zu wandern. In der Regel übernachtet man bei dieser Wanderung mindestens einmal direkt auf dem See. Wenn man jedoch das Ziel aus den Augen verliert, können es auch schon mal zwei Nächte werden. Zu Beginn der Wanderung wird die Gruppe darauf hingewiesen, dass das Ziel eine Felsformation auf der anderen Seite des Sees ist, die man nach einer bestimmten Zeit mit dem bloßen Auge gut erkennen kann. Proviant und Ausrüstung werden auf einem Schlitten geschoben. Der Schlittenschieber geht voran – jeder muss mal schieben.
Es kommt jedoch häufig vor, dass der Vordermann – sich auf den Schlitten stützend – wegen Ermüdung seinen Kopf hängen lässt und dann das Ziel aus dem Blick verliert. Dadurch kommt dann die ganze Gruppe vom Kurs ab. Erst wenn der Schlittenschieber sein Abweichen bemerkt und den Kurs entsprechend korrigiert, ist man wieder auf der richtigen Spur. Geschieht das häufiger, führt das nicht selten zu Spannungen zwischen den Männern.
Schlimmer als eine solche kurzzeitige Kursabweichung ist allerdings, wenn man gar kein Ziel vor Augen hat. Der römische Philosoph Lucius A. Seneca hat einmal einen Menschen, der sich ohne Ziel auf seine Lebensreise begibt, wie folgt beschrieben: »Dem Schiff, das nicht weiß, wo es hinwill, ist kein Wind günstig.« So sind manche in ihrem Leben orientierungslos unterwegs und landen am Ende dort, wo sie gar nicht hinwollten. Doch Gott will uns den Weg lehren, den wir gehen sollen, wie unser Tagesvers sagt. Und dieser Weg hat ein klares Ziel: Bei Gott sollen wir ankommen und uns für ewig seiner Gegenwart und Fürsorge erfreuen. Wer sich an ihm orientiert, ist auf richtigem Kurs.
Rudi LöwenDiese und viele weitere Andachten online lesen
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Audioaufnahmen: Radio Segenswelle
»Ein Arzt, schnell einen Arzt!«, brüllte die Hebamme durch den Flur. »Wir brauchen eine Reanimations-Spritze, damit sie nicht stirbt!« Meine Frau lag angespannt auf dem Krankenbett – es ging um das Kind in ihrem Bauch. Eigentlich war es eine ganz normale Voruntersuchung. Zur Sicherheit wurde noch ein CT-Scan gemacht, der die Herztöne des Babys aufzeichnete. Doch plötzlich fielen die Herztöne unserer Tochter ab. So tief, dass sie nicht mehr gemessen werden konnten. War sie tot? Der herbeigeholte Arzt spritzte ein Mittel, das wiederbelebend wirken sollte, aber sicher war die Rettung damit nicht. Es war eine Situation zwischen Leben und Tod. Doch tatsächlich wurde der ärztliche Einsatz mit Erfolg belohnt. Die Herztöne waren plötzlich wieder hörbar. Ein wunderbarer Ausgang.
Ich war bei dem Drama nicht anwesend, und es gab vorher keine Warnzeichen. Abends redete ich mit meiner Frau über den aufregenden Tag. Wie sollte unsere Tochter heißen? Auf einen Namen hatten wir uns bisher noch nicht geeinigt. Doch jetzt ist es klar: Sie soll so heißen, wie Jesus das Mädchen in der Bibel anspricht, an das uns das Erlebte erinnerte. Ein Mann namens Jairus hatte eine todkranke zwölfjährige Tochter. Er bat Jesus, zu kommen und sie zu heilen. Zu Hause angekommen, war es eigentlich schon zu spät. Die Tochter war gestorben. Doch Jesus tröstete den Vater: »Fürchte dich nicht, glaube nur, so wird sie gerettet werden!« Jesus ging zu dem toten Kind und sprach: »Talita kumi«, das heißt: »Tochter, steh auf«. Und so geschah es.
Unsere Talita wird uns stets daran erinnern, dass es einen Gott gibt, der Wunder tut. Einer, der hier auf Erden schon Leben retten kann, ist auch der Garant ewigen Lebens. Auch dazu muss man »nur« glauben.
Tim PetkauDiese und viele weitere Andachten online lesen
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»LEBEN IST MEHR« ist ein Lesebuch, das Impulse und Gedankenanstöße gibt. Es lädt ein zum Nachdenken – über Gott und die Welt, das Woher, Wohin und Wozu – und nicht zuletzt über uns selbst, und das…
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